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 Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag

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Thurelion

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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 28 Dez 2017 - 18:12

Hier nochmal mein IC-Winterhauch-Push aus dem Gildenthread im Aldor-Forum:
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Bedächtig nahm Thurelion von der Quell die bläulich gefärbte Linse aus dem Kästchen und setze sie in das Uhrmacherglas ein, das er sich dann vor das rechte Auge klemmte. Tief beugte er sich über die kleine Konstruktion auf dem Tisch vor sich. Mit einem Klicken rastete er die Linse ein und statt ihm nur die Konstruktion zu zeigen, enthüllte sie ihm nun die eingewobenen Verzauberungen. Feine bläuliche Linien, die das Objekt durchzogen, bei soviel verschiedenen Verzauberungen in den einzelnen Teilen ein nahezu undurchdringbares Gewirr. Das wären viele Stunden Analysearbeit - wenn er nicht selbst der Schöpfer dieses Objekts gewesen wäre. Das war allerdings schon einige Jahre her und so behalf er sich, in dem er immer wieder zur Seite linste, auf seine Aufzeichnungen von damals, noch aus seiner Novizenzeit.

Er hatte es mehr zufällig wiedergefunden, bei der Sichtung seiner Bestände, aber für die aktuellen Umstände erschien es ihm perfekt geeignet. Und so machte er sich an die Arbeit, in dem alten Lehnsessel an seinem Arbeitstisch im Sanktum von Sturmwind, vor ihm neben dem Objekt noch ein Glas Rotwein, seit Beginn seiner Arbeit unberührt.

Verzauberung für Verzauberung untersuchte er das Objekt, jede einzelne analysierend, auf ihre Sinnigkeit und Funktionsfähigkeit überprüfend und nur im Zweifelsfall die Unterlagen zu Rate ziehend. Immer wieder schmunzelte er, amüsiert über seine eigene Stümperei vor über 30 Jahren. Diese Peinlichkeiten würde er nicht so stehen lassen und so macht er sich neue Notizen, was alles auszubessern sei, nachdem das tatsächliche Problem behoben war.

Schließlich fand er es, eine unbeabsichtigte Wechselwirkung zwischen dem Schwebe- und dem Bewegungszauber. Wieder so eine Stümperei seiner Anfängerjahre. Ein wahres Wunder, dass das Objekt überhaupt jemals funktioniert hatte. Die beiden Verzauberungen selbst waren aber auch nicht sonderlich stabil, da musste er in jedem Fall nachbessern. In seiner Jugend damals hatte er seine Fähigkeiten wohl tatsächlich deutlich überschätzt. Aber dennoch, bei der Erinnerung, wie stolz er gewesen war, dass es doch irgendwie funktioniert hatte, musste Thurelion unweigerlich lächeln. Derweil begann er Verzauberungen zu richten, zu stabilisieren und dann die anderen Verzauberungen - soweit nötig - auf einen etwas professionelleren Stand zu bringen. Insbesondere die Illusion war furchtbar, heute würde er sich nicht mehr trauen, so etwas vorzuführen.

Einige Stunden war der Magus beschäftigt. Eine umfangreiche Arbeit, aber keine komplexe, so dass sie begleitet war von Gedanken und Erinnerungen an die damalige Zeit und auch an dieses Objekt. Schöne Erinnerungen, recht nostalgisch, verbunden mit der unangenehmen Bitterkeit, die mit allen seinen Gedanken an die Zeit in Dalaran vor der Zerstörung, an all die Verluste einherging.

Schließlich wurde er fertig, besah sich das Objekt noch einmal von allen Seiten und überprüfte, ob nun alles seinen Vorstellungen entsprach - was es tat.

"Frohes Winterhauchfest.", sprach er und aktivierte damit das Objekt. Die recht grob gehaltene Metallfigur auf dem kleinen Schlitten drehte ihren Kopf zu ihm herum, während sich die Illusion über sie legte und lebensecht wirken ließ. "Frohes Winterhauchfest!", erwiderte der kleine, bärtige Zwerg in rot-weißer Kleidung mit tiefer Stimme, schwang seine Peitsche und trieb die vor den mit Geschenken bepackten Schlitten gespannten Rentiere an, das vorderste mit glühend roter Nase. Der Schlitten hob ab und begann, seine Kreise unter der Decke zu drehen, begleitet von leisem Glöckchenklingeln und dem Knallen der Peitsche.

Sehr zufrieden betrachtete Magus von der Quell sein Werk. Ja, das würde ein geeignetes Geschenk für das Novizenheim abgeben.
 
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Thurelion

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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 9 Jan 2018 - 23:57

Thurelions Beitrag beim Zauberpokal. Aufgabe: Trockenen Fußes über eine Wasserfläche und quer über/unter eine Brücke von einer Plattform zur anderen gelangen. Dabei in jedem Fall zwei zufällig gezogene Gegenstände verwenden.

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22:41:52 [Doodledrat-DieAldor]: *Wer hätts gedacht. Der Gnom mit dem prächtigen Schnurrbart ist zurück. Und dieses Mal fängt der Mechabutler ganz von allein an mit dem Trommelwirbel, sobald Doodledrat dem Magus den Sack entgegen hält. Da wurde wohl ein klärendes Gespräch geführt. Jeder konnte sagen, was er am anderen mag. Und nun funktioniert die Gnom-Mechagnom-Beziehung wieder. Ein aufforderndes Nicken zum Magus und dann darf er zugreifen* Zwei Gegenstände, die es drihiiingenst zu benutzen gilt. Ihr kennt die Aufgabe! Trockene Füße wünsche ich!

22:43:25 [Thurelion-DieAldor]: *lässt seinen Blick die Zuschauerreihen entlangwandern, vebeugt sich dann in Richtung der Ehrentribüne. Er lässt seinen Stab in die linke Hand wechselnd, dann greift er in den dargebotenen Sack*

22:44:20 [Doodledrat-DieAldor]: *Der Magus greift hinein und zieht zuerst ein wunderschönes paar alter Lederstiefel. Deutlich zu erkennen, das die beiden Stiefel am vorderen Ende ein Loch haben. Beide. Wie ungünstig. Aber schön sind sie trotzdem. Aber alt. Mit Loch. Und mit der anderen Hand, greift der Magus sich eine Hand voll Kieselsteinchen. Einfache Steinchen, wie man sie am Ufer eines Fluss finden würde.* Ich wünsche nochmals viel Glück Magus! Und Erfolg!

22:47:54 [Thurelion-DieAldor]: *betrachtet stirnrunzelnd die Steine und die Stiefel in seiner Hand, den Stab nun unter den rechten Arm geklemmt. Eine Weile steht er erst einmal unbeweglich so da, bis er dann aufblickt und an den Rand der Plattform tritt*

22:52:38 [Lodontius-DieAldor]: "Steine und Stiefel - herrje! Was für eine Herausforderung! Deutlicheren Ausdruck kann's ja kaum haben, wenn's Schicksal verheißen will: Du säufst ab, mein Lieber! Hah! Doch ich will euch sagen, Thurelion von der Quell ist kein Mann des Absaufens. Und lachen wird'er vor diesem höhnischen Fingerzeig des Kosmos, der sich da über sein nacktes Haupt herniederwirft! Jawoll! Auf-auf!"

22:54:13 [Thurelion-DieAldor]: *steckt ein paar der Steinchen in seine Robentasche, nimmt nun den Stab von unter seinem Arm in die Linke zu den Stiefeln. Die übrigen Steinchen hält er auf seiner flachen rechten Hand. Er schließt die Augen, spricht die thalassische Zauberformel.
Kalter Dampf scheint von den Steinen aufzusteigen und sie überziehen sich mit Raureif. Mit einer schnellen Handbewegungen wirft er sie auf das Wasser und wo sie die Wasseroberfläche berühren, bildet sich eine Eisschicht, die sich rasch verbreitert und so einen verbundenen Übergang zur Brücke schafft. Nur wohl nicht sonderlich dick, als Thurelion darauftritt, knirscht es verdächtig. Dennoch schreitet er weiter, bis zur Brücke hin. Hinter ihm scheint das Eis aber schon zu bröckeln und bricht ein. Nur direkt unter ihm nicht, da hatte er wohl Glück gehabt*

22:58:54 [Thurelion-DieAldor]: *nimmt nun die Stiefel in die Rechte, streckt sie etwas von sich und murmelt die Beschwörungsformel. EIn kräftiger Wind beginnt zu wehen um ihn herumm, zerrt an Stiefeln, Robe und Bart. Thurelion lässt die Stiefel los, diese bleiben in der Luft schweben, drehen sich herum mit den Sohlen nach oben und schweben etwas hinab. Thurelion tritt nun auf die Sohlen, braucht etwas, um das Gleichgewicht zu finden, wird dabei aber durch die Stiefel selbst unterstützt. Langsam schwebt er auf den Stiefeln nun nach oben über die Brücke bis zu deren anderen Ende. Ein bisschen wackelig, aber sicher.*

23:00:41 [Lodontius-DieAldor]: „Meine Damen und Herren – ich erlaube mir, in dieser Arena des arkanen Kräftemessens, einen Trend zu vermuten. Einmal mehr sehen wir den Gegenstand des Säckels ins Eis getränkt zum Wasser gebettet, damit es dem Magus eine sichere Brücke ist! Wir können freilich nicht behaupten, es sei eine schlechte Idee – vielmehr muss es ja wohl ‚die‘ Idee schlechthin sein, wenn wir sie in so vielen klugen Köpfen entdecken dürfen! Doch obacht – Eis ist ein trügerischer Freund, - besonders frisch und jung auf einem See. Japs-japs! Da sehen wir’s brechen, aber er setzt rüber, was? Ja, er setzt rüber! Weiter, weiter! Auf zu neuen Ufern! Und jetzt die Stiefel – ich glaub’s ja wohl nicht! Da spiegelt er das Geschehen, indem er auf den Sohlen
marschiert – da lach‘ ich, da staun ich, ach! Ovation, er kommt an! Ich seh‘ ihn schon im Ziel!“

23:02:43 [Thurelion-DieAldor]: *macht nun, immernoch über der Brücke schwebend das gleiche Spiel wie vorhin mit den Steinchen. Die Eisschicht bildet sich, diesemal näher zur Brücke hin sogar etwas aufgetürmt, so dass er von den Steifeln hinabsteigen und eine grobe Eistreppe hinunter zur anderen Plattform gehen kann. Die Stiefel schweben ihm langsam hinterher*

23:05:54 [Thurelion-DieAldor]: *auf der anderen Seite angekommen stiehlt sich ein sachtes Lächeln über Thurelions Züge. Er dreht sich herum, neigt wieder den Kopf in Richtung Zuschauer und verbeugt sich wieder zur Ehrentribüne hin*

23:06:05 [Lodontius-DieAldor]: „Und da ist er, wie ich gesagt habe! Freilich – wo hat ich meinen Wettschein einzureichen? Tragisch – ich hab’s vergessen! Aber Applaus für diesen edlen Magier, Lords und Ladies, Herren und Frauen, Burschen und Weiber! Das war nicht nur schön, das war sogar – ja – elegant! Es geht weiter, jetzt hier Schlag auf Schlag – einer nach dem anderen! Wir begrüßen feierlich…!“ <und er wirbelt die Arme herum> „Lady Fiona Astana Wynters! Meine Güte! Magus-Kanzlerin der Markgrafschaft Hohenwacht, Magierin der Kirin Tor und hochgeschätzt im Hause van Haven! Viel ist im Vorfeld über sie gesprochen worden – ja wusstet ihr etwa, dass sie eine außerordentliche Vorliebe für Plüschtiere hat? Ich wusst’s nicht – und Namen gibt sie ihnen. Entzückend, nicht wahr? Lustig wär’s, sie im Säckel zu entdecken – doch ein Orc ist schon vergeben. Mal sehen, mal sehen! Applaus für die Lady! Auf geht’s!“
 
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Thurelion

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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 11 Jan 2018 - 0:20

Und Tag zwei des Zauberpokals

Gruppenaufgabe: Sechs Gegenstände in eine magische Skulptur verbauen.

Das Ergebnis von Thurs Gruppe:

Ein ovaler Sockel aus Eis, in der einen hälfte ein Loch für Rayas Rune. Über der Rune die Flammengestalt, eine Magierin mit wallendem Haar und wallender Robe, die Augen blau leuchtend. Die Rubinkette um den Hals und das kriegsgezeichnete verrußte und gesprungene Monokel vor dem Auge. Die Hände sind erhoben und schleudern einen Feuerball auf die Eisgestalt. Diese liegt am Boden, die eine Hand halb abwehrend erhoben, die andere mit dem Plattenhandschuh auch halb in der Luft, das gerade aus der Hand gefallene Schwert schwebt mit gold-gelbenem Schimmer zwischen Handschuh und Boden. Das Eis vor der Brust ist wie geschmolzen und legt das steinerne Herz frei. Der Mantel ist dem Eiskrieger umgelegt, darauf das Wappen des Scharlachroten Kreuzzugs. In der Nähe der Skulptur ist in der Stille leise Schlachtenlärm zu vernehmen.


Das der Konkurrenz-Gruppe:

Beendet das Weben des Zaubers.. Puff! Da wird die Platform, die einst Stein War, zu Brodelnem Magma... Die Statue steht auf eine Felserhöhung... Das Feuer schlingt sich ein wenig um die Beine und um den Mantel der Eisigen Lady Heltai! Ja, s ist Lady Heltai. Wie, als würde sie Real dort stehen! Es scheint.. Ja, Perfekt! In Heroischer Pose, der Feuer rundet das ganze ab. Sie Trägt den Roten Umhang, dazu die Stoff/LedeR/Platten Rüstung. Das Schwert hält sie Heroisch gestreckt in der Hand. Ein Monokel sitzt der Lady auf dem Auge.. Ja, es hat Stil! Es zeigt, dass die Lady Kraftfoll ist. Sie steht dort mit Monokel an einer Magmagrube! DAS Zeigt stärke! Die Haare liegen perfekt... Die Heroik ist so gut aufgetroffen, das man meinen könnte, man würde dazu nun baldig eine GEschichte Schreiben! Der Mantel flattert heroisch! Ja! Man hat Heltai gut in Szene gesetzt!
 
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Phoebe Roscoe

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BeitragThema: Thalassische Notizen   Sa 30 Jun 2018 - 16:47

Thalassische Notizen

Phoebe saß zu später im Stunde im Novizenwohnheim. Mattes Licht lag in dem Raum und vor ihr, auf dem Tisch, da war ein Buch aufgeschlagen. Das Grundbuch über Phiolen in der Alchemie. Langsam schlug sie eine Seite herum, die Augen schon ganz müde vom vielen Lesen. Da fiel ihr auf wonach sie gesucht hatte. Thalassische Schriftzeichen. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, machte sich die Novizin daran, sich ihren Kohlestift zu nehmen und einen Zettel hinzu zu ziehen. Dort zeichnete sie die feinen elfischen Linien ab und übersetze sich einen kleinen Bruchteil im Kopf. Alles verstand sie wohl nicht, aber das musste sie ja auch nicht. Auch wenn es innerlich ihr Wunsch war und sicher die tiefsitzende Neugierde befriedigen würde, die mehr und mehr in ihr aufquoll.

Magus Graustock hatte sie nicht ohne Grund auserwählt. Daran hielt sie fest. Zusammen, so dachte sie, könnten sie das Geheimnis lüften, welches auf diesem sonderbaren Objekt; dem Amulett lag. Gemeinsam würden sie die Wesenheit verbannen, die daran haften sollte. Langsam legte sie den Stift nieder und betrachtete das künstlerisch anmutende Schriftbild. Sie war zufrieden mit ihrer Arbeit. Das konnte sie auch sein. Das erste Buch wäre damit abgearbeitet, wenn nicht doch noch auf den letzten Seiten etwas stehen würde. Sie sah nach und befand, dass es nichts wichtiges mehr zu notieren gab.

Phoebe schlug das Buch zu und zog es näher an sich heran. Sie betrachtete den Einband und schrägte etwas den Kopf. Forschend las sie erneut den Titel des Buches und verzog dann grüblerisch den Mund: “Wie kommt das…“ flüsterte sie leise, „Wie kommt das nur…was hatte den Magier nur dazu getrieben, seine Schriften über diese Werke aufzuteilen?“ – eine Frage, welche weder vernommen wurde noch durch sich selbst zu beantworten wäre. Ihr fehlte wohl ein Teil des Puzzles, ein kleines Detail. Oder machte sie sich vielleicht zu viele Gedanken? Gut möglich. Sie wird es nicht erfahren – nicht, wenn sie nicht nachfragen würde.

Die olivgrünen Iriden Phoebes streiften durch den Aufenthaltsraum, blieben an Möbeln, Bildern oder auch Bücherregalen hängen, ehe sie wieder auf den Einband zurückfanden. Vielleichte sollte ich Magus Graustock fragen, vielleicht…hatte er selbst noch nicht darüber nachgedacht, was es damit auf sich haben könnte, dass die ganzen Notizen über einzelne – gar zusammenhangslose Werke verstreut sind, dachte sie. “Vielleicht, aber nur vielleicht – hat dies einen bestimmten Grund.“ sprach sie schließlich laut aus, ehe sie Schritte hörte und im nächsten Moment in das fragende Gesicht eines anderen Novizen schaute. “Mit wem redest du da?““Was? – I-oh…mit niemanden.“ antwortete Phoebe schnell und schüttelte den Kopf. Nebenher packte sie ihre Notizen zusammen und verpackte alles in ihrer Umhängetasche. “Gute Nacht noch!“ sprach sie hektisch zum verwirrt dreinschauenden Novizen, ehe sie an ihm vorbei brauste und die Wendeltreppe emporstieg.

Auf ihrem Zimmer angekommen, schloss sie schnell hinter sich die Tür und lehnte sich, den Kopf andockend, dagegen. Ein leises Seufzen entstieg ihrer Kehle und sie wischte sich mit den Händen über die Augen. Langsam wanderte sie auf ihrem Schreibtisch zu, legte ihre Tasche ab und sah dann noch einen Augenblick aus dem Fenster. Verträumt wirkte ihr Blick, ehe sie merkte, wie das fahle Mondlicht langsam durch die Wolkendecke glitt und in den Garten hinter dem Novizenhaus schien. So spät ist es schon, stellte sie erschrocken in ihren Gedanken fest und wieder begann sie zu lächeln. “Wie schnell die Zeit doch vergeht.“, sprach sie leise und schlüpfte aus ihrer alltäglichen Kleidung, warf sich in ihr Schlafkleid, öffnete das Fenster -um der kühlen Nachtluft Einlass zu gewähren und legte sich dann auch in ihr Bett.

Die Decke über den Leib gezogen, lag sie da. Sie lag da und dachte noch einen Moment über den Grund der Notizentrennung nach, ehe ihr müder Blick gen Schreibtisch und Stuhl glitt und sie mit einem leisen Gähnen auch schließlich einschlummerte.
 
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Arcaynas

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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 12 Jul 2018 - 20:12

Der unsichtbare Magier beobachtete die Flugbahn der grünen Sphären, welche von seinem Zauber angezogen wurden. Er hatte nicht mehr viel Zeit für die verbleibenden Dynamitstangen. Er überlegte kurz, während sein Blick über den Mauerbereich um das innere Tor mit den drei verbleibenden Kesseln Seuchengebräu glitt. Die meisten Chancen würde er mit einem letzten Anflug haben in dem er alle verbleibenden Stangen abwerfen würde. Ein tiefer und ruhiger Atemzug, bevor der Sprengstoff seinen Weg in seine Pranke fand. Ein Schnippsen, ein Funke und alle Lunten brannten. Er begann stumm zu zählen.
"Eins."
...
"Dreizehn."
Dann flog er von Süden über das Mauerstück und ließ einzeln den Sprengstoff fallen und flog weiter.
Eine Explosion wenige Meter unter dem Magier erfasste ihn, er spürte, wie sein Manaschild die erste Wucht der Explosion absorbierte, während die Hitze sich durch seine Kleider in seine Haut grub.

Ein hohes Piepsen, gefolgt von Stille und Schwärze für einige Augenblicke. Dann sah er den nahenden Boden des... welchen Viertels?
Mühsam gelang es ihm den Absturz noch zu bremsen. Orientierungslos starrte Arcaynas einige lange Momente noch ungesehen umher. Feindesgebiet. Er musste es wieder verlassen!
Kurz spürte er das beruhigende Pulsieren des Kristalls. Er musste wieder aufsteigen, solange er noch die Kraft dazu hatte. Seine Kontrolle über seine Manövrierfähigkeit war schlechter als zuvor. Der Worgen knurrte zwischen zusammengebissenen Zähnen.

"Verletzt. Feindesgebiet."
Stille.
Wie laut er knurrte, wusste er nicht. Die Dunkelheit begann wieder nach ihm zu greifen, während der Magier noch den schwarzen Schwarm sah, der in hohem Bogen auf die ferne Reihe seiner Verbündeten zuflog.


"Nur noch einen Moment." schoss es Arcaynas durch den Kopf, als die Dunkelheit wieder nach ihm greifen wollte.
"Nur noch..." Stille und Dunkelheit.

Er vernahm das helle und vergnügte Lachen einer Frau, verschwommen nahm er ein Freudenfeuer wahr und eine Hand, die sich ihm entgegenstreckte.
 
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Phoebe Roscoe

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BeitragThema: Vortrag über Erzmagier Khadgar    Do 30 Aug 2018 - 21:12

Vortrag über Erzmagier Khadgar

Magus Selcinia Feuersturm trat gewohnten, eleganten Schrittes die Rampe hinauf, welche zum Wohnheim der Novizen des Magiersanktums führte. Sie zog einen Schlüsselbund hervor und öffnet damit vorsichtig die Tür. Im Inneren des gemütlich anmutenden Aufenthaltsraumes saß Phoebe an einem der Tische. Vor ihr lagen ein Pergamentstück, welches sie zu studieren schien und gleich daneben ein Buch. Aufmerksam glitten ihre Augen über das Papier und so merkte sie nicht, wie Selcinia den Raum betrat. Die Magierin schloss leise die Tür und trat näher heran. „Ich hoffe Ihr arbeitet nicht noch an Eurem Vortrag?“ sprach sie, worauf Phoebe urplötzlich zusammenzuckte und aufsah. „Oh, Magus Feuersturm.“ Erklang es dezent überrascht. Eilig erhob sich die Novizin und knickste höflich vor ihrer Mentorin, ehe sie dann anfügte: „Nein…nein. Ich bin ihn nur noch einmal durchgegangen.“ Letztlich lag ein schiefes Lächeln auf dem Antlitz der Zauberschülerin. „Sehr schön.“ Sprach Selcinia und schmunzelte leicht, „Auch Euch einen angenehmen Abend.“ Sie nahm darauf im schönsten Sessel Platz, den der Aufenthaltsraum zu bieten hatte und überschlug die Beine. Nebenher öffnete sie ihre Mappe und sprach: „Gebt mir kurz eine Sekunde.“

Phoebe richtete ihre Sitzmöglichkeit zum nächsten Tisch, an welchem ihre Meisterin sich niedergelassen hatte und schnappte sich dabei das Pergament, welches sie zuvor studiert hatte. Langsam setzte sich die Novizin wieder und sah aufmerksam zu ihrer Mentorin herüber. Ein breites Grinsen schlich urplötzlich auf ihre Lippen. Magus Feuersturm notierte sich ein paar Dinge mit einem mitgebrachten Kohlestift und schien das Grinsen bemerkt zu haben – ohne wirklich zu ihr herüber gesehen zu haben - denn gleich darauf fragte sie: „Gibt es einen Grund für das Grinsen?“ Ihre Novizin entgegnete darauf, mit einem Schmunzeln: „Für mich ja. Fordragons Ehr ist nach Sturmwind zurückgekehrt.“ Ihre Worte fielen in einem heiteren, freundlichen Tonfall. Die rothaarige Magierin presste daraufhin amüsiert die Lippen zusammen und sprach: „Ich sagte doch, Ihr müsst Euch keine Sorgen machen. Das habe ich doch gesagt, oder?“ Sie wartete kurz, fuhr dann aber auch gleich fort. „Und es ist alles in Ordnung mit Eurem Freund?“, fragte sie darauf und legte die Mappe auf ihrem Schoß ab. „Ja, das sagtet Ihr. Ihr und viele andere auch.“ Schnaufte Phoebe im Gegenzug amüsiert aus und räusperte sich gleich danach, ehe sie mit der Antwort fortfuhr: „Nun…es geht ihm soweit ganz gut, ja. Er war nur sehr erschöpft, aber genauso glücklich wie ich, als wir uns das erste Mal wieder in die Arme nehmen konnten.“, „Das freut mich zu hören. Wirklich.“ Sprach Selcinia und nickte tief.

„Brachte er irgendwelche Informationen bezüglich Tirisfal mit, welche ich nicht schon weiß?“, „Über die Schlacht in Tirisfal haben wir nicht geredet.“, erwiderte Phoebe kopfschüttelnd. „Also…nein.“ Setzte sie anschließend nach. „Schade“ meinte Magus Feuersturm und schnaufte leicht. „Nun denn, Ihr seid bereit?“ Phoebe hielt ihr Pergamentstück an. „Soweit – Ja…“ Atmete sie daraufhin tief durch und nickte langsam.„Ich bin ebenfalls auf alles gefasst.“ Lachte Selcinia leise, „Hah…nun denn. Ich werde keine Zwischenfragen stellen, ich weiß wie nervtötend es sein kann. Eventuell aber nach dem Vortrag.“ Im Anschluss richtete sie sich nochmals extra gerade auf und sockelte den Kohlestift zwischen den Fingern. „Dann dürft Ihr nun.“

Phoebe nickte nur bescheiden ab und erhob sich räuspernd aus dem Sessel. Ihre olivgrünen Augen glitten auf das Pergament. „Nun, wie schon bekannt; habe ich mich für den Erzmagier Khadgar entschieden.“ Kurz pausierte sie, „Erzmagier Khadgar war einst ein Lehrling der Kirin Tor. Im Verlauf seines Studiums wurde er mit 17 Jahren zum ‚Letzten Wächter‘ – Medivh entsandt, um bei ihm als Assistent zu fungieren.“ Wieder nahm Phoebe eine kurze Pause ein. Währenddessen notierte sich Magus Feuersturm scheinbar ein paar wenige Worte und sah ihrer Schülerin gleich darauf aufmerksam entgegen. Ein kurzes unangenehmes Gefühl bereite sich in der jungen Magiestudentin aus und lies sie, etwas verunsichert auf ihr Pergament zurücksehen. Doch danach verlagerte sie es hinter ihren Rücken und fuhr fort: „In den vorliegenden Schriften heißt es; dass Medivh schon viele Lehrlinge gehabt haben soll, aber einzig Khadgar den Launen des Magier widerstand. Und damit Standhaftigkeit bewies. Während der Zeit, die er in Karazhan verbrachte wurde er von Visionen heimgesucht und fand letztlich heraus, dass sein neuer Meister für den Einfall der Horde auf Azeroth verantwortlich war. Zusammen mit dem Allianzhelden Anduin Lothar, streckte Khadgar seinen alten Meister nieder, welcher von einem dunklen Schatten befallen war. In den Büchern heißt es, dass Sargeras selbst vom ‚Letzten Wächer‘ Besitz ergriffen haben soll.“ Wieder nahm sich Phoebe eine Pause und holt kurz Luft.

Derweil sah die rothaarige Magierin zwischen einigen Worten kurz auf. Es folgten schnelle, präzise Bewegungen zur Niederschrift und sie nickte kurz. „Für den Sieg über seinen alten Meister, zollte Khadgar allerding einen Tribut. Es kostete ihn seine Jugend.“ Sprach Phoebe ruhig, „Während des sogenannten ‚Zweiten Krieges‘ unterstütze der Magier die Allianz und schaffte es, die Horde zurück durch das Dunkle Portal, nach Draenor zu drängen. Dabei wurde er natürlich von einigen prominenten Allianzhelden unterstützt; wie etwa von dem Paladin Turalyon oder der Waldläuferin Alleria Windläufer. Khadgar versigelte das Portal und von da an galt er als verschollen.“, „Hmm…“ Schmunzelte Selcinia nur bei dem Wort ‚verschollen‘ und nickte dann schließlich. Phoebe hielt ihrerseits wieder eine kurze Pause und fuhr fort, nachdem sie das Schmunzeln erblickt hatte und entgegen sachte den rechten Mundwinkel anhob: „Nun, schließlich kam es einige Jahre später zu Khadgars Rückkehr. Daraufhin spielte er eine große Rolle im Kampf gegen die Eiserne Horde und die Brennende Legion – er führte dort nicht nur den zweiten Angriff auf die Verheerte Küste an, sondern war auch dabei, die Revolution in Suramar zu unterstützen. In beiden, aufeinanderfolgenden, Konflikten setzten er sich für die Zusammenarbeit zwischen Horde und Allianz ein und nahm somit auch eine wichtige Position unter den Kirin Tor an.“ Selcinia setzte ein auffälliges Hakensymbol neben einem Wort auf ihrem Pergament und nickte dabei einige Mal. Phoebe fuhr fort: „Während des Kampfes gegen die Brennende Legion nahm er den Führungsposten unter den Kirin Tor ein, da Lady Jaina Prachtmeer gegen einen abermaligen Einzug der Horde in ‚ihre‘ Stadt war. Sie verschwand daraufhin. Mit Khadgar in einer führenden Rolle wandte sich die Magokratie wieder der Neutralität zu und Dalaran fungierte als wichtiger Versorgungspunkt, im Kampf gegen die Legion. Und auch heute noch hat sich nichts an der Position Khadgars geändert. Laut mancher Aussagen, die man aufschnappt, will er den aufziehenden Konflikt – zwischen Horde und Allianz – nicht für Gut heißen.“, „Mhm…“ kam es von Selcinia Feuersturm und sie sah abwartend zu Phoebe. Die nahm sich daraufhin wieder ihren Zettel und warf einen kurzen Blick darauf. „Nun…ich…habe noch zwei interessante Punkte, auf die ich gerne näher eingehen würde. Und zwar…“ Verlagert sie während des Sprechens wieder ihren Zettel hinter den Rücken. „Ja?“ fragte Feuersturm und sah sie weiterhin abwartend an, „Der Name ‚Khadgar‘ ist zwergisch und bedeutet so viel wie ‚Vertrauter‘ – welch ironischer Fakt, wenn man bedenkt, dass der Name des letzten Wächters ‚Medvih‘, aus dem Thalasssichen heraus soviel wie: ‚Hüter der Geheimnisse‘ bedeutet. Ebenso zählt Erzmagier Khadgar zu den größten Zauberern unserer Zeit.“, „Wie man sich erzählt, ist er auch wohl einer der vertrauensvollsten Magier. Nicht unbedingt oft zu sehen, so etwas.“ Sprach Feuersturm, ehe Phoebe wieder das Wort erhob: „Möchtet Ihr noch, dass ich mein Fazit näher erläutere? Oder bedarf es eines Fazits nicht? – Oh und was mir noch einfällt, er soll ein bemerkenswerter Schüler gewesen sein. In einer Abhandlung, die gelesen hatte, stand, dass er schon als Lehrling hinter die Fassaden Dalarans geblickt und somit so manches, vielleicht peinliches, Geheimnis über seine Mitmagier ans Licht getragen habe.“

Selcinia hörte noch ein Weilchen zu, ehe sie auf die erste Frage zurückgriff: „Gerne, fahrt fort.“ Und das tat die junge Novizin dann auch. Phoebe warf noch einmal einen flüchtigen Blick auf ihr Pergamentstück und sprach dann: „Nun…Erzmagier Khadgar ist in meinen Augen eine bemerkenswerte Person. Nicht viele hätten wohl den Mut und Intellekt aufbringen können, um so viele Brennpunkte zu überstehen und dabei nicht auf die Versuchung einzugehen, sich dem Dunklen anzuschließen. Ebenso erfordert es in meinen Augen auch einen hohen Grad an Tapferkeit und Geschick, sich wagemutig einem Wächter entgegen zu stellen und danach noch aufrecht weiter zu kämpfen. Er hat der Allianz und dieser Welt einen großen Dienst erwiesen. Ohne Erzmagier Khadgar, so ist mein Beschluss, hätten unsere Aussichten im Zweiten Krieg, im Kampf gegen die Eiserne Horde und gegen die Brennende Legion nicht so gut gestanden. Dafür bewundere ich ihn." Damit fielen auch die letzten Worte der jungen Novizin. Der Vortrag war zu Ende gehalten. „Wohl wahr, wohl wahr.“ Sprach Selcinia und deutete auf den Sitzplatz hinter Phoebe, „Vielen Dank. Nun...was würdet Ihr sagen - Achtung, es ist eine Kniffelfrage - der Unterschied und gleichzeitig auch die Gemeinsamkeit von Erzmagier Khadgar... mit Erzmagierin Prachtmeer?“

Phoebe setzte sich derweil in ihren Sessel zurück und sah aufmerksam zu Selcinia. Ein verblüfftes Blinzeln folgte und so krauste sie überlegend die Stirn, „Kleiner Tipp: Die Gemeinsamkeit wurde später zum Unterschied. Im Laufe der Zeit.“ Merkte Selcinia an. „Nun…ich würde sagen, dass sie stets nur das Beste für alle wollten. Erzmagierin Prachtmeer stand jahrelang für die Zusammenarbeit von Horde und Allianz ein. Bis zum schicksalshaften Schlag gegen Theramore. Erzmagier Khadgar sah über Gräuel hinweg, wo Erzmagierin Prachtmeer es nicht konnte. Er hatte die Weitsicht, die sie verloren hatte. Beide sind äußerst talentierte Magier und haben ihrerseits schwerwiegende Verluste und große Erfolge davongetragen. Ich denke, aber Eure Fragen zielte direkt auf die Sicht ab, welche sich auf eine Zusammenarbeit von Horde und Allianz bezieht…“, „Sehr gut.“ Nickte Selcinia. „Hier sieht man, wie schnell und wie stark sich die politischen Richtungen ändern können. Was sagt Euch das ‚Lied der Aegwynn‘?“ Phoebe nickte bedacht auf die Aussage, ehe sie dezent die Mundwinkel anhob. „Das Lied der Aegwynn ist eine Legende über den Kampf gegen die Dämonen. Der Orden von Tirisfal nutzte diese als eine Art ‚Code‘, um damit Nachrichten zu verschlüsseln. Khadgar erfuhr dies durch Medivh, als er offenlegte, dass er ein Wächter sei. Das Lied selbst soll Khadgar aber schon eher gefunden haben. Bei Erkundungsstreifen durch die Bibliothek des Wächters.“, „Ich würde es als Legende bezeichnen – eher ein episches Werk. Aber ja. Es war eine Kodierung für den Orden von Tirisfal.“ Sprach Selcinia und nickte sachte, „Ein schönes Beispiel, wie Kunst auf unser Leben einwirkt. Es klingt fast wie aus einem Groschenroman.“ Schmunzelte sie warm.

„Welcher Schule der Magie würdet Ihr Erzmagier Khadgar zuweisen?“, „Nun, den Bereich an Zauberschulen würde ich auf…die Hervorrufung, Beschwörung oder…Weissagung legen. Vielleicht mehr auf die Hervorrufung und die Weissagung, da Erzmagier Khadgar mithilfe von einigen kniffligen Zauberformeln, während des Feldzuges gegen die Eiserne Horde versuchte den Hexenmeister Gul’dan zu lokalisieren. Allerdings soll er auch eine Begabung für Arkane Konstrukte haben – so ich es richtig gelesen habe.“ Antworte Phoebe ruhig. „Ich schätze, er wüsste selbst keine korrekte Antwort auf diese Frage. Er ist ein Kampfmagier, durch und durch. Das hat er mehr als bewiesen, während all den Kriegen. Vermutlich sind es eher die Hervorrufung und die Beschwörung.“ Entgegnete Selcinia. „Habt Ihr Khadgar aus einem bestimmten Grund gewählt? Oder Euch bei der Wahl überraschen lassen?“ Phoebe ließ sich mit der Antwort kurz Zeit: „Nun, über Erzmagier Khadgar, wie auch über Erzmagierin Jaina Prachtmeer hatte ich bisher vieles gehört. Aber irgendwie interessierte mich die bisherige Biographie des Anführers der Kririn Tor mehr. Zumal er bis zuletzt im ‚Rampenlicht‘ stand. Ich wollte gerne mehr über ihn erfahren und in Erfahrung bringen, wer der große Erzmagier eigentlich ist.“, „Vor allem ist er schon ‚lange im Dienst‘,“ Meinte Feuersturm, „Viel der großen Magier sterben zu früh oder bekämpfen solange das Elend bis sie selbst zu einem werden.“ Die Magierin unterstrich ihr Gesagtes mit einem nachdrücklichen, nachdenklichen Nicken. „Würdet Ihr gerne in seine Fußstapfen treten? Ein Leben führen, wie er es getan hat?“ Fragte sie dann. Phoebe musste wieder überlegen, ehe sie antwortete: „Ein Leben gespäht mit Abenteuern, Verrat von Freunden und…Zwietracht? Ich weiß nicht. Khadgar hob große Lasten. Ich weiß nicht, ob ich dieselben stemmen könnte. Aber er ist durchaus ein Vorbild für mich.“ Nickte sie dann sachte. „Er hat viele Freunde gefunden. Eigne verloren. Es ist sicherlich nicht schwer solche Pfade zu gehen. Doch ohne solche Leute…gäbe es viele der Guten weniger.“ Selcinia holte kurz tief Luft, „Aber ein schöner Vortag. Ihr habt die Kernessenz von seinem Leben herauskristallisiert, ohne zu Medivh abzuschweifen. Ein sonst typischer Fehler.“ Phoebe reflektierte die Worte ihrer Meisterin und sprach darauf: „Das ist wohl wahr, wir können uns glücklich schätzen, dass es Persönlichkeiten wie ihn gibt. Und…danke, das freut mich sehr zu hören.“ Sie neigte höflich das Haupt und lächelte glücklich auf.

„Dann wäre der Part ja für Euch abgeschlossen.“ Sprach Feuersturm, während sie sich noch etwas notierte und die Mappe daraufhin schloss. „Und nun? Endlich könnt Ihr wieder Zeit mit Eurem Freund verbringen. Oder bereiten sie sich schon darauf vor, wieder auszurücken?“, „Huuh~ Ich hatte es mir schwerer vorgestellt.“ Murmelte Phoebe und sah dann gefasst zu ihrer Meisterin herüber. „Mhh~ ich hoffe nicht, dass sie in naher Zukunft so eilig nochmal losziehen werden. Erstmal…würde ich gern die Zeit mit ihm verbringen, die ich erübrigen kann. So…so lange es möglich ist.“ Ein kurzes Stocken trat ein. „Wie…verhält es sich nun eigentlich mit der Reise nach Kul Tiras?“ Zaghaft wirkte dabei ihre Stimme, als die Frage über die Lippen glitt – so als fürchtete sie schon die Antwort. „Es bleibt wie ich es schon gesagt hatte. Ihr erfahrt immer rechtzeitig wann ich abreise und wieder ankomme.“ Antworte Selcinia gelassen. „Und…ich bin nach wie vor nicht dazu verpflichtet, mit Euch zu kommen?“ Hob Phoebe bei der nächsten Frage leicht die Brauen in die Höhe, „Ich rate es Euch an. Ihr könntet Euren Horizont damit erweitern; aktiv an der aktuellen politischen Lage teilnehmen…uuuund~…“ Unterbrach sich die Magus selbst und schmunzelte, „mich etwas unterstützen.“ Phoebe presste die Lippen zusammen und verzog mit bloßer Nachdenklich im Gesicht die Miene. „Ich würde gerne mit Euch kommen, Euch helfen…“ Sprach und stockte sie wieder. „Und…auch gerne mal etwas anderes sehen…“ Sie biss sich kurzum auf die Unterlippe. „Ist es…möglich…eintägige Reisen nach Sturmwind zu unternehmen?“ Die Frage kam mit großer Vorsicht. „Nicht immer.“ War die Antwort, „Mit etwas Glück vielleicht…aber stellt Euch ein eher ein paar Tage länger hier bleiben zu ‚müssen‘. Die Portalmagier haben so oder so genug zu tun.“ Phoebe hob darauf leicht die Mundwinkel an, aber auch nur leicht. „Nun…dann…ich werde darüber nachdenken.“ Versicherte sie und räusperte sich. „Das solltet Ihr.“ Merkte ihre Meisterin an und erhob sich langsam. Die Magierin strich sich die Robe glatt. „Immerhin müsst Ihr bei mir keine Briefe dekodieren.“, „Noch nicht.“ Meinte Phoebe lachend und stand ebenfalls auf. „Und wenn…dann mit einem anderen Gedicht.“ Stieg die rothaarige Magierin weiter auf den kleinen Scherz ein, „Einen angenehmen Abend, falls wir uns nicht mehr sehen.“ Sprach sie verabschiedend und wandte sich der Tür zu. Phoebe hob amüsiert die Mundwinkel an. „Natürlich, vielleicht ja mit einem Lied. ‚Die Tochter der See‘ scheint mir im Moment schwer in Mode. Einen angenehmen Abend, wünsche ich Euch noch. Magus Feuersturm.“ Ganz in höfischer, einstudierter Manier knickste Phoebe Selcinia wandte sich noch einmal zu ihr hin und sprach abwinkend. „Ach…das ist doch schon langsam wieder altbacken.“ Im Anschluss schritt sie durch die Tür, während ihre Schülerin ihr noch nachrief: „Es hat eine schöne Melodie!“ Danach seufzte die braunhaarige Zauberschülerin zufrieden und betrachte noch einmal ihr Pergamentstück. Sie legte es auf den Tisch, an welchem sie noch vor der Präsentation gesessen hatte und schnappte sich das Buch. Nach einiger Zeit des Lesens war es dann auch wieder Zeit für die traute Erholung im Schlaf. Phoebe nahm sich das Buch und bewegte sich langsam die Wendeltreppe hinauf. Ihr Pergamentstück, welches für den Vortrag bestimmt war, hatte sie liegengelassen…

Ein einzelnes Pergament:
 
 
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Niennas

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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 31 Aug 2018 - 21:49

Am Anfang war der Novize noch voller Euphorie gewesen. Immerhin war dies nicht umsonst die 'verbotene' Abteilung und das Wort 'Verbot' war ja schon mal interessant für jeden Novizen, genauso wie die Tatsache, dass er gar nicht hier sein dürfte und auch nicht jeder Magier hier mal eben reinspazieren durfte. Und ehrlich gesagt hätte er sich gerne einige dieser in den dunklen Regalen und hinter Vitrinen stehenden Bücher angesehen. Einige waren sogar mit Zauber gesichert worden. Aber das leise Rascheln Magus von der Quells Robe neben ihm erinnerte ihn daran, dass das wohl leider nur ein neugieriger Wunschtraum bleiben würde. Rasch hatten sich die zwei auch in die Abteilung der Flüche und Bezauberungen zurückgezogen und Niennas hatte sich einige der Bücher an einen ebenso dunklen Schreibtisch geschleppt. Irgendwie hieß verboten unter anderem auch immer düstere, gruselige Bibliothek.
Er hatte keine Ahnung wie viel Zeit mittlerweile verstrichen war, aber - der Müdigkeit seines Körpers nach zu urteilen - sicher einige. Angestrengt huschten die Augen des Novizen über die vielen Buchstaben, die in der späten Stunde langsam aber sicher begannen über die Seiten zu tanzen. Neben ihm lag ein bereits nicht geringer abgearbeiteter Stapel an Büchern, auf der anderen Seite ein noch höherer noch abzuarbeitenden. Und die flackernde Kerze war auch nur noch ein winziger Stummel.
Aber die Befehle der Magi waren relativ klar gewesen und vermutlich ging es hierbei auch um Menschenleben.
Kurz schauderte es ihn. Drustvar war dem Dämmerwald viel zu ähnlich. Es herrschte dieselbe drückende, ja fast Furcht einflößende Energie. Die Leute benahmen sich merkwürdig und man hatte dauernd das Gefühl beobachtet zu werden. Außerdem hätte er schwören können, dass die Tiere sie verfolgten und aus den Gebüschen heraus beobachteten.
Deshalb war er recht froh, eine kurze Weile zurück in Sturmwind sein zu dürfen, aber der Anlass drehte sich um dieses verfluchte Stück Land. Bewohner waren verschwunden, Jäger nie wieder aus dem Wald zurückgekehrt. Durch Herumfragen hatten sie bisher nicht so viele Informationen bekommen, besonders kooperativ war irgendwie keiner in diesem Land. Allerdings hatte Magus Silberschweif in einer Höhle merkwürdige Zeichen sowie Gegenstände gefunden und ebenfalls ein Buch. Die in braunes Leder eingeschlagene Papiersammlung sah harmlos aus, bis man sie eben aufklappte. Jedoch waren die wirren Symbole, teils mit Kohle geschrieben, teils mit Blut (hoffentlich war es nur Tierblut), ihm völlig fremd - und scheinbar auch einigen älteren Magiern. Allerdings schätze er, dass die kleineren Symbole eine Art Bildersprache waren. Aber kein Inhalt der bisherigen Bücher ähnelte irgendwie auch nur ansatzweise ein wenig den Symbolen. Nein, irgendwie suchte er an der falschen Stelle.

Um nicht dem Schlaf zu verfallen, kramte er einen Holzkohlestift und ein blankes Stück Pergament hervor und kritzelte ein wenig auf diesem herum. Dabei versuchte er, sich genaustens die Gegenstände, die dort in der Höhle waren, ins Gedächnis zu rufen. Eine Art Traumfänger hing dort, aber zu einer sehr großen Wahrscheinlichkeit war er wohl nicht als solcher gedacht. Aus Holz war er, mit Bändern umwickelt. In der Mitte war ein kleiner Tierschädel drapiert, am Ende hingen drei größere Knochen herunter. Und dann waren da noch diese schwarzen Striche, die für ihn wie eine Menge Xe aussahen.
Und diese zwei Sicheln, die übereinander lagen, mit dem Punkt in der Mitte... sah ein wenig aus wie ein Auge. Es war immer mit Blut gemalt worden.
Einen Moment lang schloss er seine eigenen Augen. Wenn Magus Silberschweif, der gut über dreihundert Jahre alt war als Elf, nicht wusste, was es damit auf sich hatte, musste es älter sein. Leider hatte er Lady Leyhauch nicht zu fassen bekommen und sonstige ältere Personen waren ihm nicht bekannt.
Was übersah er bloß? Es war eindeutig Magie im Spiel, aber sie war anders als die, die sie kannten. Diese ganzen Fetische und Zeichnungen, die Knochen, Blut... ruckartig ging sein Kopf nach oben. Natürlich, wie konnte er bloß so dumm gewesen sein?
Wie von einer Biene gestochen sprang er auf, gerade im Begriff zu den Regalen zu rennen, da wurde er direkt schon von dem Magier aufgehalten. Dieser warf ihm einen kritischen Blick zu, den er nur allzu gut kannte. "Ich brauch ein Buch zu primitiven Magiearten, Magus." Genau dass war nämlich das Problem gewesen - er suchte bei 'modernen' Magiearten, aber es musste eine alte Art der Magie sein. Der Ältere fand schnell, was der Novize brauchte und damit verzog er sich auch zurück zum Schreibtisch. Mit wachen Blicken wurde das Buch aufgeschlagen und in diesem geblättert.
Furbolgs, Stacheleber.. nein, zu weit vorne, zu nett. Magie der Trolle, Magie der Mogu... da kam er der Sache doch schon näher, aber das war auch nicht was er suchte sondern... sein Finger blieb abrupt stehen, fuhr langsam die Formen zweier Sichel mit einem Punkt in der Mitte nach. Magie der Drust.
Eilig blätterte der Novize die Seiten durch - die Symbole ähnelten sich alle. Und es waren noch viel mehr dort, welche, die er gar nicht gesehen hatte. Warum hatten sie so etwas eigentlich nie in Geschichte gehabt?
Je mehr er darüber las, desto schlimmer wurde es eigentlich. Ein wenig kannte er sich ja mit primitiven Magiearten aus aber DAS stellte alles in den Schatten. Es war eine dunkle Magie, eine Mischung aus Nekromantie, Blutmagie und Druidentum. Und genau das war es, was vermutlich angewandt wurde und dafür sorgte, dass die Leute verschwanden.
Denn man brauchte dafür eben folgende Komponenten: Blut, Knochen und eine Seele. All dies konnte in Ritualen verwendet werden um... "...Konstrukte aus Holz, Dornen, Knochen und Zweigen zu erschaffen und die Seele an diese zu binden, damit sie als Diener fungieren bis ihre ursprüngliche Identität vollkommen entstellt war." Oh, das klang alles wirklich nicht gut. Rasch machte er sich die wichtigsten Notizen, bevor er erneut aufsprang. "Magus von der Quell, ich muss dringend zurück. Ich weiß, ich habe euch hier schon um einen großen Gefallen gebeten, aber könntet ihr nochmal die Portalmagier aus dem Bett für mich werfen?"
 
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Niennas

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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 5 Sep 2018 - 20:36

Eine Woche war nach den Problemen in Drustvar vergangen. Magus Silberschweif hatte die Informationen an den dort neu gegründeten Glutorden weitergereicht, welcher gegen das Hexenproblem vorging. Im Gegenzug lieferte dieser dem Sanktum einige Informationen und Niennas musste gestehen, dass er froh war, dass seine Verlobte nicht so eine merkwürdige Frau war. Dieser ominöse Hexerzirkel (es irritierte ihn, dass die Kul Tiraner Hexer sagten, aber diese die Drustmagie nutzten und kein Fel), der sich Herzbann nannte, bestand nämlich nur aus Frauen, angeführt von einer ‚Mutter‘. Und wenn die Hexen zum Aufsteigen bereit waren, schnitten sie sich die Kehlen durch.
Und dann wurde behauptet, die Festländer wären komisch.

Aber besser wurde es eigentlich nicht. Ganz und gar nicht.
Magus Silberschweif war nun fast endgültig der Kragen geplatzt, als er erneut von den Gezeitenweisen in Boralus fortgeschickt wurde. Und in seiner Wut dirigierte er Magus Wackelberg und Niennas auf eine Reise ins Sturmsangtal, um dort sich irgendeinen kompetenteren Mann zu schnappen.
Erstmal saßen sie gut einen ganzen Tag an einer Straßensperre fest und zum Glück hatte der Elf diesmal Magus Wackelberg reden lassen – sonst hätten sie da sicher noch länger gesessen oder es hätte Ärger geben, weil er irgendwann wen in ein Schaf verwandelt hätte.
Das Sturmsangtal war im Gegensatz zu Drustvar wie Tag und Nacht. Es war grün, mit Blumenwiesen und niedlichen Hummelbienen die rumflogen. Dazu plätscherten friedlich ein paar Bäche vor sich hin.
Alles in allem also absolut harmlos. Und tatsächlich fanden sie in einen der Dörfer einen redseligeren Wasserpriester, der ihnen zumindest ein bisschen Auskunft gab und - siehe da - mit ein paar freundlichen Worten organisierte er ihnen tatsächlich einen Termin beim Kloster. Natürlich beschwerte der Magus sich danach, dass sie hin und herreisen mussten, aber für den Novizen war das Tal wirklich eine willkommene Abwechslung gewesen. Außerdem konnte er hier sein Buch um viele neue Zeichnungen und teils sogar von Wesen ergänzen, auch von denen, die sie in Drustvar gesehen hatten. Es war zumindest mal ein Moment Ruhe in dem er ein wenig seine Gedanken ordnen konnte. Seit dem Krieg in Lordaeron war er nur unterwegs gewesen und hatte tatsächlich wenig von seinen Freunden und vor allem seiner Verlobten gehabt. Zu einem Teil vermisste er zumindest diese, aber Sturmwind selbst tatsächlich überhaupt nicht. Nichts hielt ihn dort so wirklich und die weite, weite Welt war so unglaublich faszinierend. Jeden Tag lernte oder sah er irgendetwas Neues und immer mehr festigte sich seine Meinung, dass er nach der Magierprüfung unbedingt durch die Welt reisen musste. Auch wenn es vielleicht schwieriger durch den Krieg war. Aber vielleicht konnte er sein Buch so vervollständigen, an dem er heimlich schrieb.

Am nächsten Tag ging die Reise auch schon nach Boralus zurück, die Stadt, die Niennas mittlerweile schon wirklich gut kannte. Er wusste, wo man gut essen konnte, wo besser nicht und welche Straßen man mied. Außerdem hatte er gar nicht mehr das größte Problem damit, dass dort so viel Wasser war. Irgendwie waren ihm sogar die Bewohner dort ans Herz gewachsen. Immerhin nahmen sie kein Blatt vor dem Mund.
Aber es gab da auch die schwarzen Schafe. Und das haben sie recht schnell bemerkt, als sie endlich das Kloster der Gezeitenweisen betreten konnten und dort von den Wachen in einen ominösen Keller geführt worden, statt zum Oberhaupt. Der ominöse Keller stellte sich letztendlich als Kerker heraus und die Anklage war, dass man gegen irgendwelche Regeln verstoßen hätte und es ja Beweise gäbe. Beim Licht hatte der elfische Magier geschimpft, während der Gnom wenigstens ruhig geblieben war. Magus Silberschweif beruhigte sich erst, als der andere darauf pochte, dass sich Magus Feuersturm, die bald ankäme, sicher um das Problem kümmern würde. Aber dass das Ganze bis zum Himmel stank, da waren sich beide einig.
„Nun Novize, das tut mir außerordentlich leid, dass sowas passieren musste. Aber seht es so, Missverständnisse passieren oft genug. Das gilt es dann aufzuklären. Wichtig ist es, ruhig zu bleiben und nicht die Kontrolle zu verlieren. Und im äußersten Notfall nutzen wir einfach ein Teleportationszauber, denn wirklich bewandert mit der Festsetzung von Magiern scheint hier keiner zu sein.“ In völliger Ruhe steckte sich der gnomische Magier eine Pfeife an, im Gegensatz zu dem Elfen, der unruhig vor dem Gitter auf und abging. Und der Novize? Der saß mürrisch in der Ecke, den Mantel um sich geschlungen. Es war kalt und feucht hier unten.
„Natürlich, Magus.“ Auf eine Lektion hatte er gerade wirklich keine Lust, auch wenn er im Prinzip im Recht war. Aber er könnte sich wirklich bessere Dinge gerade vorstellen, als sich auf Magus Feuersturm zu verlassen. „Die Kerle sind komisch.“ murmelte das Rothaar vor sich hin. Irgendwann stimmte hier gewaltig nicht.
 
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Phoebe Roscoe

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BeitragThema: In Feuersturms Büro   Mi 17 Okt 2018 - 20:47

In Feuersturms Büro

Phoebe saß in dem Büro von Magus Selcinia Feuersturm. Wie schon die Tage zuvor war sie auch heute in die Schreibtischarbeit ihrer Mentorin vertieft, da diese sich vorerst eine kleine Auszeit genommen hatte. Immer wieder glitten die schmerzenden Augen der Novizin über die trockenen, langweiligen Seiten bürokratischen Unrats. Über was sich alles Gedanken gemacht werden muss, dachte sie und seufzte leise aus. Unweit von Phoebe stand eine Flasche Dalaran Noir – Sie ist schon fast leer, habe ich wirklich so viel davon getrunken? Fragte sie sich stumm, mit einer erhobenen Braue. Die Schülerin schnaufte amüsiert und legte das Pergamentstück zur Seite. Jetzt verstehe ich auch, wieso Magus Feuersturm des Öfteren zur Weinflasche greift. Diese Arbeit ist wirklich langweilig und nervenzehrend.

Um sich etwas die Beine zu vertreten, erhob sich Phoebe und wanderte durch das Büro ihrer Meisterin. Sie besah sich einige abgearbeitete Stapel an Schriftwerk und starrte eine Weile die sauber sortierten Bücher an, die wohl der Magus zu gehören schienen. „Ihr habt einen interessanten Interessenbereich“, flüsterte die Novizin leise. Nach einigen Minuten des Umherwanderns setze sie sich wieder hin und wand sich der Arbeit zu.

„Ich sollte Magus Feuersturm einen Besuch abstatten und sie über etwaige Berichte in Kenntnis zu setzen.“ Murmelte Phoebe nach einer Weile des Arbeitens und hob sich das gegriffene Pergamentstück näher vor die Augen. Dann könnte ich ihr auch ein kleines Präsent mitbringen, ihre olivgrünen Iriden schielten zur, nun gänzlich geleerten Weinfleische herüber. „Zusammen mit ein paar Keksen? Oder vielleicht etwas aus dem Reisbällchen…“, dachte sie laut und nickte schließlich.

Die Novizin packte ihre Schreibutensilien zusammen und verließ das Büro, nachdem sie noch einmal sicher ging, dass alles an seinem rechten Platz war. Als sie das Sanktum verließ offenbarte sich ihr ein satter Nachthimmel. Den Blick gen diesen gerichtet und schnaufte sie amüsiert und schüttelte verwundert den Kopf. „Diese Arbeit hält ganz schön auf, es ist ja schon wieder Abend…nun sollte ich zusehen, dass ich noch die restlichen Thalassischen Worte auswendig gelernt bekomme, nicht dass ich beim morgigen Test durchfalle.“ Murmelt sie und eilt los; die Rampe hinunter und in das Wohnheim der Sanktums Schülerschaft hinein.
 
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Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag
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