StartseiteFAQSuchenAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5
AutorNachricht
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 749
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 13 Sep 2015 - 12:03

Die Tür zu Rachnels Zimmer stand offen. Schon den ganzen Morgen. Ebenso wie gestern.
Mancher hatte die Einladung bereits genutzt.

Dahinter veränderte der Raum sein Gesicht, indem Rachnel es selbst Stück für Stück auseinander nahm und die beiden Kisten mit ihren Habseligkeiten füllte, die sie so kurzfristig organisiert hatte.
Überrascht hatte sie dabei erst festgestellt, wie groß ihr Besitz geworden war, seit sie in Sturmwind lebte.
Als sie die große Stadt das erste mal betreten hatte, hatte ein einfacher Tuchbeutel genügt, alles zu beherbergen, was sie besaß und benötigte. Jetzt stand sie vor der zweiten offenen Kiste, gepolstert mit Stroh und ihren Kleidern und stellte fest, dass sie unmöglich all ihren Besitz transportieren konnte.
Sie würde viel zurücklassen müssen. Mehr als einfache Habseligkeiten.
Wehmut und Unruhe waren da, wenn sie daran dachte, wie viele Gesichter sie für lange Zeit nicht mehr sehen würde. Es würde manches zu vermissen geben.
Aber sie war zu erleichtert, um darüber zu sehr zu trauern. Zu sehr drängte es sie in das, was sie für ihre Freiheit hielt.

Mit einem leisen Schnurren und seinem warmen Fell an ihrer Wade weckte Sonnentropfen Rachnel aus ihren Gedanken und sie strich mit einem Lächeln dem launischen Kater das rotstruppige Fell. Vor einigen Tagen war er ihr aufgelauert und wich ihr seither nicht mehr von der Seite. Er rieb sein Köpfchen in ihrer Hand und wollte sich den Hals unter dem roten Band kraulen lassen, doch seine neue Pflegerin erhob sich schon wieder und schritt einmal um ihn herum. „Ich bin gleich soweit, hm.“ redete sie mit dem Tier und sah sich um. „So kann ich das Zimmer doch nicht hinterlassen.“
Immer noch waren Kreidelinien überall an den Wänden, die ganz zuletzt abgewischt werden mussten. Und am Ende wäre es, als hätte sie das Zimmer nie bewohnt. Nur die Mondkelchranke hatte sie aus den Fugen der Hauswand zum Garten einfach nicht restlos entfernen können.
Wenn sie hier fertig war, wurde ihr klar, gab es nicht mehr viel zu tun.

Letzte Abschiede nehmen.
Letzte Umsorgungen.
Letzte Aufgaben.

Dem Turm Lebewohl sagen, der ihr für die letzten Jahre ihr Zu Hause gewesen war, gelehrt, verführt, geprägt und Maß angelegt hatte.
Und einer Stadt, die wie keine andere die Wirklichkeit offen legte. Grau, statt schwarz und weiß.
 
Nach oben Nach unten
Piixy

avatar

Anzahl der Beiträge : 683
Anmeldedatum : 14.07.14
Alter : 30

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Sa 19 Sep 2015 - 2:45

Freitag Abend. Die Sonne verschwindet gerade hinter dem Horizont und die ersten Sterne durchbrechen das immer dunkler werdende Blaue des Himmels, als eine Kutsche aus dunklem, fast schwarzem Holz vor dem Novizenheim der Magierakademie vor fährt. Die zwei Rappen, die der Kutscher nur mit Mühe und Not im Zaum halten kann, scharren unruhig mit den Hufen als die Seitentür auf gestoßen wird und eine junge Frau in grau-brauner Robe und mit der Kapuze tief im Gesicht hinaus steigt. Einen kleinen Koffer hat sie unter dem Arm, als ohne sich noch einmal um zu drehen in Richtung Novizenheim Tür davon schreitet. Die Kutschentür wird hinter ihr zu geschlagen und der Kutscher lässt die zwei unruhigen Tiere davon preschen. Die tiefen Spuren des schweren Gespanns, wird man wohl noch eine Weile im Gras vor dem Turm erkennen können. Zumindest so lange, bis sich einem Magier die Verunstaltung auffällt und er sich ihrer annimmt. Die junge Frau schleppt den offenbar recht schweren Koffer bis vor die Tür des Heims und schaut nun doch der davon eilenden Kutsche hinterher. Als diese schon lange aus ihrem Blickfeld verschwunden ist, seufzt sie und zieht den kleinen Schlüssel aus ihrer Tasche, der ihr den Einlass in das Wohnheim der Akademie gewährt.

Im Aufenthaltsraum ist es dem Licht sei Dank leer. "Ein Glück, dass gerade niemand hier ist..." denkt sie sich, als sie in Richtung der Treppen eilt und den Weg zum Mädchenflur der Akademie sucht. Vor einer der vielen Türen hält sie kurz inne. "Wo ist nur dieser blöde Schlüssel ... wenn mich jetzt hier einer sieht ..." schwirren ihr die Gedanken durch den Kopf, als sie in ihrem Mantel nach dem zweiten Schlüssel für ihr Zimmer sucht. War da nicht gerade ein Geräusch? Unruhig lässt sie den Blick schweifen, während sie in den scheinbar endlosen Untiefen ihres Gewandes, nach der Erlösung fischt. Da! Endlich, hat sie in gefunden. Das Schloss springt auf, und die junge Frau in ihr Zimmer. Die Tür hinter ihr, wird sofort wieder verschlossen und zum ersten Mal seit sie das Viertel der Magier betreten hat, kann sie durchatmen. Ihr Zimmer ist so, wie sie es verlassen hatte. Einige wenige Bücher auf dem Schreibtisch, ihre Novizenrobe und das Wappen der Akademie gefaltet auf dem Bett, aber all das interessiert sie im Moment wenig. Der Koffer bleibt unangerührt neben der Tür stehen, der schwere Mantel fliegt unbekümmert in eine Ecke und mit einem erschöpften Aufstöhnen lässt sich die Novizin in der Dunkelheit ihres Zimmers auf ihr Bett fallen. Es vergeht kaum eine Minute, da ist sie auch schon eingeschlafen. Die gleichmäßigen, leisen Atemzüge sind nun noch das Einzige, was die nächsten Stunden von ihr zu hören ist.

Plötzlich schreckt sie auf. Irgendwas hat sie aus dem Schlaf gerissen. Es ist inzwischen tief in der Nacht und der Rest des Heims schlummert selig vor sich hin. Unfähig sich zu orientieren tastet sie noch für einige Momente in der Dunkelheit umher, bis ihr einfällt wo sie ist. "Ach jaaa ... ich bin ja wieder hier ..." entfährt es ihr leise als sie sich vom Bett erhebt und in der Dunkelheit nach der Öllampe auf ihrem Schreibtisch tastet. Das kleine in Glas eingefasste Feuer glimmt auf und das Zimmer beginnt im warmen Schein der Flamme langsam heller zu werden. Ein wenig unentschlossen blickt die junge Frau sich um bis sie sich entschlossen hat doch etwas zu tun. Erst wandert der schwere Mantel ordentlich auf einen Haken an der Wand, dann verschwindet nach und nach der Inhalt des Koffers im Kleiderschrank und dem Regal daneben. Erst als alles ordentlich verpackt ist, bemerkt sie die Novizenrobe und das Wappen der Akademie auf dem sie die letzten Stunden geschlafen hat und das jetzt völlig zerknuddelt auf dem Boden liegt. "Nicht das auch noch ..." seufzt sie und hebt beides auf, nur um es eine Weile lang in Gedanken zu mustern. "Ob das die richtige Endscheidung war? Zurück zu kommen? Vater hat bekommen was er wollte. Doktor Graves hat sein Interesse an mir verloren und ich kann wieder ganz normal weiter studieren ... bis ihm meine nächste Endscheidung aufs Gemüt schlägt." Es vergehen einige Momente, in denen ein paar einsame Tränen auf das Wappen der Akademie nieder tropfen, bevor Anna sich mit dem Ärmel durch das Gesicht fährt.

Nachdem sie eine Weile in der stillen Einsamkeit ihres Zimmers vor sich hin geweint hat, rafft sie sich erneut von ihrem Bett auf und geht zum großen Spiegel neben dem Kleiderschrank. Im dimmen Licht der Lampe kann man glücklicherweise nicht viel erkennen, aber auch so ist die verwischte Schminke und die darunter zum Vorschein gekommenen Überreste des blauen Auges zu erkennen. "Hoffentlich bemerkt es morgen keiner." denkt sie sich noch, während sie mit einem angefeuchteten Schwämmchen die letzten Reste der Maskerade entfernt. "Ein Glück, dass Natalie zuhause war. Wer weiß was sonst ..." sie unterbricht sich selbst und schüttelt den Kopf. Am besten gar nicht darüber nachdenken. Das Bild ihres wütenden Vaters aus ihrem Geist vertreiben und sich auf das wesentliche konzentrieren. Sie war jetzt wieder weit weg von ihm. Wenn auch nicht frei von seinem Einfluss, dann wusste sie doch wenigstens, dass er inzwischen wieder viele Meilen entfernt war. Morgen würde sie zu ihrem Mentor gehen und sich für ihre plötzliche Abreise endschuldigen. Und wenn alles gut ging am Abend auch zum Novizentreffen auf das sie sich eigentlich schon lange gefreut hatte. Mit einem letzten Blick in den Spiegel, auf ihr gezeichnetes Gesicht, schlüpft sie dann auch aus ihrer Reisekleidung und in ein frisches Nachtgewandt. Die Lampe wird gelöscht und kaum haben sie die weichen Daunen umschlungen, schläft das junge Mädchen, das eigentlich schon seit Jahren kein junges Mädchen mehr ist, ein.

_________________
Egal um was es geht, schreibt mir eine PN. Die bekomme ich als push aufs Handy und kann schneller drauf antworten wie mich irgendjemand im Spiel erwischen kann.
 
Nach oben Nach unten
http://sanktum-sturmwind.forumieren.com/h1-terminplaner-piix
Sharany



Anzahl der Beiträge : 6
Anmeldedatum : 18.09.15
Alter : 25
Ort : Rösrath

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 20 Sep 2015 - 1:40

Etwa zur siebten Morgenstunde, des 20. Tages diesen Monats, könnte der ein oder andere Geräusche aus dem Zimmer einer der neuen Novizen vernommen haben. Hier und da rumpelte es, dann folgte auch schon Gefluche, mit schriller Stimme.
"Nether noch eins, wo steckt das Weib!"
Leiser murrte die Person dann noch hinterher: "Achja.. Novizenheim.."

Ja, wer sich bereits mit ihr unterhalten hat, für den wird die Situation relativ klar sein. Andere erkennen vielleicht zumindest Sharany's Stimme. Kurz darauf folgte dann auch erstmal Stille. Ob da Jemand resigniert hat?

Offensichtlich nicht. Es dauerte nicht lange, bis die halbelfische Gestalt über den Gang huschte, hin zum Waschraum. Wer einen Blick riskiert hatte, könnte bemerkt haben, dass sie wohl mit der kompletten Garderobe hinüber eilte.
Nicht wenig später folgten dann auch schon weitere Flüche - diesmal aus dem Waschraum.

"Verfluchtes Mistding! Jetzt geh doch.. was zum.. gnah!"

Mit welchem Wesen oder Objekt auch immer sie dort kämpfte, es hatte offenbar schnell gewonnen.
Wenig später wuselte dann auch schon ein murrendes Halbelfchen zurück in sein Zimmer, mitsamt den Kleidern. Für welches Kleid man sich letztlich entschieden hat?
Die Novizenrobe.
 
Nach oben Nach unten
Nevex

avatar

Anzahl der Beiträge : 678
Anmeldedatum : 07.05.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 22 Okt 2015 - 21:12

Auf dem Schreibtisch von Nevex kann man momentan die unteine Version eines frischen Briefes einsehen. ((Kleine Spoilerwarnung zur aktuellen Gildenlage))

Hallo Ezzlin,

Ein Brief ist schon wieder lang überfällig, aber auch bei mir verfliegt die Zeit irgendwie. Bei Magus Schreiber habe ich inzwischen aufgehört, aber die Verwaltung, die Prüfungsvorbereitung, das Pflegen von Freundschaften und allerhand seltsamere Akademieereignisse haben mich auch mehr oder minder hier fest gehalten. Und ehrlich gesagt wollte ich dir auch während des Braufestes nicht so recht schreiben, weil ich die ganze Zeit die Phantasie aufrecht erhalten habe, dass ich einfach ganz spontan auftauchen und dich dahin mitnehmen könnte...

Nun, das hat so nicht so recht funktioniert. Ich habe es garnicht aufs Braufest geschafft und immer wenn ich es auch nur erwogen hatte zu dir zu kommen kam etwas dazwischen. Dazu dachte ich, dass es noch viel unschöner wäre, wenn ich bei dir auftauche und unverrichteter Dinge wieder abziehen muss, weil du gerade nicht kannst. Ich weiß nicht, ob man dir das gesagt hatte, letzten Monat hatte ich es schonmal versucht, aber da war gerade ein wenig Chaos bei euch, wenn das unter gegangen sein sollte, war das sicher keine böse Absicht. Und obwohl ich den Festivitäten dann fern geblieben bin muss ich sagen, dass ich das Braufest fest genug mit dir... oder spezieller vermutlich mit uns in Verbindung bringe, dass ich da ständig an dich erinnert wurde. Ich hoffe nächstes Jahr schaffen wir es wieder irgendwie. So saß ich recht viel mit Bronzewidder und Braufesthut in meinem Zimmer und hatte tolle Gelegenheiten zu üben Abgelenktheit beim Zaubern zu überwinden.

Positiv gesehen sollte ich hoffentlich nach diesem Monat mehr freie Zeit haben, um mich nach deinem Zeitplan zu richten, damit wir uns vielleicht auch wieder etwas mehr zu sehen bekommen. Der aktuellen Planung nach habe ich dann nämlich diesen leidigen Titel und bin verhältnismäßig frei. Für den 31. mitten im Schlotternachtsfest ist meine Prüfung angesetzt. Fraglos gibt es darüber Witzeleien, wenn Initianden an so einem Tag bei den Magiern eingeführt werden. Wegen der Prüfung mache ich mir eigentlich wenig Sorgen. Ich bin besser vorbereitet als letztes Mal, weiß besser was mich erwartet und werde spezifischer in der Weissagung geprüft und weniger in anderen Feldern, sodass ich bei meiner Zauberbeherrschung durchaus selbstsicherer sein kann. Im schlimmsten Fall gibt es ein Duell zur Prüfung, aber das würde ich auch zumindest bestehen, wenn auch nicht notwendig sehr rühmlich überstehen. Und dann habe ich es hinter mir.

Ich bin mir immernoch nicht sicher, was danach kommt. Ich müsste natürlich mit dem Militär Kontakt aufnehmen und dafür sorgen, dass mir dieser Papierkram nachgeschickt wird. Ansonsten... hat mir die Zirkelleitungschon eröffnet, dass es Anstellungsmöglichkeiten für mich gäbe, wurde aber noch nicht spezifisch. Mir ist noch nichts besseres eingefallen, also werde ich wohl annehmen, sofern ich sinnvolle Möglichkeiten zu kündigen und eine Möglichkeit in einem Gebiet zu forschen dass mich halbwegs interessiert bekomme, auch wenn ich dann Novizen unterrichten muss oder hin und wieder Detektiv und Weissager für die Bürgerschaft spielen soll. Hauptsache kein  Frontkontakt.

Direkt nach der Prüfung muss ich wohl eine größere Dankesfeier ausrichten, alles recht steif und ich habe mir auch schon eine feine himmelblaue Robe mit so einer Art Federmuster dafür besorgt, bei der man mir versichert hat, dass sie mir besonders gut stünde... wobei die sturmwinder Verkaufspraxis ja nicht immer die ehrlichste ist. Naja, da kann ich mich ohnehin maximal blamieren, was soll mir shon sonst passieren, die Ausbildung ist ja vorbei. Danach würde ich gerne für eine Woche oder so nach Dalaran. Eine Woche ist vermutlich zu viel um dich zu fragen ob du mit kannst, bei deiner Forschung, oder? Ich muss mir enlich mal Trinsys Haus und Bibliothek im Detail ansehen - und wenn ich den Titel habe auch die Artefakte. Außerdem habe ich mir wohl eine kleine Pause verdient und mein finanzielles Polster sollte das ja noch recht bequem auffangen können. Wäre nur eine deutlich schönere Vorstellung, wenn du mitkommen könntest.

An der Akademie selber hält mich sonst gerade wenig. Die Situation hat sich sehr verändert. Der Druck auf die Novizenschaft im allgemeinen hat von der Akademie aus wieder etwas nachgelassen... aber die Situation ist nicht wirklich angenehmer. Rachnel hat die Akademie verlassen, Liljane ist in so einer Art Schutzhaft im Magierturm, Merwyn wurde von seiner Verwaltungsposition degradiert und Piix ist jetzt Verwaltungsleiterin und völlig überarbeitet. Dahinter steckt wohl überall die selbe Geschichte, von einem Adeligen der mehrere Novizinnen in seine Dienste zwang, wo sie wohl unter Morddrohungen an ihr Umfeld für ihn arbeiten mussten... so stellt es Liljane zumindest dar. Rachnel meinte die Akademie hätte sie zu sehr eingeschränkt und sie wollte das wohl nicht mehr durchgehen lassen... und Merwyn hatte Rachnel wohl bei verbotenen Aktionen geholfen und ist suspendiert und mit ihr auf Forschungsreise. Hoffe ich zumindest, Rachnel meinte sie würde erst "nach Norden" um ein sicheres Versteck zu finden, falls Arcaynas das brauchen sollte, ohne darauf näher einzugehen und danach würde sie Merwyn folgen, der eben seine Suspendierung für die Reise genutzt hat.

Zinni hat wohl auch wieder echten Ärger und ich fürchte sie wird hier nie einen Abschluss machen... oder auch nur genug lernen um sich zu kontrollieren. Ich gehe einfach mal davon aus, dass du inzwischen von Liix und den anderen gehört hast, sodass ich nicht versuchen muss mein lückenhaftes Wissen weiter zu geben und mich nicht bei ihnen beschweren muss, dass sie dir garnichts sagen. Naja, Zinni hat dir das hoffentlich auch schon gesagt, aber sie trägt wieder Bannarmschienen. Die neue Begründung ist ein Wahnsinn, den sie zu haben meint und der vielleicht von ihrem Fluch kommen könnte.... effektiv hat sie aber nur einer Novizin im Streit die Kleider weg gezaubert. Das wurde nur nicht wirklich als kleiner Streich behandelt, sondern wohl als eine Verletzung weiblicher Ehre und so... nun, Ziunni soll jetzt in priesterliche Behandlung, aber irgendwie hat sie es geschafft so respektlos zu wirken, dass Miss Archer nicht mit ihr arbeiten will... sie macht es sich einfach nicht einfach. Die Novizin, Anna, hat jetzt Angst vor Zinni, die wieder sehr beunruhigend bei der ganzen Sache gekichert hatte und sie hatte wohl schon vorher Probleme mit ihrem körperlichen Selbstbild... zumal sie angedeutet hat, dass ihr Vater zuhause grob zu ihr ist... niemand hat was dagegen gesagt, deshalb weiß ich nciht, ob das eine der ungerechtigkeiten ist, die Menschen unter einander einfach tolerieren. Ich sollte das ihrer Mentorin wohl auch verraten, nur ist das Thema nicht gerade leicht anzusprechen, vor allem in all dem Chaos und ihr Vater ist noch weit weg... ich suche noch eine Gelegenheit.

In das ganze Verstrickt auf eine Weise die ich noch nicht so recht verstehe ist Frau Erelya. Ich dachte immer Frau Erelya wäre einfach eine nette Draenei-Lichtwirkerin, die bei uns wäre um die sturmwinder Gesellschaft zu studieren und die ein freundliches Verhältnis zu uns aufbauen wollte... nun hat sie offenbar Spruchrollen die in irgendeiner Weise gefährlich waren von Novizen verwenden lassen, hatte sexuelle Beziehungen mit einer und hat bei selber einen magischen Hintergrund verschwiegen und darüber gelogen... sie wurde raus geworfen und die halbe Novizenschaft scheint dafür auf die Akademie sauer. Ich glaube wir bekommen da mal wieder nicht alle Informationen, aber das Ganze wirkt schon etwas seltsam.

Du siehst also vielleicht, warum ich es gerade kaum erwarten kann eine Weile weg zu kommen, hoffentlich sind dann alle bösen Barone besiegt, alle Missverständnisse mit Draenei beseitigt und eine gute Lösung dafür gefunden wie Zinni weiter leben kann. Manchmal frage ich mich bei ihr ob es nicht besser wäre, wenn man ihr einfach die Magie nehmen könnte. Sie selber wird vielleicht ein wenig selbstmitleidig und redet wieder davon alleine in der Wildnis zu leben, wo sie niemandem schaden kann und ich muss gestehen für einen Moment wollte ich ihr fast sagen, dass das nach einer guten Idee klingt... es ist einfach alles sehr frustrierend. Lilly versucht auch noch auf ihre Weise Zinni zu erziehen und hat ihre Enttäuschung über ihre "Mutter" absichtlich übertrieben und hat in einer leeren Hütte im Wald übernachtet... als ich das heraus gefunden habe, habe ich natürlich versucht mich so gut um sie zu kümmern wie möglich und habe die Hütte magisch ein wenig gesichert, aber ich hatte versucht mich aus dem Streit heraus zu halten und zumindest das scheint beigelegt. Irgendwie. Kannst du ihr vielleicht mal irgendwas schreiben? Ich weiß, du siehst das anders, aber ich glaube auf dich hat sie besser reagiert als auf die meisten... Ich glaube ich gelte ein wenig zu sehr als menschlich, weil ich irgendwie mit dem vorhandenen System arbeite und Zinnis Vorurteile gegen Menschen, Adel und Kirin Tor scheinen nur schlimmer statt besser geworden zu sein an der Akademie, einfach weil sie hier für ihre Aktionen öfter Strafen bekam.

Ich hoffe innigst, dass du weniger unangenehme Geschichten zu berichten hast und dass ihr im weiteren darum herum kommt arme kranke Gnome erschießen zu müssen. Kommst du im Labor weiter? Und in deinem letzten Brief klang das fast nach direkterer Feldheilung, sind die Bottests etwa schon abgeschlossen? Wenn ja, darf man dann wissen, woran du jetzt arbeitest, oder ist das noch geheim?

Ach, und da ich das bisher versäumt habe... ist es eigentlich sehr befremdlich so nah an Gnomeregan zu arbeiten? Ich meine, das bietet sich ja als Arbeitsfeld auch für eine gewisse Melancholie an, nicht? Belastet dich das sehr, die Stadt vor der Nase zu haben? Und gleicht es die Sache ein wenig aus, dass du wirklich Gnomen da helfen kannst? Oh, und nutzt S.I.C.H.E.R. eigentlich auch Magie? Gewrade bei den Spährarbeiten könnte ich ja auch sicher irgendwas tun... wobei ich nicht weiß, wie die magische Situation bei Gnomeregan ist. Die grünen Dämpfe und so haben ja sicher auch magieverzerrende Komponenten... aber das weiß man da ja sicher besser. Gibt es da irgendwelche Aussichten?

Huch, das ganze klingt ein wenig zu negativ, wenn ich so im Rückblick drauf schaue, glaube ich. positiv gesehen bin ich gesund und munter, habe immernoch viele Freunde, die sich nciht zu fein sind mal um Hilfe zu fragen, habe interessante eigene Forschungsvorstellungen und bald vielleicht die Rechte sie in der menschlichen gesellschaft umsetzen zu können. Mein Interesse am Licht stagniert ein wenig, aber das möchte ich auch nach dem Abschluss verstärkt wieder aufnehmen. Also eigentlich ist alles garnicht so schlimm, nur alles etwas politisch. Und dass ich dich vermisse natürlich, wobei ich eigentlich recht sicher bin, dass du da recht zufrieden bist, so wie du bisher geschrieben hast.

Ach, die Hochzeitsvermittlung hat sich übrigens erledigt ohne dass irgendeine meiner Kommilitoninen verheiratet wurde. Ich weiß nicht, ob ich dazu jemanden bedauern sollte, einige wirkten recht enttäuscht, obwohl sie den mann kaum kannten. Naja, seltsame Sitten.

So, ich versuche auch wieder öfter zu schreiben und nicht so viele Seltsamkeiten in einen Brief quetschen zu müssen. Wobei du so vielleicht ganz froh sein kannst, nicht näher dabei gewesen sein zu müssen und das nur aus der Entfernung zu erfahren. Trotzdem hoffentlich viel Spaß beim lesen und hoffentlich bis bals. Schreib, wenn ich nächsten Monat irgendwann kommen kann, oder ob du sogar Zeit für Dalaran schaffen könntest.

In Liebe,
Nevex
 
Nach oben Nach unten
Adelaide C.

avatar

Anzahl der Beiträge : 38
Anmeldedatum : 01.02.16

BeitragThema: Stadtführungen die Novizen ihrer Kräfte bereuaben   Di 9 Feb 2016 - 13:46

Es war schon spät in der Nacht, oder eher sehr früh am Morgen. Die Kerze auf dem Tisch schon zur Hälfte heruntergebrannt und das erste Zwitschern der Vögel im Grün des Magierviertels kündigte den neuen Tag an.
Auf dem Tisch lag ein kleines in dunkles Leder gebundenes Notizbüchlein aufgeschlagen, die Bemerkungen darin in Stichwortartigen schön geschriebenen Lettern verfasst. Mittig am Tisch des recht kargen Zimmers lagen einige Stücke edlen aber recht schmucklosen Briefpapiers, zur Hälfte schon beschrieben, auch hier konnte man die beinah malerische Schrift der Verfasserin erkennen.
Die Verfasserin selbst...lag auf ihre Arme gebettet rechts davon an den Tisch gelehnt und schlief tief und fest. Die Schreibfeder noch in Händen, die Haarnadeln noch im Schopf und in vollständige Novizentracht gekleidet.


Bericht:

Zitat :
Thematik: Stadtführung durch Eisenschmiede

Führer: Kanzlerin Siedefaust

Aufsichtsperson: Magus Nevex Knobels

Teilnehmer: Novizin Iviette von Schwarzburg, Novizin Galadriel Robins, Novizin Anastasia Barrymoore, Novizin Olivia Bates, Novize Arcaynas Düsterherz, Novizin Adelaide Conroy, Miss Mexa(eine Bekannte von Magus Knobels), Lady Silberschild, Hüter Siedefaust und ein paar Zwerge die der Kanzlerin angehören sich aber namentlich nicht vorgestellt hatten.

Beginn: Zur achten Abendstunde in Eisenschmiede

Magus Knobels war so freundlich uns vom Novizenheim abzuholen. Er erklärte uns auf dem Weg zur Tiefenbahn wie Diese funktioniert und beantwortete die ein oder andere Frage hierzu.
Die Fahrt in diesem recht ungewöhnlichen Fortbewegungsmittel verlief, rein subjektiv betrachtet, ohne gröbere Auffälligkeiten, wenn es durchaus sehr gewöhnungsbedürftig ist.

In Eisenschmiede angekommen erklärte uns Magus Knobels die gröbsten Details in der sogenannten Tüftlerstadt, auch wenn dies ein etwas irritierender Name für ein Stadtteil zu sein scheint.
Der Stadtteil ,der direkten Zugang zur Tiefenbahn gewährt, bestach vor Allem durch lautes Geratter, öligen Geruch sowie herumeilenden Gnome.

Nach einer kurzen Weile führte uns Magus Kobels zum vereinbarten Treffpunkt nahe der Halle der Forscher. Wieder eines der Viertel in Eisenschmiede. Auch hier konnte er uns die ein oder andere interessante Begebenheit in und über die Stadt näher bringen.
Sei es nun das Horn das zur jeden vollen Stunde aktiviert wird oder die Tatsache das in Eisenschmiede, mitunter weil sie sich unter Tage befinden, kein Tag/Nacht System herrscht sondern in Schichten gearbeitet und gelebt wird.

Kanzlerin Siedefaust, ihres Zeichens Vertreterin der Dunkeleisenzwerge, erschien pünktlichst in Begleitung zweier Angehöriger ihres Ordens.
Zu aller erst führte sie uns in die Hallen der Forscher und gab uns einen ersten Einblick in die dort ansässige Forscherliga, wie das dortige Museum oder die nahezu überwältigende Bibliothek.
Wie auch auf der restlichen Führung, konnte Kanzlerin Siedefaust so gut wie jede Frage zufriedenstellend beantworten und lieferte uns nicht nur einen Einblick in die vorherrschende Kultur Eisenschmiedes sondern auch auf die durchweg verschiedenen Ansichten der einzelnen Clans und Gnome.

Im düsteren Viertel, das seinem Namen alle Ehre macht, angekommen wurde ein wenig geschichtliches Material der Dunkeleisenzwerge aufgerollt. Ab diesem Ort schlossen sich vermehrt Vertreter dieser Zwergenart der Führung an. Auf die gutgemeinten Warnungen der Kanzlerin hin hielten wir uns überwiegend in Magus Knobels Nähe auf, der seine Begleitfunktion vom Anfang bis zum Ende hin mit Bravur meisterte.

Im mystischen Viertel wurden wir über die recht prunkvolle Halle der Mysterien aufgeklärt, die sowohl Anhänger des Klerus wie auch Magiewirker beherbergt, was durchaus auf Konfliktpotential schließen lässt und so wohl auch schon in der Vergangenheit geschehen ist.
An dieser Halle stießen dann Miss Mexa, eine Bekannte von Magus Knobels sowie Hüter Siedefaust, der Gatte von Kanzlerin Siedefaust zur Gruppe hinzu die sich mit raschen Schritten zur großen Schmiede aufmachte.

Dort angekommen wurden wir über den „heiligen“ Amboss aufgeklärt auf dem sogar der berüchtigte Aschenbringer geschmiedet worden sein soll. Zudem wird der Ort, trotz oder vor allem wegen seiner Lautsärke ,die ringsherum von den fleißigen Arbeitern verursacht wird sowie der beinah unerträglichen Hitze, als spiritueller Ort angesehen und von Einigen Zwergen zu Meditationszwecken herangezogen.

Nach dieser recht beeindruckenden Veranschaulichung der zwergischen Handwerkskunst durften wir „die alte Stadt“besichtigen. Hierzu war ein etwas längerer Abstieg nötig, welcher aber durch den sich uns darbietenden Anblick in dem vor uns liegenden Gewölbe als geringes Übel entpuppte. Die Wände und Decke waren mit unzähligen Diamnten versehen die im Licht der unter uns fließenden Lavaströme in unbeschreiblichen Farben glitzerten.
Der aber wohl wichtigste Aspekt unseres Abstiegs lag noch vor uns, schon aus der Ferne konnte man den als riesig einzustufenden Kristall an seinem Leuchten erkennen. Wenige Stufen später klärte uns Kanzlerin Siedefaust über die Hintergrundgeschichte zum sogenannten Diamntkönig, König Magni Bronzebart, auf und stellte sich wieder allen Fragen, dich sich hierbei vor allem um das politische Ränkespiel der Clans wie einem eventuellen wieder lebendig werdenden des König drehten.

Zum Abschluss der Führung suchte die Kanzlerin mit uns eine urtypische zwergische Taverne im Militärviertel auf, in der wir bei Tisch noch offene Fragen klärten uns Diskussionen rund um die Clans widmeten und den Abend, nach dem Dazustoßen einer zwergischen Klerikerin, recht stimmig zum Ausklang brachten.

Alles in allem gab diese Führung , auch wenn sie der Zeitknappheit zu schulden nur an der Oberfläche kratzte, einen beeindruckenden ersten Eindruck in die zwergische Kultur rund um Eisenschmiede. Mit Kanzlerin Siedefaust und Magus Knobels wurden zwei sehr versierte Führer erwählt die kulturell bedingt vieles beisteuern konnten und diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.

Gez.:

Novizin Adelaide Conroy



 
Nach oben Nach unten
Liyaniel

avatar

Anzahl der Beiträge : 327
Anmeldedatum : 26.02.12
Ort : Wuppertal

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 17 Feb 2016 - 9:38

Einblicke in das Arbeitszimmer:

Gerade hatte sie den unangekündigten Besuch entlassen und sich wieder am Schreibtisch niedergelassen. Die Aufmerksamkeit galt weniger den Akten oder der noch ausstehenden Korrespondenz. Diese galt es am folgenden Morgen zu erledigen.
Es war kurz vor Mitternacht.
Die feingliedrigen Finger der Quel'dorei, tippelten in einer unruhig anmutenden Geste auf das dunkle Holz ihres Schreibtischs. Ihr Blick war sinnierend auf ein baumartiges Gebilde süßen Gebäcks gerichtet, welches mit Karamell und Honig in diese Form gebracht wurde. Zudem zarte Blüten aus Zucker, welche diesem Kunstwerk ihre Zierde verlieh.
Wer hat dich hierher geschickt sinnierte sie und wagte vorsichtig zwei Finger nach der Spitze des 'Baumes' auszustrecken. Doch ein Zögern, ehe es zu einer Berührung kommt. Ihr Haupt schrägend, mag sie so mehrere Wimpernschläge ausgeharrt haben, ehe sie die Hände auf der Schreibtischplatte zusammen faltete und weiterhin über den unbekannten Spender nachdachte.
Vielleicht die Gräfin. Aber sie hätte es hübsch verpackt und sicher Nachricht hinterlassen. Wer?
Ein schnalzender Laut entfuhr ihr, als sie sich zurück lehnte, und sie gar bis zum ersten Glockenschlage ihren Überlegungen nachging.

Als die Erzmagierin zu Bett ging, waren die Leckereien noch unberührt verblieben.
 
Nach oben Nach unten
Liyaniel

avatar

Anzahl der Beiträge : 327
Anmeldedatum : 26.02.12
Ort : Wuppertal

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 29 Feb 2016 - 10:00

Einblicke in das Arbeitszimmer:

(...)Manchmal, da müssen wir sie missbrauchen, unsere Macht. Doch ist es Missbrauch, wenn es einem edlen Zweck dient? Ich kann hier nicht verweilen und zusehen, wie er in sein Verderben rennt oder gar den Tod findet. Nicht bei ihm.
So will ich alles in meiner Macht stehende tun, um ihn vor dem Unheil zu bewahren.
Es schmerzt, dass er mir nicht vertraut und an mir zweifelt. Ich weiß, er wird mich hassen.Nie wieder wird es so sein, wie es einst war. Doch, beim Sonnenbrunnen, wenn ich dieses Opfer nun bringen muss, soll es so sein.
Wenn es ihn nur rettet.



Der Morgen graute bereits, als Liyaniel ihr Tagebuch schloss und den Federkiel bei Seite legte.
Die Lider der Quel’dorei schlossen sich, als sie sich im Sessel zurücklehnend, wenigstens ein wenig Ruhe zu gönnen gedachte. Doch brannte es heiß in den Augen, rann die Wangen herab und legte Zeugnis ihrer stummen Trauer ab.

Und weiter zog die Illusion eines Falken seine Kreise über dem Turm, schwenkte dann und wann über den zerstörten Park und wieder zurück. Unermüdlich.
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 29 Feb 2016 - 16:21

Leise wehte der Wind die Geräusche der großen Stadt über die Mauern zwischen die Bäume. Doch schnell wurden diese von dem Rascheln von Blättern und dem sanften Knarzen der Äste verschluckt. Unter einem jener Bäume saß der Novize im Schneidersitz mit geschlossenen Augen, still und regungslos, während er sich auf sich selbst und seine Umgebung konzentrierte. Seine Hände ruhten auf der Scheide des Rapiers, welches in seinem Schoß lag.

Schließlich öffnete der Mann seine Augen und erlaubte seinen Gedanken wieder ihren ruhigen Fluss zu folgen. Der vergangene Monat unter den aufmerksamen Augen der Hochmagierin hatte ihn erkennen lassen, wie sehr er mit den Zauber der Schule der Beschwörung und Hervorufung haderte. Dass er mit der Beschwörung von Manawasser besser voran kam, als mit den Arkanen Geschossen verschrieb er der Frostrüstung, welche er vor zwei Jahren mühsam über Monate hinweg gelernt und geübt hatte. Es fühlte sich an, als würde die Art und Herangehensweise der Schulen ihm selbst widersprechen. Sie fühlten sich zu direkt und offen an. Doch die Hochmagierin war mit ihm geduldig, gab ihm in den morgendlichen Übungsversuchen wertvolle Hilfestellungen und Korrekturen auf dem Weg, doch letzten Ende scheiterte es weder an der Somatik noch den mystischen Worten. Er scheiterte daran die Energien des Leys richtig zu lenken, welches ihm die Arkanen Geschosse, welche seine Hand nicht verlassen hatten, ehe sie explodierten mit einigen schwachen Schmerzen gelehrt hatten.
Dieses Hindernis brachte Arcaynas jedoch nicht aus seiner Ruhe und hinterließ ebenso seine Geduld unangetastet. Bald würde er zu seiner zweiten Prüfung antreten können und danach den letzten Teil seiner Ausbildung abschließen können.

Dann strichen seine Gedanken zu der Aufgabe, welche ihm seine Mentorin Ende des vergangenen Jahres aufgetragen hatte. Wie holprig es begonnen hatte und auch noch an mancher Stelle war, vermittelte es ihm jedoch mehr Kontakt zu seinen Kommilitonen. Zu Anfang war ihm dies schwer gefallen, doch mittlerweile stellte er fest, dass er die ihm anvertraute Position anscheinend positiv besetzte. Dies war wohl auch den Ratschlägen von Nevex geschuldet. Und dennoch konnte er in der Korsage der Etikette jene Distanziertheit wahren, die ihm so wichtig war.

Und schließlich legte sich ein leichtes Lächeln auf seine Lippen, während er die Wolken durch das Blätterdach beobachtete. Bald. Bald würde er aufbrechen und seine Verlobte wieder sehen.
 
Nach oben Nach unten
Louiza



Anzahl der Beiträge : 610
Anmeldedatum : 13.03.11
Alter : 32
Ort : Berlin

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 2 März 2016 - 12:14

klack...klack...klack...klack..klackklack...klack..klack..klack.. … ..klack...klack…

Nevex’ Arythnom, das Gegenteil von einem Metronom, verrichtete seine Arbeit und verursachte auch ohne einen Zauberversuch schon Kopfschmerzen bei Olivia.

klack...klack...klack…

Sie saß in einem der Übungsräume des Magierturms auf dem Boden im Schneidersitz. Nevex hatte ihr aufgetragen mit den Arythnom zu üben um die Schwierigkeit zur Konzentration beim zaubern zu erhöhen. Da sie mit einem Metronom meditierte verwirrte sie dieses Gerät zu tiefst und verfolgte damit wohl genau den Zweck den Nevex erzielen wollte.

klackklack… … … war es ka- … klack … klack … klack …

Olivia musste versprechen es nicht kaputt zu machen, aber nun wollte sie es noch vor dem ersten Zauberversuch am liebsten an die Wand werfen. Nun ja es half alles nichts, je eher sie den Zauber üben würde, desto eher konnte sie dieses Höllengerät abstellen.
Sie wartete bis sich das Gerät wieder einmal im Takt befand und konzentrierte sich auf die Zaubergestik. Mit gleichbleibendem Tempo zeichnete sie das Pentagram in die Luft und sprach die elfischen Worte mit der ihr typischen schlechten Aussprache. Vor ihr begann sich ein unecht wirkender Würfel zu materialisieren. klacklackklack...klack… … ...und zerfiel gleich wieder zu Staub.

Seufzend und mit bösem Blick besah Olivia das Arythnom, schüttelte den Kopf und versuchte es erneut. In einem Moment trügerischer Stille wirkte sie den Zauber, doch kaum war Gestik gezeigt und Formel gesprochen klackerte das Gerät wie wild, denn der Tricksereizauber hob es empor und es flog drei Schritte In Richtung der Wand. Aufschreiend streckte Olivia sich und lag recht unelegant auf dem Boden, fing das Arythnom aber auf. Wieder bedachte sie die Höllenmaschine mit einem bösen Blick und sie hatte das Gefühl, als würde das Gerät höhnisch zurück grinsen.
Natürlich kann ein kaputtes Metronom nicht grinsen, redete sie sich zumindest ein.

Das gerät schien leider noch heil zu sein und so zog sie es erneut auf um weiter zu üben.

klack… klack… klack...grausige elfische Worte… klack… klack… klackklack..klackklackklack… grausige menschliche Flüche… klack… klack… klack.
 
Nach oben Nach unten
http://www.actionbude.de
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 16 März 2016 - 20:33

Am vierten Tag des dritten Mondes:
Die Tür zu seiner Kammer öffnete sich und Arcaynas trat ein. Der Brief von Magus Carter lag noch einsehbar auf dem Schreibpult des Novizen. Dieser war auch der Grund dafür, dass der Gilneer nun von einer Botenstube zurückkehrte. Anstatt seiner selbst würde, so seine Zeilen die Nijelspitze erreichen sollte, diese Rachnel erwarten.
Sein Blick flog über die Handschrift des Magiers und wieder kam die Sorge in ihm auf.
„…Zum einen melden meine Kontakte keine Ankunft der beiden an der Nijelspitze,…“
Seine Verlobte wäre dennoch aufgebrochen, vermutlich ohne die Gefahren abzuwägen.
Er hingegen… die Worte seiner Mentorin hatte er noch im Kopf, Desolace sei ein gefährlicher Ort…
Er hingegen würde sich hier in Sturmwind in Geduld üben.
 

Am sechsten Tag des dritten Mondes:
In den vergangenen zwei Nächten bemerkte Arcaynas die alten Schatten, welche begonnen hatten, sich aus der Stille und Dunkelheit erneut zu erheben. Ihre Berührung war nicht mehr als ein sachter Windhauch und dennoch spürbar.
Tagsüber gab der Novize sich seinem Alltag hin. Wie in den vergangenen Tagen zog er sich dabei im Magierturm zurück. In welchem er bis zum späten Abend über Büchern brütete oder im Labyrinth aus Regalen seiner Arbeit als Bibliothekarsgehilfe nachging.
Selten schweifte seine Konzentration von den Worten und seiner Arbeit fort. Doch in jenen Momenten, in denen seine Gedanken ihre eigenen Wege gingen, bedachte der Novize diejenigen, die ihre Schuld an Rachnels Verlassen der Akademie trugen mit Abneigung. Wenige Augenblicke fing der Gilneer diese bereits wieder ein und lenkte sie auf das Pergament.


Am elften Tag des dritten Mondes:
In den vergangenen fünf Tagen verblieb der Novize bei eben jenem Tagesablauf1 und hielt sich zu meist in den hinteren Teilen der Bibliothek auf.
Schließlich war seine letzte Kerze niedergebrannt und Arcaynas schlug das Buch zu, welches oberflächlich die Zaubermatrixanalyse in der Theorie behandelte. Dieser Themenbereich hatte vor geraumer Zeit das Interesse des Novizen geweckt. Nächtliche Stille war bereits über die Bibliothek hereingebrochen, als er diese hinter sich ließ.
Mit seiner Rückkehr ins Novizenheim fand der Gilneer einen Brief vor. Im Licht einer Kerze, die seine Kammer erhellte, las er den Brief, der von Luzula geschrieben wurde. Die Dunkeleisen seien aus der Sengenden Schlucht zurück gekehrt und sie freue sich über einen Besuch seinerseits.


1Frühes Aufstehen, Waffenübungen im Hain, Waschkammer, Morgendliche Zauberübungen mit seiner Mentorin, Aufenthalt in der Bibliothek, Spaziergang durch Sturmwind, späte Rückkehr ins Novizenheim
OoC: Falls jemand weitere Informationen zu Arcs Tagesablauf haben möchte, schreibt mir eine PN oder Ingame.
 
Nach oben Nach unten
Nevex

avatar

Anzahl der Beiträge : 678
Anmeldedatum : 07.05.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 23 März 2016 - 19:58

23. des dritten Monats

Meine Studien verlieren schon wieder an Fokus. Kommunikationszauber, bessere Suchzauber, einige Ideen für Modifikationen solcher Zauber, Zauber zur Gedankenwahrnehmung und Techniken zur Datendeutung, Rituale zur Verbindung und Verschmelzung von Erfahrungswelten, Familiarrituale, die Geschichte der Schreckensbrache, symbolische Bedeutung von Glocken im Geisterkontakt, symbolische Bedeutungen von Nachtigallen, Volksgeschichten aus dem Rotkamm, kritische Analyse der klerikalen Thesen zu Geistern, Worgen und das Gleichgewichtsritual, kleinere Zauber, die ich Olivia bald beibringen können muss, die nicht in meiner Ausbildung vorkamen, die Auswertung von Akten, die Behauptungen von Geistererscheinungen beinhalten, Schlosszauber und -runen, Grundlagen der Didaktik.... es war irgendwie einfacher, als der Lehrplan zumindest die Themen hervorgehoben hat, die besondere Priorität hatten. Gerade gehe ich ein wenig in der Literatur und den Möglichkeiten meine Studien in die eine oder andere Richtung zu vertiefen unter. Dass ich überall anbiete auszuhelfen macht es vermutlich nicht besser. [1] Wäre echt schön gewesen, könnte ich die simpleren Arbeiten einfach an Novizen abgeben, aber ich kann denen zugegeben keine hohe Belohnung für ihre Zeit liefern und vielleicht nichtmal für die Zukunft interessante Aufgaben.

Die Akademie scheint mir zumindest noch keinen "Druck" zu machen[2], offenbar ist man erstmal zufrieden solange ich hin und wieder einen Aufsatz der nicht unbedingt neue Informationen beinhält raus bringe, solange der zumindest alte Informationen auf potentiell interessante Art neu ordnet.[3] ich weiß nicht, ob das einfach geringe Erwartungen an neue Magier sind, oder ob das allgemein der Standard ist... ich gestehe, ich bin mit den eigenen Fortschritten nicht ganz glücklich. Es fühlt sich ein wenig an, als wären die enormen Möglichkeiten und der riesige Wissenszugriff gerade mehr ein Hindernis als eine Hilfe. Es ist schwer dazu zu kommen sich neue Gedanken zu machen, wenn von einem erwartet wird, dass man erstmal sicher gegangen ist, dass niemand anderes von dem man weiß die selben Gedankengänge schon irgendwo aufgeschrieben hat.[4] Dabei lernt man natürlich eine ganze Menge, nur nicht das, was man selber dazu heraus gefunden hätte.

Ich hoffe das wird ein wenig besser, wenn ich an die experimentelle Forschung gehe. Wenn es wirklich an die Analyse meiner eigenen Geistererfahrungen geht, werde ich ein paar mehr Arbeitsfreiheiten haben...vermutlich. Die Schreckensbrache scheint dabei zumindest ein guter Ansatz zu sein. Und davor noch der Ausflug mit Miss Archer, die mit mir erste Kontakte zu Geistern aufbauen will. Ich bin immernoch nicht sicher, wie weit sie mich da wegen kirchlicher Richtlinen zurückhalten wird, aber bisher hat sie mir vor allem neue Bereiche gezeigt und die von mir so benötigte Richtung in der Methodik gegeben, woimmer unsere Arbeitsbereiche sich treffen.

Abgesehen davon will ich R.Ö.T.S. zu meinem Familiar machen. Ich weiß noch nicht, ob die Wahl so ideal ist, aber ich brauche ein Wesen, auf dessen Geist ich danach einen verbesserten Zugriff habe. Außerdem will ich sehen, wie der Kontakt zu meinem Intellekt sich auf den Schleimling auswirkt.[5] Und endlich die Frage klären, in wie weit "er" eigentlich denkt. Ich forsche noch nach, ob es dabei besondere Risiken gibt, aber interessanter Weise scheint das noch niemand so versucht zu haben. Zumindest nicht mit Schleimlingen. Plüschige Kleintiere sind wohl beliebter. Deshalb können mir meine Kollegen da auch recht schlecht helfen, aber ich denke die Risiken sind recht gut abzuschätzen. Ich hatte ja schon oft genug magisch auf die eine oder andere Art Kontakt zu Röts' Geist erfolgreich gesucht und habe schon ein wenig getestet. Ich denke nciht, dass das Ritual meinen oder "seinen" Geist überlasten sollte udnd ass die selben Prinzipien wie bei der Bindung anderer Wesen da eigentlich auch funktionieren sollten. Ein Problem könnte seine extrem andere sinnliche Wahrnehmung sein, aber im Schlimmstfall werden wir dann eben die Sinneseindrücke des anderen nicht deuten können.

Es ist ja auch nicht so als würde ich mir davon viel erhoffen... aber ich denke das könnte eine echte Chance sein. Immerhin hat Röts einen extrem simpel gestrickten und magisch konstruierten Geist, wie sich die Geisteserweiterung durch den eingeschränkten Zugriff auf seine Kapazitäten auswirkt, könnte mir einiges dazu sagen, wie der Geist insgesamt funktioniert. Wenn ich ihn dann nicht spähen oder Nachrichten überbringen schicken kann, ist das schon ganz in Ordnung, das kann ich ja auch immernoch so.

Aber eine gewisse Dringlichkeit behalten wohl zunächst Annas Anfragen. Es irritiert mich ehrlich gesagt immernoch, dass das bei mir gelandet zu sein scheint, wo sie mich jetzt nicht gerade so hoch schätzt, aber... ich gestehe, ich verstehe die Taktiken der Hochmagierin da nicht sehr und versuche eben lieber die kleinen Chancen abzugehen als nur abzuwarten. Der Fall hat mich schon... ein wenig schockiert, kann man sagen. Dass sowas unter Menschen anscheinend oft genug vorkommt um nicht als zu abnormal zu gelten finde ich erschreckend, gerade da man wohl in Erwägung zieht das einfach so zu akzeptieren. Wo ja Annas Schwester die schlimmste Übeltäterin war. Ich muss langsam hoffen, dass deren Ritual schief gegangen ist, wenn das normal menschlich ist, sollte ich vielleicht noch etwas mehr Abstand suchen. Wobei ich immernoch glaube, dass es helfen könnte, wenn Annas Vater einfach ein paar Freunde hätte, die seine Sorgen teilen und ihm helfen können. Ich bezweifle nur irgendwie, dass ich das sein könnte, selbst wenn ich Zeit und Möglichkeiten hätte... aber im Prinzip sollte mich menschliche Kälte ja nicht mehr überraschen. Nur dachte ich bisher mehr, das wäre auch so eine Sache des sozialen Standes. Das kann ich hier wohl nicht mehr annehmen.

Das war jetzt wieder nicht sonderlich sortiert, musste aber auch raus. Jetzt sollte ich wohl überlegen, wie ich Olivia am besten in das Deuten von Auren einführe und was ich Liljane zu Eisenschmiede erzählen soll... ich glaube es ist die Stadt, der mein bedrückter Ton hier verschukdet ist. Ich habe seit Ezzlins Abschied Eisenschmiede mehr oder minder gemieden und der symbolische Wert der Stadt für mich hat sich wohl in eine negativere Richtung verändert. Das wird hoffentlich wieder, aber gerade finde ich es vor allem leer, einsam und zugig. Zuhause fühle ich mich hier so wenig wie in meiner Turmwohnung.

Aber Gefühle ändern sich schon wieder.

[1] Also es ist nicht so, als ob ich nicht prinzipiell die Kapazitäten für das alles hätte... mein Problem ist eben mehr die Organisation und Ordnung der Studien. Vielleicht sollte ich Piix mal fragen wie sie das macht?
[2] Anscheinend habe ich nämlich mit "Druck" zu rechnen. Ich weiß gerade nicht recht wie der aussehen wird und ob das etwas ist, was ich zu fürchten habe, um Druck im physikalischen Sinn geht es nicht. Wobei ein Kollege scherzte, dass das auch vorkommen könnte, wenn man nicht spurt.  Die Sitte ist wohl den Leuten, die mit den zur Verfügung stehenden Mitteln wenig erreicht haben noch weniger Mittel zu geben, bishin zur Streichung ihrer Forschungstätigkeiten, so konterintuitiv das auch wirken mag, wenn man an den Ergebnissen interessiert ist. Wieder so eine Sache des systematischen Misstrauens unter den Menschen. Wenn mir das drohen sollte, sollte ich frühzeitig kündigen...
[3] Und solange ich an den Fällen von außen arbeite und meine Novizin schule natürlich. Apropos, ich hoffe Olivia findet selber ihren Etikettelehrer, sonst wird das ein Reinfall...
[4] Natürlich sehe ich den Sinn für den Gesamtfortschritt... es hilft niemandem das selbe Wissen von Grund auf neu aufzuziehen... aber es macht das kreative Denken soviel einfacher, wenn man einfach einen Gedanken zum Ende verfolgen kann und schauen kann wohin er führt. Und muss man unbedingt in diesem Punkt plötzlich fortschrittsorientiert denken, wo so viel anderes hier "sozial" orientiert bleibt?
[5] Nicht, dass mein Intellekt so beeindruckend wäre, aber ich hoffe im Vergleich zu einem Schleimling ist mir da eine gewisse Arroganz gestattet.
 
Nach oben Nach unten
Liyaniel

avatar

Anzahl der Beiträge : 327
Anmeldedatum : 26.02.12
Ort : Wuppertal

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 27 März 2016 - 14:56

Notizbuch der Colette Isgèrne:


27ter Tag des 3ten Monats


- Kuchen angeboten, nur eine Gabel zu erkennen
- betont Ehefrau (hat unzüchtige Gedanken und will sich ablenken?)
- bildet Steigerung von 'sauber' - verdächtig. Sauber ist sauber. Sauberer geht nicht. Typisch Lichtwirker.
- ist nicht süchtig (Kein Zauberwirker!!! Oder leugnet Sucht?)
- meditiert viel (denkt vielleicht durch Anwesenheit der Magier verdorben zu werden?)
- hat mir Ratschläge erteilt, wo es Blutdisteln gibt.
- wird mein Interesse an Runenmagie ausnutzen, um mich an ferne, 'spezielle' Orte zu locken
!!! Er hat explizit von einer Exkursion gesprochen !!! Im zweiten Jahr !!!
- will, dass ich die Initiative ergreife und mein Interesse zeige !!!
- betont, dass man alles besser ohne Magie lösen soll.

!!!Neue Theorie!!!

!!! Magus C. ist korrumpiert, merkt es aber nicht und hält sich nun für einen Priester, der das Sanktum unterwandert. !!!

- Habe versichert, nicht zu korrumpieren. Vielleicht lässt er mich dann in Ruhe.
- Hat mich zu sich nach Hause eingeladen. Hoffentlich ist die Priesterin dann wirklich da.

- Plant in Darnassus vielleicht alle Novizen verschwinden zu lassen?

Vielleicht ist es mir durch meine Versicherung, mich nicht korrumpieren zu lassen, gelungen, die Aufmerksamkeit von mir abzuwenden.
Werde weiter ermitteln.
 
Nach oben Nach unten
Liyaniel

avatar

Anzahl der Beiträge : 327
Anmeldedatum : 26.02.12
Ort : Wuppertal

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 6 Apr 2016 - 20:36

Abendlieds Tagebuch - 6ter Tag des 4ten Monats

Die vergangenen Tage und Nächte gingen nahezu ereignislos einher. Trüber, fader Alltag.
Langeweile.
Und die furchterregende Erkenntnis.

Ich bin schuldig.
Mord, Betrug, Lügen. Alles geht mir immer leichter von der Hand und den Lippen. Nicht einmal Reue kann ich mehr empfinden.
Ich tue das Richtige.

Dennoch diese furchterregende Erkenntnis.
Schuldig.

Ich habe mein Wort gegeben. Diesmal werde ich mein Wort nicht brechen. Sei es ein Eid, den ich ohne Förmlichkeit sprach.
Da ist eine Schuld, die ich zu begleichen habe. Auch wenn ich noch nicht weiß, wie.
Sei es eine Wiedergutmachung.

Die einen sagen, ich sei dort, wo ich hingehöre. Die anderen locken mich fort.
Ich sehe meinen Platz nur in der Freiheit und weiß diesen Platz doch nicht zu benennen. Doch sehe ich die mir gegebene Freiheit, die Entscheidung allein zu treffen.

Welche auch immer ich treffe, stets bleibt die Schuld.



Das Tagebuch wurde geschlossen und versiegelt. Wie so oft.
Neugier wäre tödlich.
Die Akten hatten sie wieder ordentlich auf ihrem Schreibtisch gestapelt. Lediglich die beiden Wappenröcke lagen noch auf dem Boden.
Sich in ihrem Sessel zurücklehnend, richtete Liyaniel den Blick stirnrunzelnd darauf.
Es hatte ihr missfallen sie auf dem Boden vorzufinden, als sie am Morgen ihr Arbeitszimmer betreten hatte. Dennoch fiel es ihr schwer, diesen Umstand zu ändern.
Nun saß sie dort, blickte mürrisch darauf und tippte mit den Fingern auf die Armlehnen.
Viel zu lange. Der Tee in ihrer Tasse war bereits erkaltet.

Mit einem leisen Seufzen erhob sie sich schließlich und überwand die Distanz mit wenigen Schritten. Das Wappen der Akademie wurde angelegt. Zeit für die Arbeit.
Das andere hingegen erfuhr weniger ihrer nüchternen Handgriffe. Gar liebevoll wurde es aufgehoben, der Staub vom schwarzen Stoff gestrichen, auf welchem in rot ein Totenkopf mit überkreuzten Dolchen zu erkennen war. Das Wappen der Brigade. Viel zu groß für die zierliche Elfe.
Fein säuberlich faltete sie es zusammen und legte es wieder ordentlich auf ihrem Schreibtisch ab.
Unmöglich, dass es herunter gefallen war.
Eine letzte zärtliche Geste, die jenem Wappen galt. Ein sachtes darüber streichen, während sie bitter lächelte.


Belore… der Kreislauf schließt sich abermals.
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 749
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Sa 9 Jul 2016 - 19:23

Sie sah sich selbst sitzen.
Die dreckigen Fußsohlen über den Knien auf dem weichen Leder der Elfenkleidung und den Kopf geneigt, konzentriert auf das Führen der Schreibfeder, ohne zu fest aufzudrücken in der freudigen Aufregung, mit der es sie drängte, mehr Worte auf Papier zu bringen, als es ihrer schreibfaulen Hand lieb gewesen wäre.
"Ihr sitzt wieder krumm, Fräulein Galdafei." hätte Magus Morgentau gesagt.
"Ich hatte Euch gesagt, wahrhaftig, ich lege Euch über's Knie, wenn ich Euch noch ein einziges Mal ohne Schuhe sehe." konnte Rachnel die Worte der Erzmagierin Vermilion geradezu hören.
Mitten in der urwüchsigen Wildnis, dem Urwald eines fernen, exotischen Landes zu sein, hätte daran wohl nichts geändert. Im Nachhinein brachte es Rachnel zum Lächeln.
Auf dem Platz, den sie von ihrem Fleckchen vor dem Elfenzelt überblicken konnte, hatte sich eine Lehrgruppe Magieschüler zusammengefunden und lauschte den Worten ihrer Meisterin. Rachnel kannte den Namen der Shen'dralar nicht, die zwischen ihrem Publikum durch die Reihen wanderte, während sie sprach. Nie streifte ihr Silberblick die unscheinbare Menschenfrau, während sich Rachnels Bernsteinaugen vom Schreiben ablenken ließen.
Kein Wort der darnassischen Lektion verstand sie, aber es weckte eine Neugier, Gier, sich die Wunder schon nur vorzustellen, von denen hier gelehrt wurde.
Der Gedanke fand in weit unverfänglicher Form seinen Weg in die Zeilen an den Geliebten und die Freunde, als Rachnel mit dem Brief fortgefahren war...




In der ganzen Überfülle an Magie und Traumhaftem will ich dir aber von den kleinen Wundern unter den Hochgeborenen erzählen.
Wie wenn der Elfenschmied arbeitet und für einen Moment, nur ganz kurz, die Funken nach seinem Hammerschlag in farbenfrohem Pink und Blau leuchten.
Oder wie wenn ich eine Libelle über dem Tümpel beobachte und sie sieht aus wie schwebend. Ihre Flügel sind so schnell, dass du sie nur hörst, aber nicht siehst, wenn das Licht nicht gerade glücklich fällt. Und wenn dann ein Fisch doch nach ihr schnappen will, ist sie längst weg.
Wasser trinkt man hier mit großen Muschelschalen oder Blättern aus steinernen Brunnen. Ich glaube, es ist beschworen. Ich habe nie süßeres, belebenderes Wasser getrunken. Dabei ist es doch nur, naja, Wasser.
Und...
Aber das größte Wunder – und wirklich, er ist riesig – ist Arcosin. Stell dir einen der Baumwächter aus Darnassus vor. Die richtig großen, die Urtume. Versuch es zu glauben, aus ihm wachsen die größten Arkankristalle, die ich je gesehen habe. Ungeschliffen und etwas matt, aber ganz ohne Zweifel „arkanenergetisch“ (Ja, ich lerne auch hier) geladen. Ich glaube sogar, dass Arcosin sie aus sich selbst entstehen lässt. Und ich dachte, die großen Baumhirten wären eine sehr druidische Sache. Die Elfen in Darnassus schienen das auch so zu sehen. Ihnen würden die Augen übergehen, wenn sie von Arcosin hörten.
„Arkanwächter“ nennen sie ihn hier. Er selbst redet nicht viel, aber er muss schon vor der Enklave hier gewesen sein, glaube ich. Woher er gekommen ist, verrät niemand. Genausowenig, woher Estulan kam. Ruinen gibt es genug in Feralas. Und er muss sehr alt sein. Aber alle Elfen sind nunmal sehr alt. Also was heißt das schon.
Den prächtigen Estulan haben wir jedenfalls noch nicht gesehen.
Merwyn, der doch erst gar nicht herkommen wollte, sieht aus als würde er sich unter den Elfen langsam richtig wohl fühlen. Wahr ist, dass ich ihn lange nicht mehr so gelassen und friedlich gesehen habe wie hier und in den letzten Tagen.
Nevex hätte seine wahre Freude an den Arkanstrukturen hier. Wie viel wir uns für die Lerngruppen hier hätten abgucken können. Ansonsten ist es so schrecklich hochgestochen elfisch hier, es würde unseren lieben Freund in ständige Verwirrung stürzen. Ich vermisse es aber doch ein wenig, mit ihm zu Beobachten und Auszuhecken. Merwyn hat für solchen Schabernack zu viel, oder zu wenig Interesse an den Elfen. Je nachdem.
Mit Lady Jyrael tauscht er...



Vom steten Schunkeln des Pferdeganges im Sattel im schwülwarmen Dauerregen von Feralas' Regenzeit in einen Dämmerzustand gewiegt, wandern die Gedanken der Arkanadeptin von dem nun seit Tagen gleichen Bild am Wegesrand wenige Tage zurück. Und dann noch weiter, zu den Daheimgebliebenen in Sturmwind. Wo der Küstenwind die Sommerhitze ertäglicher macht und der Magierturm so hoch in den Himmel vorstößt, dass sich im weichen Gras zu seinen Füßen letztlich immer ein Plätzchen Schatten finden ließ.
Die mal tiefen, mal vertrauten Stimmen des gedämpften Gespräch der Männer in Rachnels Begleitung ist willkommene Untermalung. Säße Rachnel nur fest im Sattel, längst wäre sie vor Reiseerschöpfung eingeschlafen.
Mit einem müden Blinzeln linst die Frau einmal voraus. Bald. Bald wäre die Grenze erreicht und es gäbe neues Land zu bestaunen. Und Neues den Freunden daheim zu berichten.
 
Nach oben Nach unten
Nevex

avatar

Anzahl der Beiträge : 678
Anmeldedatum : 07.05.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 17 Okt 2016 - 11:28

Papier, Tinte und etwas Ruhe. Es war gut wieder in Sturmwind zu sein, auch wenn die vielen Gedanken die ihn die letzten Wochen permanent plagten und die auf Papier gebracht werden wollten einfach nicht kamen... Oder wenn sie kamen verstand er sie nicht alle sofort ganz. Er schmunzelte leicht- Da wünschte man sich glatt wieder durch finstere Mogumagie entkörpert zu werden. Nicht wirklich, aber der Hauch von Sehnsucht nach der Klarheit der Geisterebene, auf der er sich bewegt hatte, war schon amüsant genug. Wobei die Klarheit selber ja vielleicht auch garnicht von da kam, sondern von Jinyumagie, wenn er Olivia da richtig verstanden hatte... Er würde ja nachschlagen, aber die passenden Werke hatte er wohl in seinem Arbeitszimmer... und da war kein herankommen. Dämonen...

Er schüttelte sich leicht. Egal, die Ideen waren ja nicht falsch, Dämonen könnten die Akademie schon unterwandern, wenn sie wirklich über die Welt hergefallen waren und den König getötet hatten und so weiter und ein Magier der in dieser Phase verschollen war war ein natürlicher verdächtiger... aber es war schon sehr unpraktisch. Naja, er würde ja wohl zumindest bis zur Untersuchung mit dem Warteraum auskommen... Es gab ja genug Geistererfahrungern nieder zu schreiben. Auch wenn er vielleicht erwägen sollte den Zauber zum durchsuchen der eigenen Erinnerungen von dem er einmal gelesen hatte zu lernen, wo war der noch...

Ach, das würde sich alles schon finden. Vielleicht sollte er sich auch selber mehr Sorgen machen. Wenn nicht für sich selbst, dann für Olivia... Der Ausflug war ja nicht gerade gelaufen wie geplant. Auf sehr einschneidende Weise... und sie war noch sehr jung... es wäre kein Wunder, wenn sie die Erfahrungen verändern würden. Erfahrungen, die sie ihm nur ansatzweise mitgeteilt hatte. Sie war auch nach seiner Rettung eher schweigsam gewesen...

Wie auch immer, sie würde damit umgehen müssen. Ob nun ein Fehler seinerseits, oder, wie er eher vermutete, eine Wechselwirkung mit dämonischen Energien bei der Ankunft der Legion seine Versteinerung ausgelöst hatten, das wären nunmal beides Dinge die Olivia in ihrem weiteren leben wohl noch öfter begegnen konnten... Hoffentlich zerbrach ihre fröhliche Grundnatur nicht daran. Oder ihre Neugier. Oder ihr Enthusiasmus... Er lächelte schief und legte die Feder ab, schreiben würde er wohl gerade ohnehin nicht viel. Eigentlich wollte er garnicht, dass die junge Frau sich veränderte aber seit wann wurden Leute dazu gefragt? Zumindest war sie gesund und munter zurück gekommen. Und sie hatte sogar Erfolg gehabt. Sie hatte ihn gerettet und technisch gesehen war er ja schon eine Figur in einer Position zu der sie unter gewissen Bedingungen vielleicht manchmal aufgesehen hatte. Vielleicht wirkte sich das ja sogar positiv auf sie aus. Zu düster sah ihre Brüterei auf der Rückreise nicht aus... oder?

Es war nicht so als wäre die Tückreise so viel Zeit gewesen. Nachdem er und Olivia beide wieder auf den Beinen waren ging es recht schnell nach Hause. Er hatte sich bei den Pandaren informiert, ob denn in nächster Zeit Schiffe zu erwarten gewesen waren... und dann direkt erfahren, dass wegen der Invasion nur der nötigste Versorgungsverkehr herrschte. Oder fast nur. Und dann musste die Heimreise eben magisch geschehen... Von Trinsy hatte er den Teleport-Ring gehabt, der ihn zusammen mit Olivia in ihr früheres haus in Dalaran brachte... und fand sich dann mitten an der Front wieder, in einer Stadt mit Ausblick auf die schlimmste Teufelskorruption die er je gesehen hatte. Ein Glück, dass der Zauber das relokalisierte Dalaran überhaupt gefunden hatte... da musste irgendeine Art Umleitungszauber aktiv sein, die Magier wollten wohl nicht dass nicht informierte Magier aus Versehen in Nordend in den Tod stürzten...

Naja, dafür wurden die Sicherheitskräfte da schnell auf die "Eindringlinge" aufmerksam... das musste man den Kirin Tor lassen, sie arbeiteten schnell und Effektiv gegen Korruptionsverdacht in den eigenen Mauern... und nutzten Analysezauber deren Konzept er nicht ganz verstanden hatte, die sich aber bisweilen so anfühlten als würde seine Aura geknetet, umgestülpt und sonst wie rigeros herum gewälzt. Zwei Tage wurden sie festgehalten und von verschiedenen Magiern untersucht, bis die Kirin Tor zufrieden waren... und dann hatte er einen weiteren Tag gebraucht, bis er einen Transport nach Sturmwind organisieren konnte. Offenbar war man nicht so glücklich mit der Idee potentielle Streitkräfte gehen zu lassen. Man hatte ihm nicht direkt einen Posten bei den Kirin Tor angeboten, aber zumindest wurde angeboten, dass er für sie kämpfen könne und dass sie Probleme mit Sturmwind schon regeln würden. Offenbar eine Position mit hervorragenden Aufstiegschancen. Am Ende hielten sie ihn vielleicht für ein wenig dumm, aber es war schwer zu allem nein zu sagen, oder sonst wie abzulehnen, da war er ein wenig in die nervöse Einsilbigkeit verfallen... Wer weiß, vielleicht hatte ihn das auch nur gerettet, irgendwann half man ihnen ja auf dem Heimweg. Hoffentlich hatte Olivia nicht ähnliches durchmachen müssen, sie sagte zumindest nichts davon. Wobei ihre Situation ja ohnehin etwas anders war als frischer Lehrling. Naja, nicht so frisch, er hatte einiges mit ihr nachzuholen..

Auch ein Thema für ein andermal. Auch wenn es gerade nicht wirklich wichtig war, ob er Zeit verschwendete, immerhin stand ihnen beiden jetzt der selbe Analyseprozess bevor den er schon in Dalaran hatte, oder ein ähnlicher... hoffentlich nicht noch unangenehmer.Und danach bestimmt Berichte was passiert war... Aber auch das würde enden... und danach hätte er hoffentlich Zeit für die passende Dokumentation seiner Erfahrungen. Oh, und Olivias Unterricht...
 
Nach oben Nach unten
Nevex

avatar

Anzahl der Beiträge : 678
Anmeldedatum : 07.05.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 9 Nov 2016 - 20:38

ooc: So, das...wird ziemlich sicher nicht mein schönster ic-Post gewesen sein, ich sollte mir das dringend nochmal durchlesen wenn ich konzentrierter bin, aber bis dahin poste ich es schonmal... Löschen kann ich es wohl immernoch.



Das Glas war nicht völlig durchsichtig, man konnte darin Ringe um Ringe erkennen, wenn man nur nah genug hinschaute. Die kleinen Unebenheiten, die der Glasbläser bei der Ausübung seiner Kunst nicht vermeiden konnte. Stellen, an denen sich Blasen bilden wollten und nur knapp verhindert worden waren. Hier und da war das Glas ein wenig dünner als an anderen Stellen. nichts, was jemals seine Funktion einschtänken würde, aber gerade genug um wahrnehmbar zu sein. Selbst der langsame Kampf gegen die Gravitation war absehbar. Es war zu erahnen, wie das Glas in gletscherhafter Langsamkeit versuchte wie andere Flüssigkeiten zu zerfließen. All das und mehr zeigte sich durch kleine Reflexionen und Brechungen, ein schimmern hier, ein schimmern dort, ein veränderter Blickwinkel auf das was dahinter war, was selber gerade völlig unwirklich wirkte...

Die kleine, leere Phiole war mehr als genug um in der Komplexität seiner Wahrnehmung die Gedankenwelt des Gnomes gänzlich zu erfüllen und keinen Raum für andere Gedanken zu lassen. Dieses kleine Stück Realität reicht aus, um den Rest seines Geistes zur Ruhe zu bringen. Die Fixierung der Wahrnehmung würde alles was in ihm vorginge gut erkennbar machen, wenn der Gnom langsam wieder die Ablenkungen in der Welt außerhalb der Phiole hinein ließ. Die Unzähligen Verwirrungen und Eindrücke des Tages würden sich der aktiven Ordnung der Meditation fügen müssen.

Aber noch nicht. Keine Gedanken. Nur die Wahrnehmung... nur das Fläschchen... Nein, nicht nur das Fläschchen. Je weniger er den Rest der Welt wahrnahm, desto klarer war auch das pulsieren in der Entfernung. Nicht direkt in der physischen Welt, sondern ein Eindruck, der viel mehr über seinen Geist direkt weitergeleitet wurde. Die Leylinien. Und natürlich waren sie da. Und natürlich wurden sie wahrgenommen. Natürlich brachte die Meditation den Magier näher an die Quelle seiner Macht. Natürlich war die Konzentration der Meditation Vorraussetzung, für den kontrollierten Zugriff. Und natürlich war hier die Verlockung nicht zu leugnen. Der Gnom kannte die Macht, die ihm dort zur Verfügung stand, mehr noch, die Extase, wenn er sie berühren würde, sie durch sich fließen lassen würde, sie nutzen würde um der Welt seine Wünsche aufzuzwingen, sie so gut oder schlecht zu machen wie er wollte... Er musste den Fluss nur zulassen. Es brauchte kaum einen Gedanken für den geschulten Geist...

Nevex schreckte heftig zurück, die Pose die er für die Dauer der Meditation gehalten hatte aufgebend und das kleine Tischchen vor dem er saß zum schwanken bringend. die kleine Phiole fiel klirrend auf den Boden und zerbrach. Er schloss die Augen und ein frustriertes, quietschiges Geräusch kam über seine Lippen. Ein heftiger Tritt folgte und der kleine Tisch fiel um und rollte ein Stückchen im Halbkreis, bevor er liegen blieb. Nicht sehr befriedigend. Die Frustration blieb. Natürlich tat sie das. Was sollte er auch dagegen tun, wenn die Meditation mit der er damit umgehen wollte ihn selber nur noch verwundbarer dafür machte? Und nach dem unsanften Ende der Ruheübung waren seine Gedanken wirrer als vorher. Und der Wunsch einfach nachzugeben stärker als vorher.

Dabei war es noch nichtmal eine ganze Woche, seit er zu zaubern aufgehört hatte. Warum war das so ein Problem? Er war sich immer sicher gewesen, dass er seine Magiewirkung im Griff hatte, dass er aufhören könnte wenn es nötig wäre... so war es früher immer gewesen. Damals hatte er Monate ohne Magie verbracht und es kaum bemerkt. Er schnaubte und ließ sich auf den Boden pulmpsen. Gut, er war soweit dass er das offensichtliche erkannt hatte. Die Lage hatte sich geändert. Der Griff der Magie... der Griff der Sucht um ihn war stärker als früher. Und wenn er das ändern wollte, müsste er das hier durchhalten.

Wenn er das ändern wollte. Langsam richtete er das kleine Rundtischchen wieder auf und suchte kurz mit dem Blick nach Kratzern am Rand. Da war vermutlich das größere Problem. Er wollte es nicht wirklich ändern. Vermutlich, zumindest war sein Verhalten nicht mit dem ehrlichen Wunsch kompatibel es zu ändern... Aber egal ob er es wollte, er konnte es ohnehin nicht wirklich. Seine Aufgaben hier waren magisch, seine Forschungen brauchten ständig Manaflüsse und all das würde ihn ohnehin wieder zu seinem jetzigen Zustand zurückholen, nachdem alles hier vorbei war. Sein aktuelles Leid war sinnlos.

...die kleine Stimme die ihm an dieser Stelle sagte, dass es sicher nicht sinnlos wäre zu zeigen, dass er selber die Magie beherrschte die er benutzte und nicht umgekehrt die Magie ihn beherrschte, dass das Zeigen von Willenskraft als Akt an sich Zeichen des stabilen Magiers war, war in den letzten Tagen immer leiser geworden. Oder nicht leiser, das Rauschen der Leyflüsse war lauter und verdrängte die Geräusche. Er schüttelte den Kopf. Was für ein Unsinn, er hörte keine Stimmen und die Leylinien machten keine Geräusche. Und die Metaphern machten es nur noch schlimmer. Wenn seine Rationalität von seinen Bedürfnissen übermannt würde, wäre es keine physikalische Notwendigkeit, es wäre seine persönliche Schwäche. Nicht, dass er ein Problem mit Schwäche hatte, aber das war ein Bereich in dem er sie sich nicht erlauben konnte. Denke immer an Korruption. Bedenke, was aus dir werden könnte..

Er schenkte sich ein Glas Wasser aus der Karaffe am Schreibtisch ein und nahm einen Schluck. Das half natürlich auch nicht, aber die Geste war schon irgendwie beruhigend. Er schüttelte den Kopf. Das war einfach der falsche Zeitpunkt für Magieabstinenz. Das hätte er der Hochmagierin so sagen sollen. Es konnte nirgendwo hin führen. Und der Entzug konnte nicht gerade beruhigend für seine Seele sein. Und darum ging es doch bei dem Ganzen Verzicht, nicht? Es war keine selbstauferlegte Kontrollübung, es war keine Prüfung, die ihm auferlegt wurde, es sollte eine Entspannung seiner Seele sein, so wie Ezzlin es ihm empfohlen hatte. Und das war es ja wohl nicht, wenn er hier ständig kämpfen musste!

Er sollte nochmal mit der Hochmagierin darüber reden. Ja, das war gut. Ein wenig zaubern könnte nicht schaden, im Gegenteil, es würde gerade helfen! Testen ob er ohne Magie leben konnte könnte er auch ein anderes Mal. Sollte er, ja, sollte er vermutlich, aber nicht jetzt. Morgen früh würde er zur Hochmagierin gehen. Oder...

Nevex schloss die Augen, atmete tief durch... und mit einem kleinen Mentalen Ruck zog er etwas Mana aus der nächsten Leylinie. Einen Moment lang sammelte er die Energie nur in seinem Zentrum, das Gefühl ihrer Nähe genießend, das Gefühl unendlichen Potentiales. Die Erleichterung, dass er es wieder hatte. Er streckte eine Hand aus und setzte das kleine bisschen Macht in Licht um, Seine Hand strahlte, sein Arm strahlte, sein Körper strahlte und in dem Moment konnte er sich wieder komplett fühlen. Und was würde so ein kleines bisschen Magie schon schaden? Er atmete zufrieden und tief, während die Energie seinen Körper verließ. Und sobald sie verschwunden war verschwand alles Gute daran mit ihr und zurück blieb nur ein vager Sinn von Schuld. Und eine Lust auf mehr...
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 11 Nov 2016 - 11:55

Einmal atmete der dunkelhaarige Mann noch aus, ehe er seinen Geist aus der Tiefe auftauchen ließ, in der selbst seine Gedanken und Gefühle einer entfernten Gespensterwelt glichen. Bevor Arcaynas seine Augen öffnete, legte sich der Mantel der Sorge auf seine Schultern. Sorge um seine Verlobte, seit vier Monden hatte er weder etwas von ihr oder Merwyn gelesen oder gehört. Dennoch hatte er die Hoffnung, dass die Magierin McHannigan, Merwyns Tante, Informationen für ihn hatte, schließlich gab es kaum einen anderen Grund, warum sie gerade nach ihm verlangen sollte.
Mit einem Kopfschütteln wischte der Gilneer den Unmut gegen Magus Carter beiseite und blickte zu den Pflanzen, die sein Zimmer zierten. Ihre Blütezeit war längst vergangen und der intensive Geruch ihrer Blüten erfüllte nicht mehr sein Zimmer.

Es gab andere Wege, um nach Desolace zu gelangen, jedoch waren die Angriffe der brennenden Legion nur einer der Gründe, die ihn zurück hielten, diese wirklich in Betracht zu ziehen.
Sein Augenmerk wandte sich der Phiole mit der schweren Tinte zu, die ihm als Zauberkomponente diente. Dies war bisher der komplizierteste Zauber, den die Hochmagierin Waldesruh ihm zum Selbststudium übergeben hatte. Dennoch kam der Novize mit zufriedenstellendem Tempo voran. Nur noch ein halbes Jahr dachte er. Sein derzeitiger Stand als Novizensprecher war bereits für einige der Adelssprösslinge ein Dorn im Auge oder gar eine Kränkung. Nicht nur das Geburtsrecht brachte einem Privilegien ein.

Arcaynas erhob sich und griff nach seinem Rapier, während seine Gedanken sich dem Gespräch von Thurelion und Niennas zu wanden, sowie dem "Anschlag" des Tirisgarde-Magiers Kelen. Noch war es nicht sicher, dass der Novize und sein Mentor bald den Weg über das Rotkammgebirge in den Dämmerwald einschlagen würde.
Mit dem Schließen seiner Zimmertür ließ er auch diese Gedanken wieder in den Hintergrund rücken.
 
Nach oben Nach unten
Niennas

avatar

Anzahl der Beiträge : 26
Anmeldedatum : 11.06.16

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 30 Nov 2016 - 2:05

Mürrisch und frierend rollte sich der Rotschopf unter seiner Decke zusammen. Die schlechte Laune trieb wie eine dunkle Wolke um ihn und erinnerte ihn daran, wie sehr Kälte, Müdigkeit, die Schmerzen im Bein, Hunger und Erschöpfung sein Gemüt plagten. Zu allem Überfluss schnarchte Katharia so laut, dass er kurz glaubte sie wolle vielleicht wilde Tiere damit abschrecken indem sie selbst eins miemte.

Das Glück war nicht auf ihrer Seite, obwohl im Wald von Elwynn und im Rotkammgebirge noch alles zu ihren Gunsten verlaufen war, sah man davon ab, dass er dort in der Taverne geschlafen hatte wegen des Zwischenfalls Zuhause. Kaum waren sie der Straße durch den Wald gefolgt und hatten das arg ausgemerzte Dunkelhain hinter sich gelassen, verfolgte sie nur noch blankes Pech. Vielleicht hätte er mal auf die hübsche Gastwirtin hören sollen. Zu allererst brauchten sie ewig, um die Hütte des alten Magiers zu finden und zu aller Übel war er nicht mal da gewesen. Angesichts des Staubes kam Niennas die Frage auf, wie lange dieser wohl schon nicht mehr da war.
Dieser war auch nach mehreren Stunden des Wartens noch nicht aufgetaucht, dafür andere Gesellen in Form von drei Skeletten, derer sich Katharia kurz und schmerzlos annahm.
Sie warf zum Rückweg hin den Vorschlag ein, der Straße weiter zu folgen, denn so kämen sie am schnellsten nach Westfall und würden weniger durch den Dämmerwald reiten müssen, denn weiter warten wollten sie beide nicht – kurz darauf stießen sie dafür mit einem Worgrudel zusammen. Vor der ausgehungerten Wildnis wurde man ja auch noch gewarnt. Machte es aber nicht besser, denn der eigene blöde Gaul türmte sich vor Schreck auf, warf seinen Reiter ab und düste davon, während eins der Drecksviecher nach seinem Bein schnappte.
Und um nicht als Worghappen zu enden musste, er auch noch Magie wirken, was sich nach der langen Weile als fürchterlich anstrengend erwies – selbst, wenn sich das Wirken in dem Moment wieder fantastisch anfühlte und ihm Lob seitens seiner Begleitung einbrachte. Nach dem Zwischenfall mussten sie feststellen, dass ihnen ein Pferd, Proviant und die sonstigen Sachen des Rothaarigen abhandengekommen waren, sehr zu dessen Missfallen. Zum Glück hatte man wenigstens die wichtigen Dinge in der Umhängetasche aufbewahrt.
Direkt griff man auch in diese und zog das alte, braune Lederbuch raus zur näheren Betrachtung raus. Von außen sah es wirklich harmlos aus, aber als sein ehemaliger Lehrling hatte Niennas natürlich sofort erkannt, dass es sich um nichts anderes handelte, als das Zauberbuch des Alten. Die ersten Stunden hatte er sich wirklich schlecht gefühlt, es einfach eingesteckt zu haben, aber wenn der Magus nicht mehr da war, sollte es lieber nicht unaufbesichtigt herumliegen.
Mittlerweile war er schon so weit, dass er - wie jetzt – einen Blick riskierte. Zum Glück war Magus Mercer nicht wie Magus von der Quell ein Verzauberer. Andernfalls hätte das Buch sicher jeden Versuch unternommen, ihm die Hand abzubeißen, oder sich womöglich in die Luft zu sprengen. Die Hälfte des Buches, wie sich rasch herausstellte, verstand er ohnehin nicht. Wobei recht schnell klar wurde, wie der Magier sein Buch führte. Seine ersten Zauber - also die leichten - standen tendenziell am Anfang, zum Ende hin waren die neuen Zauber notiert. Bei dem Kauderwelsch stieg der Novize nicht durch, geschweige denn erkannte überhaupt die krakelige Schrift, in der die Formeln verfasst waren. Zwar kam ihn einiges vertraut vor, jedoch würde er sich damit daheim und in aller Ruhe befassen.

Murrend wälzte man sich in der folgenden Nacht auf die andere Seite, um die Quelle der lauten Geräusche anzusehen. Katharia schlief scheinbar ziemlich gut und wie ein Stein - worum sie zu beneiden war. Ein einzelner, blutiger Kratzer zierte ihre Wange. Sie war zuvor herumgewirbelt wie ein junger Gott, gehüpft, gerollt, gesprungen und hatte die Gegner innerhalb kürzester Zeit dezimiert. Ob sie das wohl beigebracht bekommen hatte oder es einfach ihr fürchterliches Temperament war? Er konnte sich zumindest keinen Zwerg so rumhüpfend vorstellen und dort hatte sie immerhin überhaupt erst mit dem Schwert umzugehen gelernt.
Seufzend und mit einem schmerzerfüllten Ächzen setzte er sich auf. Durch die lange Warterei und der Tatsache, dass es früher dunkel wurde, mussten sie in Rabenflucht Halt machen und sich über die Nacht in einem der heruntergekommenen Häuser verstecken. Hoffentlich konnte das Getier hier wirklich keine Treppen steigen. Kurz fummelte man in einem Beutel am
Gürtel herum und zog einen kleinen Stein heraus, schloss die Hand um diesen. Vielleicht konnte er die schlaflose Nacht und die Schmerzen mit Meditation überbrücken.
 
Nach oben Nach unten
Laudrin

avatar

Anzahl der Beiträge : 129
Anmeldedatum : 01.11.14
Alter : 24

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 22 Jan 2017 - 12:51

<ein mit einem roten Wachssiegel verschlossener Brief, adressiert an die Akademie der arkanen Künste und Wissenschaften, geht in der Verwaltung des Magierturms ein. Der Zuständigkeit halber wurde dieser an Hochmagierin Waldesruh weitergeleitet>

Hochgeschätzte Hochmagierin Waldesruh,

mein Name ist Leophil Arendale, ich bin meines Zeichens Bruder von Laudrin Arendale sowie Sohn und Erbe des Hauses Arendale von Kirschhain und schreibe folgende Zeilen im Auftrag meiner Eltern, Carsel Arendale, Graf von Kirschhain und dessen Frau Lady Maelina Arendale.
Wir haben Kenntnis davon erhalten, dass die in Eurem Zirkel als stellvertretende Zirkelleiterin beschäftigte Hochmagierin Piix Lexifix bei einer Zusammenkunft Adeliger und Vertretern des Klerus die Magierschaft der Akademie der arkanen Künste und Wissenschaften vertreten hat. Über den Zweck und den Inhalt dieses Treffens liegen uns keine Informationen vor.
Dennoch mussten wir erfahren, dass bei dieser Zusammenkunft Äußerungen von Hochmagierin Lexifix getroffen wurden, die den Adelsstand in unzumutbarer Weise diffamieren und die Magierschaft unserer stolzen Nation durch ungebührliches Verhalten erhebliche Einbußen des Ansehens hinnehmen muss.
Da wir ein solches Verhalten und eine solche Verunglimpfung des Adelsstandes aufs Schärfste verurteilen, sowie Übergriffe auf Adelige Novizinnen und Novizen, zu denen auch Laudrin zählt, fürchten müssen, werden wir unverzüglich Laudrin zurück in den Schoß der Familie beordern und sämtliche Zahlungen an die Akademie einstellen.
Aus sicherer Quelle wissen wir, dass es hierzu noch weitere Beschwerden geben wird, weswegen wir diese Angelegenheit aufmerksam verfolgen werden. Bis diese Angelegenheit geklärt ist, wird Laudrin in Kirschhain verbleiben. Etwaige Korrespondenz bitten wir daher nach Kirschhain zu übersenden.

Hochachtungsvoll
Leophil Arendale von Kirschhain
Kirschhain am 22. Tag des ersten Monats
 
Nach oben Nach unten
Piixy

avatar

Anzahl der Beiträge : 683
Anmeldedatum : 14.07.14
Alter : 30

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 27 Jan 2017 - 21:34

Aus dem Realmforum von letzer Woche, da die Lankesters es offenbar nicht geschafft haben unser Forum hier zu finden oder irgendwem Bescheid zu geben. Wie auch immer.



Archwell schrieb:
Das Magiersanktum Sturmwind erreicht ein Bote, der einen versieglten Brief für - ausschließlich - Hochmagus Lanyia Waldesruh vermitteln möchte.

Verehrte Hochmagus Waldesruh,

ich kontaktiere Euch, um eine Beschwerde gegen Hochmagus Piix Lexifix einzureichen. Selbstverständlich bedaure ich die Tatsache, dass dieses Anliegen unser erster Kontakt und jenes nicht freudiger Natur ist.

Hochmagus Lexifix war bei der Besprechung mit Richter Harp anwesend, welche vor ein paar Tagen stattfand. Ich sehe mich zutiefst entrüstet, dass diese Person als Stellvertretung für das Magiersanktum Sturmwinds erwählt wurde, denn für den Stand der Magier ist dies zweifelsfrei eine beschämende Darstellung gewesen, welche sich nachhaltig auf das Sanktum und den Ruf der Magier im Reich auswirken könnte.

Von einem derart hochgebildeten Stand erwartet man schlicht und ergreifend die Befähigung zum Umsetzen einfachster, standesgerechter Anreden, Verhaltensweisen und Umgangsformen. Eine Adlige von hohem Stand mit „mein Kind“ anzusprechen ist an Beschämung und Dreistigkeit kaum zu übertreffen. Bildung verpflichtet im Adel sowie im Magierstand, zu wohlweislich überlegtem Sprechen und Handeln. Diese Erwartung stellen seit jeher nicht nur die Bevölkerung an jene, sondern auch das Königshaus.

Die Begründung voran zu tragen, dass man sich dem Pragmatismus und schnellen Lösungsfindung verpflichtet fühlt und daher auf allzu reiflich überlegte Anrede verzichten möchte, ist untragbar. Insbesondere, wenn anstatt des Titels einer Lady, „mein Kind“ voran getragen wird, sprechen wir lediglich von despektierlicher Haltung, statt von Zeit- und Aufwandsersparnis.
Ich möge scharf daran erinnern, dass der Adel fester und auch essentieller Bestandteil des Sturmwinder Reiches ist, ebenso wie die Gattung der Magier. Angesichts der Tatsache, dass die Magier in der Bevölkerung nach wie vor mit Vorsicht und Argwohn betrachtet werden, sollte es im höchsten Interesse des Magierstandes sein, zumindest die Beziehungen zum Adel sorgfältig und respektvoll zu behandeln.

Ich empfehle Euch daher, Hochmagus, dringlichst die eigenen Reihen auf solche Inkompetenzen zu prüfen und zu beseitigen. Ob Wille oder nicht – ein jeder Magier wird hinsichtlich Ruf und Wertung, allzu gern als Teil des Ganzen beurteilt. Ein beschämendes Urteil könnte also womöglich für den ganzen Stand gelten.

Mit höflichen Verbleib,

James J. Archwell
Delegat und Berater des Hauses Lankester

_________________
Egal um was es geht, schreibt mir eine PN. Die bekomme ich als push aufs Handy und kann schneller drauf antworten wie mich irgendjemand im Spiel erwischen kann.
 
Nach oben Nach unten
http://sanktum-sturmwind.forumieren.com/h1-terminplaner-piix
Piixy

avatar

Anzahl der Beiträge : 683
Anmeldedatum : 14.07.14
Alter : 30

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Sa 28 Jan 2017 - 14:58

<Ein schlohweißer Brief mit dem Siegel der Hohen, königlichen Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften zu Sturmwind wird persönlich per Handkurier überbracht. Bricht man das Siegel entfaltet sich ein in königsblauer Tinte handgeschriebener Brief auf dickem Büttenpapier der dem filigranen Schriftbild nach aus der wohlgeübten Feder einer Hochelfin Silbermonds stammen könnte.>

Zitat :
Mit den ergebensten Grüßen sei dieses Schreiben gerichtet an seine Hochgeboren, Carsel Arendale, Graf von Kirschhain und die Lady Maelina Arendale. In Vertretung gerichtet an Leophil Arendale, Erbe des Hauses Arendale von Kirschhain.

Mit tiefstem Bedauern und der größten Scham mussten wir von den Vorfällen erfahren, die sich zu besagter Zeit bei besagtem Treffen zugetragen haben. Die Hohe königliche Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften muss sich in aller Form und Demut für das untragbare Verhalten und die Äußerungen von Hochmagierin Lexifix entschuldigen. Wir versichern seiner Hochgeboren, dass bereits stringente Maßnahmen ergriffen wurden um solches Verhalten in Zukunft im Keim zu ersticken und Hochmagierin Lexifix im vollen uns zur Verfügung stehenden Umfang instruiert und gemaßregelt wurde. Mit Bedauern müssen wir zum Schutz der Integrität des Adels von Sturmwind darauf verzichten genauere Details zu den vorgebrachten Vorfällen und Konsequenzen zu nennen. Wir bitten daher vielmals um Euer gnädiges Verständnis und eure Nachsicht in dieser Sache.

Natürlich ist es nur angemessen, dass ich mich auch persönlich für mein untragbares Fehlverhalten in allergrößter Demut entschuldige und um Eure gnädigste Nachsicht bitten. Ich versichere Seiner Hochgeboren, dass ich mich nach Leibeskräften darum bemühen werde dem Namen der Hohen königlichen Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften keine weitere Schande zu bereiten.

Wir verbleiben mit den demütigsten Grüßen.

Hochmagierin Piix Lexifix
- Verwaltungsrätin im Zirkel von Hochmagierin Lanyia Waldesruh an der Hohen königlichen Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften zu Sturmwind

Hochmagierin Lanyia Waldesruh, Markgräfin von Heinborn
- Zirkelleiterin der Hohen königlichen Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften zu Sturmwind




<Ein schlohweißer Brief mit dem Siegel der Hohen, königlichen Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften zu Sturmwind wird persönlich per Handkurier überbracht. Bricht man das Siegel entfaltet sich ein in königsblauer Tinte handgeschriebener Brief auf dickem Büttenpapier der dem filigranen Schriftbild nach aus der wohlgeübten Feder einer Hochelfin Silbermonds stammen könnte.>

Zitat :
Mit den ergebensten Grüßen sei dieses Schreiben gerichtet an seine Hochwürden Bernhold Lankester. In Vertretung gerichtet an James J. Archwell Delegat und Berater des Hauses Lankester

Mit tiefstem Bedauern und der größten Scham mussten wir von den Vorfällen erfahren, die sich zu besagter Zeit bei besagtem Treffen zugetragen haben. Die Hohe königliche Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften muss sich in aller Form und Demut für das untragbare Verhalten und die Äußerungen von Hochmagierin Lexifix besonders gegenüber Lady Theresia Lankester entschuldigen. Wir versichern seiner Hochwürden, dass bereits stringente Maßnahmen ergriffen wurden um solches Verhalten in Zukunft im Keim zu ersticken und Hochmagierin Lexifix im vollen uns zur Verfügung stehenden Umfang instruiert und gemaßregelt wurde. Mit Bedauern müssen wir zum Schutz der Integrität des Adels von Sturmwind darauf verzichten genauere Details zu den vorgebrachten Vorfällen und Konsequenzen zu nennen. Wir bitten daher vielmals um Euer gnädiges Verständnis und eure Nachsicht in dieser Sache.

Natürlich ist es nur angemessen, dass ich mich auch persönlich für mein untragbares Fehlverhalten in allergrößter Demut entschuldige und um Eure gnädigste Nachsicht bitten. Ich versichere Seiner Hochwürden, dass ich mich nach Leibeskräften darum bemühen werde dem Namen der Hohen königlichen Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften keine weitere Schande zu bereiten.

Wir verbleiben mit den demütigsten Grüßen.

Hochmagierin Piix Lexifix
- Verwaltungsrätin im Zirkel von Hochmagierin Lanyia Waldesruh an der Hohen königlichen Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften zu Sturmwind

Hochmagierin Lanyia Waldesruh, Markgräfin von Heinborn
- Zirkelleiterin der Hohen königlichen Akademie der Arkanen Künste und Wissenschaften zu Sturmwind

_________________
Egal um was es geht, schreibt mir eine PN. Die bekomme ich als push aufs Handy und kann schneller drauf antworten wie mich irgendjemand im Spiel erwischen kann.
 
Nach oben Nach unten
http://sanktum-sturmwind.forumieren.com/h1-terminplaner-piix
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 3 Mai 2017 - 23:53

Einen Manageist mit einer Botschaft durch die gesamte Stadt Sturmwind zu schicken war zu riskant. Im oder am Turm einen solchen Boten zu benutzen war sicher, anderer Orts war es das nicht.
Der Magier verstaute den beschwerten Brief und entschwand in die Gassen der Stadt.

Nahe der Altstadt, geschützt vor fremden und neugierigen Blicken, dessen hatte sich der Arkanist versichert, zeichnete er einen Kreidekreis auf den Boden und legte einen kleinen Rosenquarz in dessen Mitte. Seine Finger folgten fließend der Gestik des Zaubers, während seine Lippen die mystischen Worte formten.
Darauf wurde der kleine Kristall von einem schwachen bläulichem Farbton erfüllt, während sich ein ähnlicher Ton auf dem gezogenen Kreis ausbreitete. Der Zauber verzerrte zuerst den Kreis, bevor auch der Rosenquarz dem Zauber zum Opfer fiel.
Anstelle dessen erhob sich nun eine kleine weiß-bläuliche Gestalt aus der ehemaligen Mitten und blickte zum Magier empor. Mit einer kurzen, jedoch präzisen Anweisung übergab der Mann dem Manageist den Brief. Das Wesen nickte und waberte mit dem Schreiben in einer Pranke in die Richtung der Altstadt und deren Gassen.
 
Nach oben Nach unten
Nevex

avatar

Anzahl der Beiträge : 678
Anmeldedatum : 07.05.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 9 Jul 2017 - 15:50

Das Aufräumen dauerte wieder länger als das Ritual selber. Kein Wunder, wenn die die Kerzen seinem Griff auswichen und selbst das Wasser dass die Kreidezeichnungen entfernen sollte eine leichte Farbspur hinterließ. Man konnte damit beeindruckende Bilder malen. Der Gnom war nie ein großer Freund von Kunst gewesen, aber die Vielfalt der Eindrücke hier beeindruckte ihn auf eine Weise wie Bilder es sonst nicht taten...was auch an ihrer vieldimensionalen Qualität liegen konnte.

Immerhin malte er nicht mit Farben, sondern seiner eigenen Aura. Oder vielmehr sah er die Spuren, die seine Aura hinterließ. Technisch gesehen putzte er. Aber die Dämpfe des Rituals und die veränderte Wahrnehmung bei seiner Geistreise außerhalb des Körpers behielten weiter seine Nachwirkungen. Es war halt nur nicht zu leugnen, dass die Erfahrung etwas angenehmes hatte. Wobei es mit Piix dabei wohl angenehmer gewesen wäre, aber die schützte sich natürlich vor den Dämpfen und blieb in ihrem Körper um seinen zu schützen. Wenn man weiß was einen erwartet kann man sich gegen alles schützen, hatte sie gemeint... oder so ähnlich.

Auch wenn sich ihre Rolle als sein Beschützer eher als unnötig erwiesen hatte, aber bei den Risiken des ganzen wollte man ja nicht unvorsichtig sein. Außerdem schrieb sie seine Erfahrungen nach dem Ritual auf, während er noch zu...wuschig war es selber zu tun. Das half auch. Und es war schön mal gemeinsam zu arbeiten. Auch wenn es dafür vielleicht nicht ideal war, dass es nur seine Ziele waren die man hier verfolgte. Vielleicht konnte er danach ja etwas mehr mit der Kommunikationsmagie machen, da wäre ihre Leidenschaft für Sprachen ja vielleicht etwas, an das man anknüpfen konnte...

Er schmunzelte und blieb ein wenig sitzen, während der Raum um ihn herum sanft schwankte. Man konnte es ja auf die Liste setzen. Nach dem Anima auf Pandaria, dem Energieentlager mit Louiza in Darnassus und der Expedition nach Gnomeregan, nebst seiner Vertiefung von Ritualisierungstechniken, Logipps Initiationsversuchen und der beiläufigen Suche nach einer unbenutzten Taschendimension, die zugegeben mehr eine Freizeitbeschäftigung war... Also eher unwahrscheinlich, insgesamt gesehen. Oh, und zuallererst mussten eh seine Experimente hier etwas werden.

Er hatte sich aus der Geistergestalt heute erfolgreich materialisiert, Piix hatte das bestätigt. Und eine Feder bewegt. Also es musste er gewesen sein, Wind oder Luftzug sollte es in den Ritualräumen ja nicht geben dürfen. Er hatte versucht eine Nachricht in den bereitgestellten Sand zu zeichnen, aber das war wohl zuviel gewesen und er hatte heute nichts dazu vorzuzeigen... Alles in allem konnte er aber über seine Fortschritte in der Replikation geisterhafter Fähigkeiten nicht meckern. Und seine Wahrnehmung wurde auch etwas klarer.

Wobei er damit natürlich letztlich nur eine Möglichkeit darstellte, zu prüfen, ob Geister es auch so machen wie er würde wohl einiges an Forschungen an Geistern selber erfordern, die es vermutlich nicht so schnell geben würde... zumal es recht wahrscheinlich war, dass die verstorbenen Seelen nicht so viel Zugrff auf arkane Ressourcen hatten wie er und sehr viel mehr mit Schattenenergien arbeiten würden... Etwas wo er hier wohl nichtmal Interesse zeigen durfte, egal wieviel Verständnis er für die Gefahren zeigte und egal wie sehr er sein rein analytisches Interesse beteuern würde....

Naja, die Regel machte wenigstens Sinn. Und es würde machen sich davon jetzt beschränkt zu fühlen, während er sich von so vielen anderen deutlich dümmeren menschlichen Regeln einschränken lies. Also nach vorne schauen und weiter. Und ob Geister als Thema für ihn langfristig besonders interessant bleiben würden hing ohnehin in einem großen Maß an den Ergebnissen aus Gnomeregan... also kein Grund sich da zu grämen. Er grinste leicht und schaute sich um.

Lieber die neuen Erfahrungen und Wahrnehmungen genießen, solange sie grade da waren.

 
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   

 
Nach oben Nach unten
 
Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 5 von 5Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5
 Ähnliche Themen
-
» Papier-Modelle
» egú - Mode für große
» E-Cards für alle Anlässe
» Aldi-Treckingsandalen Grösse 40 und Esprit-Sneaker braun-Gold, Gr. 39 abzugeben
» die große Andreja

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Magiersanktum Sturmwind :: Das Magiersanktum :: Vorhalle-
Gehe zu: