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 IC-Geschichte - Es war einmal...

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Liyaniel



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BeitragThema: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mo 7 März 2016 - 18:20

...ein Penner, ein Söldner, ein steifes Fräulein und eine Elfe, die gingen in den Wald. So entstand die Geschichte einer magischen Reise von vier Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.



Tag 1 - Der Aufbruch


Es war vollbracht. Die erwählte Eskorte gefunden, gepackt und jede Möglichkeit bedacht, die sich als Hindernis in den Weg stellen könnte.

Was noch ausstand, war die Kollegen zu informieren. Briefe. Damit würde es gehen. Nur keine Zeit mehr verlieren, mit langen Gesprächen und Fragen, welche ihre Anspannung nur förderten, statt Erleichterung zu verschaffen.

Gefühlsduseleien. Sie hasste sie.

Das Aufspüren und Bergen einer mutmaßlich verstorbenen Frau klang nicht nach einer sonderlich heroischen Aufgabe. Doch konnte sie nicht weiter, ohne diese kleine Hürde überwunden zu haben, ehe sie sich dem schweren Teil stellen würde. Allein. Danach.

„Wirst du es können?“ hallte die Stimme der Frau in ihrem Kopf. „Ich muss tun, was ich tun muss“, hörte sie ihre Antwort und spürte noch immer den Kloß in ihrem Hals.

Drei Personen hatte sie erwählt, sie zu begleiten. Novizin Conroy, die es bei all dem nicht zu vernachlässigen galt und über eine herausragende Beobachtungsgabe verfügte. Leutnant Jon Teagan, der ihr nicht nur mit seinem Scharfsinn, sondern auch seiner Magie wahre Hilfe leisten und ihren Rücken decken würde. Pere, wohlbekannt bei den Wachen und doch einer der wenigen Menschen, der ihr uneingeschränktes Vertrauen genoss. Drei Individuen, die alle auf ihre Weise der Quel’dorei dienlich wären, nicht zu vergessen wer sie war.

Die Illusion des Falken hatte seinen unermüdlichen Flug beendet, was nun folgte, waren Schritte in der Realität.
 
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Adelaide C.



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Di 8 März 2016 - 9:40


Siebter Tag des dritten Monats

Es ist reichlich spät geworden, nun sind wir in einer Gaststätte in Seenhain angekommen und die Erzmagierin ist noch mit den beiden Herren zu Gange.
Wobei ich persönlich nur einen der Beiden als Herren bezeichnen würde.

Sir Jon Teagan, ein Soldat und Erntehexer, sehr angenehmer Herr der sich trotz zeitweiligen Verlustest des Anstandes durchaus angemessen auszudrücken weiß.
Der andere “Herr“, ein gewisser Peredor, fällt wohl eher in die Kategorie des sogenannten Pantoffelhelden.
Nachdem er uns auf seinen recht beschaulichen Hof führte, hatten wir das zweifelhafte Vergnügen seiner Gefährtin bekannt zu werden.
Sein weiteres Verhalten, abseits seines biestigen Weibchens, lässt darauf schließen das der Herr sich durchaus zu profilieren versucht. Wie würde Maggy sagen, ein sogenannter Windbeutel, von solchen Herren ist nicht allzuviel zu erwarten, doch wird die Erzmagierin ihn nicht ohne Grund gebeten haben uns zu begleiten.

Die Erzmagierin selbst verhält sich völlig anders als in Sturmwind. Tatsächlich scheint sie sich an die derbe Aussprache der beiden Herren anzupassen und nicht nur ein Scherz unter der Gürtellinie erfolgte. Was die anderen Magier dazu wohl sagen würden, aber vermutlich ist das eine Art Tarnung.

Der Grund der Reise, nun den erfuhr ich erst als wir schon den halben Elwynn durchquert hatten. Wie es aussieht suchen wir nach den sterblichen Überresten einer Frau Falk. Wer auch immer diese Frau gewesen sein soll, sie muss zumindest so wichtig sein das eine vielbeschäftigte Erzmagierin sich darum kümmert.

Ein paar Dinge kann ich zumindest jetzt schon aus der Reise für mich mitnehmen.

  • Weissagungszauber scheinen sehr kompliziert zu sein, selbst wenn einem Magus zugezaubert wird.


  • Auch Erzmagier sind nur normale Personen, zumindest verhält sie sich momentan sehr...konträr zu ihrem Dasein in Sturmwind.


  • Auch einfache Leute können ein großes Herz haben, was auch immer die Erzmagierin damit meint.


  • Die Menschen in Elwynn scheinen eine völlig eigene Sprache zu haben die nicht einmal die Erzmagierin gänzlich zu verstehen scheint.


Man darf gespannt sein wie die weitere Reise verläuft, mit der sich seltsam verhaltenden Elfe, dem Vaterfigurähnlichen Leutnant und dem Schaumschläger der sich nur außerhhalb seiner eigenen vier Wände zu behaupten weiß.


Zuletzt von Adelaide C. am Di 15 März 2016 - 0:40 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Di 8 März 2016 - 9:52

Tagebucheintrag vom 7ten Tag des 3ten Monats

Wir haben das Rotkammgebirge endlich erreicht, doch als zufriedenstellend würde ich die Suche bislang nicht bezeichnen. Tatsächlich scheinen wir unserem Ziel nicht näher zu kommen. Immerzu zeigt das Objekt eine andere Richtung, obgleich keine Bewegung des gesuchten Ziels zu bemerken ist.
Jon äußerte bereits seinen Verdacht, dass ein „dritter Spieler“ bei unserem Wirken aktiv sei. Ein beunruhigender Gedanke.
Doch wenn Jon einen Zweifel hegt, sollte dies durchaus Beachtung erhalten. Ich sollte mit ihm darüber sprechen, wenn wir alleine sind.

Novizin Conroy schlägt sich doch recht gut, auch wenn ihr die Gesellschaft der Herren vermutlich befremdlich erscheint. Besser, sie lernt es nun, mit solchem Umgang zurecht zu kommen. Wer weiß, wohin ihre Profession sie führen wird. Zu behütet, zu viel Sicherheit. Je eher sie der Realität in die Augen blickt, umso besser.
Das Leben ist nicht sauber, nicht hell oder dunkel und schon gar nicht sicher. Nicht für uns.

Auf dem Weg ins Gebirge haben wir Halt auf Peres kleinem Hof gemacht. Es ist mir rätselhaft, wie dieser Mann an dieses Monster geraten ist und durchaus bin ich froh, dass Novizin Conroy die Frau kaum zu verstehen vermochte. Unter anderen Umständen hätte ich mich vermutlich köstlich darüber amüsiert, dass ein Mann sich eine solche Gefährtin zumutet. Vielleicht bewog ihn auch die Pflicht der entstandenen Frucht einer gemeinsamen Nacht? Das Balg schlief glücklicherweise.

Morgen geht es weiter.
Gerade wünschte ich, Magus Darijan wäre bei uns, auch wenn ich ihn als irritierend empfinde. Logisch betrachtet, wäre er in jeder Hinsicht eine gute Wahl.
Außerdem wäre die Suche nach Anjanette dann vermutlich schon erfolgreich geendet, und ich könnte mich endlich meiner wirklichen Aufgabe widmen. Die mir zudem wohl dann einfacher fiele.

Ich bin zu aufgebracht, um zu schlafen. Dieser Stadt wieder den Rücken zu kehren erscheint mir als angenehme Option, um all den Verwirrungen und Verstrickungen zu entkommen.

Es ist zu viel. So konzentriere ich mich auf jeden einzelnen Schritt. Der nächste wäre der wohl verdiente Schlaf.
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mi 9 März 2016 - 9:31

Tag 2: Zwei und zwei sind fünf. Oder: Der Wald der Verrückte macht


Tagebucheintrag vom 8ten Tag des 3ten Monats

Nachdem mir Jon seine Beobachtungen während des Zuzauberns schilderte, bin ich mir sicher, dass noch eine weitere Entität seine Finger im Spiel hat. Mit dem Dolch ist alles in Ordnung. Mit mir auch, so hoffe ich. Jedenfalls konnte ich weder an dem Dolch eine Manipulation, noch an mir selbst eine Markierung feststellen.
Dennoch sind wir uns sicher, verfolgt zu werden, obgleich Jon keine Individuen ausmachen konnte.

Inzwischen hat es uns in den Dämmerwald verschlagen. Auf dem Weg hatten wir eine Begegnung mit einer Dame, die dem Liebreiz von Peres Gemahlin wahrlich in nichts nachsteht und eindeutig verrückt ist. Jon hat sie schlafen gelegt und gnädigerweise bis nach Dunkelhain getragen, wo er sie der Nachtwache übergeben hat. Eine solch verwirrte Seele in diesen seltsamen Wäldern ist nicht sehr erbaulich.
Ich hoffe Jon ist meinem Rat gefolgt und hat sich und seine Kleidung in ein Bad befördert.

Novizin Conroy schlägt sich weiterhin gut, auch wenn die Reise nicht dem entspricht, was ich ihr zuzumuten gedachte. Mit Pere scheint sie sich gut zu arrangieren. Ich fürchte fast, sie hat mit ihm kokettiert. Das sollte ich im Auge behalten.

Heute ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass es durchaus reizvoll wäre, das Stadtleben wieder hinter mir zu lassen. Wenn ich nur gehorsamer sein könnte, wäre es wahrlich eine Überlegung wert, sich wieder unter das Kommando des werten Leutnants und Hauptmann Klingentänzer zu stellen.
Doch der Gedanke an die verhassten Sanktionen schmeckt wie Galle auf der Zunge.

Ich habe vergessen, Zitterschwänzchen frei zu lassen. Ich hoffe, er verhungert nicht, bis ich wieder da bin.
 
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Adelaide C.



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mi 9 März 2016 - 10:03


Achter Tag des dritten Monats

Alodi hatte Unrecht! Das Buch schützt doch Leben, nun schon zum dritten Mal, daß kann kein Zufall mehr sein. Und dieses Mal hat es nicht nur mich beschützt, sondern auch die Erzmagierin, Sir Jon und Herren Pere.

Zum Glück habe ich es eingepackt, ohne das Buch wären wir verloren, denn Meisterschützen sind die beiden Herren wahrlich nicht. Da fragt man sich wie sie uns beschützen sollen wenn sie nicht einmal eine dumme Eule erwischen. Obwohl, zu ihrer Verteidigung muss erwähnt werden das es sich bei dieser wohl nicht um eine normale Eule handelt...

Dieses Dunkelhain ist schrecklich, alles so düster, der Wind wirkt unheimlicher, die Leute finsterer.
Ob die Eule die dritte Person im Bunde ist? Vermutlich, vermutlich auch daher der Zusammenhang zu dieser alten Frau. Himmel, Soetwas verwahrlostes habe ich nicht mehr seit dem Besuch bei den von Wintergarbs gesehen.
Dieses unheimliche Glöckchen, immer wieder das Glöckchen und das er uns holt...das ging mir die gesamte Nacht nicht aus dem Kopf. Deswegen, werde ich den Rest dieser wohl auch besser über dieser viel zu starken Brühe die sich Kaffee schimpft ausharren.

Sir Jon hat seine Naturfähigkeiten ausprobiert, irgendwie kann er das, kommt wohl vom Erntehexer oder er ist ein sehr guter Späher, so genau weiß ich das nicht.
Die Gruselgeschichten zum Dämmerwald mussten natürlich kommen während wir ihn betraten. Es sollen sich solche Worgen dort aufhalten, grässliche Monster die uns einfach reißen, aber die Erzmagierin meinte wir zünden sie einfach an . Gut das ich meine Zündholzschachtel eingepackt habe, auch wenn irgendwo auf dem Weg meine Laterne verloren gegangen sein muss.

Wenigstens hat sich Herr Pere als recht amüsant herausgestellt, Pantoffeltierchen ist nicht ganz so schlimm wie er sich anfangs gab. Vermutlich fiel sein Verhalten in die Kategorie des sich balzenden Männchens im Frühjahr. Und er gab mir sogar den ein oder andren nützlichen Rat. Zum Beispiel das Moos immer nur auf der Nordseite wächst, wegen dem Schatten und dieser Merksatz...

Im Osten geht die Sonne auf,
im Süden hält sie Mittagslauf,
im Westen will sie untergeh`n,
im Norden ist sie nie zu seh'n.

Schießen, kann er trotzdem nicht. Der Dolch führte uns heute wieder ordentlich an der Nase herum und ich hoffe mal das wir die Nacht in diesem Dunkelhain überstehen und lebend aus der Sache herauskommen. Aber was soll schon passieren, ich habe ja das Buch dabei.



Zuletzt von Adelaide C. am Di 15 März 2016 - 0:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Adelaide C.



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Do 10 März 2016 - 9:12

Tag 3: Von verrückten Müttern und freundlichen Onkeln


Neunter Tag des dritten Monats

Ein Tag den ich nicht mehr aus meinen Gedanken verbannen werde, bis ich den letzten Atemzug in diesem Dasein tätige.
Eine unheimliche Stille hat uns erfasst, eine Stille die so tief dringt das sie beinah schmerzt. Die Unruhe spürbar, die Furcht vor dem was auf uns zukommt fast greifbar.

Die Frage die im Raum schwebt...WARUM ?...
Hat alles im Leben einen Sinn, ist alles vorherbestimmt oder hätten wir dem entgehen können?
Hätte Mara doch irgendwie gerettet werden können? War es wirklich nötig?
Werde ich dies als Ganzes je verstehen?
Ihr Blick...das Taschentuch an ihrer Wange, dieser Blick...nie wird er mich loslassen.

Es war nötig nicht wegzusehen, es war nötig diesen Teil des Lebens mit allen mir zu Verfügung stehenden Sinnen zu begreifen. Was ich dabei gefühlt habe....Nichts. Es war nötig, es war unvermeidbar. Und doch werde ich das Gefühl nicht los das ich nicht die Einzige war die haderte.

War es für die Beiden Alltägliches? Wie oft haben sie dies schon...?
Zuviele Fragen, Fragen die ich niemals stellen darf, über die ich niemals sprechen darf. Tief begraben in mir bis zu meinem Ende.


Und doch erhofft sich ein kleiner Teil von mir, sollte ich je in eine solche Situation kommen , eine ähnliche Gnade zugestanden zu bekommen.

Was ich gelernt habe?
Vieles...Nichts.

Und doch ist da dieses Vertrauen zu diesen fast Fremden, unumstößlich seit heute Abend. Die Hoffnung das wir diese Sache doch heil überstehen...



Zuletzt von Adelaide C. am Di 15 März 2016 - 0:41 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Sa 12 März 2016 - 12:21

Tagebucheintrag vom 9ten Tag des 3ten Monats

Wir haben uns heute der Irrsinnigen angenommen, nachdem wir behaupteten, dass wir auf der Suche nach der Mutter meiner Novizin seien, welche den einfallslosen Namen ‚Miss Rose‘ erhielt.
Tatsächlich erwies sich die Dame heute ein wenig zugänglicher, auch wenn sie weiterhin davon schwafelte, dass „er uns holen komme“. Mara, wie die Frau hieß, schien recht angetan von meiner Novizin und den Herren, während ich mit willkommener Ignoranz belohnt wurde.
So fanden wir heraus, dass sie selbst eine Arkanistin war. Wenn ich so ende wie sie, fordere ich einen würdevollen Tod.
Mara nahmen wir als vermeintliche Mutter der ‚Miss Rose‘ mit. Der Verfall machte sich deutlich bemerkbar. Ein grauenvoller, entwürdigender Tod.
Wir taten gut daran, sie zu töten. Schnell, schmerzlos.
Novizin Conroy wollte es sich unbedingt ansehen. Auch wenn ich Vorbehalte hatte, tat ich vielleicht gut daran, ihr diese Erfahrung zu gewähren.
Nichts bleibt hier draußen vom Glanz und der Bequemlichkeit der Akademie. Hier im Dreck vermag man kaum seine Hände sauber zu halten.
Ich empfand Erleichterung. Mögen meine Gefährten mich ebenso erlösen, sollte mich ein solches Schicksal ereilen. Mögen sie nicht zögern. Das Selbe täte ich für sie.

Inzwischen hegen wir keinen Zweifel daran, dass eine Begegnung mit ‚ihm‘ unumstößlich ist. Ich wage nicht meine Novizin zurück nach Sturmwind zu schicken. Wenn bislang meine Zauber manipuliert wurden, möchte ich mir wahrlich nicht ausmalen, was nun geschähe, würde ich sie nach Sturmwind teleportieren. Mir ist das Risiko zu hoch.
Vermutlich verweilen wir an Ort und Stelle. Wir harren aus, wie warten auf unserem erwählten Schlachtfeld, auf dass er endlich kommen möge. Morgen sollten wir mit den Vorbereitungen beginnen.

Sollte es sich in einem ruhigen Moment ergeben, sollte ich mit meiner Novizin über Pere sprechen. Nicht, dass sie im Angesicht eines möglichen Endes einen Fehler begeht.
 
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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Sa 12 März 2016 - 13:07

Tag 4: Von Einkaufsgelüsten und Aussprachen



Zehnter...Elfter Tag des dritten Monats

"Ihr solltet Euch ob der entstandenen Not nicht geneigt fühlen, Euch in seine Arme zu werfen und sein Lager zu teilen. Er wäre nicht der Rechte für Euch."

Das hat sie tatsächlich gesagt ! Zu mir!
Als ob ich...und er...versteh einer diese Elfe, wie kommt sie darauf das ich mich...niemals!
Im Leben nicht, er ist … und überhaupt das geht nicht. Wir haben wirklich andere Sorgen, da klopft der Tod an die Tür und die Erzmagierin sinniert von Dingen die für die Ehe vorbehalten sind.
Ob sie bezüglich Sir Jon solche Gedanken hegt und deswegen mit dieser Warnung an mich herantrat?

Aber weitaus wichtiger als Gedanken an...Himmel, jetzt denk ich tatsächlich wirklich...diese Elfe !
Sir Jon hat einige interessante Theorien und anscheinend weitaus mehr Geheimnisse vor uns als es anfangs den Anschein hatte. Wir werden sehen ob sich die Theorie von Pere und mir bestätigt und er auf uns zu geflattert kommt.

Die Erzmagierin hat sich bei der Absicherung heute recht verausgabt und ist als sie zurückkam sofort an Ort und Stelle eingeschlafen. Sie muss sich mehr schonen und ruhen, wenn wir auch nur den Anflug einer Möglichkeit haben wollen das Ganze heil zu überstehen.



Pere ist eigentlich recht amüsant und er schuldet mir zwei Silberlinge, dreist aber zumindest witzig dabei. So unvernünftig scheint er auch nicht zu sein, zumindest waren seine Einwände bezüglich der angestrebten Strategien durchaus nachvollziehbar. Vielleicht nicht der Stärkste aber im Oberstübchen scheint doch etwas Grips vorhanden zu sein, irgendwo hinter all den Anzüglichkeiten.

Die Scheune, immer noch trostlos, vermodert, baufällig. Eine bessere Ruine, ein Palast für das niedere Getier dessen Aufgabenbereich wohl im Verbreiten von Krankheiten, Seuchen liegt.
Eine davon ist so zutraulich das sie sich bis auf eine Armeslänge entfernt herantraut. Ein wenig hinterhältig das kleine Biest, ich nenne sie Miss Anna.

Mir selbst, geht es den Umständen entsprechend. Ich habe meinen Frieden gemacht und mache mir nichts vor. Manche Dinge muss man eben so akzeptieren wie sie sind.

Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt - und nicht, was wir ersehnt haben.


Zuletzt von Adelaide C. am Di 15 März 2016 - 0:43 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Sa 12 März 2016 - 16:34

Tagebucheintrag vom 10ten Tag des 3ten Monats:


Ich habe heute Morgen das Gespräch mit meiner Novizin geführt. Obgleich sie beteuerte, meine Befürchtungen seien nicht begründet, bin ich dennoch davon überzeugt, dass sie sich Pere zugeneigt fühlt. Als hätte ich diesen sehnsüchtigen Blick nicht bemerkt. Dennoch hoffe ich, sie kommt zur Vernunft.
Keine Zeit mehr für solche Dinge.

Jon überbrachte mir heute Maras Glöckchen, welches ich einer Analyse unterzog. Eine seltsame Art, ein Arkanes Objekt zu kodieren. Augenscheinlich hatte die Dame einen Hang zur Melodramatik.
So wurde die Verzauberung aktiviert, indem das Glöckchen geläutet wurde. Schlicht ein Mittel um ihre Zauber zu forcieren.

In einer Besprechung gingen wir unsere Möglichkeiten durch.
Würde ich die Manipulation eines Teleports nicht fürchten, würde ich die Gruppe geradewegs nach Sturmwind befördern. Manch ein Kollege würde sich vermutlich die Finger nach einem in Aussicht gestellten Kampf lecken.
Ich wünschte, Sir Avrim wäre bei uns.
Auch wenn Pere es vermutlich vorziehen würde, wenn wir nach Sturmwind zurück gingen, haben wir beschlossen, uns dem Kampf zu stellen. Wir werden hier ausharren, bis er kommt. Und ihm einen Empfang bieten, der ihm deutlich machen wird, dass wir niemals kampflos aufgeben werden, weniger noch seine Spielfiguren sind, die er nach gutdünken durch Azeroth lenken kann.
Verflucht sei dieses Individuum.

Während Jon auf Erkundung war, haben Pere und Novizin Conroy sich in das nahe gelegene Dorf Dunkelhain aufgemacht. Ich hoffe, sie haben dort Brennmaterial gefunden. Es könnte unserer Sache dienlich sein.
Wir werden ihm eine Falle stellen.
Ich habe einige Alaramzauber um das Areal platziert, jedoch genug Raum gelassen, um den Zugang zu uns zu gewähren. Am Ende wird es eine ewige, beidseitige Warterei.
Weiterhin die Illusion am Eingang der Scheune erneuert und verstärkt.

Mich packt die Mordlust. Wenn ich das hier überlebe, wer wird der nächste sein? Ich hasse die Antwort.
Es ist noch Nacht. Muss weiter schlafen…


Zuletzt von Liyaniel am Fr 18 März 2016 - 9:00 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Adelaide C.



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mo 14 März 2016 - 16:40

Tag ??? : "Operation Erdferkel" oder "Ein Buch schlägt zurück"



Tag ???

Ich weiß nicht wie lange ich geschlafen, gewacht, wieder geschlafen habe. Das Licht ist hier drin genauso dunkel und düster wie es außerhalb der Scheune ist. Sekunden wurden zu Minuten, Minuten zu stunden und Stunden zu einer schier endlosen Ewigkeit in der wir uns immer noch gefangen befinden. Dieser verfluchte Wald hält uns weiter in seinem Bann, auch nachdem...ER...gekommen ist.

Auch davor, einer Ewigkeit gleichend, warteten wir, harten aus. Pläne wurden geschmiedet, Taktiken durchgesprochen und die ein oder andere „Waffe“ gesucht. Und selbst in dieser düsteren Vorahnung das unser Ende nahen solle, schafften die Herren es uns das ein oder andere Lächeln abzuringen. Sei es ein gekonnt trocken platzierter Scherz von Sir Jon oder die spitzbübisch anmutende Seite von Pere.

Was dann geschah...
Es grenzt an ein Wunder das ich dies überhaupt niederschreiben kann.
ER kam rasch, ER wandte sehr interessante Strategien an um uns aus unseren Verstecken zu locken.
Aber irgendwann hatte er uns entdeckt, was dann geschah lässt sich kaum beschreiben. Erst dieses Kind...die ganze Zeit hatte es gerufen und dann hat er es achtlos in unsere Richtung geschleudert und explodieren lassen.



Blut, Gedärme, Knochen...keinen Moment später erhoben sich drei schreckliche Gestalten in Form von knöchernen Kriegern die in unsere Richtung stürmten.
Kurz bevor sie uns erreichten, nur noch eine Handbreite entfernt waren...fand ich mich weit ab unseres Versteckes neben der Scheune wieder. Allerdings, allein.

Keine Spur von der Erzmagierin, Sir Jon oder Pere.
Ich weiss nicht was mich antrieb, warum ich es tat aber ich rannte in die Scheune zurück, zielstrebig auf meinen Koffer zu um mein Buch zu holen. Instinkt? Bis jetzt hatte es mich immer beschützt, auch diesmal würde es seine Dienste tun.

Mitsamt dem Buch, Sir Jon´s Kurzschwert das er mir zuvor geliehen hatte und mehr Glück als Verstand robbte ich im Schutz des Nebels vor zum Feld. Nicht eine Handbreit konnte man sehen, also musste ich mich auf mein Gehör verlassen.
Irgendwann erreichte ich einen Strohballen und der Nebel lichtete sich plötzlich ohne ersichtlichen Grund. Leider rief dies einen der knöchernen Krieger auf den Plan der nun nach mir schlug, zwei waren bei Sir Jon und Pere die wie die Erzmagierin alle viel zu weit entfernt standen.




Im Grunde blieb mir keine andere Wahl...aber all das schön zu reden hilft nicht und macht nicht rückgängig was ich getan habe.
Ich habe jemanden hinterrücks ermordet.
Notwehr? Vielleicht, ich weiß es nicht, ich will auch nicht mehr darüber nachdenken, es geschah zu plötzlich und all die Umstände darum waren zu seltsam.

Ich sprang auf, lief auf die Erzmagierin zu und stach im Lauf in den Rücken des Nekromanten. Warum auch immer...er stolperte mir rückwärts entgegen, mit einer solchen Wucht das es ihm das gesamte Schwert durch den Leib trieb und ihn über mir begrub.
Es war ein schreckliches Gefühl, kalt, grauenvoll und dann  plötzlich die Wandlung, eine erhobene Hand über mir und alles wurde schwarz.

Als ich aufwachte lag ich in der Scheune, die Erzmagierin bei mir, die vertrauten Stimmen von Pere und Sir Jon ganz nah. Wir hatten überlebt, so wie Sir Jon es versprochen hatte.
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Di 15 März 2016 - 9:03

Abendlieds Tagebuch - Die Nacht nach dem Kampf

Es ist vorbei.
Wir haben es überstanden. Pere wurde verwundet, wird sich aber ebenso erholen wie Novizin Conroy, die nun wieder zu schlafen scheint.
Im Morgengrauen suchte er uns heim, während wir uns auf den Hügeln verschanzt hatten. Der Nebel nahm uns die Sicht, doch spürte ich seine Präsenz und jene seiner Zauber. Das Baby. Kinder waren mir schon immer suspekt, doch wenn sie im Nebel liegend schreien und schließlich explodierend in unsere Richtung fliegen, mag ich sie noch weniger.

Mein Kopf schmerzt. Dieser Bastard eines mutierten Trolls ließ sich nicht in die Scheune locken und aktivierte immer wieder meinen Alarmzauber. Noch immer schmerzt mir der Kopf. Es machte mich schier WAHNSINNIG.

Ich bin froh, Novizin Conroy nicht nach Sturmwind teleportiert zu haben. Denn als die Untoten auf den Hügel stürmten, und ich uns zur Hütte teleportieren wollte, ging es redlich schief. Wer weiß, wo die Novizin sich wiedergefunden hätte, hätte ich mich bemüht, sie in Sicherheit zu bringen.
Fand mich im Nebel wieder und konnte wohl nur mit Glück den Angriffen der Skelette entgehen.
Es gelang mir einen dieser garstigen Gerippe zu bannen, ebenso wie den Nebel.
Ein grausiges Bild tat sich auf: Novizin Conroy, die sich aus dem Dreck erhob und dem Nekromanten geradewegs das Schwert in den Rücken und das Buch über den Kopf schlug. Zu nah, zu wenig Sicherheit. Leichtsinniges Kind. Mutiges Kind.

Der Nekromant erhob sich ein weiteres mal. Eine scheußliche Gestalt, dessen Anblick einem das Blut in den Adern gefrieren ließ.

„Bedenkt, dass die Sicherheit Eurer Novizen oberste Priorität hat, Magistrix Abendlied.“ – Ich erinnerte mich in jenem Moment zu gut an die Worte meines Lehrmeisters Magister Feuersturm. Unvergessener Mentor und alter Freund.

Was ist das eigene Leben wert, wenn man seine Novizen ihrem Schicksal überlässt?
Der Bastard kanalisierte einen Zauber auf Novizin Conroy. Meine Zauber schienen wirkungslos, so warf ich mich in meiner Verzweiflung auf meine Novizin. Jeden von ihnen hätte ich auf diese Weise zu schützen versucht, doch manchmal, da muss eine Wahl getroffen werden. Die Entscheidung fiel mir nicht schwer.

Noch immer konnte ich mein Wirken nicht auf den Nekromanten konzentrieren, da bereits ein Ghul angriff, den ich erledigen konnte, während Jon sich mit dieser Schauergestalt mühte. Tapferer Jon. Fähiger Jon. Jederzeit würde ich ihm mein Leben anvertrauen. Jederzeit das Leben jener, die mir nahe stehen. Mich jederzeit seinen Befehlen in einer Schlacht fügen. Scharfsinniger Jon. Furchtloser Jon.
Mit einem Feuerball konnte ich den Nekromanten erledigen. Bedauerlicherweise auch Jons Schwert, das noch in ihm steckte. Er wird einen würdigen Ersatz erhalten.

Vor der Schlacht, die drückende Stille. Nach der Schlacht, Stille. Ein Moment, der einer Ewigkeit gleich kommt, wenn sich die Sinne auf die Umgebung konzentrieren, auf das Nahen eines weiteren Feindes lauschen.

Bis man es begreift. Es ist vorbei.
 
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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mi 16 März 2016 - 10:02


Tag???: "Von herrischen Elfen und handzahmen Söldnern"
oder
"Dem schier endlosen dunklen Wald"



Tag ? der Zweite

Das war es dann wohl für mich.
Die Erzmagierin verärgert, mich nicht entsprechend verhalten, auf nach Sturmwind für die dumme Novizin.
Aber es ist besser so, sie hat recht.
Ich kann nichts, ich bin nutzlos und es bringt nur Probleme mit sich mich hier zu behalten.

Ich weiß nicht was in mich gefahren ist, ich...es darf nicht mehr vorkommen. Nie wieder.
Stumm bleiben, nicken, sich nichts anmerken lassen...
Im Grunde wie früher, zu Hause, nur mit anderen Personen drum herum. Das kann ich doch, konnte ich immer, so schwer ist das nicht.

Beziehungen sind Zeitverschwendung, soziale Kontakte ein notwendiges Übel.

Die Erschöpfung ist indes erträglich, mit etwas Anstrengung merkt man mir das vermutlich nicht mal an, hoffe ich. Ich lüge Sir Jon nur ungern ins Gesicht, er war immer sehr nett zu mir und auch ehrlich soweit ich das beurteilen kann. Aber es würde alle nur noch mehr aufhalten wenn ich die Wahrheit erzählen würde. Zu schwach um weiter zu laufen...keine Ahnung was ER mit mir gemacht hat, die Frage wurde mit irgendein Zauber, abgetan. Ich weiß nur das mich seitdem zehn Schritte so anstrengen als würde ich einen halben Tag laufen.



Vielleicht gibt sich das wieder, meine Haut ist auch nicht mehr ganz so bleich wie nach dem Aufwachen aus meiner Ohnmacht.

Pere scheint Einiges eingesteckt zu haben, wir haben uns heute Morgen ein wenig unterhalten und er hat mir die Sache aus seiner Sicht geschildert. Er und Sir Jon befanden sich ja weiter von mir weg und durch den Nebel waren sie für mich nicht zu erblicken. Seinen Humor hat er nicht verloren, zum Glück. Das macht das Ganze etwas erträglicher. Nur nicht mehr an den Abend zurückdenken. Einfach aus den Gedanken verbannen, nie mehr erwähnen und weitermachen.

Allzulange kann es nun nicht mehr dauern bis ich nach Sturmwind komme, immerhin sind wir wohl nahe Westfall, sofern ich den Herren von der Nachtwache nicht falsch verstanden habe. Ich hoffe nur das die andren Novizen nichts davon erfahren und dann Fragen stellen, ich will das Ganze einfach nur vergessen. Mich an meine Hausarbeit setzen und weiter machen.
Denn sonst...kann ich ja nichts.
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mi 16 März 2016 - 10:13

Abendlieds Tagebuch

Ich weiß nicht, welcher Tag heute ist. Ob Tag oder Nacht. Dieser elende Wald bringt einen durcheinander.
Sind weiter nach Westen gezogen und haben Maras Hütte einen kurzen Besuch abgestattet. Nebst Arkaner Magie scheint sie eine Schwäche für amourösen Nahkampf gehabt zu haben. Ebenso scheint der Nekromant nach Jon die Hütte ein weiteres Mal betreten zu haben. So verrieten es ihm die Spuren.

Jon ist der Ansicht, Mara habe vornehmlich Nethermanten und Nekromanten im Fokus gehabt. Die Ehefrau unseres ‚Freundes‘ habe er in ihrem Keller gefunden. Tot.
Mir war nicht danach, auch jene Räumlichkeiten näher zu untersuchen; der Gestank im Haus war unerträglich.
Warum und wer uns nun in den Wald lockte, will sich uns nicht erschließen, doch sollte Mara nicht unbedingt eine Freundin gesucht haben, wäre es naheliegend, dass der Nekromant uns herbrachte. Oder eine weitere Person?
Es ist wirr.

Inzwischen sind wir in einem kleinen Lager der Nachtwache an der Wegkreuzung zum Schlingendorntal. Pere und Novizin Conroy mit langen Märschen unnötig zu belasten, scheint mir nicht vertretbar. Sie brauchen Ruhe, müssen wieder zu Kräften kommen.

Es wäre besser, sie alle heim zu bringen. Die Enttäuschung auf ihren Gesichtern, als ich dies ankündigte, hat sich in mein Gedächtnis gebrannt. Ich weiß um meine Pflicht entsprechend der Gesetze Sturmwinds. Doch weiß ich auch um die Regularien. Novizen haben bei derartigen Einsätzen nichts zu suchen.
Die Konfrontation mit dem Nekromanten war unvermeidbar. Alles was nun kommt, liegt in unserer freien Entscheidung.
Freie Entscheidung. Eine Illusion.

Finde keinen Schlaf.
 
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Adelaide C.



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Fr 18 März 2016 - 11:54


Tag ? : "Das etwas andere Dornröschen" oder "Elfen fangen leicht gemacht"



Tag ? Der Dritte oder doch der Vierte?

Sicher bin ich mir nicht, eigentlich zuviel für einen Tag, also eventuell waren es doch zwei Tage? In diesem Wald kann man das wirklich nicht sagen, furchtbar. Es wird Zeit das wir heraus kommen.
Aber so rasch wird das wohl nichts. Nachdem wir einen Ring untersucht haben hat es uns gen Westen verschlagen. Was dann passierte....

Ausgerechnet die Erzmagierin ist in eine magische Falle getapst. Es gab im Vorfeld keine Anzeichen das der Weg mit Solchen gespickt wäre, wer denkt auch daran das mitten im Wald magische Fallen ausgelegt sind. Schön war das nicht, sie konnte nicht heraus, keine Zauber wirken, ja nicht mal in ihre verzauberte Tasche greifen.
Und wäre das nicht schon schlimm genug, kam dann eine Frau aus den Schatten auf uns zu.
Bei der Gewandung und dem Auftreten mitten im Wald konnte man ja schon davon ausgehen das es sich hierbei nicht um eine einfache Wanderin hielt.

Pere und Sir Jon kümmerten sich um sie, oder besser gesagt sie versuchten es. Am Anfang lief das überhaupt nicht zufriedenstellend.



Die Herren liefen plötzlich wirr herum und machten seltsame Geräusche. Wie diese schrecklichen grünen kleinen Monster nahe den Gewässern des Elwynn.
Wäre die Situation nicht so ernst gewesen, hätte ich mich tatsächlich zu einem Schmunzeln hinreißen lassen können.

Das dauerte aber zum Glück nicht allzulange an und die Herren streckten diese Frau, die uns ganz offensichtlich angreifen wollte, mit ihren Schützenkenntnissen nieder.
Diesmal trafen sie sogar.
Irgendwas streckte Sir Jon allerdings nieder, denn er bewegte sich danach nicht mehr.

Was dann mit der Frau geschah entzieht sich meiner Kenntnis, ich war zu sehr damit beschäftigt die Rune dieser Falle zu entdecken um die Erzmagierin zu befreien.
Mein Wirken auf den Baum in der Nähe blieb zwar nicht ergebnislos, doch waren die Dinge so derart verwirrend das ich sie nicht zu zuordnen wusste. Zuviele Eindrücke von magischen Dingen in unmittelbarer Nähe. Das muss ich wirklich eingehender üben.



Also blieb mir nichts anderes übrig als ganz profan wie ein Bursche auf den Baum zu klettern.
Was beim ersten Versuch mehr als schief ging, ich werde mit blauen Flecken übersät nach Sturmwind zurückkehren, wie eine dieser exotischen Katzen, ein Fleck neben dem Nächsten.
Der zweite Versuch, mit Hilfe von Pere, verlief besser. Tatsächlich schaffte ich es bis zur Baumkrone und entdeckte die Rune zwischen zwei Ästchen. Meine Versuche sie ohne Berührung ab zu bekommen gingen schief. Wer ahnt denn das Vogeleier aber auch so gar keine geeigneten Wurfmittel sind. Einen Tritt später landete das Ding am Boden und Pere zerstörte und befreite somit die Erzmagierin die inzwischen schon recht verzweifelt erschien.

Zusammen kümmerten wir uns um den, wie wir feststellten, schlafenden Sir Jon. Da wurde laut ihm ein Zauber reflektiert.
Nach diesen Erfahrungen machten wir uns daran so rasch wie nur irgendwie möglich Rabenflucht aufzusuchen. Schutz? Fraglich, dieser Händler war und ist mir nicht geheuer. Bis auf Sir Jon schlafen nun alle, ich kann nur hoffen das er mir meinen Scherz nicht nachträgt.
Nicht das er aus eventuellen Rachegelüsten heraus sein sonst so von ihm zauberhafte vorbereitetes Mahl absichtlich unverträglich macht.

 
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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Fr 18 März 2016 - 23:11

Abendlieds Tagebuch

‚Magische Gebiete, vielfältige Typen von Magie oder starke lokale magische Ausstrahlungen können schwache Auren verfälschen oder kaschieren‘

Natürlich gilt es dies zu beachten.
Bücher. Sie mögen das Wissen wahren, doch können sie kaum die wertvolle Erfahrung ersetzen. Auch wenn es Erfahrungen gibt, auf die man gerne verzichten würde.
Ein Meister der Weissagung hätte die vielen überlagerten Auren und Strukturen vermutlich besser entschlüsseln können und die Fallen entdeckt. Meine Wenigkeit zog es vor, geradewegs in das scheußliche ‚Gefängnis‘ zu laufen.

Während Novizin Conroy sich daran machte eine Quelle zu finden, welche die Falle mit Energie speiste, bekamen wir noch weiblichen Besuch. Weiblich im Sinne einer menschlichen Frau, wie ich vermute. So schrecklich unästhetisch der Körperbau. Plump und viel zu breite Hüften.  Ihr Gesicht hatte die Dame verhüllt. Wer weiß, welches Grauen sich darunter befand?
Elendes Weib. Sie näherte sich aus dem Schatten und schien Pere und Jon im Fokus zu haben. Ein läufiges Weibchen allein im Wald der Irrsinnigen.
Wie Irrsinnige gaben sich auch unsere Herren. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ein mir wohl bekannter Zauber, wenn ich darauf aus bin, meinen Gegner zu entwürdigen.

Glücklicherweise hielt es nicht lange an, so konnten sie das Weibsbild mit Pfeil und Bolzen erwischen.

Alles Weitere entzieht sich meiner genauen Kenntnis. Ich war ja in meiner ‚Residenz‘.
Jon begab sich zu der Dame, die auf dem Boden lag. Was auch immer dort geschehen ist, Jon fiel plötzlich um, da ihre Zauberreflexion seinen Schlafzauber auf ihn zurückwarf, während sie explodierte! Wenn es man es so nennen kann. Es schien sich mehr nach innen zu richten.
Dies kann uns durchaus recht sein, eine solche Sauerei hätte ich wahrlich nicht ertragen.

Novizin Conroy fand den Fokus für mein Gefängnis schließlich auf einem Baum. So konnte ich befreit und der gute Jon wieder geweckt werden.

Haben uns nach Rabenflucht begeben und von einem hiesigen Mann die Erlaubnis erhalten, uns hier zu erholen. Es hat mich einige Münzen gekostet, doch soll es mir recht sein, wenn wir ein wärmendes Feuer haben und nicht mitten im Wald nächtigen müssen.

Auch wenn Pere und Novizin Conroy sich nie wirklich beklagten – wir brauchen Ruhe.

Habe Dreck unter den Nägeln. Ich sollte zusehen, dass ich endlich wieder ein Bad bekomme. Und Tee. Und Gebäck. Beim Sonnenbrunnen, da tun sich nun zu nächtlicher Stunde die Sehnsüchte auf. Ein Stück Torte… Und wenn es nur das Sahnehäubchen wäre.
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Sa 19 März 2016 - 9:03

Tag ??? – Im Westen nichts Neues oder auch: Urlaub in Rabenflucht




Abendlieds Tagebuch

Habe Fred bezaubert.
Dass er uns für den Aufenthalt hier um einige Münzen erleichtert hatte, nehme ich ihm übel. So gab es heute immerhin heißen Tee und eine Kleinigkeit zu Essen. Auch einen Eimer frisches Wasser brachte er uns.
Ich sollte den Zauber auf ihm aufrecht erhalten, solange wir uns hier aufzuhalten gedenken.

Ich fürchte, Pere hat ein Auge auf meine Novizin geworfen. Und sie auf ihn. Des Anstands willen sollte ich die beiden nicht mehr aus den Augen lassen. Doch tatsächlich scheint sie die Vorzüge unserer Begleiter erfasst zu haben. In jeder Hinsicht.

Novizin Conroy scheint die Meditation bereits geläufig zu sein. Ich zweifle nicht daran, dass sie es täglich üben und praktizieren wird. Ich stellte ihr frei, Kontakt zu den anderen Magiern der Akademie aufzunehmen, um sich ihre Vorgehensweise erläutern zu lassen. Doch scheint ihr meine Methode bereits zuzusagen.
Werde die nächste Zeit weiterhin mit ihr den Zauber ‚Magie entdecken‘ üben. Ich bin wahrlich erfreut, über welche Auffassungsgabe meine Novizin verfügt. Da steckt ein angenehmes Talent in der jungen Frau, die in jeder Hinsicht gefördert werden sollte.
Diese Reise scheint ihr trotz aller Unannehmlichkeiten gut zu tun. So wagt sie sich beizeiten aus ihrem Schneckenhaus, teilt sich mit, ohne es je an Respekt mangeln zu lassen.
Ein Juwel der Novizenschaft unserer Abteilung.

Pere erging es heute ebenso besser. Er hat sich früh zur Ruhe begeben und scheint gut zu genesen. Ein tapferer Mann. Ein treuer Freund.
Doch sollte er sich meiner Novizin unschicklich nähern, hänge ich ihn an seiner Männlichkeit auf und lass ihn baumeln, bis er von selbst wieder herab fault.

Jon. Ich mag ihn einige Jahre kennen, doch ihn mit Hilfe arkaner Zauber zu ergründen, ergab interessante Ergebnisse. Doch auch ohne meinen Fund wäre er ein interessantes Studienobjekt.
Studien an der Rasse Mensch – eine Abhandlung von Liyaniel Abendlied über die geheimnisvollen Vertreter eines kurzlebigen Volkes.

Ich beginne mich zu langweilen.
 
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Adelaide C.



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Sa 19 März 2016 - 10:04



Tag....was weiß ich...

Dieser Wald...diese Elfe...
Ich werde hier noch wahnsinnig und anscheinend bin ich nicht die Einzige.

Sir Jon habe ich den ganzen Tag kaum gesehen, vermutlich hat er die Gegend erkundet, ich hoffe er war vorsichtig.
Hrm, ich hoffe...diese Leute werden mir langsam etwas zu wichtig, fürchterlich, wo soll das noch hinführen.

Die Erzmagierin war so freundlich sich heute mit mir zu beschäftigen. Wir sind ein paar Dinge meines Studiums durchgegangen und es ist erstaunlich erfrischend dies in der freien Natur zu tun, sogar hier. Eventuell, sofern es wirklich ungefährlich ist und Pere es erlaubt, darf ich den Stab der seltsamen Frau genauer studieren. Mich würde zu sehr interessieren ob sich das in markanten Punkten zu anderen arkanen Objekten unterscheidet.

Pere...war heute sehr seltsam.
Irgendwie verstehe ich manche Dinge einfach nicht.
Warum zum Henker sagt er plötzlich solche Dinge, das tut man doch nicht. Vermutlich ein Aufheiterungsversuch, nur das ich auf solche Dinge keinerlei Wert lege.



Aufheiterungsversuch...meine derzeitige Stimmung ist doch eigentlich gar nicht so gedrückt, oder doch? Wirke ich so auf ihn...alle.

Ihn direkt zu fragen wäre, denke ich, etwas unklug, vielleicht weiß Sir Jon dazu ja einen Rat.
Galadriel und Olivia wüssten bestimmt Rat, wobei...vermutlich würde sie wieder irgendwelche Dinge hineininterpretieren die so einfach nicht sind.
Sie lesen eindeutig zuviele dieser Schundromane,die würden aus der Reise noch ein romantisches Abenteuer machen wo die gelegentliche Ermordung eines Nekromanten als nette kleine Anekdote am Rand fungiert und das Hauptaugenmerk auf den vermeintlich jungen, in Liebe und Leidenschaft entbrannten Protagonisten läge.

Genug wirre Gedanken für diesen Tag, ich sollte das im Auge behalten. Niemand tut Dinge ohne sich daraus einen Vorteil zu erhoffen.
Was Dieser sein soll...es bleibt abzuwarten.
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   So 20 März 2016 - 16:49

Tag ? – Der Wald der Verrückte macht, Teil 2. Oder: Von lauschigen Plätzchen und schönen Bädern



Abendlieds Tagebuch


Der neue Tag bricht bereits an, ohne dass ich überhaupt Schlaf gefunden hätte.
Meine Hand schmerzt ein wenig. Glücklicherweise kann ich meine Finger wie gewohnt bewegen.

Heute werde ich ein Bad nehmen. Ein wenig fürchte ich mich davor.
Dank Jon werde ich wohl nie wieder ein Bad nehmen können, ohne an seine Fantasien erinnert zu werden, die nun meine Gedanken vergiftet haben.
Dafür hat er den Fausthieb wahrlich verdient.
Viel reden, wenn eine Antwort erwartet wird und man sie schlicht nicht geben will. Die Aufmerksamkeit umlenken, eine Erklärung erfinden, mit der sich der Gesprächspartner zufrieden gibt. So lassen sich Wahrheiten auch ohne Illusionen verschleiern.
Den Eindruck erwecken, man habe nun völlig den Verstand verloren und würde sich mit Nichtigkeiten quälen.
Ich denke, er hat es mir geglaubt.
Wenn er derartige Bemerkungen unterlässt, werde ich sicher auch wieder klarer in meinem Kopf.
Nein, ich wage nicht, seine Äußerungen nieder zu schreiben. Damit würde ich sie in der Wirklichkeit fixieren. Und ganz sicher werde ich nie wieder mit ihm die mangelnde Notwendigkeit der Einhaltung moralischer Vorstellungen kommunizieren. Das bringt nur seltsame Gedanken, auch wenn die grundlegende Thematik eine ganz andere war.
So ging es ursprünglich um die Bezauberung anderer Personen, um unseren Aufenthalt in Rabenflucht angenehmer zu gestalten.
Ich brauche Fred. Und meinen Tee.

Während die anderen schliefen, haben Jon und ich das Friedhofsgelände hinter Rabenflucht ausgespäht. Wenn man die Struktur der Fallen verstanden hat, ist es nicht schwer sie zu umgehen. So konnten wir uns zu einem Hügel vorarbeiten.
Auf der Oberfläche war nichts zu erkennen. Doch deutlich sind die ‚Ausdünstungen‘ nekromantischer Magie zu spüren. Seltsam, dass noch niemand darauf aufmerksam wurde.
Jon konnte drei Lebende Entitäten ausmachen. Vermutlich ein Meister und zwei Akolythen. Und Untote. Viele. Welcher Art auch immer. Dort hinein zu laufen, wäre Selbstmord.
So trafen wir die Entscheidung, es zu melden. Jon sprach von einem Kontaktmann, zu dem er nun aufgebrochen ist, um Verstärkung zu ordern.
Wir werden sie heraus locken. In unsere Fallen, die ich, nach meinem hoffentlich bald einkehrenden Schlaf, vorbereiten werde.
 
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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mo 21 März 2016 - 13:42


Tag ? : "Im Bann des dunklen Waldes" oder "Wenn der Nekro zum dritten Mal klingelt"



Tag...irgendein Neuer...

Die Erzmagierin benimmt sich...seltsam. Äußerst seltsam. Vielleicht hat der dunkle Wald nun seinen Tribut gefordert und ihr ergeht es wie Mara, was wirklich höchst unerfreulich wäre in Bezug auf meine Ausbildung.

Sir Jon, ist unterwegs, er sucht irgendeinen Kontaktmann auf. Angeblich.
Ich habe ihn nun bestimmt zwei Tage, drei Tage nicht gesehen. So genau kann man das hier wirklich nicht sagen, nur durch den ungefähren Schlafrhythmus abschätzen. Aber selbst das ist nicht verlässlich da wir alle durch die Ereignisse aus den gewohnten Bahnen geworfen wurden.

Ob das seltsame Verhalten der Erzmagierin mit dem Verschwinden von Sir Jon zu tun hat?
Sie waren zumindest Beide am Vorabend zusammen aufgebrochen um etwas auszuspähen. Die ganze Nacht waren sie weg und seit dem...keine Spur von Sir Jon.

Wenn sie nun wirklich wahnsinnig geworden ist und ihm etwas angetan hat?
Ob ich Pere davon berichten sollte...ich muss so oder so mit ihm sprechen.
Sir Jon ist nicht da, die Erzmagierin mit irgendwelchen Fallen beschäftigt, da bleibt nur er übrig um mir die Grundgriffe mit so einem Messer näher zu bringen.



Fred ist mir noch immer unheimlich, trotz seiner Bezauberung werde ich das Gefühl nicht los das er etwas im Schild führt.

Vielleicht werde ich auch nur langsam verrückt...etwas Sonne, nur ein ganz klein wenig.
Man merkt wirklich erst was einem fehlt wenn man es nicht mehr ständig um sich hat und als selbstverständlich ansieht.
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mo 21 März 2016 - 14:14

Abendlieds Tagebuch


Ich habe mein Bad bekommen und weiter geschlafen.
Diese Müdigkeit scheint nicht mehr schwinden zu wollen. Doch muss ich gleich noch zu Fred und den Zauber erneuern. Auf meine Annehmlichkeiten möchte ich nun wahrlich nicht mehr verzichten.

Drei Metallstücke habe ich mit dem Zauber ‚Person festhalten‘ und Illusionen versehen, um ihre magische Eigenschaft zu verschleiern. Sie müssen nur noch platziert und aktiviert werden. Ich habe sie Trollkraut, Manadistel und Blutdistel genannt und entsprechend markiert.

Wie lange sind wir wohl schon hier?
Am Ende ist Anjanette bereits gänzlich von Würmern zerfressen.
Das alles wirkt so weit weg, scheint keine Bedeutung mehr zu haben, nicht mehr Teil meines Lebens. Gar bin ich mir nicht sicher, ob ich zu meinem ‚alten‘ Leben zurückkehren möchte.

Alles scheint bedeutungslos, was zuvor so wichtig erschien. Mein Leben scheint sich mehr und mehr um die wenigen Personen hier an meiner Seite zu drehen, die sich so vertrauensvoll mit mir auf diese Reise begeben haben, die nun solche Ausmaße genommen hat. Und doch weichen sie nicht von meiner Seite. Vor allem Jon und Novizin Conroy scheinen gewillt zu sein, das hier zu Ende zu führen.

Wenn einem von ihnen etwas zustieße, könnte ich es mir nie verzeihen.
 
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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Di 22 März 2016 - 9:51


Tag ? : "Das doppelte Erzmagierlein" oder " Drei Männer und eine Adelaide"



Tag...der Verzweiflung

Sie ist weg !
Einfach weg, keiner weiß so genau wo, wer sie in seiner Gewalt hat und ob sie überhaupt noch lebt.

Der Tag war so verwirrend, soviel ist geschehen, soviel Glück hat mitgespielt und doch, am Ende stehen wir ohne sie da.

Es fing alles damit an das Sir Jon ins Lager zurück gekehrt war, ich kam gerade von meiner Meditation zurück als ich ihn vor der Erzmagierin hockend vorfand. Er versteckte aus unerfindlichen Gründen ihr Zauberbuch vor ihr, hinter seinem Rücken.
Die Erzmagierin versuchte offensichtlich alles um an das Buch zu gelangen und tatsächlich griff sie den Leutnant an und stürzte sich wie eine wildgewordene Furie auf ihn.

Ich konnte gerade noch das Schlimmste verhindern indem ich ihr mit meinem Buch, auf subtile Aufforderung des Leutnants hin, über den Schädel zog.
Kein leichtes Unterfangen, dachte ich doch zu dem Zeitpunkt noch es handle sich um meine Mentorin, nicht auszudenken welch Konsequenzen das mit sich geführt hätte.
Vielleicht einsperren im Turm oder ein Verweis von der Akademie?



Dann....ja dann passierte das Schlimme, dumme...
Sir Jon ging einem Hinweis nach, da sich bei der Elfe vor uns der Verdacht auftat das es sich nicht um die Erzmagierin handelte. Sie sprach ganz offensichtlich kein Thalassisch.
Während Sir Jon also Freds Zelt durchsuchte sollte ich auf die benommene Gestalt achten. Pere war...wie sagte Sir Jon, Eierschaukeln.

Die Hände der Person fesselte ich mit einer der Trophäen. Zumindest Sir Jon nannte die unzähligen Herrenunterhosen so.
Es half aber nicht, in einem Moment der Unachtsamkeit teleportierte sich die Person gut zwanzig Meter von mir weg und lief los.
Ich rief zwar nach Sir Jon...aber er schien mich nicht zu hören, also bin ich ihr nach.

Dumm, schrecklich dumm von mir!

Denn am Ende als ich die Person durch plötzlich aufkommenden Nebel aus den Augen verlor, befand ich mich in einer Gruft. Es war mir kaum möglich mich zu bewegen, alles war so träge, zu meinem Glück war ich noch nahe an der Treppe und konnte so mit etwas Anstrengung zu dieser gelangen. Dann rannte ich, ich rannte ohne zurück zu blicken bis ich vor Sir Jon stand.



Nach einer kurzen Erklärung suchten wir erneut das Lager auf, Pere gesellte sich vom Eierschaukeln zu uns und wir besprachen die weitere Vorgehensweise.
Ein Bekannter von Sir Jon, Magus Servantes war zu uns gestoßen, ein offensichtlich sehr höflicher Herr.
Seltsam wie rasch man sich an den Umgangston von Sir Jon und Pere gewöhnt, da ist es durchaus recht angenehm wenn sich ein Herr mit angenehmer Art hinzugesellt.

Aber Ruhe kehrte auch dann nicht ein, plötzlich stand die Erzmagierin im Lager. Sie wollte sich umkleiden und wäre nur auf einem Spaziergang gewesen.
Aber am Ende wurden wir wieder enttäuscht, es war erneut eine Täuschung.

Diese Person zu überwältigen stellte sich als etwas konfus dar.
Zum Einen setzte der Magus zur Gedankenrede an um mir mitzuteilen das es sich bei ihr nicht um die Erzmagierin handle und ich bei Pere verbleiben solle. Zum Anderen bat Sir Jon mehr oder weniger genau um das Gegenteil in einer ebensolchen Gedankenrede.

Also ging ich vor und schlug der Person, die mit dem Rücken zu mir gewandt stand, einfach das Buch über den Hinterkopf. Es hatte ja schon am Nachmittag funktioniert.



Der Magus paralysierte die falsche Magierin und sie wurde ins Zelt zur Befragung gebracht.
Ich verblieb bei Pere, auf Anweisung von Sir Jon, ich denke für jetzt schließe ich die Zeilen und versuche mich weiter auf die Umgebung zu konzentrieren und morgen...ja mit viel Glück lässt sich etwas Zeit erübrigen in der mir Pere den Umgang mit dem Dolch beibringen kann.
Sicher ist sicher.

Ich hoffe so sehr das es ihr gut geht, ich möchte keinen anderen Mentor, nicht mehr, nie wieder.
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Di 22 März 2016 - 9:57

Derweil bei Abendlied:


Kalt. Sie hatten ihr die Kleider genommen.
Benommen tastete sie über den Boden. Nichts als Staub.
Und Stille.
Kein Laut drang an ihr Ohr, kein Laut ging ihr über die Lippen. Doch erkannte sie im Nebel  schemenhaft gebeugte, schlurfende Gestalten die sie umkreisten.
Ich muss mich konzentrieren. Nichts. Ihr Verstand war von einer seltsamen Trägheit befallen. Zu müde. Das dumpfe Pochen im Kopf war zu einem stechenden Schmerz geworden. Zu schwach, um gar einen Arm zu heben.

„Ihr seid krank. Ihr müsst Euch ausruhen“, ertönte von weit her eine Stimme. Nein, das war in ihrem Kopf. Eine Erinnerung, die sie lange vergessen glaubte.

Liyaniel rollte sich auf den Rücken, der Blick dumpf nach oben gerichtet. Sie versuchte zu singen. Doch noch immer kein Ton, als hätte man ihr die Stimme geraubt. Ein zorniger, tonloser Schrei.
Was habt ihr mit mir gemacht?
Lautlos hustete sie. Zu viel Staub.
Zu kalt.


Zuletzt von Liyaniel am Do 24 März 2016 - 11:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mi 23 März 2016 - 11:13

Noch immer der letzte Tag? - Vom hässlichen Entlein, sterbenden Schwänen und stummen Schreien



Derweil bei Abendlied:


Steh‘ auf.
Nein, die Beine wollten nicht gehorchen. Nur ein kurzes Aufwallen eigener Gedanken, ehe sich auf ihren Geist der Nebel nieder legte. Wie eine Puppe, von fremder Hand geführt, setzte sie sich auf.
Das leuchtende Augenpaar blickte ins Dunkel. Schemenhaft erkannte sie eine Gestalt, die sich ihr näherte.
„Jon?“ kam es ihr flüsternd über die Lippen, als sie die heran getretene Person erkannte. Stumm ging er vor ihr in die Hocke, nahm das Gesicht der Elfe zwischen die Hände.
Gar seltsam mutete das Lächeln des Leutnants an, welches in einem Grinsen mündete. Fremdartige Worte, die ihr Geist nicht erfassen konnte, ehe sie von innen heraus die steigende Hitze spürte. Ein sengender Schmerz, der sie erfasste, so dass sie sich unter gellenden Schreien krümmte.

„Weine für mich, Elfenweib“, erklang eine fremde Stimme.
Kein Jon. Nur ein alter Mann der sich grinsend zu ihr beugte. Er roch vermodert, seine knochigen Finger hielten eine kleine Phiole.
Es war nicht schwer, dem Wunsch nachzukommen. Die Tränen flossen, wurden in dem kleinen gläsernen Gefäß aufgefangen.
„Gutes Kind“, sprach er und lachte schäbig auf.

Belore, warum erweist mir niemand Gnade?
Der Schmerz ließ ebenso plötzlich nach, wie er aufgekommen war. Dafür drang etwas Neues in ihr Bewusstsein.
Sie sind alle tot. Die da kommen werden, sind nicht sie.

Sie wurde auf die Beine gebracht und schlurfte wie von einem unsichtbaren Seil geführt durch die unterirdischen Gänge.
Mich bekommt ihr nicht.


Zuletzt von Liyaniel am Do 24 März 2016 - 11:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Adelaide C.



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Mi 23 März 2016 - 11:49




Der vielleicht letzte Tag

Der eventuell letzte Eintrag, nein, Sir Jon sagte wir kommen da heil raus.
Also kommen wir auch heil raus.
Wem mache ich was vor, die Wahrscheinlichkeit das wir heute unseren letzten Atemzug tun ist zu hoch.
Zuviele “Vielleichts“.

Vielleicht...nie habe ich ein Wort so sehr verachtet wie dieses jetzt. Trotz aller Vorbereitungen ist es mehr als ungewiss wie dieser Tag enden wird.
Tag? Ich weiß nicht einmal welchen Tag wir heute haben, ob es Tag oder Nacht ist. Dieser Wald macht uns alle verrückt.
Aber wie muss es erst der Erzmagierin ergehen, gefangen von diesem Monster, irgendwo in dieser Gruft.
Wer weiß was er ihr angetan hat.

Wenn ich an die Akolytin denke die Pere “befragt“hat....ob das Monster der Elfe gnädiger gestimmt war, oder ob er es noch weit schlimmer mit ihr getrieben hat?

Pere ist, es ist seltsam, einerseits vertraue ich ihm mehr als vielen Anderen die mir bekannt sind, doch nach dem heutigen Tag fürchte ich ihn ebenso im selben Maß.
Warum mir jetzt der Blick den er mir kurz vor Maras Gnadentod zuwarf in den Sinn kommt kann ich mir nicht erklären.
Eine Frage die wohl zur Beantwortung drängt, aber ob ich diese Frage noch stellen kann, bevor alles zu Ende ist?



Sir Jon ist der beruhigende Fels in der Brandung, wie von Beginn der Reise an.
Ob ihn auch jemals irgendwas aus der Bahn werfen kann?
Sollten wir dies heil überstehen werde ich ihn tatsächlich vermissen, fürchte ich.
Schon merkwürdig wie sehr einem Andere, in so kurzer Zeit, so wichtig werden können.
Ich weiß nicht warum er das tut, er müsste es nicht. Vielleicht will er nur verhindern das ich meine Nerven vollends verliere und eine weitere Dummheit begehe, um die Gruppe nicht in Gefahr zu bringen.
Der Einzige der mich nicht wie ein kleines Kind behandelt ist tatsächlich Sir Jon.
Mir werden die Gespräche mit ihm fehlen.
Er hat irgendwas an sich das mich innerhalb kürzester Zeit völlig beruhigt.

Magus Servantes, der Bekannte von Sir Jon, ist wirklich sehr freundlich. Wenn auch etwas überbesorgt wie es den Anschein hat. Für einen Magus auch überraschend offen und humorvoll, keineswegs steif und er scheint einen ähnlichen Humor wie Sir Jon zu haben.
Zumindest darf ich dem Magus etwas zur Hand gehen, in einem Zelt, neben der verstümmelten Akolytin. Himmel, wer hätte gedacht das sich diese Reise in eine solche Richtung entwickelt.

Ob der Plan aufgeht, ob wir das ganze überleben...es steht in den Sternen. Aber eines ist gewiss, würden wir es nicht versuchen, würde ich es nicht versuchen, ich würde es mir mein Leben lang nicht verzeihen.



Ich will sie zurück, ich will von ihr lernen, keinem anderen Magus. Die Entscheidung sie anzuschreiben und um die Mentorenschaft zu bitten war bestimmt eine der Besten die ich je getroffen habe.

Ein Enden,
ein Ausatmen
für ein neues Beginnen.
 
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Liyaniel



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BeitragThema: Re: IC-Geschichte - Es war einmal...   Do 24 März 2016 - 11:57

Tag ? - Vom Dolchtraining und Trockenübungen



Abendlieds Tagebuch


Wie fühlt man sich, nach all diesen Dingen? Wie sollte man sich fühlen?

Nun, wo die Gefahr gebannt scheint, fühle ich mich unsäglich leer. Auch wenn noch immer ein Akolyth auf freiem Fuß zu sein scheint. Was ist das schon im Vergleich zu dem, was wir bislang ertrugen?

Ich erinnere mich daran, dass ich sie alle töten wollte. Ein Zwang, dem ich nicht widerstehen konnte, nach all den Trugbildern. Gut, dass ich versagt und mir dabei nicht noch den Hals gebrochen habe.

Alle sind erschöpft, doch durchaus wohlauf.
Nur mein Knöchel bereitet mir Sorge. Jon deutete an, dass ich vermutlich nachfolgend hinken werde. Nein, er deutete nicht an. Er sagte es direkt heraus.
Belore, ich hoffe, dies bleibt mir erspart. Auch wenn es meine Tauglichkeit bei Einsätzen kaum oder gar nicht beeinträchtigen sollte.
Es kümmert mich nicht einmal.

Wir leben. Das ist alles, was zählt.

Seltsam, wie sehr die Dinge, die einem mit höchster Priorität erstrebenswert erschienen, plötzlich ihre Bedeutung verlieren.
All die Jahre, die ich um diesen Titel kämpfte, der nichts als fade Prestige bringt. Neigt nur euer Haupt vor mir, es bedeutet mir nichts. Ebenso, wie es euch nichts bedeutet. Lediglich Etikette.

Ich möchte nicht zurück.
Doch soll mich das ‚morgen‘ nicht mehr kümmern. Morgen könnte mich der Tod ereilen. Jeden von uns könnte er ereilen.
Kein Zaudern mehr, keine Zurückhaltung und keine Lügen jenen, welche die Wahrheit verdienen. Nie wieder.
Auch wenn meine mangelnde Zurückhaltung vermutlich alle schockierte. Ich habe mir genommen, wonach es mich verlangte und würde es immer wieder tun, habe es in jeder Hinsicht genossen. Auch wenn es wohl unschicklich war, Jon so zu überrumpeln.
Was kümmert mich sein Weib in fernen Ländern?

Wir sind hier. Und heute ist heute. Was morgen kommt, das wissen wir nicht.
 
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