StartseiteFAQSuchenAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
AutorNachricht
Alethan

avatar

Anzahl der Beiträge : 300
Anmeldedatum : 05.08.11
Alter : 20
Ort : Stuttgart

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 18 Apr 2013 - 21:44

Die junge Zauberin Aliana blickte sich vorsichtig in der alten Gruft um. Wie war sie nur in diesen modrigen, alten Leichenkeller geraten? Ach ja, stimmt, da war etwas mit dem Kopfgeld auf die Grabräuber. Der Gedanke daran, dass sich tiefer in dieser Krypta Leute an den Leichen einstiger Fürsten und anderen Adeligen zu schaffen machten, um sich persönlichen Reichtum anzuhäufen, widerte sie an und bestärkte sie nur in ihrer Annahme, dass das Beseitigen dieser Bande nur das Beste sei.

Sie zog den knorrigen Holzstab, an dessen Spitze ein weißer, runder Edelstein prangte, aus der Halterung an ihrem Rücken und ging vorsichtig, Schritt für Schritt weiter. Ihre graue, mit einigen, goldenen Schriftzeichen verzierte Robe passte beinahe perfekt zu der prunkvollen Innenarchitektur des Grabhauses. Vorbei an den ersten Gräbern ging sie einige Treppen hinab, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend. Einmal spürte sie, wie die Stufe unter ihr bis zu einem gewissen Punkt nachgab und ein Klicken auslöste. Sofort sprach sie ein einziges, einsilbiges Wort und verschwand, nur um mit einem magischen Zischen ein paar Meter weiter unten wieder in einem kleinen Lichtblitz zu erscheinen. Gerade noch rechtzeitig, denn schon schoss ein Speer von der Decke hinab und hätte zweifelsohne ein fingerbreites Loch in ihrem Schädel hinterlassen.

Sie blickte noch einige Sekunden auf die Stelle, ehe sie sich umdrehte und direkt in das Gesicht eines bärtigen, ungewaschenen und sehr fragwürdig bekleideten Mannes blickte. Noch bevor er die Hand mit der kurzen, schartigen Axt heben konnte, zuckte er zusammen und klappte einfach nach hinten über, die Treppen hinunterpurzelnd. Als er rücklings unten auf dem Boden aufkam, zierte ein schwarzer, verkohlter Fleck seinen Brustkorb und er rührte sich nicht mehr. Die junge Magierin ließ die Hand, deren bläulich, elektrisches Glimmen langsam verklang, wieder sinken und atmete einmal tief durch, ehe sie vorsichtig; darauf bedacht, nicht die Leiche vor sich zu berühren, weiterging.

Als sie in den nächsten Raum eintrat und sich dort mit Adleraugen umblickte, so gut es die spärlichen Fackellichter erlaubten, erblickte sie sogleich zwei in alte Lederwämser gehüllte Männer, die nicht viel gepflegter aussahen als ihr Vorgänger. Sie trugen eiserne Kurzschwerter und kleine Rundschilde. Als auch sie die junge Frau entdeckten, zogen sie sogleich eben jene Schwerter und kamen mit erhobenen Schilden angerannt. Sie nahm einen tiefen Atemzug, sprach ein harsches Wort und verschwand abermals. Doch materialisierte sie sich im selben Augenblick noch wieder hinter den Männern, die verwirrt stehen blieben. Noch bevor sie sich umdrehen, und schützend die Schilde heben konnten, stieß sie den Stab in ihrer beider Richtung und ließ einen kurzen, aber effektiven Geschosshagel von kleinen Eissplittern auf sie niederprasseln. Die Eisscherben schnitten durch das Leder und bohrten sich in das Fleisch der Räuber, die daraufhin zusammensackten und regungslos auf dem Boden liegen blieben. Als sie gerade erleichtert aufatmen wollte, spürte sie etwas hartes ihren Rücken treffen, sodass sie vornüber fiel. Eine kräftige Hand umfasste ihren Mund und hinderte sie am Sprechen, während die schiere Kraft ihres Gegenübers sie zu Boden hielt. Eine raue Stimme erklang. "Bleib liegen, Miststück! Du hast meine Freunde umgelegt und wirst dafür jetzt büßen. Hättest Dich nicht in unsere Angelegenheiten einmischen sollen."

Und folgend auf diese Worte spürte sie schon, wie eine zweite, nicht minder kräftige Hand ihre Robe packte und zerriss. Gleich spürte sie die schaurige Kälte der Krypta auf ihrer Haut, doch war dies wohl noch ihr kleinstes Problem. Die Hand des Mannes fuhr an den Gürtel seiner Lederhose und begann, diesen zu lösen.
Panisch wehrte sich die Magierin mit aller Kraft gegen den körperlich überlegenen Mann, doch nützte es nichts. "Halt still!", brüllte er wütend, während er sich seiner Hose entledigen wollte. Seine Hand begann, sie unflätig zu berühren, ehe sie urplötzlich erstarrte und die rauen Stimmbänder nur ein schmerzerfülltes Schreien von sich geben konnten. Sie spürte, wie sich sein Griff lockerte. Unverzüglich nutzt sie ihre Gelegenheit und spie das Zauberwort förmlich aus. Sie materialisierte sich nur einige Meter entfernt wieder im Hauptraum der Krypta, fast nackt, frierend. Ihr Blick fiel sofort auf ihren Peiniger, der, wie sie nun sah, von einer alten, modrigen und verfaulten Gestalt angegriffen wurde. Sie hatte ihre zerfallenen, aber dennoch einsatzfähigen Zähne in seiner Schulter vergraben und er rang sichtlich mit ihr.

Es fiel ihr recht leicht, die folgende Entscheidung zu treffen. Sie rannte zu den Treppen, wandte sich um und feuerte eine glühend heiße, aus geschmolzenem Feuer bestehende Kugel in Richtung des perversen Banditen und des Untoten adeligen Fleischfressers. Ihr Ergebnis gar nicht erst abwartend, rannte sie, sichtlich erschöpft, doch mit einem eisernen Willen durch die kühlen Hallen der alten Krypta. Sie beachtete nicht die gutturalen Urlaute, die sie von allen Seiten hörte und ignorierte, wie sich die Leichen der einstig so großen, mächtigen Barone und Grafen erhoben. Als sie eine weitere Gruppe von Räubern vor sich die Treppen hinab rennen sah, offensichtlich die bis nach draußen hin zu vernehmenden Laute untersuchend, preschte sie einfach durch sie hindurch. Den Männern und Frauen war nicht ganz klar, wie ihnen geschah, als sie im ersten Moment eine spärlich bekleidete Frau an sich vorbeirennen sahen, ehe sie sich gegen stöhnende, schlurfende Skelette und halb verweste Leichen zu Wehr setzen mussten.

Oben angekommen, wandte sich Alinia um, ihre Arme hebend und die letzten Kräfte aufbrauchend für diesen, einen Zauber. Ihre Finger vollführten galante Gestiken und sie sprach trotz der Atemnot die elfisch anmutende Formel zu Ende. Die grazilen Hände glommen weiß auf, als die Steine am Eingang der Krypta begannen, Fissuren zu zeigen und nach und nach zusammenbrachen. Mit einem ohrenbetäubenden Lärm stürzte die obere Krypta einfach in sich zusammen und begrub die Räuber und Untoten in den Gewölben unter ihr. Die junge Zauberin atmete schwer ein und aus, ehe sie bewusstlos zusammenbrach und erschöpft im kalten Gras liegen blieb.


Alethan schlug das Buch wieder zu. "Ein sehr interessantes Kapitel ...", murmelte er, als er es auf den Nachttisch legte und sich auf das Kissen des weichen Bettes niedersinken ließ.
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 19 Apr 2013 - 13:57

Der junge Mann hatte in aller Frühe seinen Rucksack gepackt gehabt und stand nun an der Brücke, welche die Stadt Menethil mit dem Land verband. Sein Blick wanderte über den Sumpf und über die Brücke zu dem Weg, welcher mit regelmäßigen Lichtern ausgestattet war. Er sah die ersten zwei. Letzterer wurde schon vom Nebel verschluckt. Dahinter lag eine weitere Flamme, die schwach im Nebel zu schweben schien - die dritte Wegmarkierung. Er kannte den Weg zu den Pässen der Zwerge, zu mindestens wusste er, wie der Weg verlief.

Nachdenklich betrachtete er den Nebel. Sollte er wirklich jetzt schon los wandern in die Richtung der Pässe und Tunnel? Die Weglichter waren für diesen Sumpfnebel errichtet worden. Er betrachtete noch einmal die Stadt hinter sich, ehe er leisen Schrittes die Brücke überschritt. Langsam griff der Nebel nach ihm und schließlich würde man ihn nur noch als grauer Schatten von der Stadt auswahrnehmen. Achtsam hörte er auf die Geräusche, die der Nebel nicht verschluckt hatte.

Seine Gedanken wanderten währenddessen zu den Worten des Mannes, mit dem er sich vor seiner Abreise unterhalten hatte. Er hatte nicht gewonnen und auch nicht verloren. Man hatte ihm eine Chance gegeben, die er nicht zu verspielen gedachte.

Er konnte weit genug sehen um mindestens immer zwei der Lichter vor sich zu sehen. Der Nebel wurde langsam lichter, während der Mann einsam dem Pfad folgte. Schließlich hatte sich der Nebel von den Berghängen und dem Weg zurückgezogen, noch sah man seine Schwaben über dem sumpfigen Land. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel und warf ihr Licht auf den gepflasterten Weg und den Wegweiser an der Kreuzung vor sich. Hier hatte sich damals der Reisetrek nach Arathi nach Norden gewandt. Sein Blick ruhte auf dem noch vom Nebel verschluckten Weg und den Grauen Schatten dahinter. Er wandte sich dann wieder seinem Weg zu. Zu den Pässen nach Loch Modan.

 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 749
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 29 Apr 2013 - 5:04

Dancing in Arathi...


Zuletzt von Rachnel am Fr 14 Jun 2013 - 13:32 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
 
Nach oben Nach unten
Julia Morgentau

avatar

Anzahl der Beiträge : 195
Anmeldedatum : 24.07.12
Alter : 25
Ort : Wuppertal

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 30 Apr 2013 - 22:35

Schatten einer mondlosen Nacht hatten sich in die Gasse gelegt, ließen die Magierin beinah unscheinbar aussehen. Es war schon wieder eine Nacht ohne Schlaf, eine Nacht ohne Ruhe, ohne Frieden. Stunden um Stunden war Sie ohne Ziel durch die Stadt geirrt, und doch trieb es Sie immer wieder zu diesem einen Ort. Zu dieser Taverne, aus der nun schon der Zwölfte betrunkene Unhold raus gestolpert war – Jedes Mal hatte ihr Herz einen Satz gemacht, und sich doch dann nur wieder vor Bitterkeit zusammen gezogen. Jedes Mal, wenn es nicht das Antlitz war, welches Sie erhoffte zu sehen. Albern kam sich die Magierin vor, verdammt albern und beinah schon kindisch. Schließlich ist Sie doch kein naives Mädchen mehr – Obwohl man Sie durchaus damit hätte vergleichen können. Erinnerungen übermannten Sie, und so bemerkte die Magierin nicht, wie tatsächlich Jemand aus dem Schwein trat, den Sie kannte. Erst als Sie die bekannte Stimme vernahm, riss Sie ihre Gedanken von der Türe los, lenkte das graue Augenmerk auf den Strohkopf vor ihr, welche schon fröhlich dabei war Sie zu begrüßen und mit Geschichten über Runenklingen und verletzte Personen voll zu reden. Julia warf einen flüchtigen Blick zu der Tür, lud ihren Blick nun auf Finnje, um ihr die ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken, die die Höflichkeit abverlangte. Und dennoch ertappte Sie sich dabei, wie Sie noch einen letzten Gedanken an diese verdammte Tür verlor, nur um ihn dann fort zu werfen.

Was hatte der Blondschopf grade gesagt? Runenklingen, genau. Magus Morgentau erkundigte sich ganz gewissenhaft danach ob die Wachen schon informiert wurden, und nach einigen Verständniskomplikationen erfuhr Sie dann, dass der Verletzte schon ins Lazarett gebracht wurde. Eigentlich hatte Sie auch gar keine Lust gehabt, sich darum zu kümmern. Sollen das die Wachen machen. Schon wieder flüchteten ihre Gedanken von dem Strohkopf und dem Herrn, der sich dazu gesellt hatte weg, bis die Beiden dann Anstalten machten Sie zurück in den Turm zu bringen.
„Da wo die Zauberfuchteln wie du hingehören.“ Sie wollte aber nicht gehen. Beinah wurde Sie harsch in ihrer Wortwahl der Dame gegenüber die ihr doch eigentlich nichts getan hatte. Die Beiden gingen dann, ließen die Magierin stehen.

Die Zeit verlor sich nach einer kurzen Spanne wieder und die Dunkelheit wurde beinah drückend schwer. Sehnsucht legte sich über ihre Gedanken, doch je schwärzer die Nacht wurde, desto mehr verflüchtigte sich alle Hoffnung. Mit dem ersten goldenen Sonnenstrahlen, der über den Horizont kletterte, die Straße ihrer Dunkelheit beraubte, erstarb ihr letzter Funken. Seufzend wandte die Magierin sich ab und warf einen letzten Blick zurück, als Sie noch einmal die Tür gehen hörte. Was sich ihr zeigte, lies ihr Herz beinah stehen bleiben – Sie in völlige Regungslosigkeit zerren. Es war der Mann auf den Sie die ganze Nacht gewartet hatte, der plötzlich betrunken heraus stapfte…
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 749
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 2 Mai 2013 - 12:43

Das Leben war herrlich!
Nach den bedrückenden Vorboten der letzten Nächte hatten die Tage hernach kleine Wunder bereit gehalten.
Rachnel konnte gar nicht mehr aufhören zu lächeln.
Die Nachtruhe herrschte auf den Fluren des Novizenheims und alle Lichter waren längst gelöscht worden, doch Rachnel konnte nicht schlafen. Immer noch strahlte sie aus ihrem Bett hinauf an die Deckenbalken.

"Ihr habt heute einen großen Schritt getan." hatte Magus Morgentau sie gelobt.
Und genauso fühlte es sich an.
Es war nicht einmal der einzige Schritt, der sie zum Strahlen brachte. Manchmal geschahen die wichtigen Dinge im Leben eben alle auf einmal. Rachnel lachte leise in die Bettdecke.
Ihr Vater hatte die Werbung gestattet und nun ging Arc vor aller Augen auf Freiersfüßen. Es schien noch so unwirklich.
Aber sie war zuversichtlich und was könnte nach heute schon schief gehen?
Die hatte ihren ersten Zauber gelernt!
Den ersten richtigen.
Nicht nur auf dem Papier, nicht nur aus ein Buch.
Sie hatte in das Ley gegriffen und ihren ersten eigenen Zauber gewebt!
Es war nur ein einfacher Novizenzauber, nur ein kleiner, erster Start auf den langen Weg zum Magier. Aber heute war es für Rachnel dieser eine große Schritt, den ihre Lehrmeisterin anerkannt hatte.
Ab heute kann ich zaubern.
 
Nach oben Nach unten
Alethan

avatar

Anzahl der Beiträge : 300
Anmeldedatum : 05.08.11
Alter : 20
Ort : Stuttgart

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Sa 4 Mai 2013 - 10:16

Alethan hob sich eine Hand abwehrend vor die Augen, um nicht vom grellen, unbarmherzigen Licht der Sonne geblendet zu werden. Wie war er hier hergekommen? Hier war er noch nie gewesen!
Langsam blickte er sich um. Nichts als Wüste vor ihm. Ein paar zerfallene, alte Trollruinen in der Ferne und ein paar braune Felsmassive in der Landschaft, doch sonst nichts als goldener Sand. Als er an sich hinab sah, bemerkte er, dass er nicht wie sonst seine gemütlichen Roben trug, sondern eine schwere, stählerne Rüstung, geziert mit einem blauen Wappenrock, auf dem der goldene Löwe Sturmwinds prangte. An seinem Gürtel befestigt hing der Helm mit dem blauen Busch, ein Breitschwert, eine Trinkflasche und ein Jagdmesser. Auf dem Rücken trug er einen Schild, der ebenfalls mit dem Wappen von Sturmwind geziert war.

Als er ein Gewicht auf seiner geschützten Schulter spürte, wirbelte er herum und blickte in die Gesichter mehrerer Leute. Ein Mann mit schmalem, ebenmäßigem Gesicht, gehüllt in eine blaue Robe. Sein langes, braunes Haar war selbst in diesen Sandwinden noch perfekt. Vier kräftige Soldaten, ganz wie er wohl einer zu sein schien, ein kleiner, breit gebauter und bärtiger Mann mit einem Schießeisen, der in einen sandfarbenen Kapuzenmantel gehüllt war und eine kleine, nein, sehr kleine Frau mit pinken Zöpfen, die in ihren Händen zwei Dolche trug und in einen dunklen Lederharnisch gehüllt war. Dahinter eine größere Gruppe Menschen, Zwerge, Elfen und Gnome, die offensichtlich nicht viel mit dem Kriegshandwerk zu tun hatten und verängstigt aussahen. Er war wie versteinert, als er diese Szenerie betrachtete. Der Elf schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln; einer der Soldaten trat auf ihn zu.

"Hauptmann, was sollen wir tun? Der Brückenkopf ist weit und breit nicht zu sehen, uns geht das Wasser aus und diese verdammten Kannibalen sind uns auf den Fersen", sprach der Gerüstete.
Alethan benötigte einige Momente, um zu antworten. Er klang unsicher und verwirrt. "Err ... wir gehen weiter nach Süden, bis wir zum Meer gelangen. Von dort aus ist es nur noch ein Kinderspiel", sagte er, obgleich er sich nicht sicher war, ob dies überhaupt stimmte. Der Soldat nickte wieder und reihte sich in die Karawane ein. Die Reise ging wohl weiter.

Es vergingen einige Stunden, ehe Alethan von weitem das Meer sehen konnte. Erleichtert, stieß er Atem aus, als er schon darauf zugehen wollte. Doch spürte er wieder die Hand des Elfen auf seiner Schulter. Er wandte sich um und blickte den Zauberer an. "Was ist los?"
Der Elf blickte sich misstrauisch um und sprach dann mit seiner melodischen Stimme. "Hier ist etwas faul ... ich spüre eine Unregelmäßigkeit. Etwas verfolgt uns ...", antwortete er. Und just als er diesen Satz vollendet hatte, veränderte sich etwas. Die Luftströmung um die Karawane von Flüchtlingen veränderte sich rasch, Sand flog in alle Richtungen und hüllte sie ein.

Ein ohrenbetäubendes Rauschen begann, als sich plötzlich vor der Ansammlung dieser doch so kleinen sterblichen ein regelrechter Wirbelsturm entfesselte, der jegliche Materie zu sich ziehen vermochte. Als der angsterfüllte Blick des Soldaten-Alethan sich auf den Sturm richtete, floß diesem alles Blut aus dem Gesicht, als er über dem Sturm im Himmel einen Mann sah. Oder doch kein Mann? Nein, es war etwas größeres.
Ein großes, menschähnliches Wesen mit mächtigen Armen war es. Es hatte keine Beine, doch dafür eine Art Luftsog unter sich. Die Haut war sandfarben und von rötlichen Rissen durchzogen. Geschmückt war er mit Edelsteinen und feinen Armschienen, auf dem Haupt einen markanten Turban. Die leuchtenden Augen richteten sich auf die Karawane. Wie ein junger Gott die kleinen Sterblichen wie Ameisen betrachtete so betrachtete er eben sie. Und als er die mächtigen Arme hob, etwas in einer verdrehten, unbekannten Sprache sagte und die Hand in Richtung Alethans hob, entfesselte sich ein gewaltiger Blitzschlag, der den Soldaten durchfuhr, mehrere Meter hinfort schleuderte und ihn regungslos im Sand liegen ließ. Noch bevor ihm vollkommen schwarz vor den Augen wurde, sah Alethan, wie alle in chaotischer Angst herumrannten, gefangen in der schier ausweglosen Situation. Dann umfing ihn Dunkelheit ...





Alethan schreckte aus dem Schlaf hoch. Er blickte sich um. Sein Zimmer. Alles normal. Jedenfalls mit dem zimmer. Mit ihm? Er war verschwitzt und fühlte sich, als wäre er durch eine Wüste gelaufen. Was war das nur? Ein einfacher Traum ... ? Er hoffte es.
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 8 Mai 2013 - 10:35

(OoC: Zu den Geschehnissen vom 28.04. und 29.04.)

Eine brennende Kerze erhellte den Schreibtisch des Novizen. Vor ihm lagen ein in schwarzes, zierloses Leder geschlagenes Buch, auf diesem ein Zettel und neben diesem ein Pergament und ein weiteres, deutlich dickeres Buch. Nachdenklich betrachtete er die wenigen Worte, die er auf das Pergament geschrieben hatte. Lächelnd blickte er wieder auf das geschlossene Buch und gedachte den Ereignisse in den Abendstunden des gestrigen und des heutigen Tages.

Er hatte einen Brief seiner Mentorin erhalten und versuchte zwei Mal sie aufzusuchen, das erste Mal sah er sie, doch sie schien beschäftigt zu sein. Das zweite Mal als er ihre Räumlichkeiten in dem Magierturm aufsuchte, fand er sie gar nicht vor. So beschloss er zuerst Rachnel vom Schwein abzuholen, ehe sie dann gemeinsam ihre Mentorin aufsuchen würden.
Schließlich saßen sie zu später Abendstunde unter einem Baum vor einem gedeckten Tisch und lauschten Magus Morgentau. Die Magierin hatte ihm das dunkle Buch geschenkt. Fasziniert strich er über das Leder und das schwere Pergament, aus welchem die Seiten des Buches bestanden.
Aufmerksam lauschte er den Worten der Magus und schrieb den Zauber, wie es in „Einführung in die Zauberei – Band 1“ stand, mit sauberer Kalligraphie auf die erste Seite des Buches nieder. Schließlich forderte die Magus die beiden Novizen auf ihr eine kleine Gestik nach zu machen. Seine eigenen Bewegungen waren präzisier gewesen als die von Rachnel, doch die Gestik der beiden wurde als tauglich befunden. Es waren die elfisch anmutenden Worte, die ihr nicht sofort gelangen. Und dann sollten sie den Zauber wirken. Einen Zauber aus dem Ley wirken! Und es gelang beiden. Sie übten bis der Mond das nasse Grab der Sonne erreichte und langsam in diesem versank.
Und heute Abend ließ Magus Morgentau sie nochmals den Zauber wirken und sie prüfte, ob Rachnel und er ihn beherrschten. Sie bestanden beide die kleine Prüfung und ihre Mentorin erlaubte ihnen daraufhin den Zauber innerhalb der Mauern des Magierviertels jederzeit anwenden zu dürfen.
Doch zuvor…


Er seufzte leicht.

… führte es wegen dem Wort „elfisch“ noch zu erhitzten Gemütern.

Er betrachtet nun wieder den Zettel auf denen die Worte seiner Mentorin standen. Sie hatte sein Zauberbuch so verzaubert, dass man das Zauberbuch nur mit einem von ihm festgelegten Wort oder Satz zu öffnen war. Und genau darüber hatte er lange nachgedacht, ehe er am Morgen die Worte gewählte und in die Sprache der Kal’dorei übertragen hatte. Er betrachtete das Pergament auf dem die Worte standen sowohl in der Gemeinsprache als auch in der Schrift und Sprache der Kal’dorei. Leise murmelte er die elfischen Worte, welche in der Sprache der Menschen „Im Dunklen erwacht, das Feuer entfacht.“ bedeuteten und öffnete dann das Buch. Sein Blick ruhte einige Momente auf der ersten Seite ehe er das Buch wieder vorsichtig mit einem seichten zufriedenen Lächeln schloss.
Kurz schweiften seine Gedanken noch zu Reeka, Illann, Amanon und Damian. Er grinste leicht, ob der Vorstellung wie Amanon auf den Zauber reagieren würde. Mit diesen Gedanken griff er nach der Pergamentröhre mit den unbeschriebenen Pergamenten und zog eines heraus und begann zu schreiben.
 
Nach oben Nach unten
Alethan

avatar

Anzahl der Beiträge : 300
Anmeldedatum : 05.08.11
Alter : 20
Ort : Stuttgart

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Sa 11 Mai 2013 - 23:51

Alethan war wütend, als er die merkwürdige Zauberformel auf dem schroffen Dialekt des Dunkeleisenklans sprach, um Einlass in sein Quartier zu erhalten. Als er an den Kollegen hin zu seinem Gemach vorbei schritt, hielt er seinen Unmut unter einem sehr neutralen Pokergesicht versteckt. Jedoch, als er in seine Gemächer eintrat, ließ er einen lauten, befreienden Wutschrei heraus. Viel hatte sich in den vergangenen Wochen in ihm angestaut und es begehrte auf, aus ihm herauszuplatzen.

Das heute Abend hatte dem Fass den Boden ausgeschlagen. Für Außenstehende oder Fremde eine simple Banalität, für Alethan ein Katalysator. Es gab seit seiner Aufnahme in der Akademie fast ausnahmslos kein Gespräch zwischen ihm und den Erzmagiern, das als Ergebnis nicht einen gescholtenen, zurechtgewiesenen oder belehrten Alethan zurückließ. Und es nagte ziemlich an dem jungen Magier mit dem rabenschwarzen Haar. Während er den Stab hinfort in einen Stände schweben ließ, den Umhang von den Schultern löste und den Stirnreif vom Kopf nahm, dachte er immer noch zornig darüber nach.

Eine kurze Zeit war es besser geworden, doch jetzt fühlte er sich abermals wie der kleine, fünfzehnjährige Novize, der von nichts eine Ahnung hatte und wie ein Kind behandelt wurde. Es enttäuschte ihn, dass die Erzmagierin ihm das Machtspiel mit Sanktionen im Hinterkopf zutraute und es erzürnte ihn, dass der Erzmagier in seiner wie immer kühlen, arroganten Weise ihm selbst selbstverständliche Grundsätze- und kenntnisse nicht zutraute. Wieso hatte man ihm eine Lehrlizenz ausgestellt, wenn man ihm nicht voll umfänglich vertraute?

Er zog den Wappenrock über den Kopf und schmiss ihn in die Ecke, schlüpfte aus der Robe und ließ sie auf dem Boden liegen, trat zu seinem Kleiderschrank und hüllte sich in ein bequemes Hemd mit Hosen. Er ließ sich auf seinem Sessel nieder, ein Weinglas in seine Hand schweben lassend. Seine Gedanken waren mit Frustration geschwängert und er seufzte deprimiert. Vielleicht sollte er Fräulein Derwington wieder einen Besuch abstatten. Viel mehr hatte er ja nicht. Noch bevor er einen Schluck aus dem Glas genommen hatte, ließ er es wieder dort hinschweben, von wo er es genommen hatte. Dann erhob er sich und schritt in Richtung seines Privatzimmers. Heute würde er wieder schlecht träumen.
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 749
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 16 Mai 2013 - 18:27

Es roch nach Blüten und Sonnenstrahlen.
Ein wenig nach Erde und dem alten Dielenholz.
Unter den geschlossenen Lidern hob ein Lächeln Rachnels Pausbacken an, als Nexus‘ zarter Flügelschlag, einem leisen Glockenspiel gleich, einige träge Staubkörner in der Luft tanzen ließ, bis sie Rachnel in der Nase kitzelten.
Schnell klemmte sich das Mädchen die Fingerspitzen um die Nasenflügel und erstickte den Nieser zu einem gedämpften, hellen Laut.

Neckisch schmunzelte sie aus einem offenen Auge zu dem Feendrachling hinauf, der sich in dem Blütenkelch einer Traumwinde zusammengerollt hatte. „Du Schummlerin.“


Die schimmernde Dame hatte sich noch versteckt, als Rachnel diesen Morgen die Tür zum Botanicum aufgeschlossen hatte.
Also hing Rachnel zunächst ihre selbst geschriebene Liste auf und stellte dann ihr Mitbringsel auf dem kleinen Gartentisch ab: Ein dickwandig geblasenes Glas mit einer honigtriefenden Bienenwabe.
Das süße, klebrige Gold sammelte sich bereits auf dem Boden und Rachnel löste die Kordel, hob das Tuch vom Glas, nahm noch schnell einen Finger Honig und ließ das süße Geschenk dann offen stehen.
Erzmagierin Vermilion hatte ihr den Rat mit dem Honig gegeben, um sich mit ihrem besonderen Haustier gut zu stellen.
“Wenn du dich verhältst wie immer, wird Nexus dich schnell ins Herz schließen.“ waren Alethans aufmunternde Worte gewesen. Aber der Honig würde schon nicht schaden, dachte sich Rachnel.

Während sie Wasser schöpfen ging achtete sie stets auf verschlossene Türen und als sie die erste Runde durch die Blumentöpfe und Kübel machte, huschte der scheue Feendrachling unter einigen frühen Goldkleeblüten hervor und zog sich in die Traumwinde zurück, von wo er den Raum und Rachnel besser beobachten konnte.
Rachnel begrüßte die Kleine und gab sich alle Mühe, ihre Arbeit so ruhig wie möglich fortzusetzen, obwohl sie sich beim Zupfen alter Blätter dabei ertappte, wie sie eines von Jannas Lieblingsliedern summte.


Jetzt, nach getaner Arbeit – und sie hatte tatsächlich zweimal kontrolliert, ob sie auch ja keine fahle Blüte, keinen vertrockneten Strunk und kein welkes Blatt übersehen hatte – saß sie mit ausgestreckten Beinen und wackelnden Zehen auf dem Boden des Gartenhauses und tat… nichts.

Das Buch über Medivh lag neben ihr, aber Rachnels ganze Aufmerksamkeit galt Nexus, die sie aus ihren Träumereien geweckt hatte. Von Blumen im Haar, einem weißen Kleid, das der Wind um bloße Füße wehte und einer warmen Hand, die ihre hielt.

„Du Schummlerin.“
Nexus gab ein niedliches, sirrendes Geräusch von sich, von dem Rachnel nicht die geringste Ahnung hatte, was es bedeuten sollte. Trotzdem hörte sie dem Feendrachling einfach gerne zu. Es war wie Musik.
Rachnel griff nach dem Honigglas über sich auf den Tisch und stellte es krumm auf ihrem Schoß ab. „Du weißt gar nicht, was du verpasst.“ erklärte sie Nexus, als sie die Finger in das Glas steckte und einen großen Schwung Honig ablutschte.
„Ich wollte eigentlich mit dir teilen… aber es ist so lecker.“ Die Novizin streckte neckend mit geneigtem Kopf die Zunge heraus, doch Nexus schlug nur wieder klingelnd mit den Flügeln.
Rachnel schob den Finger erneut in das Honigglas und betrachtete das schimmernde Farbenspiel der Sonne im klaren, schweren Honig.
Nebenher plauderte sie weiter mit dem Feendrachling. „Ich versteh ja, dass du hier bleibst. Es ist wunderschön. Aber wenn du wüsstest, was im Novizenheim los ist.“ Rachnel kicherte in das Honigglas.
„Die Mädchen sagen, in der Badestube würde jemand Schabernack treiben. Trickserei.“ mutmaßte sie verschwörerisch. „Oder stell dir vor, Wassergeister. Meinst du, es sind Wassergeister? Goldapfel schwört, als sie gebadet hat, tauchte ein Wasserwirbel vor ihr im Zuber auf und da ist sie gleich stiften gegangen. Aber bei Goldapfel weiß man nie.“
Sie tunkte ihren Finger in den Honig und holte einen kleinen Tropfen auf der Fingerkuppe aus dem Glas.
„Jetzt traut sich kaum eines der Mädchen mehr in die Kammer. Ich würde ja zu gerne wissen… Nexus?“
Sie hatte den Honigfinger zur Traumwinde empor gestreckt, doch nun entdeckte sie dort keinen Feendrachling, der ihr Angebot entgegen nehmen könnte.

„Nexus?“
Sie sah sich suchend um. War die Tür verschlossen? Ja, war sie. Die Fenster? Alle zu.
Oben im Gebälk war von dem kleinen Feendrachling nichts zu sehen.

Und Rachnel erschrak fast selbst, als es sie plötzlich am Fuß kitzelte.
Nexus machte einige hastige Flügelschläge, als die Novizin mit dem Bein wippte, aber während Rachnel den Feendrachling noch mit großen Augen anstarrte, setzte er sich schon wieder auf dem bloßen Fuß nieder und umwickelte Rachnels großen Zeh mit seinem Schweif.

Honig tropfte von ihrem Finger, als Rachnel das kleine Wesen mit angehaltenem Atem anstarrte.

Und dann lächelte.

„Honig, Nexus?“
 
Nach oben Nach unten
Leanie

avatar

Anzahl der Beiträge : 31
Anmeldedatum : 26.02.13
Alter : 24
Ort : Berlin

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 21 Mai 2013 - 8:02

Im Zimmer über den Bergbauwergen, im Zwergenviertel, liest Leanie gelangweilt ihre Bücher über Geschichte der Allianz und der Magie. Da geht plötzlich die Tür auf, sie schaut auf und sieht ihre Mutter. Sie rennt zu ihr und umarmt sie. Seid fast einer Woche hat sie ihre Mutter nicht mehr gesehen. "Hallo, Liebes." Lächelt ihre Mutter glücklich und umarmt sie ebenfals. "Hallo Mutter! .. Wie wars in gnomeregan?! Du musst mir alles erzählen!". Die Mutter lachte leise, stellte erst mal ihre Sache ab und setzte sich an den kleinen Tisch. Leanie setzte sich dazu und lauschte gespannt. "Also: Die Troggs und die Lepragnome haben mal wieder einen Aufstand gemacht. Die waren aber leicht wieder zurückzu drängen .. Das schwierigste waren die Eistrolle die die Zwerge in Kharanos immer wieder bedrohten. Deswegen wurde meine Einheit dahin geschickt um den Zwergen zu helfen. Ein spannender Kampf. Doch die Trolle haben ziemlich schnell nachgegeben. Aber das wars noch nciht ganz habe ich die befürchtung. Ich glaube bald wird der Anführer erscheinen und das ganze Dorf vernichten wollen. Doch in der ganzen Woche ist das Dorf heil gewesen. Die Zwerge haben mit Met sich bedankt. Das war sehr leckr. Wie immer in Dun Morogh." Sie lachte. Leanie kicherte mit. "Und was hast du hier so gemacht, liebes? Alles in Ordnung?". "ja, Mutter. alles in bester Ordnung. Ich habe mir einfach immer im Gasthaus was warmes gegönnt udn saft hatte ich ja hier noch. Ich habe für mein Studium gelernt und war sogar mit Novizen unterwegs." sie lächelte. "Oh das klingt ja toll! .. UNd habt ihr euch gut verstanden?". "Ja Sicher! alle finden mich voll niedlich . *kichert* Und die Lehrer sagen ich lerne recht gut udn shcnell." , "Na das ist doch mal was gutes. Ich bin sehr stolz auf dich.". Lenaie lächelte erfreut. "Liebe Grüße übrigens, von deien Großeltern. Die haben sich ja jetzt zurück nach Eisenshcmiede gezogen, weil es ihnen immer schwerer fällt weiter zu kämpfen. Immerhin sind sie ja schon über Einhundert." Leanie nickte. "danke."
"Und noch was..." sagte die Mutter, " ... In ein paar Tagen ist ja dein geburtstag" sie lächelte leicht. "Jaaa .. * Lea kicherte. "ich werde Neunundzwanzig. Nichts großes." ... "Nunja . aber .. heute ist es Neunundzwanzig Jahre her das .. dein gelibter Vater .. " Sie sprach nciht weiter und Leanie verstand sofort und nickte.
Danbn am Abend gingen beide, in schwarz gewandet, zum Friedhof von Sturmwind. Wo ein kleines Grab lag, zwischen den vielen anderen. Beide knieten sich hin, legten einen Blumenstrauß aufs Grab und hielten inne. Nach einer weile liefen bei Leanie und ihrer Mutter tränen über die Wangen. Sie umarmten sich.

"Möge das Licht deine Seele wohlbehagen auf sich tragen. Und uns alle beschützen." sprach die Mutter leise zum Grab. Sie seufzte und ging mit Leanie wieder nach Hause.
 
Nach oben Nach unten
http://www.facebook.com/#!/dwiedemann1
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 22 Mai 2013 - 1:30

Es war früher Morgen, die Sonne hatte sich gerade soweit aus dem Meer erhoben, dass die ersten wärmenden Strahlen die Stadt am Meer wärmen konnten. Der Novize war unfreiwillig erwacht, ein Albtraum hatte ihn aus dem Schlaf gerissen. Doch da die Sonne bereits durch die Vorhänge des kleinen Fensters ihre wärmenden Finger ausgestreckt hatte, entschied er sich noch schlaftrunken wach zu bleiben und seinen Tag wie jeden morgen zu beginnen.

So schlurfte er durch die noch sehr leisen Gänge des Novizenheimes. Seine Schritte erschienen ihm eine kurze Weile die einzigen Geräusche gewesen zu sein, die hörbar waren. Doch als er schließlich in den Eingangsbereich der Novizenwaschkammer kam, hörte er das Tropfen des Wassers. Jemand schien sich leise dort zu waschen, um diese Lichtverlassene Uhrzeit. Er runzelte die Stirn und verharrte einige Augenblicke, ehe seine Neugier siegte und er in den, durch wenige Kerzen schwach erhellten Raum zu schauen. Abermals erstarrte er, nicht aus dem inneren Kampf gegen seine Neugier, sondern weil sein Blick auf die schwarzen, langen und nassen Haare, welche dem Novizen über die Schulter fielen. Doch waren die Haare nicht der eigentliche Grund, warum er erstarrt war. Es war das, was nur teils von den Haaren verborgen war und nun im Kerzenlicht Schatten warfen. Narben! Seine Müdigkeit war schnell verflogen. Der ganzen Rücken des Mannes war vernarbt. Einen langen Schnitt konnte er aus machen, doch die anderen Narben? Er wusste nicht woher sie stammten. Noch einige Augenblicke starrte er auf den Rücken des jungen Mannes, welcher sich nun deutlich regte. Der Spähende zog schnell seinen Kopf ein und eilte zu seinem Zimmer, wollte er doch dem Unbekannten nicht im Wege stehen.

Als er wenige Minuten später wieder zurück in das Kämmerlein schlich, war diese leer. Er grübelte über das Gesehene, wusste er doch noch immer nicht denjenigen zu zuordnen, dessen Rücken er gesehen hatte.

Als er schließlich das Novizenheim verließ, um noch einmal in den Morgenstunden in der Bibliothek seine letzte Lehrstunde zu wiederholen, sah er, die Terrasse der Magier fegend, einen Novizen den er nur von flüchtigen Blicken und den Gerüchten von Goldapfel und eines älteren Novizen kannte.

Und wieder kehrten seine Gedanken zu der morgendlichen Begegnung zurück.



(Vielen Dank an Rachnel für das Bild.)
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 749
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 27 Mai 2013 - 22:52

Die Nacht von Freitag auf Samstag

Rachnel hob das Gesicht in das Licht dieses Vollmondes und strich über die weichen Frühjahrsblätter der Mondkelchranke, die Roselie ihr damals geschenkt hatte.
Die Pflanze aus Darnassus war seither langsam, aber stetig gewachsen und in dieser klaren, hell erleuchteten Nacht besonders schön anzusehen. Ihr leichter Duft erinnerte an die Wipfel von Teldrassil.
Auf der anderen Seite der Fensterbank leuchtete im sanften Schoß der Blütenblätter verlockend die rote Frucht der Pflanze, die ihr so überraschend zum Geschenk gemacht worden war.
Rachnel verzog das Gesicht.
Ein wenig sehnte sie sich nach einem frischen Wind und dem Meeresrauschen, doch das offene Fenster ihres Novizenzimmers war zu weit von alldem weg. Von hier hörte sie nur hin und wieder ein Eichhörnchen in den Bäumen rascheln, oder das beruhigende Schlagen der Greifenschwingen über sich, wenn eine der Patrouillen ihre Bahnen zog.
Für das übliche Stadttreiben war es zu spät.
Bald würde auch der Mond hinter den Dächern verschwinden.

Hinter ihr lag Arcaynas schlafend auf einem improvisierten Lager neben Rachnels Bett. Ob es jemandem aufgefallen war, dass er ihr Zimmer die Nächte nicht verlassen hatte, war ihr im Moment völlig gleichgültig. Sie hoffte, dass er schlief und zur Ruhe gekommen war.
Er hatte sich lange friedlos gewälzt, wohl träumend.

Träumend.

Rachnel schloss die Augen und ließ das silberne Mondlicht ihre Lider kühlen.

Ihre eigenen Albträume hatten sie beide eingeholt.

Wieder.

Aufkommende Stürme. Bolzen in der Nacht. Dunkle Männer mit rauen Stimmen und tückischverführerischen Worten.
Das letzte mal hatte eine ersterbende Lilie den Untergang des Hauses Weißwacht angekündigt.

Doch sie konnte Arc mit diesen Gedanken nicht noch zusätzlich belasten, er litt jetzt schon an mehr, als an den sichtbaren Verletzungen des Überfalls.
Er würde für Tage das Novizenwohnheim wieder nicht verlassen.
In die Enge getrieben wie ein waidwundes Tier. Im nächsten Moment verabscheute sie sich für diesen Gedanken.
Doch Arc entdeckte nun in allem unheilvolle Zeichen und mögliche Fallen, sah alte mit neuen Feinden verstrickt und zudem mit seinem unerwarteten Konkurrenten verwickelt.

„Was bringt dich um den Schlaf? Dass er etwas planen könnte? Oder dass ich ihn treffe?"
Er hatte nach Worten gerungen.
„Beides. …Dass er dich verletzt… und ich nicht da bin.“

Als wäre nicht Arc derjenige gewesen, der mit etlichen Verletzungen in einer verlassenen Gasse zu Boden gegangen war, während Rachnels sonderbarer Verehrer ihr kein Haar gekrümmt hatte.

“Beschütz mich nicht zu sehr.“

Doch mit nichts hatte sie ihn überzeugen können, mit nichts seine hartnäckigen Zweifel lindern können. Unzerstörbar schien das Misstrauen.

Vertrau mir, hatte sie ihn gebeten.
Mit einem ungehaltenen Seufzen öffnete sie die Augen.
Ungehalten mit Arc, ungehalten mit Hiram, ungehalten mit sich selbst, weil sie in Wahrheit keinem von beiden lange böse sein konnte.

Ihr Bewusstsein leugnete dabei mit der Standhaftigkeit junger Liebe, was sie in Wahrheit umtrieb:
Seine Ängste überschatteten sein Vertrauen.
In sie.
In sich selbst. Vor allem in sich selbst.
In die Willkür des Zufalls.
Und die unausgesprochenen Gedanken nährten einen von fremder Hand wohl platzierten Funken, der die nagende Frage aufwarf, ob es sich je ändern würde…

Hatten sich die Schatten so festgebissen, dass sie Arc nach jedem Schritt nach vorne wieder zwei zurück zerren würden? Würde es ein ewiger Kampf sein?
Noch würde sie alles tun, um Arcaynas zu halten. “Ich gehöre ihm längst.“
Hinter ihr schreckte Arc mit einem halblauten Aufschrei aus dem Schlaf und sie fuhr am Fenster herum.
Im nächsten Augenblick war sie an seiner Seite. "Arc, Ich bin da. Shhh, ruhig, es war nur ein Traum. Es ist gut, alles wird gut."

Alles... ...und vorerst vertraute sie dabei auf Alethan.


Zuletzt von Rachnel am Mi 12 Jun 2013 - 23:27 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 27 Mai 2013 - 23:54

Alles war dunkel um ihn. Er spürte zuerst gar nichts. War er noch am Leben? Dann sah er wieder die Glühenden Augen und spürte langsam die immer stärker werdenden Schmerzen. Er riss die Augen auf und starrte gegen eine Decke. Die Schmerzen machten ihm die Wahrnehmung und das Denken zu einer Qual.

Wo war er?

Irgendjemand sagte etwas, doch er verstand es nicht. Irgendetwas versperrte ihm die Sicht auf die Decke, doch erkannte er nicht. Dann viel er auch schon wieder in die schmerzlose Schwärze. Und wieder sah er diese glühenden Augen, während die Schmerzen zurückkamen.

Als er dieses Mal gequält die Augen öffnete, erkannte er… eine Frau, die sich über seinen Körper… seine Augen weiteten sich vor Schrecken und Schmerz, als ihm gewahr wurde was geschehen war… warum er diese Schmerzen spürte. In seinem Körper klafften Wunden. Und schließlich nahm er auch den rauen Stoff an seinem Gesicht war. Die Frau hatte sein Erwachen noch nicht bemerkt. Als er seine Hand zitternd hob und auch hier Verbände erspäht, erstarrte er und lies den Arm wieder sinken. Er spürte nur Schmerzen. Die Frau wandte sich zu ihm, doch wieder raubten die Schmerzen ihm nach und nach die Sinne.
Er wusste nicht wie viel Zeit so vergangen war. Die Schmerzen waren mal weniger mal stärker. Doch schließlich nahmen sie wieder zu, als würde er auf einer Streckbank liegen. Er starrte gegen die Decke, alles war dunkel doch langsam erkannte er immer mehr Einzelheiten, roch die würzigen Heilkräuter und schrie. Die Frau kam zu ihm gerannt und versuchte ihn ins Bett zudrücken. Sein Blick schien sich etwas zu erheben und sie erstarrte…

Dann wurde alles Schwarz. Nur der Geruch von Blut hing ihm noch in der Nase…



Er saß aufrecht in seinem Lager, in seinen Ohren halte noch sein Aufschrei nach. Er blickte sich kurz panisch um. Dann sah er Rachnel ihn besorgt ansehend und hielt sich den Kopf. Er versuchte sie beruhigend an zu schauen, doch konnte er die Wirkung des Traumes auf sich nicht ganz verbergen. Ein weiteres Bild hatte sich nun in seine Gedanken gebrannt und er verzog leicht das Gesicht.

Das Licht des Vollmondes erhellt noch immer das Zimmer.
 
Nach oben Nach unten
Leanie

avatar

Anzahl der Beiträge : 31
Anmeldedatum : 26.02.13
Alter : 24
Ort : Berlin

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 28 Mai 2013 - 20:16

Nachdem Lenaie den Schlüssel für das Novizenheim endlich bekommen hat. Ging sie sogleich zu ihrer Mutter um ihre Sachen zu packen. Voller Freude, zeigte sie ihrer Mutter den Schlüssel. Diese freute sich mit ihr und half ihr beim packen. Lea bat ihre Mutter mit ihr zu kommen. Die Mutter tat dies gerne und ging also mit.

Als sie ankamen staunte die Mutter über die schönheit des Heims. Die Novizen die gerade im haus waren schauten die beiden neugierig an. "Gleich zwei Gnominnen?" fragte sich eine novizin selbst. Leanie kicherte nur, schüttelte den kopf und ging hoch. Die Mutter folgte.
Dann schloss Lea ihr Zimmer auf und trat hinein. "Ein schönes Zimmer, Liebes!" meinte die Mutter lächelnd, als sie sich umschaute. Lea nickte eifrig.
Die beiden packten die Sachen aus den Taschen und räumten sie sorgfältig weg.
Nach einer Weil musste die Muter wieder gehen. Sie verabschiedeten sich. Es war schwer. Obwohl sie nicht so weit weg wohnten, würde Leanie ihre mutter vermissen. Aber sie wird langsam erwachsen .. und das gehört zum erwachsen werden dazu!
Als sie alleine war, sprang Leanie aufs Bett, legte sich hin .. und kicherte. Sie war richtig glücklich. Dann schaute sie zum Bild auf dem Nachttisch. Das Bild hat ihre Mutter gezeichnet. Es eigt sie und ihren Vater. UNd Leanie als kleines mädchen in de rmitte. und schon seufzte sie. Sie vermisste ihn. Wenn er doch nur zusehen könnte. bei ihrem Studium hier.

Aber sie wird es schon schaffen. ... Hoffentlich ohne große verletzungen ..

 
Nach oben Nach unten
http://www.facebook.com/#!/dwiedemann1
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 17 Jun 2013 - 22:32

Die zwei Monde hatten sich bereits aus ihrem nassen Grab erhoben und der junge Mann saß bei geöffnetem Fenster auf dem Fenstersims seines Zimmers im Novizenheim. Der Tag war warm gewesen und er war nicht allzu lange im leeren Lamm gewesen. Er lehnte am Fensterrahmen und lies seinen Blick über den Himmel und das nächtliche Magierviertel wandern. Der gestrige Abend war ihm noch im Gedächtnis und er seufzte sachte. Ehe ihm das leise Liebeslied eines Frosches an die Ohren drang. Wohin mochte sich das kleine Tier wohl verirrt haben, damit er hier oben in seinem Zimmer seine Laute vernahm. Das leise Quaken vertrieb langsam seine Gedanken und schließlich formte er mit seinen Lippen selber ein lautloses Quaken. Mit einem seichten Lächeln rutschte er vom Fenstersims und zündete eine der Kerzen auf seinem Schreibtisch an. Ein Pergament wurde herbeigezogen, ebenso wie Tinte und Feder. Leise wanderte die in Tinte getunkte Feder über das Pergament.
 
 
In einem kleinen, aber schönen Anwesen ihrer Eltern lebte eine junge Prinzessin. Sie hatte kupfernes Haar und bernsteinfarbende Augen, welche alles Neugierig ansahen. Das junge Mädchen schien stets vor Lebenslust, Neugierde und Abenteuerlust fast zu Platzen. Selbst noch, als ihre Eltern ihr einen ihrer Hofmagier als Lehrmeister auf das Anwesen schickten. Der Lehrmeister ging behutsam mit ihr um, konnte jedoch nie ihre Neugierde stillen und schließlich begann die Prinzessin sich immer mehr für Magie zu interessieren. Schließlich folgte der alte Mann dem Quengeln des Mädchens und begann sie langsam mit den Lehren der Magie vertraut zu machen.
 
Das Mädchen machte langsame, aber sichere Fortschritte und so verging die Zeit. Auf den Sommer folgte der Herbst, nun zum vierten Mal, seit dem der alte Mann begonnen hatte sie in der arkanen Kunst zu unterweisen. Im langsam vergehenden Sommer kam ein neuer Gast auf das Anwesen. Ein dürrer Jüngling, welcher sich zuerst in der Bibliothek Tag für Tag verschanzte bis die Prinzessin ihn dort fand und mit sich zog. Die Prinzessin freute sich über den fremden Jüngling, war er doch einer der wenigen gleichaltrigen im Anwesen. Sie streiften immer wieder durch das Anwesen und stahlen sich auch gelegentlich aus diesem hinaus um die Nacht im Freien zu verbringen und Mond und Sterne bei ihrer Wanderung zu zusehen. Der Jüngling blieb selbst noch auf dem Anwesen, als der Herbst heran nahte und die Blätter der Bäume bunt färbte. Und so kam es, dass ihr Lehrmeister eine Reise in ein fernes Land antreten musste. Er verbat dem Mädchen sich der Magie zu Bedienen, bis er wieder im Anwesen sei.
 
Der Herbst verstrich und Schnee begann das Anwesen weiß zu färben, ohne dass die Prinzessin der Magie bediente oder dem Jüngling von den Lehren erzählte. Der Jüngling blieb weiter im Anwesen und das Lachen der beiden erklang immer wieder in den Mauern des Anwesens. Noch einige Tage vergingen und die Prinzessin und der Jüngling spielten in auf einem kleinen bewachsenen Hügel, als es ihr in den Fingern juckte dem Jüngling ihr Geheimnis anzuvertrauen und auch einen Zauber zu zeigen. Der Jüngling erklärte sich gespannt bereit, dass sie ihn verwandeln dürfe. Die Prinzessin schloss konzentriert die Augen, die Finger auf den Jüngling gerichtet und vollführte einen Zauber. Sie öffnete die Augen, als sie ein lautes aber auch zitterndes Quaken vernahm. Der Frosch, der in den Kleidern und den Fußstapfen des Jünglings saß sprang gerade in einen Ärmel der warmen Kleidung. Sie lachte leise und kniete sich an die Kleidung und murmelt leise zu dem Frosch. Doch als der Jüngling nach einigen Minuten immer noch nicht wieder vor ihr stand wurde sie panisch. Sie versuchte sich zu beruhigen und schloss erneut die Augen um den Zauber zu lösen, doch anstatt das der Frosch sich in den Jüngling zurück verwandelte, vernahm sie eine Mischung aus einem Quaken und einem Mäh. Der Frosch hatte um seinen Torso herum einen Schafspelz bekommen. Ihre Augen weiteten sich vor Schreck und sie zog den Frosch zu sich und vergoß einige Tränen. Jeder weitere Versuch den Zauber aufzuheben, scheiterte im Ansatz. Und so kehrte sie mit dem in Kleidung gehüllten kleinen Schafspelzfrosch in das Anwesen zurück. Noch hatte sie die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich der Zauber von selber löste, doch der Abend verstrich ebenso wie der nächste Morgen. Und so schwand die Hoffnung und wandelte sich in einen Plan. Sie würde ihren Meister suchen und finden! Und so ging sie zu ihrem alten Kindermädchen und bat sie bitterlich, auf das merkwürdige Wesen achtzugeben, während sie sich auf die Suche nach ihrem Lehrmeister machen wollte. Die alte Frau widersprach ihr vehement, doch schließlich gab sie nach, konnte sie schon früher dem Mädchen keine Bitte ausschlagen.
 
Und so brach das Mädchen auf um ihren alten Lehrmeister zu suchen. Die Jahre vergingen über dem Anwesen und weder der alte Magier noch die Prinzessin kehrten zurück, doch die alte Frau hielt ihr Wort und umsorgte den pelzigen Frosch.
 
Der Herbst neigte sich dem Winter zu, nun zum fünften Mal, seit dem die Prinzessin aufgebrochen war. Eines frühen Winterabends klopfte es an den Toren des Anwesens und zwei Personen in zerschlissenen dicken Mänteln standen davor. Die wenigen verbliebenden Bediensteten betrachteten die Fremden und wollten sie gerade fortschicken, als das alte Kindermädchen nun mit schlohweißem Haar und von den Jahren weiter gebeugt zum Tore humpelte. Sie schellte die anderen Bediensteten, dass man doch keinen alten Mann draußen in einer Winternacht vor dem Tore stehen lassen konnte. Gerade als die Frau ihre Schimpftirade beendete, wurde diese von der zierlicheren der beiden Gestalten erblickt und diese rannte auf die Frau los, wobei die Kapuze nach hinten wehte und das kupfernde Haar sichtbar machten. Es war die Prinzessin, die sich um den Hals des Kindermädchens warf. Sie war erwachsen geworden und dennoch versprühten ihre Augen noch immer dieselbe Lebenslust und Freude wie als Kind. Die Bediensteten verneigten sich und ließen die Prinzessin und ihre Begleitung in das Anwesen. Die nun junge Frau erkundigte sich nach ihrem einstigen Spielgefährten und die Frau nickte nur sachte und führte sie in ein Zimmer der Bibliothek. In dem Raum saß ein Frosch. Ein Frosch mit dem Pelz eines Schafes. Dieser Hüpfte auf die drei zu und gab wieder diesen Mischlaut aus Quaken und Mähen von sich. Der alte Mann warf der Prinzessin einen scharfen Blick zu und forderte sie auf den Zauber zu lösen, hatte er doch während der Reise genügen Zeit gehabt sie zu schellten. Die alte Dame ließ einfache, aber warme Kleidung in das Zimmer bringen, ehe die Prinzessin den Zauber warb. Unter ihren Worten und Gestik richtet sich der Frosch langsam auf und wurde größer. Die Schwimmhäute verschwanden, ebenso der Pelz und schließlich stand vor der Prinzessin ein erwachsener Mann. Hager wie einst der Jüngling. Er hatte auch dieselben Augen und ehe der Mann sich weiterrühren konnte warf sich die Prinzessin mit Freudentränen auf den Wangen um seinen Hals und küsste ihn. Als sie merkte was sie getan hatte lief sie scharlachrot an und ließ von dem nun noch verwirrter drein Blickenden Mann ab. Die alte Frau hüllte ihn in einen Mantel. Die ersten Worte die ihm über die Lippen kamen waren die Mischung aus Quaken und Mähen. Dann fand der junge Mann seine Stimme wieder und blickte noch immer überrascht zu der Prinzessin.
 
„…Du?“
 
Sie wich seinem Blick mit noch immer hochrotem Kopf aus. Sie murmelte etwas Unverständliches. Der alte Mann gab ihr einen sachten Stoß mit seinem Gehstock und warf ihr einen auffordernden Blick zu. Dann verließen sowohl der Magier als auch das Kindermädchen den Raum und die beiden standen sich schweigend gegenüber Die Prinzessin zu tiefst verlegen, dass sie ihn geküsst hatte und der junge Mann überrascht. Sie spielte an ihren Finger herum und biss sich auf die Lippe, ehe sie leise murmelte.
 
„Ich habe dich vermisst…“
 
Langsam löste sich der in den Mantel gehüllte Mann aus der Starre und trat an sie heran. Zögernd legte er ihr eine Hand auf die Wange.
 
„… du hast dein Wort gehalten… Prinzessin.“
 
Und ehe die Prinzessin erstarrt unter der Berührung sich rührte beugte er sich zu ihr hinab um ihr einen Kuss auf die Lippen zu hauchen. Langsam schob sie seine Arme um ihn und leise kullerten weitere Freudentränen aus den überraschen Augen.
 
 
Er betrachtet die geschriebenen Zeilen nachdenklich und warf einen Blick hinaus in die Nacht. Der Mond und die Sterne waren deutlich gewandert. Auch die Kerze war deutlich niedergebrannt und so erhob er sich und ging leise zur Tür. Diese schloss er auf und schlüpfte mit den Pergamenten in der Hand durch die Tür. Der Schlosse klickte leise im Schloss, als er die Tür wieder verschloss und leise zu der Tür von Rachnels Zimmer ging. Er drückte sie lautlos auf und stahl sich in ihr Zimmer. Das fahle Mondlicht erhellte des Zimmer gut genug, so dass er etwas sehen konnte. Mit einem kaum hörbaren Rascheln legte er die beschriebenen Seiten auf den Schreibtisch und setzt sich vorsichtig auf die Bettkante. Mit den Fingern stricht er ihr die wilden Haare aus dem Gesicht und murmelte leise.


„Meine Prinzessin.“

Er saß eine Weile still auf ihrem Bett, ehe er ihr einen sachten Kuss auf die Wange hauchte und lautlos ihr Zimmer verließ.
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 749
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 20 Jun 2013 - 23:14

Eine Woche zuvor - in der Nacht vom 13ten auf den 14ten.


Das warme Licht einer einzelnen Kerzenflamme glitt über den oberen Flur, malte die Kerben und Schatten auf der Holztäfelung neu und floss davon.

Die Tür zur Badestube der Mädchen fiel ins Schloss und im Geschoss des Novizenwohnheims war es still und dunkel wie zuvor.
 
Mit einem Span und der Kerze entzündete Rachnel das Feuer unter dem Kessel und lange hockte sie einfach nur davor und beobachtete, wie die kleinen Flammen nach den Scheiten leckten und das Holz langsam aufglühte und knackend aufsprang, als würde es selbst zu lebendigem Feuer werden, bis die Furchen ausbrannten, verrußten und schließlich in kaltem, weißem Staub auf die gebrannten Fliesen vor der Feuerstelle fielen.
Rachnels Gesicht glühte mittlerweile von der Hitze, doch sie blieb mit dem Kinn auf den Knien hocken und malte still Zeichen in die frische Asche, bis der Wasserdampf den Raum füllte.
 
Beinahe schon rituell anmutend hatte sie sich entkleidet und den Zuber gefüllt, in den sie jetzt langsam hineinstieg. Klein wie sie war, konnte sie einmal ganz darin eintauchen und bevor das Wasser sie geräuschlos verschluckte, verschwamm das vom Feuer sanft beleuchtete Bild des Sanktumswappen vor Rachnels Augen.
Eine schon beunruhigend lange Zeit waren das Knistern des Feuers und das seltene Zerplatzen kleiner Luftblasen die einzigen Geräusche im Zimmer.
 
Wärme und dumpfe Dunkelheit. Der ruhige Herzschlag spricht in Wellen hinaus zum Wasser, wartet auf ein Echo.
Sie selbst wartet auf ein Echo. Nein, eine Antwort. Nur die kleinste Reaktion.
Diesmal nicht. Diesmal war es wie immer.
Auf ihr stummes Rufen folgte Stille.
 
Das Ley spricht nicht. Man muss es nicht rufen.
Warum bist du also hier?
Sie wusste warum. Wusste es, obwohl sie sich so sicher gewesen war, die Entscheidung schon unter den dunklen Blättern von Teldrassil getroffen zu haben.
Es ist wie schweben. Bis der Druck auf die Lunge zunimmt. Wie jetzt.
 
Der Druck, die Taubheit, die sie seit dem Gespräch der Lehrstunde geknebelt hatte. Hatte die Erzmagierin gewusst, welchen wunden Punkt sie treffen würde? Welche vergraben geglaubte Fragen sie neu aufwerfen würde?
Ihre Eltern würden ihr den Kopf abreißen.
Was, wenn sie recht hat?
Deswegen bist du hier.
 
Hatte sie es nicht ernst genommen? Das nicht. Aber sie hatte es unterschätzt.
Dort unter Wasser fand sie Sicherheit wieder und doch wartete sie, bis es ihr unmöglich war, länger die Luft anzuhalten.
 
Langsam tauchte ihr Schopf aus dem Zuber auf.  Nass und im Flammenlicht floss es ihr wie flüssiges Kupfer um Hals und Schultern.
Das Knistern des ersterbenden Feuers empfing sie und sie nahm einen tiefen, ruhigen Atemzug, ehe sie sich wieder etwas zurücksinken ließ.
 
Sie schloss die Augen, Salz floss ins Badewasser und erst nach und nach wurde ihr Atem ruhiger, die Gedanken klarer und ihr Geist öffnete sich…
"Bist du da?"


 
-- "Warum sehen wir was wir glauben wollen und glauben nicht was wir sehen?
Weil uns die Hoffnung treibt." --
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 27 Jun 2013 - 17:38

In der Nacht öffnete sich leise die Tür des Novizenheims und eine dunkle Silhouette schlüpfte hinaus. Das Licht der Laterne enthüllte kurz die davon huschende Silhouette. Es war einer der Novizen. Dunkles Haar zu einem Zopf zurück gebunden und bleiche Haut. Irgendetwas trug er auf dem Rücken, doch da war er schon wieder in die Dunkelheit innerhalb der Stadtmauern verschwunden. Die lautlosen Schritte führten den Novizen unter den Monden zu einem dunklen Riss in der Stadtmauer. Der Riss war gut verborgen und hob sich auch bei Tage von weitem nicht stark von der Mauer ab. Das Dunkel des Risses nahm den Novizen für einige Augenblicke auf, ehe dieser im Schatten der Bäume in den südlichen Hügeln von Sturmwind trat. Die Dunkelheit schien ihn willkommen zu heißen, umschloss ihn und ließ selbst die helle Haut verschwinden. Er lauschte einige Momente mit geschlossenen Augen, ehe er mit weiterhin fast lautlosen Schritten durch die Bäume schritt, dabei die hellen Lichtflecken des Mondlichtes, welches das Blätterdach durchbrach, meidend.

Am Rande des kleinen Haines blieb der junge Mann stehen, den Blick auf das Mond beschienene Meer gerichtet. Schließlich sank der schwarze Rucksack langsam von seinen Schultern in das Gras bei den Wurzeln eines Baumes. Kniend suchte er kurz in dem Rucksack und ergriff zuerst einen ledernden Ball, ehe seine Finger das gesuchte erfassten. Einige Augenblicke wurde das Mondlicht von dem geschmiedeten Metall reflektiert. Der Novize erhob sich. Seine Schritte führten ihn von dem Baum weg, nicht weit, dann blieb er stehen und schloss die Augen. Die langsamen Bewegungen, die nun folgten waren langsam und Präzise. Die Klingen schnitten durch das Dunkel der Bäume. Diese Bewegungen kamen jenen gleich, welche er bei seinen Meditationen in den Morgenstunden vollführte.

Der Mond war bereits ein kleines Stück weiter gewandert und die Grenze zwischen Licht und Schatten hatte sich unter den Bäumen verschoben. Die Bewegungen des Novizen wurden schließlich schneller und tödlicher. Die Dolche zerschnitten flink und gelenk die Nachtluft, während der Novize einen Tanz mit einem unsichtbaren Feind vollführte. Ausweichen, Parieren und Zustoßen mit den Klingen stellten den Großteil der Bewegungen dar, doch auch Hiebe mit dem Ellenbogen und kleine Kniestoße fügten sich in das Bewegungsbild des Mannes.

Die Haare hatten sich teilweise etwas aus dem Zopf gelöscht, als der Novize schließlich aus dem Schatten der Bäume heraustrat und abermals das Meer betrachtete. Ruhig saß er dort noch, ehe er sich erhob und erneut im Dunkel der Nacht ins Novizenheim zurückkehrte.


Die Sonne erhob sich schmal aus dem Meer, als der Novize erneut zwischen den Bäumen hindurch trat.


Etwas mehr als eine Stunde später sah man den Novizen wieder wie fast jeden Morgen im Eremiten seine Arbeit verrichten.
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 30 Jun 2013 - 21:23

Donnerstagnacht, nach dem Novizentreffen:

Er war früher vom Novizentreffen aufgebrochen unter dem Vorwand, dass er noch zu Lernen hätte, doch in Wahrheit war ihm übel. Er hatte nicht vor Rachnel den lang ersehnten Abend zu verderben und so schlich er nun unter den Bäumen in den Hügeln entlang. Seine Schritte führten ihn zu dem kleinen Lager, welches Rachnel und er unter den Wurzeln eines der Bäume aufgeschlagen hatte. Daraus zog er die dünne Strohmatte und rollte sie aus. Mit dem Rücken an den Baum gelehnt saß er auf der Matte und blickte in den Himmel. Er bewegte sich nicht um seinem Bauch nicht durch die leiseste Bewegung zu wecken.

Unter seinem Blick wanderten die Sterne und der Mond durch den Nachthimmel. Kurz nach dem er sich gesetzt hatte, drehten sich seine Gedanken um Worte und Reime, während sein Bauch gelegentlich gluckerte und ihn aus den Gedanken riss. Er hatte ihr einen kleinen Zettel geschrieben gehabt, dass er die Nacht über im Schatten den Bäumen bleiben wollte. Er schloss die Augen während er dem Rascheln der Blätter und dem Pfeifen des Windes lauschte. Das weiße schwache Licht des Mondes beschien seine ebenso helle Haut. Seine Gedanken blieben hier und da hängen ehe sie versiegten und ihn in einer Art Meditation zurückließen.

Der Mond berührte gerade den Horizont, als ihn ein stärkeres Gluckern in seinem Bauch „weckte“. Er schloss kurz die Augen und erhob sich, die linke Hand auf den Bauch gepresst. Die fahle Haut des jungen Mannes hatte einen leichten Grünstich. Die Übelkeit hatte sich verstärkt, war nicht wie erhofft zurückgegangen. Er verzog das Gesicht als sich sein Magen wandte. Er rollte die Matte zusammen und verstaute sie wieder, während er immer wieder gegen den Willen seines Bauches ankämpfte.

Als er im Novizenheim angelangt war, eilte er zu früher Stund‘ gerade noch so zu einem kleinen hölzernen Eimer aus dem Waschzimmer der Novizen.
 
Nach oben Nach unten
Romy

avatar

Anzahl der Beiträge : 869
Anmeldedatum : 13.03.11

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 2 Jul 2013 - 17:10

Vor ein paar Tagen...

Es rumpelte und krachte, es zischte und schepperte in den Verzauberungsräumen der Akademie, und obwohl der Krach für zarte Sinne ohrenbetäubend von den Wänden hallte, ließ Romy ihre Verzauberungsrute mit einem zufriedenen Lächeln sinken.

Sie hatte es geschafft, sie hatte es tatsächlich geschafft!

Mit höchster Verzückung in den Zügen beobachtete Romy die ersten, stampfenden Schritte ihrer Verzauberung, die mit blechernen Geräuschen einhergingen. "Meep meep!" schallte es durch den Raum, was die Erzmagierin amüsiert schmunzeln ließ. "Meep meep!" macht die kleine Arkanwache, die sie in mühevoller Arbeit erstellt hatte.

Während das kaum hüfthohe Konstrukt seine unbeholfenen Schritte durch den Raum setzte und jeden Widerstand mit seinem eindringlichen "Meep!" erfasste, sank Romy auf einem Stuhl nieder und beobachtete ihr Werk, während sie die Gedanken schweifen ließ.

Die Zeiten waren gut. Merwyn nähert sich einer weiteren Prüfung, die er sich wahrlich verdient hatte. Sie arbeiteten bereits seit Monaten miteinander und Romy schätzte die Beständigkeit, die ihr Novize bei den Studien an den Tag legte sehr. Wenn er so weitermacht, wird in kurzer Zeit ein Magier und damit ein neuer Kollege aus ihm.

Die Abteilung, so rund es auch lief, so fruchtbar die Forschungen und Lehren auch waren, benötigte dringend neue Magier, um sich dem Nachwuchs anzunehmen und sich den Angelegenheiten zu widmen, die außerhalb der Mauern Sturmwinds ihren Lauf nehmen.

Der Krieg geht an niemandem vorbei, lief es der Erzmagierin mit einem Seufzen durch den Kopf. Die friedliche Ruhe konnte jeden Tag durch einen Einsatzbefehl zerstört werden, doch bis dahin...

Sie erhob sich, strich die Robe glatt und lief der kleinen Wache hinterher, die mit ihrem "Meep! Meep meep!" den Raum noch immer aufmerksam erkundete. Hier würde er nicht bleiben können. Wer weiß, wie Sturmwinds Bürger auf den Miniwächter reagieren würden, doch in ihrem Garten, verborgen zwischen Dalarans anmutigen Häusern, wird sich niemand daran stören.

Sacht legte sie eine Hand auf die blecherne "Schulter" ihrer Verzauberung... und während ein leises, langgezogenes "Meeeeep" erklang, entschwanden beide unter dem kräftigen Zauber der Erzmagierin, der sie direkt in die luftigen Höhen Dalarans teleportierte.
 
Nach oben Nach unten
Nevex

avatar

Anzahl der Beiträge : 678
Anmeldedatum : 07.05.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 4 Jul 2013 - 19:44

Aus einem Buch im Novizenheimzimmer von Nevex.

Erster Eintrag seit Aufnahme in die Akademie:

Ich denke es ist Zeit, das, was ich früher als Forschungstagebuch geführt habe, nach ein paar Jahren Pause weiterzuführen - zumindest gibt es jetzt die Hoffnung auch in den Gebieten die mich interessieren weiterzukommen (1). Im Gegensatz zu früher werde ich das hier allerdings weniger zur Dokumentation der Informationen nutzen (2), sondern um mir selber einen Metaeindruck meiner Fortschritte zu vermitteln und interessante Ideen zu sammeln um sie später in einem "richtigen" Forschungskontext vielleicht wieder aufgreifen zu können.

Man hat mir einige verzauberte Übungsgegenstände zum analysieren gegeben und im großen und ganzen scheinen sie genau das zu sein, was man erwarten würde (3). Insgesamt kämpfe ich eher mit den Unmengen an ablenkenden Schutzzaubern im Bannraum als mit den Gegenständen selber, aber das ist ja vermutlich durchaus als Teil der Übung geplant (4). Die Analyse selbst ist unproblematisch, aber es gibt schon Dtails wie das herauslesen von Aktivierungswörtern, die durchaus neu und nicht ohne ihren Reiz sind.
Mit der Methode die ich hier Anwenden soll, bin ich allerdings auch nicht wirklich zufrieden...zugegeben, der Identifizieren-Zauber ist schnell(er) und einfach(er), aber es fühlt sich so an als würde ich die Informationen aus den Zaubern herausprügeln, während ich vorher aus einer Distanz das Verhalten beobachtet habe und mit kaum direkten Kontakt an die selben Informationen gekommen bin (5).

Bei dem theoretischem Wissen habe ich mich momentan durch Frühgeschichte zu kämpfen, Lektüre die wunderbar dafür geeignet wäre, potentielle Schlafprobleme bei mir zu behandeln. Außer der Plattitüde, dass alles Wissen es wert ist gewusst zu werden, habe ich ernsthafte Probleme zu erkennen, in wiefern die Details für irgendwen relevant sind. Sollen mir die Beispiele Einblick in die menschliche/trollische/elfische(6) Geisteswelt liefern? Geht es eigentlich nur um die Geschehnisse die heute noch relevant sind? Glaubt man, diese Dinge könnten sich wiederholen und man könnte das, durch lesen der Geschichte verhindern? Scheint mir alles recht schwach als Ansatz. Aber gut, ich habe den Lehrplan nicht geschrieben und kann ihn auch nicht ändern, aber das ist auch etwas, was ich im Auge behalten sollte...vielleicht finde ich ja noch heraus, wozu es gut ist (8 ).

Eine Disziplin, die nicht auf dem Lehrplan steht, aber in der Ausbildung einen durchaus relevanten Raum einzunehmen scheint, möchte ich hier auch nicht unerwähnt lassen, gerade weil sie mich noch recht perplex macht: Klatsch und Tratsch. Es scheint hier üblich zu sein, Informationen über andere nicht einfach zu erzählen, nein, man stattet die Geschichte mit allen Hintergrundinterpretationen aus, die der jeweilige Sprecher für plausibel hält - macht sie aber natürlich nicht kenntlich. Das potentielle Erzeugen von Fehleindrücken wird billigend in kauf genommen - oder ist sogar erwünscht. Relevant wird diese Praxis vor allem deshalb, da im Klatsch auch Verhaltensratschläge und Informationen enthalten sein können, die einem sonst vermutlich vorbehalten werden würden. Mit anderen Worten: Wenn ich lernen will, was in der Akademie vorgeht, sollte ich lernen, nach welchen Regeln man erkennt was für Aussagen man welchen Grad von Glaubwürdigkeit schenken sollte und - genauso interessant - wann man welche Übertreibungen selber einbringen darf. Bisher war ich nicht sehr erfolgreich, aber ich bin zuversichtlich das System zu knacken (9).

Oh, was ich vielleicht hätte voranstellen sollen ist übrigens, dass ich wohl als Novize der zweiten Stufe eingestuft werde. Das bedeutet wohl in etwa soviel, dass man mir glaubt, dass ich überhaupt zaubern kann (10). Ich würde hoffen, in meinen Spezialgebieten diese Stufe hinreichend zu übertreffen, aber anscheinend werde ich immernoch auf meine mitgebrachten Fähigkeiten abgeprüft. Siehe die Testgegenstände (11). Naja, vermutlich besser als ein richtiger Fokus auf Feuerballschleudern oder solche Dinge...

Als letzte Nebenbemerkung für diesen hoffentlich unproportional langen Eintrag sei gesagt, dass ich noch ein wenig überrascht bin, wie sehr hier im Alltag mit Magier herumgeworfen wird. Entweder habe ich einen wirklich übertriebenen Begriff von Korruption (12) oder hier akzeptieren einige auf Dauer völlig unsinnig und unnötig Charakter-Veränderungen auf lange Sicht. Ich denke bisher weiterhin, dass Magie für Dinge verwendet werden sollte, die man nicht ohne kann, oder die mit Magie sehr viel einfacher wären, aber ich habe den Verdacht, dass das unter vollen Magi eine Minderheitenposition ist. Bin ich paranoid?





(1) Bevor das zu pessimistisch klingt: Ich glaube natürlich hier viel zu lernen, aber vor allem in Bereichen, bei denen ich durchaus begründet kein tiefgehendes Interesse hatte, würde ich meinen... naja, der Optimismus empfiehlt es vielleicht mit den entsprechenden Schulen doch etwas wohlwollender umzugehen, wer weiß, vielleicht wird es ja spannend, wenn man erstmal richtig drin ist..
(2) Zumindest solange es nur Übungen sind.
(3) Ich meine, wirklich, eine Linse zum Magie entdecken? Ich denke das wird mit Sehhilfen vermutlich besonders leicht zu verzaubern sein, aber das Klischee nimmt der Analyse irgendwie jede Spannung...
(4) Für die Gegenstände ist der Raum in jedem Fall sinnlos, nichts gefährliches und ich soll sie nicht einmal entzaubern oder so.
(5) Das ist natürlich ein wenig irrational und moralisierende Metaphern sind vermutlich auf Zauber angewendet völlig fehl am Platz... aber was ich meine ist, dass es sich schon ziemlich grob anfühlt und ich glaube, dass da doch einiges an Verständnis verloren gehen muss. Naja, ich hatte der Erzmagierin schon gesagt, dass ich irgendwann bestimmt mal eine vergleichende Arbeit dazu schreiben würde...
(6) Ja, elfische! Im Kern scheinen mir all die tollen Unterscheidungen auf keine interessanten Wesensunterschiede hinauszulaufen und hier kann mich ja wohl keiner dazu zwingen, sie aufrecht zu halten! (7)
(7) Die Aussage sollte ich bei Gelegenheit qualifizieren. Ich leugne natürlich nicht, dass die Kulturen tatsächlich grundverschieden sind, aber ich glaube schon, dass das mit einem einheitlichem Modell elfischer Volkseigenschaften vereinbar sein könnte..
(8 ) Optimismus und so...
(9) Ich sollte ja ein Weilchen dafür Zeit haben..
(10) Sollte man mit etwa 30 Jahren mehr oder weniger ausgiebiger Zaubererfahrung ja wohl auch meinen. Auch wenn es sicher nicht schlecht gewesen wäre, noch ein paar Monate für die Gesamtausbildung dranzuhängen, wäre es doch irgendwie schon herabsetzend gewesen mit den Anfängern zusammengestuft zu werden, die nicht mal meine halbe Lebenserfahrung erreichen. Wirklich, ich verstehe nicht, wie Menschen die jungen Leute für erwachsen halten können, nett wie sie auch sind, das sind kaum mehr als Kinder...ich hätte irgendwie gedacht, dass Menschen da schneller reifer sein müssten, aber vielleicht lässt sich Unsereins auch einfach mehr Zeit. (11)
(11) Das mag ja vielleicht alles ein wenig arrogant klingen, aber wirklich, irgendwo hört vorsichtige Ausdrucksweise auf und klare Selbstunterschätzung an. Ich würde sogar noch stärker sagen, dass die allermeisten vollen Magier hier vermutlich nicht so mit einigen Dingen umgehen können wie ich. Auch ohne diese Ausbildung hätte ich bestimmt ein Leben mit Forschung verbringen können, die Magie auf lange Sicht weiter gebracht hätte.
(12) Wie Magus Navroc andeutete. Schon interessant, wenn ich zurückdenke, dass ich ihm mit Argumenten zuer Autorität der Lehrmeister geantwortet habe. Hat wohl den falschen Eindruck erzeugt, ich wäre besonders regelfreudig...naja, macht die Diskussionen interessanter.


Zuletzt von Nevex am Do 4 Jul 2013 - 21:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 749
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 4 Jul 2013 - 21:39

Der Hafen von Menethil in besseren Tagen

Das kleine 6-jährige Mädchen saß auf der Kiste am Bootssteg, auf dem ihre Mutter sie abgesetzt hatte und kaute beinebaumelnd auf ihrem Daumen herum. Aus großen Augen beobachtete sie die Seeleute und Dockarbeiter, die sich am Hafen tummelten und Kisten und Netze vor ihr hin und her trugen.


Hin und wieder sah der kritische Blick ihrer Mutter aus dem Getümmel zu ihr hinüber. Ob das Kind auch ja noch da saß, wo es sitzen sollte.

Mittlerweile hatte ihre Tochter eine Zwergin gefunden, dem sie eine Hafengeschichte erzählen konnte. Oder eine Sumpfgeschichte, oder eine Nagageschichte… das Kind fand immer etwas, was man ihr erzählt hatte und unbedingt weiter erzählt werden musste.

Wenn sie richtig sah, dann war die Zwergin Hella, eine Base von Helbrek, dem Gastwirt der Hafentaverne.
Das ging in Ordnung. Das Mädel war zwar etwas zauselig und ein wenig übermütig – Abenteurer hin oder her, nördlich der Thandolspange musste ein Reisender sich seiner Haut schon zu wehren wissen – aber Rachnel war bei ihr schon in guten Händen.
Und so lange sie da sitzen und erzählen konnte, kam sie immerhin nicht auf die Idee, den Hafen auf eigene Faust zu erkunden.

Wenig später saßen bei Rachnel und Hella die Hunston-Zwillinge und übertrumpften sich gegenseitig in wilden Gesten.

Rachnels Mutter schüttelte den Kopf. Was die zwei Männer wieder für Seemannsgarn sponnen?
Sie sollte das Kind besser heim schicken, aber es gab noch viel zu tun und sie ließ den Wildfang ungern aus den Augen.

Als sie das nächste mal hinsah, tanzte Rachnel um Ruairy herum, der dröhnend lachte und sein rotes, wildes Haar dabei schüttelte.
Jetzt war es aber genug!
Seit dieser Wildhammer in die Stadt gekommen war ließ Rachnel kaum mehr von dem Greifenreiter ab. Schön, seine Ankunft aus der Luft hatte einen kleinen Menschenauflauf am Stall verursacht und ihm folgten fast ununterbrochen die neugierigen Blicke der Menschen von Menethil.
Ein waschechter Wildhammer war eben auch in der Hafenstadt alles andere als ein alltäglicher Anblick.

Aber Rachnel übertrieb maßlos! Letztens hatte sie das Kind dabei erwischt, wie es im Garten Stöckchen aneinander gebunden und „Schau mal, Mama, Tohtäms“ gespielt hatte.
So ging das nicht weiter.
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 317
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 9 Jul 2013 - 13:50

Mit einem leisen Lächeln stellte er einen weiteren Blumentopf in die Fensterbank von Rachnels Zimmer. Die Pflanze in der dunklen Erde blühte bereits. Er wandte sich ab und verließ ihr Zimmer. Das Königsblut, welches nun auf der Fensterbank stand, blieb zurück. Mit einer leichten Bewegung hob er den kurzen, dornenlosen Stiel der Rose auf und drehte ihn zwischen Daumen und Zeigefinger. Seine Gedanken hingen noch an dem Gespräch mit der Erzmagierin, während er aus dem Novizenheim schritt. Sein Weg führte ihn zu der Öffnung in der Mauer, welche ihn auf die andere Seite der Mauer führte. Er ging durch den kleinen Wald auf die Klippen zu.

Als er Rachnel nahe der Klippe erblickte, setzte er sich in das Gras und betrachtete sie lächelnd bei ihrer Meditation, ehe er selber die Augen schloss. Wieder kehrten seine Gedanken zu dem Gespräch mit Erzmagierin Sonnenglanz zurück.

Diese hatte ihn nach einem kurzen Gespräch um die Reitstunden gefragt, ob er denke, dass Rachnel mit der Magie glücklich werden würde und das Gespräch wanderte zur Runenmagie, welche Rachnel so faszinierte und auch für ihn einen möglichen Pfad darstellte, sollte diese sich ihm nicht verwehren. Doch die Erzmagierin erwähnte auch, dass das Sanktum nicht diese Art der Magie lehren würde, sie doch Rachnel und ihm helfen würde, soweit wie es ging. Am besten sollten sie einen Zwergen aufsuchen, da diese deutlich bewanderter waren mit der Runenmagie. Das Gespräch hatte sich auch dem Erlernen der Runen zu gewandet, welches ihn schließlich auf die Idee brachte mit Rachnel mehrere Tage in den Hügeln von Sturmwind zu meditieren, um das natürliche Magiegefüge des dortigen Leylinienmusters zu erspüren.

Dann hatte er ihr gebannt gelauscht, als die Erzmagierin „Die Kunst des Leyläufers“ ansprach, da diese wohl Parallelen und Übershcneidungen zu der Runenmagie aufwies. Dieser Begriff war ihm fremd gewesen und so fragte er die Erzmagierin nach diesem Thema. Wieder hatte er das Blatt vor Augen, welches er während der Erklärung aufgehoben hatte. Die Hauptadern, die jeder sehen konnte und schließlich die kleinen Verästelungen, die nur jenen mit gutem Blick sichtbar waren. Ebenso ihre Worte zu ihrer Arbeit, welche er in der Bibliothek finden würde. Schließlich gab sie ihm noch die mahnenden Worte mit auf dem Weg, dass diese Art der Magie nicht für Neulinge gedacht ist.

Als er die Erzmagierin ob des mehrtägigen „Ausfluges“ in die Hügel fragte, hatte sie zugestimmt, ihm jedoch auch ermahnt, dass es vielleicht nicht der beste Zeitpunkt wäre, um Rachnel abzulenken, da sie momentan auf dem Prüfstand sei. Doch er war der Meinung, dass ihr gerade diese Pause von dem ständigen Lesen und Lernen gut tun würde.

Sein Blick wanderte wieder zu Rachnel und er lächelte ihr zu, als diese sich ihm zuwandt.

 
Nach oben Nach unten
Leanie

avatar

Anzahl der Beiträge : 31
Anmeldedatum : 26.02.13
Alter : 24
Ort : Berlin

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 10 Jul 2013 - 12:05

Nachdem die Mutter die Bewerbung bei den Wachen erfolgreich abgegeben hat und nun warten müsste bis der Leutnant endlich da ist, geht sie stattdessen zum Magierviertel und Klopft an die tür des Novizenheims (falls es denn möglich ist) ..
Eine schiebe klappe wird aufgeschoben und es kommen zwei männliche grüne Augen dahinter hervor. "Ja bitte?" wird freundlich gefragt.
"Grüße! Ich bin die Mutter von Novizin Leanie Lynn, ist sie zugegen?", "wartet kurz bitte" Die schiebe tafel wird zu geschoben .. und dann wird die tür nach kurzer zeit aufgezogen. Es stand nun Lenaie in der Tür. "Hallo, Mutter!"! lächelt sie fröhlich ihre mutter an. "hallo, liebes. Kann ich dich kurz in deinem Zimmer sprechen?" .. Leanie schaute verwundert, nickt aber dann. Zusammen gingen sie hoch zu ihrem Zimmer. Als die Tür zu war sagte die Mutter besorgt: "Kennst du noch die Westwacht?" leanie zuckte mit den achseln, "Locost?". Und da stockte der Novizin Atem .. "Aber der wurde doch erhängt .. " ..."Ja er .. aber nicht seine Familie. Seine Tochter hat mich aufgesucht und uns wieder bedroht .. ich soll das tun was sie sagen, ansonsten .. sind wir beide dran .. " ... Ein bedrücktes schweigen tritt ein .. Die Mutter sah ihre Tochter an du sagte: "Die Westwacht ist wieder in der Statt." In Leanies Augen bildeten sich langsam tränen .. "Oh nein! .. Nein, nein!" .. Die beiden umarmten sich. "Ich werde nicht zulassen das dir was passiert, Liebes. Ich werde der wache bescheid geben und auch deinen Erzmagiern . .. Heimlich versteht sich. Aber versprich du mir die Tür hier im Heim nicht aufzumachen wenn es klopft oder klingelt .. und wenn du draußen bist dann nur zu zweit .. ja?" Leanie nickte eifrig .. Keine guten Zeiten im Moment ..

das Licht sei mit den beiden.
 
Nach oben Nach unten
http://www.facebook.com/#!/dwiedemann1
Leanie

avatar

Anzahl der Beiträge : 31
Anmeldedatum : 26.02.13
Alter : 24
Ort : Berlin

BeitragThema: Leanie´s Mutter in Gefahr ..   Do 18 Jul 2013 - 22:03

Nach all dem Lernen und quatschen mit den anderen Novizen, ruhte sich Leanie mal im hinter garten aus. Schön im schatten dösend.

An der Tür des Novizenheims klopfte es. Ein Novize ging hin und öffnete eine schiebe Tafel. "Ja Bitte?" Die Wache stand vor der Tür und meinte: " Ehre dem König. Ist eine Gewisse Leanie Lynn anwesend?".
Der Novize hob eine Braue und nickte "Einen Moment bitte." er dreht sich um und ging zur Hintertür.
"Novizin Lynn. Für Euch!" rief er leicht zu ihr. sie öffnete die augen und ging zur tür. "Die wache steht da." meinte der Novize noch und ging wieder hoch. Alle anderen im Raum starrten überraschten zu leanie. Diese öffnete die Tür und fragte leicht besorgt: "Ja, Sir?". "Ehre dem König, Fräulein Lynn. Ich bin hier um euch bescheid zu geben, dass Eure Mutter leider im Lazarett liegt. Sie hat zwei Schusswunden abbekommen. wenn ihr wollt könnt ihr sie besuchen."
Leanie schnappte nach Luft und legte die Hände geschockt auf den Mund. "beim Licht! Natürlich will ich zu ihr! .. Wnen ihr mich denn wieder zurück begleitet?" .. Die Wache nickte und beide gingen zum Lazarett.
Dort angekommen rannte Leanie sofort zum Bett wo ihre Mutter lag. Einen verband um den bauch und um den Kopf. Die Mutter schaute zu ihr und lächelte ihr zu. "Liebes!", Mutter!", beide umarmten sich, so gut es ging. "was ist denn passiert?!" fragte die Novizin geschockt.
"Serrina ist wieder da. Wir haben uns gestritten .. Sie hielt mir einen Knarre an den Kopf .. und dann kam es zur Eskalation .. wir beschießten uns. Sie hat mich härter getrofen .. " Leanie schüttelte entsetzt den Kopf und legte ihren Kopf an die Mutter... Beide verlierten Tränen. "Bitte pass seeehr gut auf ... Gehe jedem unbekannten aus dem Weg .. vertraue keine Fremden mehr . .egal ob er gut aussieht ode rnicht .. Wir sind in Gefahr, Liebes .. " sagte die Mutter .. und weinte nun. "mal wieder .. "

Wie immer: das Licht sei mit den beiden!
 
Nach oben Nach unten
http://www.facebook.com/#!/dwiedemann1
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 749
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 19 Jul 2013 - 0:33

Zeit, sich abzulenken. Sie bekam schon kleine Murlocaugen vom vielen Lesen und würde diese Nacht in Arcs Zimmer einfallen, wenn sie nicht irgendeine Ablenkung vom drögen Lernen fand.
Und sie hatte ihren Plan.
Nachdem auf dem Novizentreffen die Theorie aufgekommen war, dass die seltsamen Vorgänge im Waschraum der Mädchen auf das Konto von experimentierfreudigen Burschen aus dem jüngeren Jahrgang ging, die sich erfolgreich an einem Unsichtbarkeitszauber versucht hatten, hatte Rachnel wenig Probleme, einen Nachmittag zu finden, in dem sie den Raum ganz für sich allein hatte.
Und wenn es Francis höchstpersönlich sein sollte, sie wollte herausfinden, was es mit den Tricksereien auf sich hatte.
Rachnel selbst glaubte; wollte glauben, dass Nevex‘ Theorie zutraf.

Also ließ sie diesmal den Kamin unangetastet. Kein Feuer sollte es verschrecken und während sie mit dem Wasser hantierte, summte sie fröhlich eines von Meister Ruairys Zwergenliedern und behielt die Augen offen. Sie wusste, sie würde es nicht hören können, wenn es sich versteckte. Aber wenn es auch nur ein einziges Wasserplätschern gab, durfte sie es nicht verpassen!


(…)


Ein langgezogener, heller Freudenschrei hallte durch die obere Etage des Novizenwohnheims und perlte in Gelächter davon.
Pitschnass und in aller Eile nur in ein Leinenhandtuch gewickelt, sprang Rachnel mit strahlendem Gesicht aus dem Waschraum, ließ die Tür unbekümmert offen stehen und fegte schon weiter. „Arc, Arc, Arc, Arc…“ rief sie in einem atemberaubenden Tempo voraus und schien selbst nicht schnell genug hinterherzukommen.
Jeder übermütig große Schritt, mit dem sie über den Flur sprang, wurde von dem patschenden Geräusch ihrer nackten Füße begleitet, die eine nasse Spur über die Dielen zeichneten.

Bis Rachnel abrupt stehen blieb und das freudige Rufen leise erstickte.

Ertappt starrte sie die Robenträgerin an, die eben die letzte Stufe der Wendeltreppe hinauf genommen hatte und im ersten Moment in ungläubige Verblüffung stehen blieb, als sie junge Frau so desolat auf sich zulaufen sah.

Julia Morgentau räusperte sich nicht einmal, aber es genügte, die Hände in die weiten Ärmel der feuerroten Robe zu stecken und die Schultern zu straffen, um Rachnels breites Strahlen zu schmälern, in der Erwartung der Schelte.
Die Magus hob die Braue. „Novizin Galdafei?“
Rachnel blinzelte einen Wassertropfen weg, der ihr aus einer Haarsträhne ins Auge lief und drehte verlegen den bloßen Fuß auf dem nassen Holz unter sich. Aber so wie sie da stand, wagte sie sich jetzt nicht vom Fleck, fasste nur das Leinentuch etwas fester und schob die Knie zusammen.
„Äh… ich... Da ist nicht so..."
"In Euer Zimmer. Sofort. Und zieht Euch zum Nether noch eins etwas an!"
Rachnel hätte schwören können, hinter sich einen gedrehten Türknauf gehört zu haben, bevor sie sich mit winzigen Trippelschritten und fest umklammerten Handtuch zu ihrer Zimmertür stahl.
Kopfschüttelnd folgte ihre Lehrmeisterin ihr nach.

"Ordnung um Anstand, Rachnel. Wann werdet Ihr das lernen?" Sie schloss nach einem mahnenden Blick auf den neugierig gewordenen Flur die Tür hinter sich und Rachnel und blieb dort angewandt stehen, während die Kleidertruhe knarzte.
"Aber es war unglaublich. Ich habe herausge..." wollte die Novizin lossprudeln, doch die Magus fiel ihr ins Wort.
„Die Schule der Hervorrufung. Definition, wichtigste Zauber und bekannteste Vertreter. Und vergesst dabei nicht, etwas anzuziehen.“ forderte die Lehrmeisterin ruhig, aber bestimmt, ohne sich umzudrehen.
„Was? Aber ich hab gerade..."
Julia Morgentau nickte nur. „Bis es Euch in Fleisch und Blut übergeht….“ erinnerte sie mit warmer, aber fester Stimme. "Ihr kennt das Ziel. Es war Euer Vorschlag."


Zuletzt von Rachnel am Di 6 Aug 2013 - 11:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   

 
Nach oben Nach unten
 
Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 5Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» Papier-Modelle
» egú - Mode für große
» E-Cards für alle Anlässe
» Aldi-Treckingsandalen Grösse 40 und Esprit-Sneaker braun-Gold, Gr. 39 abzugeben
» die große Andreja

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Magiersanktum Sturmwind :: Das Magiersanktum :: Vorhalle-
Gehe zu: