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 Bestiarium - Handbuch der allgemeinen Drachenkunde

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Quithas

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BeitragThema: Bestiarium - Handbuch der allgemeinen Drachenkunde   Sa 21 Jul 2012 - 17:04

Die Wächter von Azeroth - Drachen, ist ein Foliant, der in der Arkanen Bibliothek der Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften von Sturmwind gefunden werden kann. Gebunden in feinstem, dunkelroten Wildleder, wurde in den Deckel des Buches der Kopf eines Rotdrachen eingeprägt, sowie der Titel des Buches in güldenen Lettern eingelassen. Verfasst von Erzmagier Quithas Sonnenglanz, beschreibt der Inhalt des Buches die Drachen und ihre verschiedenen Schwärme in wissenschaftlicher Weise.


Die Wächter von Azeroth - Drachen



Am Anfang der Zeit waren es die Drachen, die die ersten intelligenten Geschöpfe auf dem jungen Planeten Azeroth gewesen sein sollen. Erschaffen von den Titanen, oder aus der evolutionären Entwicklung von verschiedenen Tieren heraus, lässt sich jedoch nach all den Jahrtausenden nicht mehr nachvollziehen. Unzählige Schwärme, mit den verschiedensten Farben, soll es in dieser Zeit gegeben haben. Doch waren es am Ende die Schwärme der Roten, Blauen, Schwarzen, Grünen und Bronzen Drachen, die sich in grauer Urzeit durchgesetzt haben, und der Legende nach von den Titanen erwählt wurden, um über ihre Schöpfung zu wachen. So erhielten sie ihre Macht über das Leben, die Magie, die Erde, den Traum und selbst über die Zeit, aufgeteilt auf die fünf großen Drachenaspekte der Schwärme. Alle anderen Schwärme, sind über die Jahrtausende der Entwicklung in Azeroth mit großer Wahrscheinlichkeit ausgestorben. Drachen sind in der Regel älter, intelligenter und mächtiger, als jedes humanoide Wesen auf Azeroth und nur die Macht der Drachenseele, entstanden während des Krieges der Ahnen, vermochte sie einem fremden Willen zu unterwerfen. Noch in der heutigen Zeit, Jahrtausende, nach dem die Titanen ihnen ihre Aufgaben gegeben haben sollen, versuchen diese Geschöpfe die Ordnung auf der Welt von Azeroth zu wahren und mit ihrer Macht zu unterstützen. Mit Fug und Recht kann man Drachen daher bis heute als die wahren Wächter von Azeroth bezeichnen.

Diese Geschöpfe sind derart mit der Natur und der Astralebene von Azeroth verwoben, dass ihr Tod ein Riss in das Gefüge am Ort ihres Ablebens reißen kann, wodurch sich dramatische Veränderungen in Flora und Fauna des Gebietes ergeben können, Erdbeben entstehen oder gar neue Seen. Je nach Alter und Entwicklung des Dachens, schwankt die Gefahr und die Heftigkeit einer solchen Veränderung jedoch sehr. Daher ziehen sich Drachen am Ende ihres Lebens nach Drachenöde zurück, ein trostloses Gebiet in Nordend, wo sie ihre Körper zur letzten Ruhe betten. Grundsätzlich aber sind Drachen in den meisten Fällen reptilienartige, gleichwarme Geschöpfe, deren Haut von starken Hornschuppen bewachsen ist. Sie besitzen sehr gute, nachttaugliche Augen und massive, nicht einziehbare Klauen, sowie in älteren Lebensphasen häufig auch große, ledrige Schwingen. Sie sind sehr territoriumstreu, und verteidigen ihre Gebiete, meist zum Schutz der Brut aber auch um anderer, schützenswerter Dinge wegen. Aus diesem Grund sollte man ihre angestammten Reviere meiden solange man nicht einen wichtigen Grund hat, ihre Gebiete zu betreten. Außerdem sprechen sie alle drachisch, und es scheint auch keine großen Dialekte zu geben. Ebenso für die meisten Drachen gilt eine unerschütterliche Loyalität zu ihrem Schwarm und es gibt eine Art „Stimme“ des Schwarms, also eine stetige Verbindung aller Mitglieder untereinander. Stirbt einer der ihren, spürt also der gesamte Schwarm und der Aspekt den Verlust. Ihre Körper entwickeln sich je nach Wachstumsstadium und Aufgabe jedoch recht verschieden, weshalb man auch keine durchschnittliche Größe angeben kann. Je nach Lebensphase und Entwicklung des Drachen, unterscheiden wir zwischen:

- Welpling
- Jungdrachen
- Großdrachen
- Aspektdrachen
---------------
- Drachenbrut oder Wyrmkin
- Drakonide


Welplinge - Die Kinder der Drachen
Als Welpling bezeichnet man einen frisch geschlüpften oder sehr jungen Drachen. Charakteristisch ist die etwas untersetzte Körperform und die noch schwach ausgeprägten Vorderläufe. Die Hinterläufe und die Klauen sind bereits recht ausgeprägt, werden sie ja schließlich zusammen mit der Anlage der Kopfhörner auch benötigt, um die häufig sehr harte Schale des Dracheneis zu durchstoßen. Welplinge sind außerdem erstaunlich gute Flieger, obgleich ihre Flügel häufig noch etwas unterproportioniert wirken mögen, sind sie dennoch geeignet, weite Strecken allerdings nur in geringen Höhen zu überwinden. Somit ist ein geschlüpfter Welpe in der Lage, umgehend das Nest zu verlassen. Auch die Fähigkeit, Feuer zu speien, oder die jeweilige Art der Magie anzuwenden, entwickelt sich bereits kurz nach dem Schlupf.



Jungdrachen - Die zweite Lebensphase
Von Jungdrachen sprechen wir, wenn der Drache die Entwicklung zu einem vollwertigen Schwarmmitglied eingeschlagen hat und nicht den Weg der Drachenbrut oder Drakonid geht. Der Körper bekommt in dieser Wachstums- und Wandlungsphase die für ausgewachsene Drachen so typische, gestreckte Form mit einem langen, beweglichen Hals und einem schlanken, dornenberwehrten Schweif. Auch alle vier Läufe sind nun gleichwertig ausgebildet und sowohl Schuppen als auch Hörner und Klauen verhärten sich.




Die Schwingen des Jungdrachen wachsen zu ansehnlicher Größe und ermöglichen nun auch das Fliegen in beliebigen Höhen und dank des ausgeprägten Schulter- und Ellenbogengelenkes, welches häufig auch noch von Dornen und stärkeren Schuppen besetzt ist, sind die meisten Jungdrachen nach etwas Übung ausgesprochen geschickte und wagemutige Flugkünstler. Am Boden indes bewegen sie sich mittlerweile auf vier Beinen, wobei gerade die Größe der Fessel- und Klauengelenke häufig auf die noch zu erwartende Größe des Drachen schließen lässt. Auch in dieser Lebensphase benötigt ein Drache in den meisten Fällen häufig ein abwechslungsreiches Mahl, was aber durch sein zunehmendes Jagdgeschick in den seltensten Fällen zum Problem wird. Die magischen Fähigkeiten des Drachen sind nun außerdem nahezu in voller Kraft entfaltet.


Großdrachen - Die Hauptphase ihres Lebens
In den häufigsten Fällen ist die Bezeichnung Großdrache wörtlich zu nehmen. Ein ausgewachsener Großdrache hat seine völlige körperliche wie magische Präsenz erreicht und gilt als vollwertiges Mitglied seines jeweiligen Schwarms. Sie ähneln sehr den Jungdrachen, nur dass Muskeln, Hörner und Schuppen nun zur vollen Größe herangewachsen sind. Doch auch die Festigkeit ihrer Schuppen erreicht in dieser Lebensphase ihren Höhepunkt, und nur noch die scharfen und wuchtigen Klauen ihrer Artgenossen, sind in der Lage, diesen dicken Panzer zu durchstoßen.




Je nach Struktur des Schwarms obliegt einem Großdrachen nun auch die Verantwortung der Fortpflanzung und der Unterstützung des Schwarms in vielen Bereichen. Ausgewachsene Großdrachen übernehmen also häufig alle möglichen Aufgaben, die mit ihrem jeweiligen Schwarm zusammenhängen. Auch können sie in dieser Phase ihres Lebens von dem Aspekt ihres Schwarmes als Gefährte erwählt werden. Obgleich es erst einmal in der Geschichte von Azeroth vorgekommen ist, können Großdrachen zum neuen Aspekt ihres Schwarmes ernannt werden, wenn der frühere Anführer stirbt, wie im Fall von Malygos und Kalecgos.


Aspektdrachen - Die Anführer der Schwärme
Als Aspektdrachen werden die Führer der fünf herausragenden Schwärme bezeichnet. Sie sind somit die fünf mächtigsten Drachen Azeroths. Sie verfügen über außergewöhnliche magische Fähigkeiten, mit denen sie selbst die mächtigsten aller Drachen mit Leichtigkeit überbieten. Äußerlich ähneln die Aspektdrachen einem Großdrachen, obgleich sie sie auch in diesem Punkt in allem übertreffen. Seien es ihre Schuppen, Muskeln, Schweife, Hörner, Körpergröße, Flügelweite oder Klauen, in allem übertrumpfen die Aspektdrachen selbst noch einen Großdrachen um ein vielfaches. Selbst unter den Drachen bieten die Aspekte der Schwärme somit einen einzigartigen und majestätischen Anblick.

Die Aspektdrachen sollen aus dem Urdrachen Galakrond, dem Wächter der Welt, hervorgegangen sein, aus dessen Leichnam die Titanen die Aspekt schmiedeten und schufen. So entstanden die fünf großen Aspekte, die noch bis in die heutige Zeit hinein, die fünf Drachenschwärme anführen. Ihre Namen sind:

- Alexstrasza, die Lebensbinderin, Hüterin allen Lebens, Königin aller Drachen, Aspekt des Roten Drachenschwarm.
- Ysera, die Traumwächterin, Hüterin der Natur, Aspekt des Grünen Drachenschwarm.
- Nozdormu, der Zeitlose, Hüter der Zeit, Aspekt des Bronzenen Drachenschwarm.
- Malygos, der Spruchwirker, ehemaliger Hüter der Magie, ehemaliger Aspekt des Blauen Drachenschwarm. / Ersetzt von Kalecgos, neuer Hüter der Magie und Aspekt des Blauen Drachenschwarm.
- Neltharion der Erdenwächter, Todesschwinge,ehemaliger Hüter der Erde, ehemaliger Aspekt des Schwarzen Drachenschwarm. / Kein Nachfolger bekannt.




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Drachenbrut oder Wyrmkin - Die etwas anderen Drachen
Um dieses Stadium ranken sich einige eigenartige Geschichten. Es gibt vereinzelte Hinweise darauf, dass es sich bei manchen Individuen tatsächlich um andere Wesen handelt, die im Dienste der Drachen stehen und als Belohnung für ihre Hingabe in eine Drachenbrut verwandelt werden - und bei Ablegern des Schwarzen Schwarms wird dies tatsächlich praktiziert - was jedoch entschieden für eine andere These spricht, ist die pure Anzahl der Drachenbrut. Denn rein von ihrer Zahl her, ist es unmöglich, dass es sich um nicht-drachische Diener handeln kann. Vielmehr gehen wir davon aus, dass das Gros der Drachenbrut eine Art Wachstumsspezialisierung ist. Im Vergleich zu Jung- und Großdrachen haben Wyrmkin in der Regel keine Flügel, und bewegen sich auf vier Beinen in einer halb aufrechten Haltung fort. Ihr Oberkörper indes ist gänzlich aufgerichtet und anstelle von Schwingen, haben sie ein Paar Arme.

Da ihre Schuppen nicht annähernd so stabil sind, wie dir ihrer fliegenden Artgenossen, neigen Wyrmkin zum Gebrauch von Rüstungen und gewöhnlichen Waffen – was wiederum für oben angerissene These sprechen mag. Gleichzeitig fällt aber auch auf, das Wyrmkin häufig die gleichen magischen Fähigkeiten wie unerfahrene Jungdrachen besitzen und ihnen meistens die Aufgabe des Bewachens zufällt. So sind in der Nähe der meisten Welplingsschwärme auch Drachenbrut zu finden. Auffallend jedoch ist, dass sich die Namen der Drachenbrut häufig von der Namensgebung des jeweiligen Schwarms unterscheiden. Eine sehr selten zu beobachtende Abart der Drachebrut bilden die Großwyrmkin, die meist in führenden, militärischen Posten zu finden sind. Sie besitzen zusätzlich zu ihren vier Beinen und dem Armpaar noch große Flügel – allerdings wurde noch kein Großdrachkin im Flug beobachtet.




Drakonide - Die Wächterdrachen
Auch hierbei handelt es sich um ein Wachstumsstadium, welches offenbar bewusst als Aufgabe eingeschlagen wird. Ob dieser Weg bereits als Welpling festgelegt ist, oder sich der Drache später dafür entscheidet, ist ungewiss. Fest steht, dass Wächter jedoch die wohl seltenste Art unter allen Drachen darstellen und nur dort zu finden sind, wo ihre herausragende Kampfkraft und Stärke gebraucht wird. Ein ausgewachsener Wächter ist neben einem Großdrachen wohl die mächtigste Verteidigung – obgleich Wächter aufrecht auf zwei Beinen gehen und über keine Flügel verfügen. Sie sind schon von Natur aus mit schwersten Schuppen gepanzert und legen häufig noch zusätzliche Rüstungen an und tragen wie ihre kleinen Verwandten die Wyrmkin zusätzliche Waffen. Ihre magischen Fähigkeiten sind indes nicht ganz so ausgeprägt, was sie aber durch ihre bloße körperliche Präsenz mehr als wettmachen.



Zuletzt von Quithas am So 3 Nov 2013 - 2:46 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
 
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Quithas

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BeitragThema: Re: Bestiarium - Handbuch der allgemeinen Drachenkunde   Sa 21 Jul 2012 - 17:06

Kapitel Zwei - Die Drachenschwärme im Überblick



Der Blaue Drachenschwarm - Herren der Magie

Es heißt, Norgannon, der titanische Wächter des Wissens und der Magie, soll den Drachen Malygos am Beginn der Zeit mit einem Teil seiner eigenen Macht gesegnet, und ihm als Geschenk das Arcanomicon, die Karte aller Leylinien auf Azeroth, hinterlassen haben. So wurde Malygos zum Aspekt der Magie und des Wissens der fortan den Beinamen "der Spruchwirker" trug und zum Anführer des Blauen Drachenschwarms wurde. Es soll letztlich Malygos gewesen sein, der die Magie auf Azeroth etablierte, und alle Zauber, die den Himmel und die Erde durchströmen, mit seiner Macht in Bewegung gesetzt haben soll. Über hunderttausend Jahre hinweg, galt Malygos somit als der größte Geist auf dem Planeten Azeroth, bewundert und verehrt von seinem eigenen Drachenschwarm und zahllosen Magiewirkern.

Zwar ist es nun Aspekt Kalecgos, der den blauen Drachenschwarm anführt, doch sind sie in all den Jahrtausenden die wahren Herren der arkanen Magie geblieben. Sie besitzen eine derartige natürliche Affinität für das wirken von Magie, dass die meisten Kräfte der Zauberei bereits den jüngsten Drachen instinktuell gegeben sind. Aufgrund ihrer Versiertheit in diesen Künsten besitzen Blaudrachen eine hohe Resistenz gegenüber Magie und magischen Angriffen. Ebenso sind sie Herren über den Frost, die Macht ihres Atems vermag die magische Energie Sterblicher zu entziehen - eine Fähigkeit, die Blaudrachen als das „Wiederrufen von Malygos“ bezeichnen. Die Blauen heißen alle Formen von Wasser und Eis willkommen, aus diesem Grunde errichten sie ihre Brutstätten hauptsächlich auf der Spitze schneebedeckter Gipfel oder bei Höhlen nahe von eisigem Wasser. Ihr angestammtes Heim ist der Kontinent Nordend, dort suchen sie meist die Nähe zur Drachenöde, dem letzten Ruheort dieser Kreaturen. Einst kommunizierten die Blauen dort mit den Geistern der Verstorbenen, um die Reise der alten Drachenseelen in das dunkle Jenseits zu sichern. Zwar gelten die Drachen des Blauen Schwarm als überaus friedfertige Wesen, doch sagt man ihnen auch ein hohes territoriales Bewusstsein nach, weshalb man ihre Gebiete meiden sollte, wenn man keinen Grund hat sie zu betreten.

Blaudrachen sind unangefochtene Meister der Magie, ihre gesamte Kultur dreht sich um die Katalogisierung von Magie und Zaubersprüchen oder der Neuentwicklung von solchen, hauptsächlich, aber nicht immer, Arkane Magie. In ihrem bestreben, ihre Fähigkeiten stetig zu verbessern, stellen sie das erlangen von Wissen und höherer Arkaner Macht über fast alles andere. Doch das bedeutet nicht, dass sie dabei die Stimme der Vernunft und Moral ignorieren. So misstrauen sie zum Beispiel jeglicher Form von dunkler Magie, wie die der Hexenmeister, die sie als Perversion der Natur ansehen, und haben Totenbeschwörer, Dämonen oder Hexenmeister zu Feinden des Schwarms erklärt. Doch trotz all ihrer Fixation auf die Arkane Magie, die das gesamte Leben der Blauen bestimmt und durchtränkt, können diese Wesen nicht der Arkanen Korruption anheim fallen - sie sind Immun gegen sie. Ob es an ihrem hohen Widerstand gegen Magie liegt, ihrem gesamten Leben mit dem Arkanen oder schlicht ein Geschenk der Titanen ist, bleibt bis in unsere heutige Zeit ein Rätsel.


Hinweis: Für einen näheren und umfangreicheren Einblick in den Blauen Drachenschwarm, empfehle ich das Werk: Der Blaue Drachenschwarm. Eine wissenschaftliche Abhandlung. - von Erzmagierin Romy Maria Vermillion. Zu finden in der Arkanen Bibliothek der Akademie.

Der Bronzene Drachenschwarm - Die Zeitdrachen

Bevor die Titanen Azeroth verlassen haben sollen, soll es Aman’Thul gewesen sein, der Hochvater des Pantheon selbst, der Nozdormu einen Teil seiner kosmischen Macht gab und ihn sowie den bronzenen Drachenschwarm somit zu den Hütern der Zeit machte - und Nozdormu den Beinamen „der Zeitlose“ einbrachte. Seit diesem Tage gelten die Drachen des bronzenen Schwarms somit als die Wahrer der Zeitströme und des Schicksals auf der Welt von Azeroth.

So wie man den Drachen des Blauen Schwarms eine große Intelligenz nachsagt, so gelten auch die Bronzenen Drachen als überaus Intelligent – selbst unter den Drachen. Neben ihrer hohen Weisheit, nimmt vor allem die Geduld den größten Stellenwert in ihrer Kultur ein. Kein anderer Drachenschwarm ist von einer derartigen stoischen Geduld, dass einem selbst Tauren als überaus entscheidungsfreudige Wesen erscheinen. Es ist eine einzigartige Geduld, die mit Sicherheit aus ihrem Blick in die Zeit resultiert. Wohl auch wegen ihrem Einblick in die Zeitströme und vor allem ihrer Aufgabe, diese vor Einflüssen zu beschützen, gelten die Bronzenen Drachen als zurückgezogen und eigenbrötlerisch, deren Wesen unnahbar und introspektiv erscheinen. Wer weiß welche Katastrophen sie bereits von dieser Welt abgewendet haben, ohne dass wir auch nur den Hauch einer Ahnung haben. Dennoch tauchen immer wieder Gerüchte auf, dass Bronzene Drachen in einer menschlichen, hochelfischen oder gnomischen Form, die sterblichen Wesen von Azeroth in ihren Zivilisationen beobachten und studieren. Warum diese Drachen etwas Derartiges betreiben sollten, ist allerdings bis heute vollkommen unklar.

In der Form eines Drachen fällt auf, dass Bronzene kleiner und wendiger sind als die Drachen aus anderen Schwärmen, und sie scheinen eher für Geschwindigkeit anstatt für Ausdauer geschaffen zu sein. Ihre bronzenen Schuppen verleihen diesen anmutigen Wesen eine fast schon metallische Erscheinung. Ihr Atem besteht aus feinem Sand, den diese Drachen zu bevorzugen scheinen. Sucht man sie, findet man sie vor allem in Wüstenregionen wie Tanaris.


Der Roter Drachenschwarm – Die Schöpfer und Bewahrer

Eonar, Titanin und Patronin allen Lebens, soll es gewesen sein, die Alexstrasza zur „Lebensbinderin“ machte, und sie somit zur Hüterin und Aspekt über das Leben und die Schöpfung von Azeroth erhob, über welches der Rote Drachenschwarm bis in die heutige Zeit wacht.

Besonders den Drachen des Roten Schwarms sagt man eine unerschütterliche Treue und Hingabe gegenüber ihrem Aspekt und seinen Gefährten nach, die nicht nur von den Roten mit großen Respekt behandelt werden, sondern auch von allen anderen Schwärmen. Neben den Drachen aus dem Grünen Schwarm, sind die Rotdrachen in der Regel die einzigen Drachen, die sterblichen Wesen offen begegnen, wenn auch mit einem spürbaren Argwohn, den vor allem das Volk der Orcs erntet und sicherlich in ihrer Vergangenheit begründet liegt.

Als Hüter allen Lebens, verstehen die Rotdrachen die Geheimnise des Lebens, und im Gegenzug auch die des Todes, auf eine besondere Weise und verfügen in beiden Bereichen über eine große Macht, wie sie kein anderer Schwarm besitzt oder auch nur begreift. So heißt es, die Rotdrachen wären in der Lage das Leben zu verjüngen oder gar zu Erneuerung und das alles mit einem einzigen Atemzug, der in einem roten Feuer aus ihren Mäulern kommt - oder schlicht in dem sie sich mit ihren großen Pranken auf den Boden stellen, dann soll bereits das Leben um ihre kräftigen Körper erblühen.

Bei all ihrem Wachen und Hüten über das Leben, sollte man die Drachen des Roten Schwarms jedoch nicht für Pazifisten halten. Bedroht ein Wesen das Leben von anderen, sind Rotdrachen die ersten, die gegen diese Bedrohung mit Gewalt vorgehen werden um das Leben zu behüten. Wie alle anderen Schwärme, so verfügen auch die Rotdrachen über große Drachenhorte, in denen sie ihre Eier ablegen und ihre Brut aufziehen, dabei scheinen sie vor allem wärme Höhlen zu bevorzugen. Während ihre oberen Schuppen von einem hellen bis dunklen Rubinrot sind, ist die Brust- und Bauchpartien der Rotdrachen häufig von einem intensivieren Gelb, dass bei älteren Drachen hin und wieder bereits in das Weiße übergeht. Die Augenfarbe dieser Drachen ist fast immer Golden oder zumindest sehr stark gelblich. Selbst unter den Drachen verfügen die Roten über eine große körperliche Kraft und ihr brennender Atem schickt verheerende Flammen auf ihre Feinde herab, oder machtvolle Heilungen zu ihren Verbündeten.


Der Grüne Drachenschwarm – Wächter der Natur und des Smaragdgrünen Traums

Ysera soll, wie ihre jüngere Schwester Alexstrasza, ihre Kräfte von der Titanin Eonar erhalten haben, die ihr die Macht über die Natur gab. Daraufhin fiel Ysera, auch die Träumerin genannt, in eine ewige Trance, gebunden an den Wachtraum der Schöpfung, dem Smaragdgrünen Traum, von wo aus sie und der Grüne Drachenschwarm über die wilde Natur von Azeroth wacht.

Darin liegt es auch begründet, dass die Grünen ein überaus zurückgezogener Schwarm sind, der dadurch nach all den Kriegen und Katastrophen zum, zumindest zahlenmäßig, stärksten Schwarm auf Azeroth wurde. Doch da ihre Ebene und ihr Aufgabenbereich im Smaragdgrünen Traum liegt, die ätherische Blaupause von Azeroth, befinden sich die meisten dieser Drachen nicht auf der Ebene der Sterblichen und anderen Drachen. Da im Smaragdgrünen Traum die Zeit an Bedeutung verliert, gelten die Gründrachen als die langlebigsten Drachen unter den Schwärmen und werden deshalb in der Regel auch nur „Brüder und Schwester des Traums“ genannt. Diese enge Bindung an den Traum gibt den Gründrachen die Fähigkeit, sowohl die physische Landschaft als auch das Traumbild zur gleichen Zeit wahrzunehmen, sogar durch geschlossene Augen – auch „Traumsicht“ genannt.

Eine besondere und erwähnenswerte Verbindung besitzt dieser Schwarm zu den Druiden der Nachtelfen und Tauren, die sie in ihrem bestreben die Natur zu bewahren unterstützen und teilweise lehren. Der Grüne Drachenschwarm gilt als ein ruhiger und meditativer Schwarm, der die meiste Zeit mit Meditation und dem Studium des Traums verbringt. Sie wechseln nur überaus selten auf die physische Welt der Sterblichen, und verbleiben selbst dann in einer ätherischen Form, halb im Traum und halb in der physischen Welt. Ihre Schuppen gleichen grünen Juwelen und strahlen in der Regel ein schwaches, grünes Licht aus. Ihre Augen erstrahlen in einem grün-goldenen Licht, ohne Pupillen oder Iris. Von allen Drachen, haben die Drachen des Grünen Schwarm die eleganteste und anmutigste Form im Flug, auch wenn man dieses Bild überaus selten sieht.
 
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