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 Naturphilosophische Grundlagen der Arkanen Magie (Notizen von Prof. Mikral Würfler)

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Mikral

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BeitragThema: Naturphilosophische Grundlagen der Arkanen Magie (Notizen von Prof. Mikral Würfler)   Mo 25 Jun 2018 - 21:05

(WARNUNG: Der folgende Text hat wenig mit WOW-Lore zu tun und ist eine Adaption aristotelischer Kosmologie auf das WOW-Universum. Der Text kann hie und da diverse Intuitionen wiedersprechen. Das ist durchaus gewollt, weil es ein tatsächlicher IC Text ist, der die individuellen Fehler und Sichtweisen eines WOW-Charakters wiederspiegelt, der natürlich die Blizzard-Literatur nicht kennt. Im Allgemeinen sollte man aber erkennen, dass der Text besonders mit den Fähigkeiten von Gleichgewichtsduriden, Magiern und den Beschreibungen von arkanen Artefaktrelikten konform geht)

Naturphilosophische Grundlagen der Arkanen Magie


Die Realität besteht aus Ausformungen der Elemente, d.h. alle Dinge in den Welten sind geformter elementarer Grundstoff. Die Veränderungen in den Welten sind dadurch erklärt, dass die Dinge in der Welt Eigenschaften annehmen, die sie vorher noch nicht hatten und für die sie geeignet sind. Diesen Übergang nennt man Aktualisierung: eine Eigenschaft, für die der Gegenstand ein Potenzial hat wird aktualisiert. Der Gegenstand ist daher ein Passives an dem eine Veränderung volzogen wird. Es ist eine Notwendigkeit, dass jeder Veränderung eine Ursache hat, denn ohne ein Aktives gibt es kein Passives. So ist die Ursache für die Veränderung des Ortes eines Gegenstands in der Regel ein anderer Gegenstand, der gegen ihn stößt.
Es gibt zwei Arten von Veränderung. Jene Veränderungen, für die die Ursache im Gegenstand selbst liegt, und jene, für die die Ursache der Veränderung nicht im Gegenstand selbst liegt. Da die aktive Ursache und der passive Gegenstand jedoch nicht dasselbe sein können, liegt darin der Beweis für die Existenz der Seele. Die Seele eines Lebewesens ist es, die die Ursache seiner eigenen Bewegung ist. Veränderungen, für die die Ursache eine Seele ist, nennen wir künstliche Veränderung. Die anderen nennen wir natürliche. Nur Dinge mit einer Seele, also Wesenheiten, sind in der Lage künstlichen Veränderungen an sich selbst oder an anderen Dingen auszulösen.
Mit diesen beschäftigt sich die Naturphilosophie nicht, d.h. der Gegenstand der Naturphilosophie ist die Erklärung jener Veränderungen, die ihre Ursache nicht in einer Seele haben.
Die Grundlage jeder natürlichen Veränderung ist in der Bewegung der Elemente zu suchen. Es gibt vier Elemente. Davon fallen zwei, nämlich Erde und Wasser, nach unten, und zwei, Feuer und Luft, steigen auf. Die Grundbewegungen der natürlichen Veränderung sind daher das Fallen und das Aufsteigen. Kein Gegenstand, der aus den Elementen besteht, bewegt sich von sich aus anderes als nach unten oder nach oben. Da es für jede Veränderung eine Ursache geben muss, stellt sich die Frage nach der Ursache dieser Bewegung. Wir haben bereits festgestellt, dass es vier Elemente gibt, denen jeweils eine von zwei primitiven Bewegungen zugeordnet wurde. Allerdings können das nicht alle primitiven Bewegungen im Raum sein, da nicht jede Bewegung durch eine Bewegung nach oben und unten konstruiert werden kann.
Die primitive Bewegung, die noch fehlt, ist die Kreisbewegung, denn jeder Ort kann durch eine Bewegung nach unten, oben und dem ziehen eines Kreises erreicht werden. Doch damit muss auch der Kreisbewegung ein Seiendes zugeordnet werden. Dieses geheimnisvolle nicht-elementare Seiende nennen wir das Arkane. Wie der Name Arkan (geheim, verborgen) bereits andeutet ist seine genaue Natur immer noch ungeklärt. Allerdings können einige Dinge mit Sicherheit gesagt werden.
Da dem Arkanen der Kreis entspricht ist es ewig. Anders als die vergänglichen Dinge aus den Elementen ist es Zeitlos und unendlich. Es muss daher den vergänglichen Dingen und deren Veränderung vorausgesetzt sein. Das Arkane ist damit der Urgrund aller Veränderung der Elemente und der Dinge, die aus ihnen sind. Es wird damit zur Prinzip der Ordnung der Realität schlecht hin. Das Arkane verändert, wird aber selbst nicht verändert, es ist daher korruptiv. Da es der Urgrund von Verändern ist erzeugt eine große Ansammlung von Arkanem starke Veränderung. Dies wird manchmal als chaotisch beschrieben. Allerdings muss hier klar unterschieden werden. Das Chaotische, das durch das Arkane erzeugt wird, ist lediglich unübersichtlich, weil schnell und sprunghaft. Es ist kein Chaos, denn es folgt der Ordnung der Realität, die ja eben durch das Arkane gegeben ist. Anders ist das Chaos des wirbelnden Nether, dessen Chaos ist nicht der begrenzten Auffassungsgabe der Sterblichen geschuldet, sondern Wahrhaftiges Chaos. Wie bereits erwähnt ist die Bewegung, die dem Arkanen zugeordnet werden muss, die kreisförmige. Das Arkane sammelt sich daher nicht wie Wasser in Pfützen oder steigt auf wie Wind. Es strömt in Geordneten Bahnen Kreisförmig durch die Welt und die großen dunklen Weiten, in den sogenannten Leylinien. Außerdem stellt dies klar, dass jene Dinge in der Welt, die sich von Natur aus Kreisförmig bewegen, wie die Sterne, aus dem Arkanen bestehen müssen. Es sollte an dieser Stelle auch klar sein, dass es kein Zufall sein kann, dass arkane Runen und Glyphen immer kreisförmige Gestalt aufweisen. Auf eine genauere Charakterisierung der Zusammenhänge zwischen arkanen Runen, der Natur des Arkanen und dem Effekt, den sie erzeugen, muss hier allerdings verzichtet werden. Denn dies würde zur Theorie der einzelnen Zauber führen. (Es ist tatsächlich unklar, ob es eine allgemeine Theorie der Runen-Effekt-Korrespondenz geben kann, oder ob die Gesetzmäßigkeiten von Effekt zu Effekt unterschiedlich sind. Daher kommt ein Magier nicht darum herum sich mit der Physik und Alchemie der Welt zu beschäftigen.)
Abschließend muss gesagt werden wie sich die Magie des Arkanen von der der Hexenmeister unterscheidet. Es muss daran erinnert werden wie wir das Arkane bestimmt haben, nämlich als die ursprüngliche Ursache von natürlicher Bewegung. Damit ist es die Ursache jener Bewegungen, die nicht durch Seelen ausgelöst werden. Das Hantieren mit Seelen liegt der Schattenmagie aber zugrunde, durch die sogenannten "Seelensteine", und daher unterscheidet sich Schattenmagie streng von der Magie der Magier.
 
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