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 Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag

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Arcaynas



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 19 Jul 2013 - 12:07

[…]
Der Novize saß bei nächtlicher Dunkelheit unter dem Baum, nur ein ganz feines Leuchten aus einem Glas schien dem Schatten der Bäume zu trotzen. Aus der Ferne hätte man das schwache Licht auch übersehen können. Er öffnete das Gefäß und legte sich das schimmernde Moos auf sein Bein. Das Geflecht betrachte der Novize nachdenklich ehe er begann mit den Finger die Gesten eines Zaubers zu vollführen, während die elfischen Worte seinen Mund verließen. Der Zauber verschlang das Gewächs während das Glas vor dem Novizen aufleuchtete, hell wie eine Fackel. Der junge Mann betrachte den Lichtkreis, den der Zauber warf und dann das Glas, auf welches er den Zauber gewirkt hatte. Er saß einige Momente still da, ehe er erneut die Hände hob und magische Gesten formte, während wieder der mystische Singsang seinem Mund entfloh. Der rechte Zeigefinger blieb auf das leuchtende Glas gerichtet und er konzentrierte sich stärker auf den Zauber. Ganz langsam bewegte sich der Zeigefinger nach oben und das Glas folgte ihm nach kurzem wackligem Widerstand. Er bewegte das Glas noch einige Zentimeter in die Höhe, ehe er diesem einige einfache Bewegungen vorgab. Dann sank das Glas auch schon wieder gen Boden und er löste den Zauber. Das Licht erhellte die Züge des jungen Mannes, welche ein zufriedenes sachtes Lächeln aufwiesen.
[…]

 
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Tarila



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 4 Sep 2013 - 9:11

Hinab in die Finsternis: Teil 1

Legende:
Braun: Borin Großschlag
Grün: Gorin Großschlag
Lila: Godfrey Eichenstolz
Blau: Tirana Sonnensturm

Die Landschaft Tol Barads strahlte eine bedrückende Atmosphäre aus. Eine trostlose Sumpflandschaft, mit matschigen Böden, die die Stiefel einsinken ließen und das vorankommen zu einem regelrechten Kampf gestalteten. Nur selten bekam das Auge ein wenig Abwechslung, in form verdrehter, abgestorbener Bäume zu sehen. Die Stimmung zu heben half es nicht. Der von dunklen Wolken verhangene Himmel, der die kleine Reisegruppe mit beständigem Regen marterte, tut sein nämliches. Am öftesten _und lautesten_ Tat der Bronzebart Borin Großschlag, dem das brackige Wasser teilweise bis ans Kinn reiche, seinen Unmut kund.

„Beim Barte Muradins, ich schwöre, wenn je der Tag kommt, an dem die Gnome einen Ort brauchen, um eine verdammt große Bombe auszuprobieren, den zeige ich ihnen, so wahr ich hier stehe!“

Der Rest der Truppe hatte es bereits in den ersten Minuten nach verlassen des Lagers aufgegeben, den mürrischen Zwerg mit seiner imposanten Axt zu bändigen.
Godfrey Eichenstolz, ein hochgewachsener, stämmiger Mann mittleren alters, mit kahl rasierten Schädel und buschigen Augenbrauen, ein Paladin aus Sturmwind, der Elite der Menschen, ertrug sowohl die Umgebung, als auch seinen Kameraden mit geradezu stoischer Ruhe.

Gorin, Bruder des Borin, der seine Doppelläufige Flinte lässig geschultert hatte, war schon von weitem anzusehen, dass ihm das Wetter genauso wenig zusagte, wie seinem Bruder. Seine Unmutsbekundungen bestanden daraus, alle paar Minuten einmal grimmig vor sich hin zu brummen und sich durch den zu Zöpfen geflochtenen, dunkelbraunen Bart zu streichen.

Der letzten im Bunde, der Hochelfe Tirana Sonnensturm, mochte man nicht ansehen, ob sie überhaupt irgendeine Meinung zu ihren Umständen hatte. Mit den Stab als Gehhilfe durch das trübe Wasser watend, war ihre Mine so ausdruckslos, wie man es von einem Elfen nur erwarten konnte. Und das, obwohl ihr hellblaues Kampfornat bereits völlig durchnässt war.

„Was haben sich die da oben nur dabei gedacht, uns in dieses Loch zu schicken? Verdammich, was machen wir überhaupt hier?“ kam es brummend von Borin. Zum gefühlt hundertsten Mal. Und wie jedes vorherige Mal war es Godfrey, der mit ruhiger Stimme antwortete.

„Du wirst vergesslich, Freund. Ich habe es dir eben schon erzählt. Und davor auch. Und auch davor schon.“

„Na und, Schlaukopf? Dann will ich es eben noch einmal hören!“


„Also gut… Wir haben den letzten Angriff der Orcs zurückgeschlagen. Daran erinnerst du dich noch. Wir alle waren schließlich dabei. Ein paar von Höllschreis Männern konnten durch unsere Linien schlüpfen und waren auf dem Weg zu einem der Zellenblöcke. Wir sollen nachsehen, was sie dort wollen. Und sie aufhalten. Zufrieden?“

„Nein. Aber deiner Leier zu hören lässt mich für den Augenblick eines Furzes vergessen, dass wir durch diesen Dreck hier waten.“

Zustimmendes brummen von Gorin.

„Du magst die Landschaft nicht.“ Stellte Tirana fest.

„Ich mag die Landschaft nicht“

„Und du willst endlich etwas erschlagen.“

„Und ich will endlich etwas erschlagen.“

„Und du hast Angst vor dem Wasser.“

„Und ich habe… nimm das gefälligst zurück! Hinterhältiges Spitzohr…“

Mit einem schmunzeln schüttelte die Elfe sacht ihr Haupt. Grade, als Borin zum Gegenschlag ausholen wollte, explodierte das Wasser um den Paladin mit einem Mal in hektischer Bewegung. Mit einem Schmerzensschrei rang der Mensch mit einem Gewirr aus Schuppen und Gliedmaßen darum, nicht unter Wasser gedrückt und ertränkt zu werden. Oder schlimmer noch: Als Mahlzeit zu Enden. In einem Moment, in dem das schuppige Ungetum obenauf war, und sein Schwanz peitschend aus dem Wasser ragte, hieb Borin mit einem lauten „Hrrrryah!“ auf den Lippen zu und trennte das Körperteil sauber ab. Mit einem halb vor Zorn, halb vor Schmerz verrückten Zischen und Knurren ließ der Krosilisk von Godfrey ab und stürzte sich auf dem Zwerg. Dieser hatte seine blutige Axt bereits zum nächsten Hieb gehoben, als ein spitzes, armlanges Eisgeschoss in das offene Maul der Bestie schoss und dessen Leben unter ein paar letzten, krampfhaften Zuckungen ein Ende setzte.

„Verdammt, was fällt dir ein? Das war meiner!“

„Hätte ich den Tauren gestern auch dir überlassen sollen?“

„Du weißt ganz genau, dass er sich feige in meinen Rücken geschlichen hat, als ich beschäftigt war. Das zählte nicht. Hier geht es um etwas völlig anderes!“

„Aber natürlich.... Wie geht es Godfrey?“ sprach die Elfe, den Kommentar Borins über „verdammte Magie“ geflissentlich überhörend.
Zur selben Zeit hatte Gorin den hustenden und Wasser spuckenden Paladin aus dem blutroten Nass gezogen.

„Verflucht, diese Kreatur hätte mir fast das Bein abgerissen. Danke…“

„Schaffst du es aufzustehen? “

Statt einer Antwort tastete der Mann vorsichtig nach seinem Bein, ehe er das Gesicht schmerzerfüllt verzog. Er griff nach seinem vom Wasser durchweichten Buchband, den er mit geübter Präzision durchblätterte, ehe die gesuchte Seite gefunden war. Dem Schmerz zum trotz gelang es, konzentriert die Gebete zu rezitieren und ein helles, wärmendes Licht um die Wunde erscheinen zu lassen.  „Mir fehlt nichts. Gehen wir weiter.“


Nach diesem Zwischenfall setzte sich die Reise wesentlich stiller fort, als noch zuvor. Und auch wesentlich langsamer und vorsichtiger. Wie lange genau es dauerte, bis sie endlich ans Ziel kamen, vermochte keiner zu sagen. Es war ein kleiner, unscheinbarer Hügel, in dem aus dunkelbraunen, rostigen Metall eine Art Tunneleingang gebaut wurde. Die schweren, eisenbeschlagenen Tore sahen aus, als wären sie schon seit längerem von einer ungeheuren Kraft aus den Angeln gebrochen worden. Zahlreiche, auf Holzpfähle gespießte Totenschädel spickten links und rechts den Eingang in den Zellenblock.

„Sehr einladend. Kannst du unsere „Freunde“, da drinnen aufspüren, Kleine?“

Ein hellblaues, sanftes Schimmern umgaben die feingliedrigen Finger der Elfe als sie auf die Energien der Leylinien zurückgriff. Schließlich schüttelt sie den Kopf.

„Sie waren hier. 6 an der Zahl. Aber das sind Gefängnisse der Kirin Tor. Ihre Magie ist noch immer intakt und verhindert, dass ich einen Blick ins innere werfen kann.“

„Dann also auf die altmodische Art. Worauf waren wir noch? Zeit, ein paar Orcschädel zu spalten!“

Eine breite Treppe führte hinab in die Dunkelheit. Gut 10 Meter mochte man bereits unter der Erde sein, als die Stufen endlich ein Ende fanden und einen langen Gang preisgaben. Karge, steinerne, mit Moos bewachsene Wände, eine an manchen Stellen aufgebrochene Decke, aus der dicke Wurzeln in das Gefängnis hinein wuchsen. An den Seiten wuchsen Pilze aus dem Boden. Ein ständiger Begleiter war das unablässige Tropfen und plätschern von Wasser, das in das Gemäuer eindrang und die Wasserschicht am Boden bereits bis zu den Knöcheln reichen ließ. Die einzigen Lichtquellen waren an den Wänden hängenden Lampfen, etwa alle 10-15 Meter eine, in der eine grün-bläuliche Flamme brannte und den Zellenblock in ein fahles, gespenstisches Licht tauchte.  Die Seiten waren gesäumt von leer, aufgebrochenen Zellen.

„Das ist kein Ort des Lichts… wir sollten vorsichtig sein.“

„Natürlich ist das kein Ort des Lichts, du Schlaukopf. Oder hast du erwartet, der Erzbischof höchstselbst springt hinter der nächste Ecke hervor und schüttet uns Weihwasser ins Gesicht?“

Mit einem Mal hob Gorin die Hand. „Shht! Hört ihr das?“

Selbst Borin verstummte und lauschte angestrengt in die spärlich beleuchtete Dunkelheit. Tatsächlich, ein leises, schmatzendes Geräusch war in der ferne zu hören. Mit einem Handzeichen bedeutete Tirana, vorzugehen. Leisen Schrittes tastete die Elfe sich die Elfe vorwärts, darauf bedacht durch ihre Bewegungen zu wenig Geräusche wie möglich zu machen. Je näher sie kam, umso lauter wurden die Laute. Schließlich war sie am Ende des Ganges angekommen, der hinter eine Biegung in einen großen, viereckigen Raum mit je zwei weiteren Gängen, einen auf der linken, den anderen genau gegenüber auf der rechten Seite. In der Mitte lag ein enormer, aufgebrochener Stahlkäfig, die massiven, mit erloschenen Schutzrunen beschriebenen Stahlketten, die ihn wohl dereinst in der Luft hielten, lagen schlaff auf dem Boden. Dieser Käfig war groß genug, um einen Oger einsperren zu können. Vorsichtig lugte die Elfe noch etwas weiter in den Raum hinein und erspähte den Verursacher der Laute. Eine abgemagerte Frau mit fahlen, in Büscheln ausgefallenen Haaren und abgerissener Häftlingskleidung beugte sich über den geöffneten Brustkorb eines schwer gerüsteten, toten Orcs. Und as ihn. Tirana hörte, wie Gorin hinter ihr scharf Luft einzog, die Flinte im Anschlag. Sie schüttelte knapp den Kopf, drückte den Lauf der Waffe nach unten.
 
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Tarila



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 4 Sep 2013 - 9:17

Hinab in die Finsternis: Teil 2

Vielleicht hatte die Frau sie bemerkt, vielleicht hatte sie etwas anderes aufgeschreckt. Hektisch blickte sie sich um und entblößte eingefallene Gesichtszüge und einen blutverschmierten Mund. Dann, mit einem zwischen, huschte sie in die Dunkelheit des rechten Gangs.

„Da brat mir doch einer einen Murloc… was war das?“

Vorsichtig trat Gorin auf die Leiche des Orcs zu, stieß seinen Kopf mit der Stiefelspitze an.

„Einen haben wir schon mal gefunden.“

Langsam rückte auch der Rest der kleinen Truppe in den Raum ein.

„Verdammich, die haben ihn gegessen? Das ist ja wiederlich. Nicht mal für 10 Donnerbräu umsonst würd ich einen von denen auch nur anknabbern! „


„Etwas Unheiliges ist hier am Werk, daran gibt es keinen Zweifel.“

Tirana nickte bestätigend. „Verdorbene Magie liegt in der Luft. Sie ist geradezu greifbar. Vielleicht ist es aber auch nur der Geruch nach Orc, der alles verpestet.“

„Und was bei Muradins Hammer war in diesem Käfig? Ich sag euch, wenn hier irgendwo ein Oger rumläuft, dann verlange ich eine doppelte Ration Bier, wenn wir zurück sind.“

Bevor eine Antwort auf diese Frage kam, hallte ein schrilles Kreischen aus dem unbeleuchteten, linken Gang. Und dann aus dem rechten. Noch eine Stimme fiel in das Gekreische ein. Und noch eine. Und noch eine. Es dauerte kaum einen Wimpernschlag, ehe ein rasch näherkommendes Cresendo des Kreischens und Schreiens aus  den beiden Gängen drang.

„Oh verflucht, dieses mal bin ich aber nicht schuld!“

„Gorin, du und Godfrey, ihr übernehmt den linken Gang. Borin, du bleibst bei mir.“

Borin stellte sich breitbeinig vor den Eingang, die Axt provokant hin und her schwingend. „Kommt nur her, ihr hässlichen Mistkerle. Es ist genug von mir für alle da!“
Tirana befand sich gleich neben ihm und rezitierte mit einer Mine eiserner Konzentration magische Formeln. Eine Schicht von glühenden Gesteinsplatten, die die Umgebung in orangenes Leuchten tauchte, legte sich fast wie eine zweite Haut über die Hochelfe. Ihr Zugriff auf die arkanen Energien intensivierte sich, während lodernde, zischende Flammen ihre Hände umspielten.

In ihrem Rücken hörte sie das ohrenbetäubende donnern Gorins doppelläufiger Flinte, dann ein „Für das Licht!“, das aus Godfreys Kehle drang. Und dann sah sie sie. Menschen, Zwerge, Gnome und Elfen, Orcs und Gnolle. Eine wilde Mischung aus abgemagerten, kränklichen Gestalten rannten kreischend und tobend auf die Elfe und den Zwerg zu, notdürftige Knüppel, rostige Schwerter, Metallketten und Orcwaffen schwingend, mit Augen, die voller Wahnsinn loderten. Es lag keine Ordnung, keine Disziplin in ihren Bewegungen. Mehr wie geistlose Tiere, denn wie denkende Wesen.


Vielleicht vier, fünf Meter trennten sie noch von dem wahnsinnigen Mob, als sie ihren Zauber entfesselte. Es war das Haupt eines Drachen, geboren aus Flammen, welches vor Tirana erschien. Doch der Mob wurde in seinem Wahn keinen Schritt langsamer. Erst als der falsche Drachenkopf den Gang in ein Flammenmeer hüllte, der von der Intensität und Zerstörungswut an echten Drachenodem heranreichte, verwandelte sich der abscheuliche Gesang mit einem Schlag in panische, unmenschliche Schmerzensschreie. Zumindest bei denen, die überhaupt noch die Gelegenheit hatten, zu schreien. Und doch: Obwohl gut ein dutzend Verrückte den grausigen Flammentod fanden, fluteten immer mehr von ihnen den viereckigen Raum und rannten einfach über die qualmenden Überreste ihrer Kameraden, um sich frei von jedem Selbsterhaltungstrieb in Borins Axt zu stürzen.

„Harr! Das ist für dich, und für dich! Und das für dich! Du willst auch etwas? Gut! Lauft lieber zu euren Mamis! Borin Großschlag ist da!“

Doch so viel der gackernde Zwerg auch schlug und hackte, einer Hand voll Angreifer gelangen bis zu der Elfe durch. Die erste, die Menschenfrau von vorhin, fiel als eine hungrige Feuersbrunst direkt auf ihrer Brust explodierte. Und dann waren sie bei ihr. Mit ihren schartigen Waffen, teils mit bloßen Händen hämmerten sie auf das glühende Gestein ihrer magischen Rüstung ein. Manche wichen wimmernd zurück, ob der Verbrennungen, die sie dabei erlitten. Andere schienen die Schmerzen nur noch mehr anzuspornen, mit noch größerer Wildheit zuzuschlagen. Tirana schwang ihren Stab und hielt auf Abstand, was sich auf Abstand halten ließ, doch ihr Schutz begann langsam, aber beständig zu bröckeln.
Aus den Augenwinkeln nahm sie wahr, wie Godfrey einen gleißenden Lichtzauber wirkte, um Gorin beizustehen. Und dann sah sie Borin, der unter der Masse von Leibern, die sich auf ihn stürzten zu Boden ging. Sie musste handeln. Schnell. Da stürzte sich seine kreischende Hochelfe mit schimmernd violetten Augen auf Tirana, umklammerte sie in ihrer glühenden Rüstung geradezu und hackte wie besessen mit einem Dolch orcischer Machart _vermutlich von den Orctrupp erbeutet_ auf die Gesteinsplatte, die ihren Brustkorb schütze. Und das knacken und knirschen verriet, dass es nur noch eine Frage von Sekunden war, bis sie durchbrach. Eine deftige Kopfnuss, gefolgt von einem Kniestoß in den Unterleib, gaben ihr die Zeitspanne, die sie brauchte. Ihre linke Hand legte sie auf die Schläfe der Wahnsinnigen und begann, so schnell es ihr ihre Lippen erlaubten, die magische Formel zu rezitieren.
Die andere Elfe wirkte benommen, als sich die Hand von ihrer Schläfe wieder entfernte und wo nun ein rötliches, pulsierendes Mal prangerte. Ein kräftiger Stoß genügte, und sie taumelte in den Pulk der ihren. Und genau dort entfaltete der Zauberspruch seine Wirkung. Die Elfe mit den violetten Augen umklammerte ihr Haupt mit den Händen, als würde es jeden Augenblick platzen. Dann, als lodernde Flammen aus den Augen, aus der Nase, aus dem Mund und selbst aus den Ohren loderten und es für einen Augenblick so schien, als würde ihr ganzer Körper von innen heraus leuchten, hatten ihre Schreie nichts menschliches mehr an sich. Einen Wimpernschlag später zerbarst ihr Körper in einem lodernden Feuerschwall, der unter den Irren blutige Ernte einfuhr.

Und dann war es vorbei. So plötzlich, wie das Geschrei begann, so plötzlich endete es. Sie waren Tod. Sie alle. Nur einen kurzen Blick über die Schulter gönnte die Elfe sich, um festzustellen wie Godfrey einem der Angreifer den Gnadenstoß verpasste, während Gorin seine Flinte nachlud. Dann galt ihre ganze Aufmerksamkeit und ihre Sorge dem Knäuel an qualmenden Leibern auf ihrer Seite des Ganges, unter denen Borin lag. Stück für Stück schob sie Körper beiseite, bis ihr schließlich ein Stein vom Herzen fiel, als ein blut spuckender und lautstark wie eh und je fluchender Zwerg zum Vorschein kam.

„Verdammich, dieser Dreckssack hat mir in die Nase gebissen! Und du, du händefuchtelndes, spitzohriges… Spitzohr! Du hast mir den Bart versengt! Das nehme ich dir bis an dein Lebensende übel, das sag ich dir!“


Mit einem erleichterten Seufzer reichte sie dem dreckigen, blutverschmierten und angekohlten Zwerg die Hand und zog ihn wieder auf die Beine und ließ ihn kommentarlos weiterfluchen. Auch Gorin und Godfrey, die kein bisschen besser aussahen, sammelten sich bei ihren beiden Kameraden.

„Beim Licht, unter welch verdorbenem Bann standen diese Leute?“

„Das lag am Essen, keine Frage.“

„Sei nicht so gemein zu Godfrey, Bruder. Eines muss man ihm lassen. Wenn er es endlich einmal geschafft hat, sich den Stock aus dem Hintern zu ziehen, dann kann er damit wirklich gut Leute erschlagen.“

Missmutiges brummen seitens des einzigen Mensches der Truppe.

„Wir müssen uns auf unsere Aufgabe konzentrieren. Herausfinden, was die Orcs von hier wollten und das Böse ausmerzen.“

„Aye, suchen, finden, töten. Genau mein Ding.“

„So hab ich es am liebsten!“

„Soweit ich es spüren kann, scheint die verdorbenen Magien in rechten Gang stärker zu sein. Wir sollten dort unser Glück versuchen.“

„Worauf warten wir dann noch? Treten wir in ein paar Hintern!“



((Teil 3 folgt... bald))
 
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Arcaynas



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 20 Sep 2013 - 16:24

Er betrachtete das Buch auf seinem Schreibtisch. Jenes Buch, welches Cornellius Rachnel und ihm gegeben hatte, damit sie für den Ball derer von Schärfs den höfischen Tanz üben konnten. Ein Ball von und für Adelige und anderen Gästen von Rang und Namen.
Seine Gedanken wanderten wieder zurück zu jenem Abend, an dem er einen Disput mit Doktor Arkanknall gehabt hatte, bei dem er ihr - die davon sprach, dass Magier der Oberschicht angehören - fast an den Kopf geworfen hätte, warum sie dann überhaupt noch mit ihm sprach. Dies traf schließlich auf die Novizen mit adliger Herkunft zu, aber nicht für Cornellius, soviel hatte er erfahren, Rachnel und sich.
Cornellius. Er war anscheinend im Umgang mit adeligen Kreisen geübter, das wurde am vergangenen Abend deutlich, als er Rachnel und ihm einige Lehrworte entgegen gab.

Er schüttelte den Kopf.

Würde diese Gnomin einen Blick in die Novizenakten werfen, sie würde schon den ersten Hinweis darauf finden, dass Arcaynas selbst ganz und gar nicht der Oberschicht entstammte. Ebenso war seine Bewaffnung – weder Stab noch Schwert – ein Hinweis darauf.

Sein Blick wanderte zu der schwarzen Maske, welche er bei dem einzigen Ball getragen hatte auf dem er je gewesen war.

Was hatte er nur auf einem solchen Ball des Hochadels zu suchen? Es war eine Gelegenheit ein oder zwei bekannte Gesichter zu sehen, aber ansonsten? Ein Novize ohne adelige Herkunft und ohne die vollkommen verinnerlichte Etikette des hohen Standes, ein viel versprechender Abend.

Dennoch lächelte er, als er sich das Bild von Rachnel in dem edlen Kleid in Gedanken zurück rief. Dies war der Grund, weshalb er den Ball aufsuchen würde. Rachnel.

Sein Blick fiel aus dem Fenster in den Nachmittagshimmel. Dann widmete er sich wieder dem aufgeschlagenen Buch und dem aktuellen Kapitel. Erzmagier Antonidas.
 
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Arcaynas



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 26 Sep 2013 - 10:07


Auf dem Bett vor ihm ausgebreitet lagen die festliche Kleidung, die ihm Cornelius gab, eine schwarze Maske mit silbernen Verzierungen und ein paar Schuhe. In seiner Hand ruhte noch eine dunkle Klinge, die er nachdenklich betrachtete, schließlich wurde diese auch zu dem Sammelsurium gelegt. Sein Blick viel aus dem Fenster in den Nachmittagshimmel.
Eigentlich hätte er die Dinge nicht hinauslegen müssen, denn Rachnel war gestern erkrankt, und würde wohl nicht zum Ball wieder genesen sein. Als Arcaynas am Morgen vom Wirt von Bruuk’s Eck den Brief entgegen nahm, beschloss er zurück zu reisen. Er hatte einige Stunden bei der Kranken zugebracht, ehe er schließlich in sein Zimmer zurückkehrte. Den Rucksack hatte er schnell aus- und umgepackt, ehe er jene vier Dinge auf sein Bett gelegt hatte.
Sein Blick fiel auf das leere Pergament, die gläserne Feder und die Tinte. Rachnel war der Grund gewesen auf diesen Ball zu gehen, und nun da sie krank war, würde er wohl der Einladung nicht nachkommen, auch wenn sie sagte, er sollte dorthin gehen. Was sollte er auf dem Ball ohne seine Begleitung? Den Reichtum eines Adelshauses bestaunen, von dessen Pracht er früher hin und wieder geträumt hatte, wenn er leerausgegangen war? Er passt einfach nicht zu einer Feier des gehobenen Adels.
Er griff nach dem schwarzen Lederband, an dem die Maske befestigt sein Würde und legte es sich an, Unter den offenen langen schwarzen Haaren entlang, ehe er die Maske an dem Leder befestigte und die Maske sich sanft an sein Gesicht schmiegte. Er hatte sie damals getragen, als er zum ersten Mal auf einem Ball war, ein Maskenball.





Er löste den Verband um sein linkes Knie und betrachtete den blauvioletten Striemen, welcher sich über die Kniekehle zog. Dort hatte ihn die Gnomin bei der gestrigen Lehrstunde erwischt und mit dem Schwert auch die Robe aufgreissen, er würde wohl sehr bald zur Verwaltung gehen müssen um sich eine neue Robe zu holen oder die alte nähen lassen. Er trug die Heilsalbe der Gnomin auf und ließ den Striemen wieder utner dem Verband verschwinden. Danach betrachtet er seine Füße. Die Heilsalbe der Zwergin schien hier gut zu wirken. Er würde wohl zum Ball gehen können, aber warum?

Er blickte aus dem Zimmerfenster in den Abendlichen Himmel. Was würde ihn auf dem Ball erwarten? Adelige, ohne Frage. Da fielen ihm wieder Rachnels Worte ein. Darum sollte er zum Ball gehen, auch wenn Rachnel krank war.
 
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Arcaynas



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 27 Sep 2013 - 14:22

Der Novize schlüpfte aus dem Novizenheim und blieb einen Moment stehen, den Blick gen Himmel werfend. Es wurde Herbst, leichter Nieselregen kam ihm entgegen und er schüttelte sachte sein Haupt. Der Regen störte ihn nicht, wo hingegen die kühlere Brise an seinen Haaren spielte und er weiterging. Sein Ziel war die Bibliothek der Akademie.
 
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Verabeth



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 2 Okt 2013 - 20:26

Fieberträume...:
 


Zuletzt von Rachnel am So 10 Nov 2013 - 14:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Verabeth



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 17 Okt 2013 - 15:50

Sie schob den Zettel unter der schief abgeschliffenen Tür zu einem der Jungszimmer hindurch und ließ ihn mit einem letzten Fingerschnippen ganz verschwinden.

Dann wickelte sie die Decke enger um sich und ging lächelnd zurück in ihren eigenen Raum. Brav und anständig und in Wollsocken.

Sie hatte noch einiges zu tun bis Vollmond.

Sie schloss die Tür hinter sich und goss einmal die Blumen der Reihe nach. Sie durften unter Rachnels Unpässlichkeit nicht leiden! Auch für das Botanicum der Erzmagierin hatte sie Vorkehrungen getroffen und sie hoffte, dass alles in Ordnung geblieben war, wenn sie wieder dorthin zurück ging.

Als sie mit den Blumen fertig war öffnete sie das Fenster und hielt nach Ley Ausschau. Aber den frechen Kerl würde sie vor der Abenddämmerung wohl nicht zu Gesicht bekommen. Vielleicht auch nicht vor nächster Woche. Seit es ihr wieder besser ging, war auch Leys Zutraulichkeit seinem Abenteuerdrang wieder unterlegen.
Sie ließ das Fenster dennoch für ihn offen und nahm das Buch, das sie sich heimlich hatte bringen lassen aus dem Versteck und strich einen weiteren Notizzettel darauf glatt.

An Magus Morgentau war derzeit schwer heranzukommen, aber ihre Lehrmeisterin hatte ihr ein Versprechen gegeben und nun würde Rachnel darauf zurückkommen.
Die Worte waren schnell geschrieben. Immerhin darin gewann sie langsam Übung. Jetzt musste sie nur noch darauf warten, dass Arc vorbei kam und sie ihn bitten konnte, die Nachricht zu überbringen.

Seit sie ihren Bericht bei Magus von Wittenberg abgeben lassen hatte, war niemand mehr zu dem Thema auf sie zugekommen. Auch Lee hatte sie seither nicht mehr zu sprechen bekommen und sie war sich nicht sicher, ob sie das nervös machen oder beruhigen sollte.
Nach ihrem Geschmack traf sie in dieser Stadt deutlich zu oft auf wild gewordene Wichtel.

Genau deshalb faltete sie die Notiz an Magus Morgentau und und legte sie beiseite, um das Buch aufzuschlagen. Schmunzelnd dachte sie an die Worte des Heilers, als sie die Seite mit dem Lesezeichen aufschlug und den Finger unter die Zeile legte. "Es heißt, hätte Antonidas nicht in jungen Jahren eine Lungenentzündung gehabt, die ihn zum Lesen der Bücher zwang, wäre er nicht zum Erzmagier geworden, der er war."
Wo sie den Kohlestift schon in der Hand hatte, nahm sie sich Zeit, einiges aus dem Buch auf einzelne Blätter zu übertragen, die sie sorgsam hinter dem Kleiderschrank einreihte, als sie lange Zeit später fertig war.

Mit einem Durchatmen sah sie sich im Raum um. Halbherzig hatte sie gestern etwas Ordnung geschafft und jetzt musste sie es nur noch hinkriegen, bis zu den Schlotternächten wieder vollends auf dem Damm zu sein.
Also löffelt sie brav den Arzneihonig, den Heiler Brillstein ihr zum Mittag vorbeigebracht hatte und setzte einen von Liljanes Tees auf, nicht ohne einen Spritzer ‚Hustensaft‘ beizumischen.
Während sie aß und trank, sammelte sie das Stroh und die Zweige auf dem Schreibtisch in geordnete Haufen und schnitt Schnüre zurecht.
Sie würde warten, bis die anderen zum Vollmond kommen würden, aber zumindest einen Weidenmann wollte sie vorher basteln.
Summend begann sie mit der Arbeit, während der Raum nach Tee und Honig zu duften begann.


Zuletzt von Rachnel am Sa 21 Dez 2013 - 13:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Liebhardt



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 27 Okt 2013 - 1:33

*Von unten erklangen noch die Stimmen einiger anderer Novizen. So schlich er durch die Flure bis hin zu einen der Mädchenzimmer. Dort vor der Tür wurde es dann abgelegt ein kleiner Beutel und ein Kleines Stück Pergament wurde daran gelehnt. Im Dunkel des Ganges wohl nicht leserlich. Dann machte er sich auf den Rückweg lauschte kurz auf die nach oben dringenden Worte. Erst dann begab er sich so still wie er aus dem Zimmer gekommen war wieder in dieses zurück. Dabei blickte er sich immer wieder um. Hörte man doch die Tage manche schauer Mär seid die Schlotternächte begonnen hatten.*

*Wenn man jedoch Licht hätte würde auf dem Pergament schlicht "Viel Spass damit beim lesen." Stehen*
 
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Alethan



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 27 Okt 2013 - 14:33

Alethan gähnte hinter hervorgehaltener Hand, als er in seinem Arbeitszimmer saß und über Bergen von Zauberbüchern brütete. Er hatte eine Frage und die wollte er beantwortet wissen. Seitdem er zufällig, als er in der Bibliothek darüber gestolpert war, in einem Buch mit der Auflistung großer Persönlichkeiten aus den Zeiten vor, während und nach dem dritten Krieges über den Namen "Arellas Feuerlaub" gestoßen war, ließ ihn diese Frage nicht mehr los.

Ein ganzer Berg an Büchern über Teleportation, extraplanare Beschwörung, Bannzauberei, Existenzebenen und den Nether bedeckte den ganzen Schreibtisch, der ohnehin schon nicht allzu groß war. "Hochhexer Arellas Feuerlaub ...", murmelte er vor sich her, während er die Bücher akribisch genau durchstöberte. Irgendwo würde er sicher etwas darüber finden. Er hatte noch nie zuvor von einem "ewigen Kampf" gehört. War es eine Metapher? Hatte es etwas mit Magie zu tun, oder war es schlicht und einfach der Begriff einiger Fanatiker für einen Kampf bis auf Leben und Tod, den beide verloren hatten?

"Ich finde es schon noch heraus!", rief er dann laut aus, ehe er bemerkte, dass niemand da war, der ihn hören konnte und sein Ausruf in seinen Gemächern verhallte.
 
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Verabeth



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 27 Okt 2013 - 16:06

27.10. - Ein Sonntag


Sie legte eine auffällig disziplinierte Emsigkeit an den heutigen Tag. Und dieser pflichtbewusste Tag begann außergewöhnlich früh. Unbemerkt, wie sie dachte.
Man sah sie aber, als sie mit Gärtnerhut noch vor dem Frühstück in der kühlen Morgensonne zum Botanicum der Erzmagierin ging. Vom Großen Tisch, an dem die Novizen in der Frühe aßen, nahm sie eine Handvoll karamelisierte Nüsse mit, hielt sich aus den stolzen, tuschelnden Gesprächen um Goldapfel aber heraus und hatte es recht eilig, wieder in ihr Zimmer zu kommen, nur, um es allzubald darauf wieder zu verlassen und hinter sich abzuschließen. In der Bibiliothek sah man einige überraschte Gesichter, als Novizin Galdafei Stunden dort aushielt und nicht einmal das Buch, oder die Schreibfeder aus der Hand legte.
Ihren neu gewonnen Stapel an beschrifteten Lernrollen trug sie zielsicher zurück in ihr Zimmer, aus dem hernach zwar vermehrt Gepolter und so manches Scherbenklirren zu hören war, das sie aber unbeschadet und nicht weniger zielstrebig als zu Tagesbeginn, in den Nachmittagsstunden nach einer guten Stunde Totenstille wieder verließ.
Recht eilig hatte sie es, ohne Wappen unter dem schnell übergeworfenen Mantel, das Akademiegelände angespannt zu verlassen.


Zuletzt von Rachnel am So 10 Nov 2013 - 14:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Nevex



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 29 Okt 2013 - 22:23

Aus einem Buch im Novizenheimzimmer von Nevex.

29. Eintrag

Ich war mit den Einträgen hier in letzter Zeit wieder eher schlampig, deshalb habe ich ein wenig nachzuholen und die Zeit im Dschungel hat natürlich auch nicht geholfen, ganz abgesehen von den aktuellen Ablenkungen, die hier wirklich nichts verloren haben und von denen ich mich ehrlich gesagt mit diesem Beitrag ein wenig ablenke. [1] Ich werde bei den aktuellsten Ereignissen anfangen und mich dann ziellos durch das wühlen, was mir sonst enfällt. [2]

Gestern war mein erster Arbeitstag als Assistent bei Magus Schreiber, den mir ein Novize seiner Abteilung als echten Exzentriker beschrieb  und meinte, ich sollte vielleicht eher vorsichtig in meinen Erwartungen an sein Genie sein [4]. Aber nach erster Betrachtung es verspricht in jedem Fall ein spannendes Tätigkeitsfeld zu werden. Ich bin ein wenig überrascht, dass mich ausgerechnet ein Illusionist genommen hat, aber vielleicht hätte ich schon ahnen sollen, dass der Fachbereich nicht so wichtig ist, als in seinem Test schon eher meine Meinungen als meine Fähigkeiten abgefragt wurden. Oder beim "Du bist lustig, dich nehm ich". Aber im Prinzip hat er natürlich recht damit, dass kein Novize hier das Fachwissen hat, was er speziell in seiner Studienrichtung hat und er den Assistenten ohnehin dafür anlernen muss.[5]
Die Themen sind aber auch außerordentlich außerordentlich. Er hat mir aufgetragen die Schriftversion seines letzten Projektes zu überprüfen und nach Demonstrationen zu überwachen - anscheinend ist das Entwickeln neuer Illusionen in sofern ein wenig kompliziert, dass man wenn man nicht aufpasst vor allem sich selbst getäuscht hat und nicht die Umgebung und man ohne Zeugen keine Möglichkeit hat das herauszufinden.
In diesem speziellem Fall geht es um einen illusionären Wind. Ich habe das erst richtig verstanden, als er es vormachte. Es geht wirklich darum, einen Effekt zu Bewirken, der aussieht wie ein Windstoß oder auch ein länger anhaltendes Lüftchen. Das funktioniert wohl durch systematische Bildverzerrungen und der eigene Kopf, liefert den Wind als Erklärung. Problematisch ist dabei, dass man quasi den gesamten Hintergrund mit einbinden muss - dafür muss man nicht eigens Objektbilder einfügen. Bis ich da durchgeblickt habe, werden wohl noch ein paar Arbeitsstunden vergehen, aber noch kann er mich anscheinend eh noch nicht aktiv an seiner Seite brauchen. Er arbeitet wohl an magischen Tonspeichern, die quasi unendlich oft etwas, das nach einem Signal gesagt oder gehört wurde, abgespielt werden kann. Klingt praktisch, wenn das so klappt.

Anderes großes Thema der letzten Tage ist offensichtlich die Expedition ins Schlingdorntal. Und Vodoo. Vodoo ist eine sehr seltsame Sache. Ich konnte einen Blick auf einen Zauber - oder mehr ein Zaubergeflecht - erhaschen und ich habe keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll. Ein guter Teil davon sah wirklich nach arkaner Mage aus, aber so mit anderen Energien verflochten, dass man das glaube ich vermutlich kaum vorhersagen könnte, was das überhaupt wirklich tun soll - nur, dass es übel war[6]. Naja, schon mehr als das, ich glaube es ging um eine Art Krankheit, auch wenn das deutlich weniger strukturiert als Krankheiten der Nekromantieschule. Ich würde mir das gerne näher ansehen, aber wenn da was schief geht, wären die Folgen sicher mehr als unangenehm...
Ich frage mich, wie man denkt, wenn man solche Zauber macht... oder so ein Rätsel, wie in der Scheune. Da waren Heben, die man auf verschiedene Buchstabenkombinationen bewegen konnte, und wenn man etwas falsch machte, kam giftiges Gas heraus... Ich bin inzwischen ziemlich sicher, dass das Rätsel keine richtige Lösung hatte, bei der man um das Gas herum kam und ich bin rückblickend eher überrascht, dass davon die Tür wirklich aufging...
Ich habe echte Probleme, mit so einem Sadismus umzugehen. Wie das entstehen kann ist, wenn das was wir über Korruption lernen stimmt, wohl klar, aber wie man das als gesund denkender Gnom vorhersagen soll... ich meine, ich erwarte natürlich nicht, dass die bösen fair spielen, aber wenn ich mich auf solche Einstellungen vorbereite, werde ich ja paranoid! Ich sollte dazu vielleicht was nachlesen, wenn ich etwas finde...[7]

Ich finde, ich sollte mit einem von der Stimmung her leichteren Thema als diesem aufhören, da bietet sich vielleicht mein reguläres Studium an - zumindest jetzt, wo die Dämonen als Thema hinter mir liegen. Gerüchte besagen, dass ich dafür auch noch hin- und wieder was tue [8]. Aber es ist im Detail schon interessant, dass die Drachen, die ja anscheinend alle on der selben Quelle ihre Macht haben, so unterschiedliche Mächte verwenden. Einiges wirken wirkt druidisch oder schamanistisch, von den Beschreibungen, anders hat klare Ähnlichkeiten zu arkanen Zaubern. Vielleicht gibt es ja tatsächlich zwischen allen Formen der Magie einheitliche Wirkprinzipien, die Erzmagierin deutete ja schon an, dass im Druidentum ja viel mehr arkane Magie sein könnte, als Nachtelfen zugestehen würden. Das würd den zwergischen Titanenverehrern vermutlich gefallen, alles ist im Grunde die Urkraft, die schon die Titanen verwenden - und man sollte mit solchen Mächten am besten garnicht erst umzugehen versuchen, dass ist für gottgleiche Wesen. [10]
Ich glaube ich habe die Drachen ein wenig aus dem Fokus verloren, aber das passt zu meiner Studiensituation. Ich schenke denen leider nicht wirklich die Aufmerksamkeit, die ich sollte - es ist also vermutlich kein Wunder, wenn ich nicht richtig verstehe, worum es da geht. Die Aufgaben der Schwärme verstehe ich ja im Prinzip noch, aber warum genau diese Aufgaben? Gerade wegen den Bronzenen bin ich ein wenig verwirrt, kämpfen die nur gegen potentielle Veränderungen oder suchen sie sich im Prinzip eine Zeitlinie aus, die ihnen gefällt?... aber das sind vermutlich wirklich Sachen, die ich beim Unterricht klären kann oder später herausfinden sollte, wenn ich mich durch die entsprechenden Werke gelesen habe.


[1] Wobei das ja schon ein irgendwie seltsamer Zustand ist, wenn ich mich von der Freizeit mit Reflexionen über Studium und Arbeit ablenke.
[2] Womit ich wohl endgültig jeden Anspruch auf wissenschaftliche Neutralität für diesen Eintrag wegwerfe... aber man muss sagen, der ist ja auch sonst gering genug, vielleicht ist es wenigstens Unterhaltsam, wenn es jemand in meinem Nachlass findet... oder ich es in 100 Jahren lese...[3]
[3] ...als ob ich so alt werden will...gut, das ist eine doofe jugendliche Floskel, aber ich finde, ich bin unreif genug, um sie richtig zu verwenden.
[4] Wobei ich sowas natürlich wenig gebe, anscheinend gibt es hier auch Leute, die mich für exzentrisch halten.
[5] Wobei er sich das vielleicht anders überlegt hätte, hätte er die Trollillusion gesehen, die ich über Samson gelegt hatte... ich meine, ich habe realistischere Kinderzeichnungen gesehen. Wobei das vielleicht unfair den Kindern gegenüber ist... mit der richtigen Aufsicht, können da richtig gute Werke rauskommen.
[6] Ich glaube der Fachbegriff ist 'übles Juju'.
[7] Ich sehe schon den Buchtitel vor mir..."Die Logik des Wahnsinns: Entscheidungen im geistigen Nether"
[8] Oder zumindest damit starte, bis auf andere interessante Texte verwiesen wird. Nicht jedes Thema ist gleich interessant... oder jeder Schwarm... zumindest für mich. [8]
[9] Da kann ich ja anscheinend wirklich keine allgemeine Geltung beanspruchen. Ich muss sagen, ich war recht überrascht, zu erfahren, dass die beiden Erzmagier unserer Abteilung sich speziell mit Drachen beschäftigt haben. Sicher haben die sehr interessante Seiten, aber gibt es für sowas nicht Zoologen.. oder Anthropologen? Xenozoologen?... gut, ist bei Arkanisten wohl auch nicht Fachfremder...
[10] Wobei man vielleicht da die Konsequenz der Bronzebärte bewundern muss in ihrer Ablehnung von so vielen Mächten, die sie umgeben. Vermutlich eine unhaltbare Position, wie die Öffnung zu den anderen Stämmen auch zeigt, aber wenn die Welt ihrem Vorbild gefolgt wäre...wäre die Situation zumindest sehr anders.
 
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Liebhardt



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Sa 2 Nov 2013 - 4:54

Merwyn und Magus Rosenholdt hatten zum Eremiten geladen für eine Gesprächsrunde. Aber er hat sie vertröstet. Schlicht weil er sich die Beine noch etwas vertreten will.

So wandelt er durch das Viertel und genoss die Ruhe. Der Weg führt zu der Terrasse nahe dem Lamm.
Dort hoch oben, blickt er hinunter auf das Meer. Die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Man erkennt nicht viel, doch ist das Bild sehenswert wie der Lichtschein des Leuchtturms weit draußen über das Wasser flirrt und die Wellen kurz erstrahlen lässt.

Der kühle Wind der vom Meer hereinweht lässt Ihn blinzeln und bauscht Cornellius Robe auf. Doch etwas stimmt nicht, die Schultern kreisen lassend hat er jenes kribbelndes Gefühl als wenn jemand Ihn beobachtet.

Langsam blickte er sich um und ist dann rasch herum. Drei Gestalten waren derweil ebenfalls auf die Terrasse getreten. Doch das diese nichts dort sind um ebenso Wind und Ausblick zu genießen ist sogleich ersichtlich. Immerhin sind sie alle Maskiert und diese hat nichts von der Maskerade der Schlotternächte.

Und die beiden Armbrustpistolen die zwei der Männer auf Ihn richten sprechen ihre ganz eigene Sprach. Sogleich greift der Novize nach seiner Klinge. Aber die Hand fährt ins Leere. Innerlich flucht er das er sie vor zwei Tagen zum Schmied gebracht hat um die Klinge zu erneuern.

Cornellius erstarrt, Als der Mittlere der Männer Ihn anspricht. "Herr Rabenacker Ihr habt etwas das uns gehört."

Cornellius kann sich nicht vorstellen was dies sein sollte. Aber beim Anblick der Armbrüste verbot er es sich zu hastig zu handeln. "Mein Geld? Das könnt Ihr haben nehmt es euch einfach"

Dabei fixiert Cornellius den einen Schützen, einen wahren Hünen. Und dann erfolgt es Zeitgleich. Ein Nicken des Anführers des Überfallkommandos. "Falsche Antwort." Und der Hüne schoss. Cornellius hingegen vollführt einen Handwink und mit gepresster Stimme stößt er hervor. "Anoduna Terro"

Der Bolzen hebt sich von der Armbrust fort. Aber nein nicht schnell genug, streift die Sehne das Geschoss und schleudert es nach vorne. Aber der Schuss war ruiniert das Geschoss schlägt in den rechten Oberarm des Novizen der davon gegen die Zinnen der Terrasse geworfen wird.

"Wehrt euch nicht dann passiert euch nichts weiter" Kommt es fast schon gelangweilt von dem Anführer der Drei. Ein weiteres Nicken und der Hüne macht seine Waffe fest und tritt vor um damit zu beginnen Cornellius zu durchsuchen.

Der Novize hält still bis er sich sicher war das er von dem Hünen vor den Bolzen des anderen abgeschirmt ist. Es geht schnell den das muss es, Cornellius Rechter Arm hängt hinab nach dem Treffer aber seine linke Hand schnellt vor. Vorn auf die Kehle des Hünen.

Doch da dieser vortaumelt als er um Atem kämpft droht er Cornellius zwischen den Zinnen hindurch zu drängen. Dieser griff kurz entschlossen zu und dreht sich zur Seite weg, versetzt dem Hünen so ein wenig mehr Schwung. Und der Mann verschwand im nächsten Augenblick als er in die Tiefe stürzt.

Der Wind übertönt den dumpfen feuchten Schlag als der Mann am Fuß der Mauer aufschlägt, kein Schrei war zu hören da Ihm die Luft gefehlt hat.

Im selben Augenblick erklang es wieder das kurze Zischen einer Pistolenarmbrust. Ein brennender Schmerz fährt Cornellius in den linken Oberschenkel.

Er wendet sich den Angreifern zu. Doch als er das Bein nun wieder belastet knickt es unter Ihm ein und er bricht in die Knie ein. Vorn hob sich über seinem Oberschenkel der Stoff der Robe etwas dort wurde der Stoff dunkel. Die Bolzenspitze hat es quer durch sein Bein geschafft.

Seine Augen weiten sich. Er will es nicht aber er muss den Gestaltwechsel vollziehen dies weiss er. Nur legt sich in just diesem Augenblick kalter Stahl an seinen Hals.

Wieder ist er gezwungen still zu halten. Der Anführer scheint den Verlust eines seiner Männer nichtmal im geringsten zu bereuen als er nun selbst Cornellius zu durchsuchen beginnt.

Keine Verwandlung der Stahl am Hals hindert Ihn den Ihm ist klar wenn er sich wandelt. Ja dann wird man Ihm die Gurgel durchhauen und das bevor er bereit ist um zu kämpfen.

Er kann auch den Blick nicht senken als mehrere seiner Beutel von seinem Gürtel abgetrennt werden. Langsam zieht sich dann auch der Anführer der Räuber zurück Stück für Stück.

"Wir danken für Ihre Kooperation Herr Rabenacker" Kommt es spöttisch hinter der schwarzen Stoffmaske hervor. Dann winkt er seinen Gefolgsmann zu und beide machen sich rasch auf und davon.

Cornellius blickt sich um und zieht sich an einer der Zinnen hoch. Er will Hilfe herbeirufen dann aber funkelt etwas in der Luft. Aus der Richtung kommend in der die beiden Männer verschwunden sind. Für einen Augenblick rechnete Cornellius mit allen ab.

Es war ein weiterer Armbrustbolzen und er wird sitzen da ist er sich sicher. Aber dieser Gegenstand beschrieb einen Bogen und es klirrt zu Füßen des Novizen.

Er blickt hinab und ein unangenehmer Geruch steigt Ihm in die Nase. Ein Atemzug war getan eh er sich klar ist. "Gas" Aber die Erkenntniss kommt zuspät.

Er taumelt noch mit einen dann einen zweiten Schritt vor. Dann geben seine Beine wieder nach und das letzte was er sieht ist der auf Ihn zukommende Boden.

Wie lange liegt er Bewusstlos er weiss es nicht als er durch ein rütteln an seiner Schulter aus dieser gerissen wird. Er stöhnt gemartert vor Schmerzen auf. Er fühlt sich zu geschafft um sich herumzudrehen. So hört er nur die Kinderstimme die sagt das sie Hilfe holen wird.

Ein Ächzen ist seine Antwort als die Schritte des Kindes sich schnell sehr schnell entfernen. Dann umfängt Ihn wieder Stille und Schwärze. Er wird sich seiner Selbst erst wieder bewusst ein jemand Ihn herumdreht.

Er blickt einen Heilkundigen mit den Zeichen der Wacht an der sogleich beginnt sich um Ihn zu kümmern. Der Heiler schickt jemanden fort einen Arzt zu holen. Die Antwortende Stimme ist die einer Frau. Aber Cornellius vermag es nicht den Worten wirklich einen Sinn abzugewinnen.

Er spürt wie Ihm die ersten Verbände angelegt werden und was er auch spürt ist eine Zunahme der Schmerzen. Den die Bewusstlosigkeit gibt Ihn immer weiter frei.

Er hat auch Schmerzen was sein Gesicht betrifft. Nur spürt er zwar rinnendes Blut aber von der durch den Sturz zugezogenen Platzwunde und der gebrochenen Nase hat er noch keine Ahnung.

Schon nach einpaar Minuten kommt die Frau mit einer Ärztin zurück.
Erst nun bemerkt Cornellius das der Heilkundige selbst verletzt ist und daher nur eine Hand einzusetzen vermag. Diese Erkenntnis kommt wie die Ärztin die Aufgabe übernimmt.

Kurze Zeit später hört er den Gnomcorder des Wächters als dieser einen weiteren und eine Trage anfordert.
"Das ist nicht mein Tag" Kommt es leise und mit vom Schmerz angespannter Stimme.

Den Rest bekommt er wie in Trance mit. Als man Ihn fragt wer es war. "Maskiere und einer ist noch hier" Vorsichtig deutet er zwischen den Zinnen hindurch. Doch in der Nacht würde wohl niemand hinunter steigen um nachzusehen.

Den Weg ins Ärztehaus als man die Trage bringt und Ihn auf diese legt bekommt er nicht wirklich mit. Immer zu kämpft er gegen die Schwärze die in sein Blickfeld dringen will.

Kaum gelangt man im Ärztehaus an den Kanälen an wird er von der Trage auf eine Liege umgebettet. Und man verabreicht Ihm eine Mixtur damit er schlafen soll.

"Schickt bitte jemanden zur Akademie. Man soll mich nicht suchen." Trägt er auf aber die Heiler scheinen Ihn betreffend ganz andere Sorgen zu haben. So verwickelt man Ihn in Floskeln bis Ihm erst die Zunge dann die Lider schwer werden. Schon nach etwa ein, zwei Minuten merkt er nichts mehr und wurde durch die Mixtur in einen Traumlosen Schlaf gestürzt.

Dann beginnen die Ärztinnen mit Ihrer Arbeit. Doch davon bekommt er bereits nichts mehr mit.
 
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Arcaynas



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 3 Nov 2013 - 1:08

"Du bist dir sicher, dass du dich nicht mal wieder verhört hast?"
"Nein, auf keinen Fall! Sie hat sich entschuldigt."
"Und? Das ist doch... halt meisnt du die Gnomin?"
"Ja, wenn den sonst du Holzkopf. SI ehat sich bei einem Novizen, ich glaub es war dieser Düsterherz entschudligt."
"Das glaube ich nicht, nciht die Gnomin. Und dann ncoh bei einem Novizen und vorallem ihm? Erzähl keine Märchen."
"Doch ich habe es mit eigenen Ohren gehört!"
 
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Verabeth



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 11 Nov 2013 - 0:32

Diesmal, am Donnerstag, brach sie gleich im Morgengrauen auf, ohne den Weg zum Botanicum der Erzmagierin einzuschlagen und ohne ihre Übungen an den Zaubern zu absolvieren. Ohne zu meditieren und ohne zu frühstücken.
Die pflichtbewusste Disziplin, die sie seit einigen Wochen schon an den Tag gelegt hatte, brach sie heute, als sie durch den Regen zum Stadttor marschierte.

Bis zum Abend kehrte sie nicht zurück. Und nicht bis zum nächsten Morgen. Nicht einmal bis zur folgenden Nacht. Zwei Tage nun schon...
...vier...


Dienstag will man sie in ihrem Zimmer gerade ebenso verschwinden gesehen haben. Oder Montag?
In welchen Gossen hat die sich wieder herumgetrieben?

Düsterkerl ist auch wieder da.
Spätestens seit Mittwoch wissen die Plappermäuler das sicher: Man hat beide eng umschlungen abends hinter dem Magierturm gesehen.
Kinder, doch nicht in der Öffentlichkeit.


Zuletzt von Rachnel am Mi 13 Nov 2013 - 19:49 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
 
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Arcaynas



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 11 Nov 2013 - 10:48

Der Novize strich bereits Donnerstags abends mehr unruhig durch die Straßen und Gassen des Magierviertels. Sein Verhalten änderte sich am folgenden Tag nicht, wurde eher schlimmer, Raubtierhaft. Kaum einen Moment verbrachte noch er in der Bibliothek oder dem Novizenheim. Ein Bursche hatte eine Nachricht für ihn hinterlassen. Am Samstag war er dann verschwunden.

Und am Abend nicht wieder gekehrt. Und ebenso nicht am Sonntag, aber wer vermisste ihn schon?

Welcher Tag war es, als man kurz einen huschenden Schatten durch die Tür zum Zimmer des Novizens schlüpfen sah? Dienstag, oder war es doch schon Montag gewesen?

In der Frühe des nächsten Tages war er wie so oft verschwunden, ehe man ihn bei seiner Tätigkeit im Eremiten sehen konnte. Danach kehrte er wieder in der Bibliothek zurück, nur um Abends wieder hinaus zu kommen.

War er wirklich weg gewesen, oder hatte man ihn bloß übersehen?
 
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Verabeth



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 20 Nov 2013 - 18:10

Der Wind war böig und kalt und fand immer wieder mal den Weg zwischen die Kleiderfalten, wo er Rachnel frösteln ließ. Er zauste ihre Wimpern und lockte die junge Frau, die Augen zu öffnen und die Schönheit des Ausblicks zu würdigen.

Doch Rachnel lauschte nur, unbeweglich und ruhig wollte sie sich in die Meditation bringen.
Einschlafen durfte sie nicht. Aber die Übungen hatten sie ausgelaugt. Der Zauber forderte sie. Und das Risiko ging mit ihm Hand in Hand. Lächelnd


Rachnel musste an ihre erste praktische Lehrstunde denken, in der sie selbst, sie ganz allein, aus eigener Kraft und nicht durch einen verzauberten Gegenstand unterstützt, die Sinne für all die Magie geöffnet hatte, die sie umgab.
Ihr ganzer Blick hatte sich im Bruchteil eines Wimpernschlages verändert, in unvergleichlichem, überwältigendem Ausmaß. Dem Nexus so nah, magische Quellen all überall um sie herum, ungefiltert…
Es war einer Explosion gleichgekommen.
Sie verlor augenblicklich den Boden unter den Füßen und alle Orientierung.

Rachnel hatte der Wucht nicht einmal Sekunden standhalten können, bevor sich ihr Bewusstsein der schieren Allgegenwärtigkeit ergeben musste und sie wenig rühmlich einfach umgekippt war.

“Es ist nicht falsch, Demut zu lernen, bevor man sich dieser Kräfte wirklich bedient, Novizin Galdafei.“


Diese Kontrolle zu erlernen, den fokussierten Blick, hatte sie sie meiste Zeit gekostet.
Jetzt war es zu Alltagsarbeit geworden. Aber dennoch nicht weniger wichtig, daran hatten Arcaynas und Alethan sie erneut erinnert.

Maß halten. Das Lot finden zwischen notwendigem Einsatz und gefahrvollem Übereifer.

“Wiederhol ihn nicht mehr als dreimal. Übertreib es nicht, ja?“

Was sie als Novizin lernte, war Selbstbeherrschung.
Bisher keine ihrer Stärken.

Rachnel atmete tief durch und verscheuchte die Gedanken, verließ den Wind und das Meeresrauschen und konzentrierte sich auf ihren eigenen Atem.

Sie hatte viel Zeit eingeplant für die verlängerten Meditationen. Die würde sie nun auch nutzen.
 
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Alethan



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 25 Nov 2013 - 20:56

ooC: Ich hoffe, ich greife hier nicht zu weit mit der Raumwahl. Falls doch, dann bitte weist mich darauf hin, ich korrigiere das dann.

"Erstaunlich, du hast nichts gefunden in der Bibliothek? Das klingt merkwürdig", sprach der in rote Roben gehüllte Magier, der nicht viel älter als Alethan zu sein schien, doch mit einem weniger scharfen Gesicht und blonden Haaren.

"Absolut nichts, Calum. Ich werde jedoch weiter suchen. Irgendetwas wird man doch über den Verbleib des einstigen Hochhexers des scharlachroten Kreuzzugs wissen. Meine Theorie ist, dass es ein auf einer magischen Ebene zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten ausgetragener Kampf ist, in dem beide Kombatanten nicht sterben können. Aber noch weiß ich nichts genaues", antwortete Alethan zerknirscht.

Die beiden jungen Magier schritten weiter voran durch die großen Hallen der Zauberakademie, ehe sie in einem länglichen Raum angekommen waren. Calum zog aus seiner Umhängetasche einen bläulichen, runden Stein hervor und setzte ihn in eine Vorrichtung an der Wand. Sofort glühte er magisch auf und hüllte den Raum für einige Sekunden in ein azurblaues Energiefeld, ehe dieses verblasste. Der Blondschopf nickte dem Schwarzhaarigen daraufhin zu. "Wollen wir?"

"Natürlich", entgegnete Alethan. Er stellte sich an einem Ende des Raumes auf, den Blick auf das andere gerichtet, an welches sich der andere Magier begab. Sie verbeugten sich beide förmlich, wie es in gehobeneren Gesellschaften der Menschen üblich war. "Nach Dir, Freund", sprach Alethan mit einem Schmunzeln. Der blonde Magier grinste. "Vornehm wie immer." Und mit diesen Worten zog er innerhalb einer Sekunde einen Zauberstab von seinem Gürtel und spie das Aktivierungswort aus. Sofort schoss ein flammendes, menschenfaustgroßes Projektil in Windeseile auf Alethan zu. Dieser konnte sich gerade noch so ducken, ehe der Feuerblitz in die Wand einschlug und vom magischen Schild der Kristallkugel absorbiert wurde. Auch dem nächsten Geschoss entwandte sich Alethan durch geschickte Bewegungen, ehe er mit einem Frostzauber antwortete. In einer schnellen Bewegung hob er die rechte Hand gen Calum und sprach ein elfisches Wort, gleichzeitig mit der linken Hand eine kleine Glasscherbe, die er aus seiner Tasche gezogen hatte auf den Boden werfend, ehe sich aus seiner Handfläche ein beißender, frostiger Wind entfachte und den rot gekleideten Magier einhüllte.

Dieser hob schützend die Hände überkreuzt vor sich, sprach eine kurze Formel und wirkte einen schwachen Manaschild über sich, der das gröbste aufhielt, ehe er zusammenbrach. Als Konter streckte Calum seinerseits die Hand aus und schoss einen Froststrahl in Richtung Alethan, der nicht schnell genug reagieren konnte und davon getroffen wurde. Er taumelte zurück und schüttelte sich vor Kälte, als ihn auch schon eine Welle arkaner Geschosse traf, die ihn zurückwarf und auf dem Boden liegen ließ. Er hustete, außer Atem. Calum trat zu ihm, über ihm stehend, den Zauberstab mit der Spitze auf ihn gerichtet. "Ich gewinne", sprach er triumphal, ehe er jedoch von den Füßen gehoben wurde und ein Feuerblitz aus seinem Zauberstab durch den Raum flog - in die entgegengesetzte Richtung, in der Alethan stand. Dieser jedoch konzentrierte sich auf seinen Gegner, die Hand leicht zur Kralle geformt. Calum zappelte etwas in der Luft herum, im Versuch, Alethan mit Feuerladungen aus dem Zauberstab zu treffen.

Dies schlug natürlich weitestgehend fehl. Alethan wusch mit der Hand und Calum wurde durch den Raum katapultiert, unsanft auf dem Boden aufschlagend. Nun war es Alethan, der über Calum stand, die Handfläche ausgestreckt in seine Richtung haltend. Um seine Finger knisterte es bedrohlich. Der Blondschopf seufzte auf und hob sachte die Hände. "Gut, ich gebe auf. Schnelle Reaktion, Ale." Der Schwarzhaarige nickte schmunzelnd. "Danke. Die Bewegung mit dem Zauberstab hast du heimlich einstudiert, oder?" Calum grinste leicht, als ihm der Sieger die Hand zum Aufstehen anbot. Nachdem er wieder auf den Beinen war, zählte er an den Fingern ab. "Natürlich. Es steht 3 zu 3 jetzt, nicht?"
 
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Odryn



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 5 Dez 2013 - 22:23

Kaboom!

Wird überarbeitet..


Zuletzt von Odryn am So 11 Sep 2016 - 21:55 bearbeitet; insgesamt 13-mal bearbeitet
 
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Aoibhean



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BeitragThema: Stille Zimmer sind nicht immer still...   Do 19 Dez 2013 - 18:23

Unscheinbar, dunkel, liegt die Zimmertüre Aoibhean`s im Schatten des Ganges. Fast wie die einer Abstellkammer.

Seit sie hier eingezogen ist, ist es verdammt still darin. Oft scheint sie sogar bis zum frühen Morgengrauen unterwegs zu sein. In der Morgendämmerung hört man es dann Knarzen und quietschen, wenn Madame behutsam und unauffällig die schwere Türe aufschieben will. Sämtliche Kisten, Bücher, gar grüne Flaggen wurden hereingetragen. Man könnte meinen viel habe sie nicht, oder scheint hier nicht viel investieren zu wollen?

Doch seit gestern Abend, ging ihre Zimmertüre knarzend wie 100 Jahre rostige Scharniere auf, noch vor Mitternacht! Ihre Begleitung scheint ein etwas älterer Herr zu sein, wenn auch in gutem, kräftigem Zustand. Ein Hut versteckte sein Gesicht bis aufs Gänzlichste, dieser absichtlich oder unabsichtlich tief ins Gesicht gezogen wurde. Erst zur dritten Morgenstund, verließ er ihr Zimmer, währenddessen war es sehr still. Zu still. Nur leises Murmeln war von außen zu hören, wenn man sein Ohr an die Zimmertüre hielt.

Irgendwann, ging dann doch die Türe auf, zur dritten Morgenstund. Die Dame selbst trug ein verzücktes Lächeln, während der ältere Herr nur schmunzelte.

"3-6 Tage könnte es durchaus dauern, doch kann ich morgen früh schon damit anfangen.." kamen zumindest als Wortfetzen hervor, dieses Aoibhean noch mehr verzückt Lächeln lässt.



Die unheimliche Stille scheint jedoch bald ein Ende zu haben. Einige der Verwaltung, die an der Zimmertüre Aoibhean`s vorbeihuschten, bemerkten dass dieser Herr einiges an Werkzeug und Holz in das Zimmer hineintrug. Seitdem hört man es darin poltern und hämmern. Tatsächlich scheint die Historikerin selbst, die ganze Zeit über dort zu sein. Manche aus der Verwaltung tuschelten sie haben nichtmal eine Anstandsdame gesehn, sie sei allein mit diesem Mann darin, über Stunden...


Was es wohl auf sich hat?



 
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Verabeth



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 20 Dez 2013 - 21:25

Wiegenfest in Seenhain

Gute Essen, gutes Bier und Theater. Sie hatten Drachen steigen lassen und neue Gesichter kennengelernt. Nur noch ein wenig Musik hätte den Abend besser machen können, aber Würfel waren genauso gut.
Übermütig gelaunt trommelte nach Arcaynas' bühnenreifer Dichtdarbietung alle für eine Runde ‚Gassenhauer‘ an den Tisch zusammen.

Schon das Erklären der Regeln gab großes Gejohle und viel Gelächter und Verwirrung.
„Also eine Proberunde.“ grinste Rachnel. „Alle einmal schütteln.“
Mit lautem Geklapper landeten neun Würfelbecher verdeckt auf dem Holztisch und ließen die Schnapsflaschen klirren.
Heilloses Durcheinander folgte und fachte die gute Stimmung noch weiter an, bis sich nach und nach eine klare Reihenfolge entwickelte. Rachnel wusste aus Erfahrung, dass das nicht lange anhalten würde. Die Zwerge hatten irgendwann das Armdrücken dem Würfelspiel vorgezogen. Wie es hier wohl enden würde?

„Nevex hat das Pech heute gepachtet.“ wurde laut gefeixt, als der Gnom gleich dreimal in einem Durchlauf kalt erwischt wurde. Doch Nevex schmunzelte über seinem Krug. „Das gehört alles zum Plan, mich zu vergiften.“
Er trank dennoch.
Später machte zu viel Gelächter Apfelschnaps die Runde und füllte angebrochene Metkrüge auf. „Keine Sorge, Zimmer sind für alle reserviert.“

Nach und nach wurde die Spielrunde kleiner, wenn auch nicht leiser.
Aedre übermannte bald die Müdigkeit, Merwyn suchte den Weg an die frische Luft und Rosi nicht lang danach Merwyn.
Trinsy döste auf ihrem Platz bereits  vor sich hin, Nevex bescherte die neue Sitzordnung nur wenig Glück; es war wie verhext mit seinen Würfeln.  Rosis fehlender Wurf ersparte ihm letztlich vielleicht den ein oder anderen Becher.



Als die Nacht draußen längst finster und bitterkalt war, saßen sie schließlich noch zu viert am Tisch und die Würfel schwiegen.



Das Feuer im großen, offenen Kamin prasselte immer noch; der Wirt hatte tatsächlich noch Holz nachgelegt. Vielleicht würde die Glut noch bis zum Morgen den Schankraum wärmen.
Die Stimmung war nicht mehr ausgelassen, aber auf angenehme Art entspannt und vertraut. Rachnel hatte sich die Reste vom guten Wein stibitzt, die Merwyn übergelassen hatte und schwelgte, an Arcaynas‘ Schulter gelehnt, in der Zufriedenheit aus Wein und freundschaftlichem Beisammensein.
Sie genoss sogar, dem Gespräch zwischen Lennaye und Arcaynas nur zuzuhören. Ihr zweiter Geburtstag fern von daheim. Und wie viel sich doch schon verändert hatte.

Irgendwann ergriff Cornellius das Wort und lud sie alle an den Kamin, wohin er sich vom Wirt Sturzbecher und jedem einen Krug Met bringen ließ.

„Es gibt einen Brauch bei uns in Gilneas.“ begann er, als er die Becher mit Gandrars Bestem „Er soll dem Wiegenkind ein sorgloses Jahr bescheren, indem man sie im Feuer verbrennt.“

Er verteilte die Becher und Krüge. Arcaynas betrachtete seine beiden Alkoholika skeptisch, stellte sich aber neben Rachnel an den Kamin.
„Verbrennt man bei euch die Sorgen nicht mit dem Weidenmann?“ schmunzelte Rachnel und Cornellius‘ Lächeln hob den Backenbart.  „Man kann nie genug Sorgen verbrennen, kann man?“
Er stellte sich zu Lennaye und begann zu erklären.
Im Grunde war es einfach. Jeder Gast gab einen Wunsch als Geschenk, nahm dafür eine Sorge von ihren Schultern und am Ende hing alles davon ab, ob die Sturzbecher im Feuer zerbrachen, oder nicht.

„Dann mache ich wohl den Anfang.“ lächelte Lennaye und betrachtete Rachnel und Arcaynas eine Weile nachdenklich, ehe sie nickte. „Rachnel, ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass dich die Sorge um Arcaynas und eure Liebe im kommenden Jahr nicht heimsuchen wird. Denn die meisten Sorgen lassen sich gemeinsam überstehen.“
Cornellius nickte, als sie dann fragend zu ihm aufsah. „Nun trinken wir aus unseren Krügen und der Schnapsbecher landet im Feuer, um mit den aufwallenden Flammen die Sorgen zu verzehren.“
„Na, das gibt ein hübsches Feuerwerk.“ grinste Lennaye.

So taten sie es und der erste Tonbecher zerbarst über den aufstiebenden Flammen.

Als sich das Feuer etwas beruhigt hatte seufzte Lennaye erleichtert und Rachnel sah noch in den Kamin. Cornellius jedoch hob erneut die Stimme.
„Dann bin ich also an der Reihe. Nun gut, damit hat die gute Lennaye  dir also alle Sorgen um die Liebe genommen. Dann wünsche ich dir als dein Mitnovize, dass dir deine Lehre ein volles Jahr leicht von der Hand geht, als seist du bereits eine große Meisterin.“
Gemeinsam hoben sie erneut die Krüge, tranken und Cornellius warf seinen Becher mit Schwung in die Flammen, die fauchten, als auch dieses Gefäß zerbrach.

Rachnel merkte bereits, wie ihr der Alkohol langsam zu Kopf stieg und doch war sie glücklich und dankbar für jeden guten Gedanken. Langsam wendete sie sich Arcaynas zu, der sie lange überlegend betrachtete. Rachnel hätte jeden Wunsch von ihm angenommen.
Als er dann sprach, war seine Stimme warm und sanft, wie sie sie sonst nur in ihren zweisamen Momenten hörte:
„Ich will dir die Sorgen nehmen, das es nicht bei einem Märchen bleiben soll: dass nicht die letzten Tintentropfen für weitere Gedichte bereits versiegt sind. Dass du dir darum keine Sorgen machen musst, ich würde je von deiner Seite weichen und ich verspreche, deinem Vater zu beweisen, dass deine Hand in meiner das richtige ist.“
In Rachnel ging eine Welt auf. Wäre er hier und jetzt vor ihr auf die Knie gefallen, sie hätte keine Sekunde gezögert. Ob vom Alkohol, oder seinen Worten beflügelt, vom warmen Feuer oder der vertrauten Atmosphäre; sie konnte nicht anders: ungeachtet aller Öffentlichkeit hob sie sich Arcaynas entgegen als er ihr schon näher kam und küsste ihn.
Etwas stürmisch, aber lange und liebevoll direkt auf den Mund.
Lennayes verträumtes, fast mütterliches Lächeln sah sie nicht, ebensowenig Cornellius‘ Blick ins Feuer.

Als Arcaynas‘ tönerner Becher an der Kaminwand zersplitterte und bunte Flammen aufloderten, machte Rachnel innerlich einen kleinen Freudensprung. Der Wunsch war besiegelt.
„Darauf wollen wir doch gerne trinken.“ schmunzelte Lennaye, als das junge Paar sich voneinander löste und zu viert hoben sie erneut die Krüge.
An Rachnel lag es nun, die Wünsche anzunehmen, oder abzulehnen. Als ob sie darüber nachdenken müsste.
„Ich muss ihn auch zerbrechen?“ fragte sie dennoch sicherheitshalber.
„So du unsere Wünsche annehmen willst.“ antwortete Cornellius.
„Jeden einzelnen.“ versicherte Rachnel mit einem glücklichen Lächeln, das ihr ganzes Gesicht erhellte. ‘Nur fest genug.‘ dachte sie und fasste den Tonbecher bewusster. ‘Nur fest genug und er wird zerbrechen.‘
Sie schickte eine leise Bitte ihrem Schwung voraus und legte Drill in den entscheidenden Wurf. Davonfliegende Alkoholtropfen zischten knisternd durch die Flammen, die nach dem Becher lechzten, ehe das Gefäß auf die gemauerte Kaminwand traf und dort in Scherben sprang.
Rachnel jubelte unterdrückt vor Freude und strahlte in die Runde. Lennaye nahm den Jubel lachend auf und Cornellius nickte schmunzelnd. „Und nun leeren wir die Krüge. Auf das Wiegenkind und ein sorgenloses Jahr.“
Arcaynas verzog sacht das Gesicht mit Blick in seinen Krug, doch er zierte sich nicht und gemeinsam besiegelten sie zu viert das Ritual.
Rachnel konnte dabei den seligen Blick kaum von Arcaynas lassen und Cornellius Worte weckten sie verspätet aus abschweifenden Gedanken. „Gönnen wir den beiden doch  etwas Zweisamkeit.“
Lennaye nickte mit einem warmherzigen Lächeln und nach einer herzlichen Verabschiedung ließ Rachnel sich mit Arcaynas am Kamin nieder.
Er drückte das Gesicht in ihr Haar und murmelte hinein. Rachnel lachte leise. Sie hätte für Stunden hier so mit ihm sitzen können; die ganze Nacht im Feuerschein.



Am nächsten Abend weilten sie alle wieder in Sturmwind.


Rachnel erwartete niemanden und hatte es sich barfuß im luftigen Leinenkleid am Schreibtisch bei Kerzenschein bequem gemacht.
Die Kerzenflamme am Schreibtisch flackerte und der Docht knisterte, doch Rachnel bemerkte ihren abendlichen Besucher erst, als er an den Rahmen der nur angelehnten Tür klopfte.
„Merwyn,“ lächelte sie grüßend als sie aufsah.
Er war höflich, ließ sich hereinbitten und den Stuhl anbieten, von dem sie aufstand.
Eigentlich hatte sie gedacht, er wäre für seinen Umhang gekommen.  „Ich fand bei der Feier keinen passenden Moment,“ erklärte er stattdessen. „um dir dein Geschenk zu überreichen.“

Als er später ging und die Tür hinter sich schloss war ihre Schreibarbeit ganz vergessen und der Mantel hing unangetastet im Schrank.
 
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Liebhardt



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 23 Dez 2013 - 4:01

Die Glocke schlug zum Halbstundläuten nach der fünften Morgenstunde. Cornellius trat aus dem Novizenheim, ein Rucksack auf dem Rücken die Muskete über der Schulter. Dolch und Rapier am Gürtel. Leise schloss er die Türe hinter sich. In der linken hielt er eine Laterne, diese war abgeblendet um nicht zu hell zu strahlen. Den Blick an dem Novizenheim entlang wandern lassend blickte er dann herum zu dem Turm der Akademie. Ein leises Seufzen kam über seine Lippen. Dann straffte er sich und wendete sich ruckartig um. Langsam ging er dann los der Weg führte Ihn durch die Stadt hin zur Kathedrale. Vor den heiligen Hallen des Lichts hielt er nochmals inne. Um diese Zeit war der Kathedralenplatz recht leer. Er sah zwei Wachen auf Ihrer Runde. Und eine Frau unten am Brunnen. Schweigend trat er in die Kathedrale. Hier war die Ruhe um diese Zeit vollkommen. Er trat weiter ein und Kniete sich dann hin. Das Haupt gesenkt begann er leise zu beten. Er blickte auf wie er leises Rascheln von Stoff hörte. Eine Priesterin glitt durch den Raum und ihre Robe erzeugte dies raschen. Dann erhob er sich nachdem er sein Gebet beendet hatte und machte sich auf den Weg hin zum Zwergenviertel um die Tiefenbahn zu erreichen.
 
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Tarila



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 23 Dez 2013 - 17:10

Kalimdor
Südliches Brachland
Brachlandoffensive während des Kataklysmus

Zwei Dutzend waren sie vielleicht. Mit leichten Rüstungen und schnellen Pferden. Ihr Anführer, Hauptmann Wolkenschein und sie waren die einzigen Kinder des hohen Reiches. Ihre Aufgabe war, sämtliche Karawanen aufzuhalten, die in den Norden wollten. Oder all jene, die aus dem Norden in den Süden kamen. Es war ihre vierte in dieser Woche und das Glück war auf ihrer Seite.  Als Reaktion auf die Überfälle schickten die Orcs mehr Begleitschutz für die Konvois. Manchmal sogar Wolfsreiter, um jagt auf Tirana und die ihren zu machen. Mitten im staubigen Niemandsland war einem der drei Wagen das Kodo verendet, berichteten die Späher. Die Wolfsreiter waren fort, Hilfe holen und der Rest war nicht willens, die Ladung zurückzulassen und entschied sich, bei dem verunglückten Wagen zu bleiben.  

Es dämmerte, als sie aus der untergehenden Sonne kamen. Zauber dämpften den Schlag der Hufe. Bevor die Grunzer und die wenigen Taurenkrieger merkten was über sie kam, war bereits mehr als die Hälfte von ihnen tot. Tobend und schreiend kam eines dieser grünhäutigen Tiere mit erhobener Axt auf sie zugestürmt.  Mit fast schon routinierter Gelassenheit hob Tirana ihre Hand und richtete die Handfläche auf den Grunzer. Es brauchte nicht mehr als ein paar Worte und die Eislanze durchbohrte den nackten Oberkörper des Lendenschurz tragenden Wilden und riss ihn im vollen Lauf von den Beinen. Sie hatte nie verstanden, weshalb dieses Volk es so liebte, halbnackt in den Krieg zu ziehen. Doch sie war ihnen dankbar, es ihr so leicht zu machen, ihr dreckiges Leben zu beenden.

Zurückgetrieben und in die Ecke gedrängt, schlugen die verbleibenden Krieger am vordersten Wagen ihr letztes Gefecht. Hauptmann Wolkenschein wies ein paar Männer an, einen der Wagen zu durchsuchen. Sie würden den anderen übernehmen. Über die Leiche eines Tauren, aus dessen Auge ein Bolzen ragte hinwegsteigend, betrat Tirana den überplanten Karren.

3 paar Augen starrten sie in einer Mischung aus Angst, Verzweiflung und Wut an. Ein Orcweib mit zwei Welpen, ein Junge und ein Mädchen, die sich im hinteren Wagenende zusammengekauert hatten. Sie waren in stinkende, braune Lumpen gehüllt. Ihr fiel kein Wort ein, wie man diese Kleidung sonst hätte beschreiben können. Das Mädchen versteckte sich hinter ihrer Mutter, der Junge hielt einen Stein in zitternden Händen und versuchte vergebens, bedrohlich oder zumindest mutig auszusehen. Das Orcweib hatte einen einfachen Dolch auf sie gerichtet und knurrte, schnaubte und spuckte, während sie Worte in ihrer primitiven Sprache sprach, die Tirana nicht verstand. Das Bild erinnerte sie an eine räudige Hündin, die sich kläffend und knurrend vor ihre Bastardbrut stellte.

„Lok'tar ogar“ hauchte die Hochelfe mit ihrer melodischen und doch so kalt klingenden Stimme. Bilder zuckten durch ihren Verstand. Von den sanften, ewigen Wäldern ihrer Heimat, verzehrt von Orcflammen. Von mordenden, geifernden Wilden, die durch die Straßen Theramores zogen. Ihre nächsten Worte waren in der hohen Sprache ihres Volkes. Die Primitive würde sie nicht verstehen, doch Tirana kümmerte das nicht.

„Ihr hättet euch für den Sieg entscheiden sollen.“



Die Krieger der Tauren und Orcs hatten bis zum letzten Mann gekämpft. Eine allzu freundliche Geste, ersparten sie sie doch davor, Gefangene nehmen zu müssen. Die Wagen und Vorräte standen in Flammen, die Männer hatten wieder aufgesattelt. Hauptmann Wolkenschein trabte an sie herran. „War etwas von Interesse in dem Wagen?“

Sie schüttelte den Kopf.

"Nichts als Asche.“


 
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Liebhardt



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 6 Jan 2014 - 22:41

Das Leben ist eine Reise und diese endet stets mit dem tot. (Cornellius Reise Teil1)


Pünktlich als die Glocken noch die Fünfte Stunde schlugen trtt er aus dem Haus im Handelsbezirk. Schnell sah er sich um. Das Haar zu richten war nun nicht möglich ohne Spiegel. Aber die Robe strich er nochmals glatt. Leise seufzte er. Man sah Ihm an das die Nacht Ihn erschöpft hatte. Aber das lächeln das sich noch Ansatzweise um seine Mundwinkel zeigte kündete davon das es eine sehr angenehme Art von Erschöpfung war.
Schnell machte er sich dann auf den Weg ins Magierviertel. Froh darüber das er seine Sachen bereits vor zwei Tagen gepackt hatte und sie gestern nochmals kontrolliert. Er hielt die kleinen roten Holzperlen noch in der Hand. Er hob sie kurz unter die Nase und atmete tief ein. Dann erst steckte er sie fort in eine seiner Gürteltaschen.
Das Novizenheim erreichte er zum Schlag der kleinsten Glocke welche das Viertel vergangen hieß. Leise schlüpfte er hinein in das Haus und eilte sich hinauf in sein Zimmer zu gelangen. Dort zog er sich um die Robe und das Wappen wurden gegen robustere Reisekleidung getauscht. Ebenso sorgte er dafür das die dreifach gesiegelte Schriftrolle mittig und gut Sichtbar auf dem Schreibtisch lag. Daran angelehnt ein offener Umschlag ein Brief senkrecht hineingesteckt damit man ihn bemerkte und wohl auch lesen würde wenn man ihn in die Finger bekam. Weitere Briefe sammelte er von seinen Schreibtisch ein. Dann verlies er das Zimmer und schloss ab. Der Zimmerschlüssel wurde in einen der Umschläge gegeben und dieser dann auf leisen Sohlen durch das Novizenheim zu den Räumlichkeiten der Damen gebracht wo er diesen Umschlag ruig und langsam um niemanden aufzuschrecken unter einer Türe hindurch schob.
Als die Glocke schlug zum Halbstundläuten nach der fünften Morgenstunde. Trat Cornellius aus dem Novizenheim, ein Rucksack auf dem Rücken die Muskete über der Schulter. Dolch und Rapier am Gürtel. Leise schloss er die Türe hinter sich. In der linken hielt er eine Laterne, diese war abgeblendet um nicht zu hell zu strahlen. Den Blick an dem Novizenheim entlang wandern lassend blickte er dann herum zu dem Turm der Akademie. Ein leises Seufzen kam über seine Lippen. Dann straffte er sich und wendete sich ruckartig um. Langsam ging er dann los der Weg führte Ihn zuerst zum Nachbarhaus hin. Auch dort wurde ein Umschlag unter der Türe hindurch geschoben. Dann machte er sich auf durch die Stadt hin zur Kathedrale. Vor den heiligen Hallen des Lichts hielt er nochmals inne. Um diese Zeit war der Kathedralenplatz recht leer. Er sah zwei Wachen auf Ihrer Runde. Und eine Frau unten am Brunnen. Schweigend trat er in die Kathedrale. Hier war die Ruhe um diese Zeit vollkommen. Er trat weiter ein und Kniete sich dann hin. Das Haupt gesenkt begann er leise zu beten. Er blickte auf wie er leises Rascheln von Stoff hörte. Eine Priesterin glitt durch den Raum und ihre Robe erzeugte dies raschen. Dann erhob er sich nachdem er sein Gebet beendet hatte und machte sich auf den Weg hin zum Zwergenviertel um die Tiefenbahn zu erreichen.
Immer wieder war er Faziniert von der Tiefenbahn. Gilneas seine Heimat war weitaus gortgeschrittlicher als Sturmwind. Aber etwas wie die Tiefenbahn nein das hätte man auch in seiner Heimat für Utopie gehalten.
Er richtete seinen Umhang an dem der Fahrtwind zerrte. Er schloss die Augen und gähnte leise. Vielleicht hätte er sich doch etwas erholsamen Schlaf genehmigen sollen. Den Kopf schüttelnt bekam er diesen auch wieder frei. Die Tiefenbahn wurde langsamer und er vernahm ein Klopfen und Brummen. "Was ist den das?" Murmelte er leise vor sich hin. Ergriff die Handführung und blickte hinunter. Gnome sie arbeiten und besserten kleine Schäden in den Tunnel aus. Deshalb wurde die Tiefenbahn also langsamer. Aber mit einen Nicken wurde es Cornellius so ziehmlich klar. Wenn nicht Nachts oder zum Frühen Morgen hin wann sollten die Gnome sonst alles in Stand setzen? Wohl kaum über Tag wenn ein reger Personen und vor allen Warenverkehr zwischen den Städten über die Bahn lief.
So zog sich die Fahrt erheblich länger als Normal hin. Gut eine Stunde länger. Aber selbst die ohnehin mehrstündige Fahrt war noch bei weiten schneller als es eine Reise per Greif oder zu Pferd währe.
Aber froh war er trotzdem als er in Eisenschmiede ankam. Er war schon zwei dreimal dort gewesen. Aber er kannte sich trotzdem nicht wirklich aus. Also musste er einen Gnom nach dem Weg fragen hin zur großen Pforte von Eisenschmiede.
So querrte er die Stadt folgte dem äusseren Ring hinaus aus dem hochtechnisierten Bereich den die Zwerge den Gnomen in ihrer tadt zugestanden. Er lockerte sein Wams als er den äusseren Ring folgte.
Von der Mitte des Ringes dort wo sich ein Graben zog stieg hitze aus der Tiefe aus. Er genoss die Wärme um sich dann aber einen Schild zuzuwenden. Er konnte die Sprache der Zwerge nicht. Aber das Bierkrugsymbol über der Tür verriet Ihm bereits das es sich um eine Schenke handelte in die er einkehrte.
Die Schenke war um diese Zeit in seinen Augen schon recht gut besucht. Etwar Neun Zwerge und zwei Gnome waren bereits dort. Die meisten der Zwerge waren ihrem Aussehen nach Gebirgsjäger die wohl nun hereingekommen waren in die Stadt um sich ordentlich zu wärmen. Und wie die großen Bierkrüge und die kleineren dampfenden Becher mit einen heissen Schnaps darin zeigten waren sie schon ordentlich dabei sich innerlich wie äusserlich aufzuwärmen. Die Gnome sassen etwas abseits vom Kamin und unterhielten sich über irgendwelche Gerätschaften. Aber das so schnell und mit derart vielen technischen Fachbegriffen das Cornellius nicht durchblickte. Er begab sich zu einen Tisch und setzte sich. Leise murrte er. In Sturmwind mussten Zwerge und Gnome auf Stühle hoch steigen und hier sass er nun mit den Knien fast auf Schulterhöhe. Er lies sich eine gute Portion Brot mit Schmalz dazu gebratene Eier und etwas gebratenen Schinken bringen ebenso wie eine Schale mit Honig und Nüssen versetzen Getreidebrei. Der Weg über den Tag würde lang werden also musste er sich stärken immer hin wollte er keine Rast einlegen. Auch ein großer Becher Rapsodianmalz fand den Weg zu Ihm und so nahm er sich die Zeit in Ruhe zu essen. Immer mal wieder sah er dabei auf seine Taschenuhr. Ja er hatte noch Zeit eh man Ihn erwartete. Nachdem Speis und Trunk bezahlt und vertilgt waren erhob er sich und begab sich dann wieder hinaus. Es wurde geschäftiger. Und auch wenn er mehrere Stunden hier her gebraucht hatte so war inzwischen grade erst die Zehnte des Morgens angebrochen.
Er nutzte die verbleibende Zeit um langsam weiter zu schreiten und sich dabei Geistig zu versenken. In die Schrittmeditation verfallen ging er weiter wie ein Schlafwandler.
Es wich träge anderen Passanten aus zumeist Zwergen die seinen Weg kreuzten. Hier und wurde Ihm ein Irritierter Blick zueworfen.
Als er sich wieder aus der Meditation löst und wieder bewusst umblickt runzelt er die Stirn. Die Uhr wird hervor geholt dann blickt er sich nochmals um. Ja er war an der großen Pforte vorbei gelaufen ohne es zu bemerken. Etwa Zehn Schritte des Zeigers später erreichte er wieder den Weg nach aussen. Er zog das Wams wieder enger zu und auch den Umhang bevor er nach draussen ging. Er blinzelte wegen der Helligkeit des hier überall liegenden Schnees. Und er blinzelte auch wegen dem frostigen Wind der Ihm weiteren Schnee direkt ins Gesicht wehte.
Ein weiterer Mann wartete draussen und bei diesen drei Pferde. Er war unter mehreren Lagen Fellkleidung begraben und kauerte an einen Feuer.
Wie Cornellius auf den Mann zuging erhob sich dieser und straffte sich. Er war einen halben Kopf kleiner als Cornellius aber nicht minder kräftig vom Wuchs.
Was kann ich für euch tun mein Herr? Ihr solltet wieder hinein hier ist es eisig kalt"
Cornellius seufzte war dies der falsche Mann? Nein wohl kaum. Dann grinste Cornellius leicht. Natürlich er hatte es fast vergessen. Er öffnete eine Gürteltasche und zog einen kleinen goldenen Anhänger hervor. Ein Andreaskreus in Gold auf Purpurgrund. "Wenn die Monde hoch am Himmel stehn" Nun lachte der Mann. "Lass auf blutig jagd uns gehn." Nun schob er die Fellmütze etwas hoch und das Mundtusch vom Gesicht. "Hier dies ist euer Pferd. Und euer nächstes Ziel wird Menenthil sein. Ihr solltet bis heute Abend dort sein." Cornellius nickte nun auch und steckte das kleine Erkennungszeichen fort. Dann nahm er den Zügel des Pferdes entgegen und betrachtete das Tier um dann in den Sattel zu steigen. Keiner der beiden Frage nach den Namen des anderen. "Für König, Land und Racheschwur" Verabschiedeten sie sich mit dieser Formel voneinander. Dann ging der Mann wieder hin zu den anderen Pferden und kauerte sich neuerlich an das Feuer als sei nichts gewesen. Derweil wendete Cornellius das Pferd und lies es vorsichtig die Stiege hinunter von Eisenschmiede gehen. Die Kapuze seines Umhangs zog er sich über den Kopf. Für Sturmwind im Winter reichte seine Kleidung aber nicht für Khaz Modan wie er nun feststellte. Wo der Winter in Sturmwind zähne hatte hatte er in Gilneas Fänge gehabt und der Winter hier oben in den Bergen ja diesem waren dazu noch Krallen gewachsen.
Der Ritt führte Ihn durch Dun Morogh und hin nach Loch Modan. Bis dahin war bereits die Mittagsstunde vergangen.Dann er den Pfad hin dort wo einstmals stolz und groß der Damm lag der den See gehalten hatte. Der dann mit dem Kataklysmus zerstört wurde und seine Fluten hinab in das Sumpfland gestürzt hatte.
Er ritt an dem Damm vorbei und in die Tunnel die Windungen der Gebirgsstrasse hinunter. Immer weiter dem Sumpfland entgegen. Die Gebirgsluft frisch und rein änderte sich je tiefer er kam. Immer mehr hing der Geruch von Fäulnis und Brackwasser in der Luft. Nur gedämpft durch die Kühle des Winters.
Cornellius konnte sich vorstellen das im Sommer wenn kein Wind vom Meer oder den Bergen die Luft erfrischte es in diesen Landstrich furchtbar war. Ein Odem von Verfall würde dann wohl in der Luft hängen, wie über den meisten Sümpfen und Mooren.
Dann aber musste er wiederum anhalten vor Ihm waren einpaar Zwerge und auch einpaar menschliche Soldaten. Sie schienen alle nicht grade bester Laune wie auch? Es regnete zwar nicht aber es war kalt und es ging nicht weiter. Vor ihnen war ein Steinschlag auf die Strasse niedergegangen. Über Nacht hatten Eis und Frost in der Höhe einen rissigen Teil der Felswand gesprengt und abgehen lassen. Einpaar Zwerge noch muskolöser als ihre Artgenossen waren schon dabei die Felsstücke fort zu räumen um den Durchgang wieder zu ermöglichen. Und welcher Stein zu groß war der wurde mit Eisenstangen, Hämmern und Hacken angegangen bis er kleingenug war.
Cornellius einzigstes Glück war es das er nicht früher hier angelangt war. Er hörte das die Zwergenhändler schon drei Standen hier festsassen. Dabei wollten sie auch nach Menethil. Die Menschlichen Soldaten geduldeten sich auch schon eine Stunde. Es waren Männer Sturmwinds die wie sie sagten auf dem Weg zur Front seien. So wie sie aussahen schätzte Cornellius sie als Späher ein. Sie würden also wohl in das von den Verlassenen gehaltene Gebiet eindringen um Informationen zu sammeln. Insgeheim wünschte er sich das sie dabei einige dieser Untotenbrut für immer ins Grab schicken würden.
Nach etwa einer weiteren Halbenstunde war der Weg wieder frei. Und sowohl Reisende den Pfad hinauf als auch hinab kamen nun wieder vorran und aneinander vorbei.
Der Magiernovize musterte hier und da jemanden etwas genauer. Kaufleute, Soldaten, Glücksritter und Reisende die er nun wahrlich nicht einordnen konnte. Alles fand sich auf diesen Weg.
Wie er dann das flache Sumpfland erreichte trieb er sein Pferd wieder an. Hier konnte er wieder etwas Zeit gutmachen. So das schon bald einpaar Stunden später die Stadt Menethil erreicht wurde.
In den frühen Abendstunden tratt die kleine Expeditionsgruppe zusammen. Menethil dies war der Ausgangspunkt.
Das Gasthaus war zu weitesten Teil leer. Nur einpaar Seeleute und wenige der Einheimischen waren eingekehrt. Doch nachdem Cornellius den Wirt ansprach schickte dieser Ihn hinauf. Dort war ein Zimmer ungeräumt worden das dort ein großer Tisch umgeben von Fünf Stühlen lag.
Zwei Gestalten weilten in dem Zimmer eine hübsche junge Schankmagd die in einer Ecke stand und wohl darauf wartete das man Ihr deutete Ihre Arbeit zutun. Und ein Mann in Purpur und Gold. Auch sonst war er recht auffällig. Er wirkte über alle Maße gepflegt. Die Haut hell das Haar braun und sauber gestutzt wie auch der Bart. Die Augen waren von einen sanften Braun. Aber jede Regung machte klar das dieser Mann nicht ungefährlich war.
Aber spätestens das Rapier und die sechsläufige Bündelpistole an seinen Gürtel machten das Bild zunichte. Wobei diese Art von Pistole allein wohl schon ein kleines Vermögen kostete.
Cornellius tratt an den Tisch des Mannes heran und verneigte sich kurz.
"Herr von Kaltersstein?" Die Worte waren prüfent und der Blick war misstrauisch.
Der Herr von Kaltersstein richtete seinen Blick auf den Neuankömmling. "Ja August von Kaltersstein und Ihr seid?"
Cornellius verneigte sich nochmals. "Entschuldigt ich erwarteten Hagen von Kaltersstein. Ist der Herr verhindert?" Er atmete kurz durch eh er sich dann auch vorstellte. "Cornellius Grimmwaldt Junker von Rabenacker"
"Ah Ihr seid also derjenige den mein Vetter unterstützt?" Kam es von August von Kaltersstein der dann auf einen der vier freien Stühle deutete.
"Setzt euch Junker wir erwarten noch einpaar Leute Ihr seid gut einen Glockenschlag vor der Zeit," Ein Prüfender Blick. "Sagt was ist mit euren Auge geschehen?"
Cornellius stellte seine Muskete an die Wand ebenso den Rucksack eh er Platz nahm.
"Das Auge? Oh ja" Er betastete sein Rechtes Auge das ordentlich Blau war. "Ein Missgeschick bei einen Übungsgang mit der Klinge."
Dann winkt von Kaltersstein die Schankmagd heran. Es wurden Getränke bestellt, die bald gebracht wurden. So verging die Zeit währent die beiden Männer hin und wieder von dem hier ausgeschenkten Zwergenbräu tranken. Etwa einen halben Glockenschlag später, da kam der nächste der Versammlung hinzu.
Ein Mann von an die zwei Schritt höhe betratt das Zimmer.
Die Rüstung schwere Platte ließ Ihn sogar noch größer wirken. Er trug eine schwere Hellebarde in der Hand und stützte sich leicht darauf. Der Blick war ruhig. Ein Blick wie ihn nur Veteranen haben welche dem Tod schon mehr als einmal nur knapp entgangen waren.
Als er den Helm abnahm kam ein Anglitz zum Vorschein das schaurig anzusehen war. Er sah aus als habe ihn einstmals ein wuchtiger Schlag getroffen und teils die linke Gesichtsseite eingedrückt. Links war sein Auge somit auch von einer Augenklappe verhüllt. Da sein Haar bereits ergraute mochte er wohl um das Vierzigste Jahr sein. Oder vielleicht war er doch jünger. Der Krieg machte manchen schnell sehr alt.
Der Hühne tratt an den Tisch heran. Ein tiefes Brummen kam von Ihm eh er sprach. Er schlürfte nach einpaar Worten immer da er den Speichel der Ihm sonst aus dem deformierten Kiefer quoll zurücksog. "Wir reisen also wieder zusammen August? Ich hoffe für dich das die Beute diesmal den Aufwand loht. Wohin geht es?" Damit setzte er sich an den Tisch. Nicht ohne zuvor noch seine schwere Waffe an die Wand zu lehnen das Rapier das für Ihn irgendwie zu klein wirkte lies er am Gürtel.
Der Angesproch runzelte die Stirn. "Darf ich Vorstellen." Er deutete auf Cornellius "Dies ist Cornellius Grimmwaldt Junker von Rabenacker" Dann nickte er zu dem Hünen hin.* "Und dies ist Magnus Kielschneider ein Großmaul sondergleichen aber im Kampf ein wahrhaftiger Teufel den Ihr lieber auf eurer als der anderen Seite sehen wollt."
Magnus und Cornellius nickten einander zu und maßen sich mit blicken. Als August wieder das Wort ergriff. "Wohin es geht? Das wirst du erfahren wenn die anderen eingetroffen sind. Ich wiederhole mich nur ungern wie du weisst"
Wieder wurde die Schankmagd losgeschickt Bier zu holen. Währent sie dies tat entledigte sich Magnus der schweren Rüstung die er abseits des Tisches auftürmte. Darunter trug er zweilagiges weiches Leder.
Die Schankmagd kam mit dem Bier wieder herein. Doch sie schien sich nicht recht heranzuwagen selbst als der Hüne sich auf einen Stuhl niederließ noch nicht. Erst ein energischer Wink des Herrn von Kaltersstein brachte sie dazu dann doch heranzutretten.
So ging die Zeit weiter dahin, die Männer sprachen wenig miteinander.
Die vorgesehene Stunde war bereits vergangen und August von Kaltersstein sah man an das Ihm dies missfiehl.
Fast mit einen halben Glockenschlag verspätung tratten dann zwei weitere Gestalten in das Zimmer ein Mann und eine Frau. Die Ähnlichkeit der beiden verriet sofort das es sich um Geschwister handelte. Der Mann etwas kleiner als Sechs Fuß wie auch die Frau welche einwenig höher als Fünffuß maß verneigten sich einheitlich. Man mochte beide auf knapp Zwanzig Lenze tippen. Die Augen Blaugrau und das Haar von hellen Blond.
Dann tratt von den beiden die Frau etwas vor. Beide waren in praktisches Leder für die Reise gekleidet. "Gestatten Leiven" Sie neigte das Haupt und deutete dann auf den Mann "Und Talas Windbaum"
August nickte den beiden Gönnerhaft zu und deutete auf die beiden letzten freien Plätze. Erst als die beiden diese eingenommen hatten wurde wieder Bier bestellt. Wobei Leiven dies dann aber ablehnte und für sich auf Kräutertee bestand.
Dann übernahm wiederum von Kaltersstein die Vorstellung. Der einzelnen in der Runde. Als dies dann abgeschlossen war bestellte er eine Platte mit gebratenen Fisch und Geflügel wie auch gekochten Gemüse für alle. Erst nachdem dann alle mit Getränken versorgt waren und die Schankmagd herausgeschickt wurde bis das Essen gebracht würde. Erst da kam man zu dem eigentlichen Thema zurück.
"Also Ihr seid alle hier weil mein Vetter Hagen es so wünscht. Jedem von euch wird alleine für die Teilnahme an dieser Expedition eine volle Goldmünte geboten." Von Kaltersstein sah in die Runde und wartete auf die Reaktion. Diese ließ auch nicht lange auf sich warten.
Leiven war es die die Hand hob. "Gibt es die Münzen im Vorraus oder erst wenn wir aufgebrochen sind?" Talas ihr bisher so schweigsamer Bruder blieb auch nun stumm und nickte nur leich, um die Frage seiner Schwester zu bekräftigen.
"Es gibt die Münze sobald wir unterwegs sind. Ich weiss wieso Ihr Fragt. Und mit verlaub. Euer Ruf ist nicht der Beste. Also gibt es das Geld erst wenn es kein Zurück mehr gibt." Kam es sogleich Kühl von von Kaltersstein.
Talas und Leiven murrten einheitlich nickten dann aber. Gold war eine Nummer mit der man rechnen konnte und wollte.
"Also nochmals wie vorhin. Wohin und warum?" *Diesmal war es der tiefe dröhnende Bass von Magnus wieder begleitet von dem Speichel hochziehenden Schlürfen.
"Ah das ist doch wieder eine weitaus treffendere Frage. Aber das habe ich von dir auch nicht anders erwartet." August grinste leicht. "Die Reise geht weiter in den Norden"
Magnus runzelte die Stirn. "Dein Vetter schickt uns in die Heimat? Wir sollten nach Gilneas um dort etwas für Ihn zutun?"
Cornellius sass dazwischen die behandschuhten Hände gefalltet und blickte August an. Den Kopf schüttelte er nun. "Nein nicht Gilneas weiter im Norden richtig? Menethil ein Hafen für Übersee. Nicht so gut kontrolliert wie der Hafen von Sturmwind aber zugleich sicherer als die Beutebucht. Sagt Herr von Kaltersstein. Euer Vetter. Er schickt und wahrlich in den Norden oder? Er schickt uns nach Nordend?"
August sah Cornellius an und lachte dann leise. "Ah Ihr studiert also an der Akademie die Hellsicht? Gut gut das können wir gebrauchen. Ja es ist Nordend"
Cornellius schüttelte nur leicht den Kopf. "Keine Hellsicht. Nur gut geraten. Währe es Gilneas hätten er sicher einen anderen Ausgangspunkt für ein Vorgehen gewählt. Der Punkt wo es beginnt ist immer schon bei Ihm der erste Schritt. Aber sagt wo ist euer Vetter Hagen? Sollte er uns nicht führen?"
August nickte. "Sollte er aber dies tue ich nun er hat mich dafür ausgewählt. Den er hat wichtige Geschäfte zu erledigen."
"Nordend also? Und das zu dieser Jahreszeit? Licht hier am Meer weht der Wind ja schon bitter kalt. Aber dort? Da erfrieren wir ja. Oder hat jemand von euch entsprechende Kleidung für dieses Land?" Brummte Magnus auf.
Allgemeines Kopfschütteln. Nur August lächelte. "Wir finden alles an Bord des Schiffes. Ihr alle habt mit Hagen bereits zusammen gearbeitet. Er hat somit passende Kleidung verladen lassen dicke Wolle und dichtes Fell. Ebenso wie andere Ausrüstung."
"Nagut aber wieso Nordend?" Lies sich Talas erstmals vernehmen. Die Stimme leise und brüchig als währe er an der Stimme selbst erkrankt und müsste fürchten sie zu verlieren.
"Was wird dort tun? Wir gehen auf Menschenjagd" Wie August dies sagte Blickte er zur Tür. Daraufhin stand Talas leise auf und riss diese dann ohne Vorwarnung auf. Keine lauscher auf dem Flur. Also schloss er sie wieder. "Wir jagen Kultisten mein Vetter wünscht wenn wir erfolg haben gewisse Aufzeichnungen so sich diese bei Ihnen finden lassen." Damit nickt er zu Cornellius "Eure Aufgabe Junker von Rabenacker ist es Schriften die wir finden zu sichten und zu entscheiden ob es das ist was wir wollen. Um was es sich genau handelt werde ich euch später noch unter Vier Augen mitteilen." Cornellius nickt leicht. "Wie Ihr es wünscht"
"Eine Goldmünze ist zuwenig. Für Nordend. Der Lichkönig mag bezwungen worden sein. Aber dort wimmelt es immernoch von Gefahren" Protestierte Leiven sogleich.
August Seufzte leise. "Fräulein Windbaum meine verehrte Erntehexe. Eine Münze für den Antritt der Reise ja. Zwei weitere bei unserer Rückkehr. Hinzu dürft Ihr unter denen die wir jagen Beute machen."
Talas und Leiven steckten die Köpfe zusammen und tuschelten. Was erst endete und beide pikiert aufblicken ließ als Magnus seinen Krug in tiefen Zügen leerte und laut donnernt rülpste. Wobei eine nicht unerhebliche Menge Speichels von seinen Lippen tropfte und sein Lederwams befleckte.
Der Hüne wichte sich über den Mund. Dann als habe er gewusst worüber die beiden tuschelten sah er hin zu August. "Die beiden Jungspunde da haben recht. Selbst drei Goldene sind zuwenig. Dein Vetter stellt Überfahrt und Ausrüstung gut. Wir stellen unsere Leben. Gutes Gold für einen guten Kampf das weisst du August. Also komm sag mir ist das wirklich alles was drin ist?"
August seufzte leise. Wohl der höchste vom Stand hier ließ er sich aber von Magnus Dutzen dies hatte wohl seine Gründe. "Nagut nagut. Zwei Münzen bei Abreise Zwei bei Rückkehr und eine Hand voll Silber bei Erfolg"
Leiven und Talas grinsten sich an nur Magnus schnaufte. "Ich weiss wie du eine Hand Silber rechnest je Finger eine Münze. Nein und nochmals nein. Zehn Hände Silber bei Erfolg. Du nimmst es an oder du suchst dir einen anderen Wüter als mich" August knirschte mit den Zähnen und nickte dann. "Einverstanden" Cornellius verfolgte diese Verhandlung still und mit einem knappen Lächeln.
"Also wo Ihr nun dies ausgehandelt habt. Sollten wir es auch besiegeln. Und die Frage klären wann reisen wir ab?" Lies sich Cornellius vernehmen. Und August als hätte dieser bereits geahnt das es derartige Verhandlungen geben würde griff unter den Tisch. Dort hatte er die Sachen wohl verborgen gehalten. Er legte vor sich die Verträge aus und trug nun erst die Zahlen ein. Dann reichte er die Schreiben weiter. Ein Soldbrief für jeden von Ihm vorgesiegelt und nun auch unterzeichnet.
Alle Vier lassen sich die Verträge durch. Magnus langsam und stockent halblaut vor sich hin. Konnte er wohl lesen wenn auch schlecht. Leiven hingegen las Talas den Vertrag vor da dieser des Lesens wohl garnicht mächtig war.
Als alle wohl zufrieden waren mit dem was sie dort sahen kehrte Ruhe ein. Wohl auch weil das Essen aufgetragen wurde. Nebenbei ließ August dann aber auch eine weitere Antwort fallen wie sie speisten und dazu auch wieder tranken. "Wir brechen zur Zehnten Abendstunde auf. Der Kapitän hat diese Zeit festgelegt. Weil das Schiff mag von meinen Vetter geheuert worden sein. Doch müssen sie hier noch Proviant aufnehmen und Wasser."
Talas deutete zum Boden hin und seine Schwester stellte die zugehörige Frage. "Dann sind einige der Seeleute da unten von unseren Schiff?" August nickte. "Ja und ich will keinen Streit. Ich weiss sie kommen aus Kul Tiras aber bessere Burschen für eine Überfahrt nun wo auf dem Nordmeer immernoch die letzten Winterstürme toben findet man nirgends" Allgemeines Murren aber niemand wiedersprach. Die Gesellschaft alle samt und sonders Gilnea wussten das wenn es um Seefahrt ging selbst ihre Landsleute denen aus Tiras nichts vormachen konnten.
Der Abend verging im gemütlichen Gespräch. Niemand fragte wirklich eingehent über die anderen bei Tisch nach. Verbat es sich wohl einfach. Als dann die Neunte Abendstunde schlug packte man die wenigen Sachen hier man mitgebracht hatte zusammen und begab sich auf das Schiff.
Ein Zweimaster aus Kul Tiras kein Kriegsschiff aber auch kein Kaufmannsfahrer es lag dazwischen robust und schnell. Dabei hatte Vier, Sechspfünder an Bord als Wehr ebenso wie zwei Einpfünder Drehbassen. Die Mannschaft etwas mehr als Dreissig Seelen überwiegend Menschen aber auch zwei Zwerge waren an Bord. Die Passagiere wurden begrüßt und Ihnen wurden die Unterkünfte gezeigt. Eine einzelne Kammer für Von Kaltersstein die anderen Vier bekamen ein kleines Abteil mit vier Hängematten von der Mannschaft nur durch einfaches als Wand aufgespanntes Tuch getrennt.
Eh dann die Zehnte Stunde schlug und die Anker gelichtet wurden hatte von Kaltersstein alle seine Leute in den Laderaum bestellt. Dort gab er dann die Ausrüstung aus. Talas, Leiven und auch Magnus erhielten Pulverflaschen und Kugelbeutel. Dazu wurde ihnen je zwei Musketen ausgehändigt. Cornellius erhielt eine Muskete da er eine eigene Mitgebracht hatte. Die Muskete die somit übrig blieb nahm August selbst an sich. Dann wurden Rucksäcke ausgegeben. Mir vorräten an Hartkäse,Trockenfleisch, getrockneten Bohnen und Schiffszwieback. Alles Dinge die lange haltbar waren, man richtete sich wohl auf eine lange Expedition ein. Weitere Ausrüstung machte die Runde dicke Wnterkleidung und Wachstuch für Zelte. Seile, Erdnägel, Hämmer, Büchsen mit trockenen Zunderschwamm, Stahlnägel mit Ösen zum Klettern und Wurfhaken. Magnus bekan an seinen Rucksack noch einen kleinen Kessel und eine Pfanne gebunden. Auch wurden Schläche mit Rapsodianmalz ausgegeben. Dick, dunkel und sättigend ohne dabei zu berauschen. Zum Schluss bekamen sowohl Magnus als auch Cornelliius noch ein kleines Pulverfass in ihre großen Rucksäcke gelastet. August nickte zufrieden. Für Unterkunft und verpflegung währe gesorgt wenn sie anlandeten. Die Woche auf See würde die Nahrung auch ohne weiteres überstehen. Dann ging er hin zu Cornellius und reichte diesem noch eine kleine Tasche für an desen Gütel.
"Mein verehrter Vetter Hagen sagte ich sollte euch das hier geben. Es ist ein beruhigendes Mittel" Cornellius nickte zufrieden und nahm die Tasche mit den darin verborgenen Phiolen an.
Doch sogleich schaltete sich Leiven ein. "Was er ist ein Magus? Und er soll Beruhigungsmittel nehmen? Hat er sich nicht unter Kontrolle? Ich will nicht mitten auf dem Meer versinken weil er in einer Laune das Schiff verbrennt"
August öffnete schon den Mund um etwas zu sagen als Cornellius eine Hand hob. "Ihr erlaubt Herr von Kaltersstein." Dieser nickte und wies einladend auf Leiven. "Nur zu" Cornellius neigte leicht das Haupt gen der jungen Erntehexe. "Also zum einen ich bin kein Magus. Ich bin noch am Anbeginn meiner Ausbildung. Und zum anderen ist dies Mittel nur dafür meinen Magen zu beruhigen. Ich vertrage die Schiffsfahrt nicht. Und nach einer Woche auf See währe ich sonst für Tage nicht mehr zu gebrauchen. Ich will dem nur entgegen wirken das ich nicht stets mein Essen ausspeie"
Leiven blickte Cornellius auf seltsam eindringliche weise an. So als versuchte sie herauszufinden ob er log. Dann aber nickte sie. "Nagut dann soll ich davon nun also beruhigt sein."
Magnus beäugte nochmals die Ausrüstung der Truppe und ächtze. "Licht" Alle sahen zu Ihm hin. "Nein ich meine uns fehlt Licht schaut nicht wie die Lämmer. Wir haben weder Lampfen noch Fackeln. Und auch kein Lampenöl." August nickte und sogleich ging er an Deck den Rest unten warten lassend.
Kurze Zeit später kam er mit einen Mann herunter der im breiten Kul Tiraserakzent sprach. Er beäugte die kleine Gruppe und ging dann an Ihnen vorbei. Um dann eine weitere Kiste aus dem Halbdunkel des Laderaums zu zerren. Die Kiste wurde aufgestämmt. Und darin fanden sich Fünf Laternen Fünfunzwanzig Fackeln wie auch für jeden ein Lederbeutel gefüllt mit einen Halbliter Lampenöl. Nunja es war von allen noch mehr in der Kiste aber das war es was der Mann aushändigte. Aber nicht ohne es sich von August sogleich auszahlen zu lassen. Die anderen sahen schweigent zu.
"Der Dummkopf... oh ich meine mein Vetter hat leider vergessen für Licht zu sorgen. Nun aber nehmen wir dies. Es sind Waren für Landgänge der Mannschaft in ungesicherten Gebiet." Alle griffen zu um die Sachen dann auch in oder an den Rucksäcken zu befestigen. Das letzte was August an diesem Abend verkündete war das jeder sobald man von Bord ging Decke und Fellschlafsack womit die Hängematten derzeit nur ausgelegt waren mitnehmen sollte. Daraufhin verabschiedete er alle und überließ sie für den Abend sich selbst.

Tag. 2 - 6

 

Der Zweite Tag der Reise war recht ereignislos die Reisenden machten sich untereinander besser bekannt und man lernte auch die Schiffsbesatzung besser kennen mit der man ja die kommenden Tage auf verhältnismäßig engen Raum würde zubringen müssen.

 

 

 

Am Abend des dritten Tages sassen die Gilneer mit einen Teil der Besatzung unter Deck,. Es wurde die Tägliche Rumration getrunken und ebenso wurde gewürfelt. Alles blieb ruhig ausser einigen anzüglichen Gesten und Sprüchen der Seeleute als August sich am frühen Abend mit einer jungen Adligen die als angehende Offizierin mitreist sich zurückzog. Doch kippte alsbald die Stimmung. Einer der Seemänner ein Kerl der fast so Groß wie Magnus aber noch massiver als dieser war bandelte mit Leiven an. Jedoch schien Ihr dies nicht recht zu behagen. Talas sah es sich eine Weile an doch als der Seemann ungeniert eine Hand auf Leivensbrust legen wollte wovor diese zurückwisch polterte der Schemel umher auf dem er grade noch gesessen hatte. "Hey Kerl es gibt drei Wege für dich." Der Seemann nahm die Hand zurück und erhob sich. Gut einen Kopf größer wenn nicht mehr als Talas und gute dreissig vielleicht sogar vierzig Pfund schwerer als dieser. "Ach und was sind das für Wege Bürschchen?" Raunzte er.

Talas verzog das Gesicht ob des Rumgeschwängerten Atems des Mannes. Talas schien zu überlgen und grinste dann doch. "Also erstens Ihr geht mit meiner Schwester an einen ruhigen Ort wenn sie dies wünscht Ihr amüsiert euch und danach beim Licht hole ich den Kapitän das dieser euch noch heute einander antraut. Zweitens du lässt die Finger von Ihr oder drittens du lässt deine Hände nicht bei dir und ich beschere dir die Tracht Prügel deines Lebens" Talas war wütent so verfiel er auch in das weniger respektvolle du. Der Seemann sah Talas an und dann durch die Run.de "Jungs hört Ihr der Wicht will mich verprügeln wenn ich sein Schwesterherz in die Koje zieh." Unter den Seeleuten brandete raues Gelächter auf. Der Seemann wollte

Talas entweder reizen oder aber er glaubte desen drohung schlicht nicht. Den er griff nach Leiven als wollte er sie auf die Füße ziehen. Im selbn Augenblick wo die Hand des Mannes Leivens Schulter berührte die vollkommen ruhig da sass traff in einen Schwung von vorn Talas Fuß aufeinmal auf das Gesicht des Seemannes der jaulent und mit blutiger Nase zurücktaumelte. Er schüttelte den Kopf und hob dann die Fäuste doch Talas war schon heran und schlug auf Ihn ein. So massiv der Mann auch war ein Schlag vor die Kehle und er ging zuboden wo Talas sich auf Ihn stürzte und ihm mehrere Hiebe ins Gesicht gab. Weitere Seeleute standen nun auf um ihrem Kameraden zu helfen. Doch als Magnus sich erhob zögerten sie. Cornellius erhob sich auch um von hinten her Talas zu packen und von dem Seemann zu zerren. Wobei er einmal den Ellbogen seines Landsmannes ins Gesicht bekam. "Verdammt haltet still" Leiven seufzte auf. "Brüderchen lass es gut sein er hat seine Lektion gelernt glaube ich"

Die ganz Situation war angespannt und entspannte sich doch einpaar Augenblicke später als August aus der kleinen Kajütte kam die er als Mann von Stand hatte. Die Hose wirkte so als hate er sie sich nur rasch über gestreift sie sass nicht richtig. Und sein Oberkörper war nackt. Er funkelte in die Runde. "Verdammt was soll das was ist hier los?" Hinter Ihm sah die jungoffizierin aus der Kajütte wobei sie sich ein Laken vor den Leib hielt.

"Nichts mein Herr. Es war nur eine kleine Streitigkeit nichts von belang" Kam es von Talas mit düsteren Blick auf den Seemann.

Diesem wurde inzwischen von Magnus und einem anderen Seemann aufgeholfen und sie sahen sich sein zerschlagenes Gesicht an.

August knurrte leise. "Wenn soetwas nochmals vorkommt lasse ich euch in die Bilge sperren bis wir am Ziel sind verstanden?" Talas nahm eine Militärische Haltung an und nickte. "Sehr wohl Herr von Kaltersstein ich habe euer Wort vernommen und verstanden" August nickte zufrieden und ging zurück in die Kajütte wobei er die junge Frau mit dem Laken wieder hinter sich her zog eh er die Tür schloss.

Den Rest des Abends war starke Anspannung in der Luft gelegen. Cornellius fluchte leise über Talas da das verheilende blaue Auge nun wohl wieder in den schönsten Farben erblühen würde nach dem Ellbogenstoß. Leiven tuschelte mit Ihren Bruder der mal grinste und mal das Gesicht verzog. Magnus redete mit den Seeleuten um die Wogen zu glätten. So zog es sich hin bis sie dann auch diesen Abend zur Ruhe gingen.

 

 

 

Der Vierte Tag war davon bestimmt das man versucht keinen neuerlichen Streit aufkommen zu lassen.

So das die Gilneer die meiste Zeit unter Deck verbrachten mit der Ausnahme das man hin und wieder hinauf ging um frische Luft zu schnappen. Cornellius vergrub sich indesen in einen Buch und übte sich in einer Ruhemeditation da die Schrittmeditation auf dem Schiff mehr als unpraktikabel war.

 

 

 

Am Morgen des fünften Tages war der Himmel über dem Nordmeer mit tiefdunklen Wolken verhangen. Eisig kalter Regen ging auf das Schiff nieder und die See wurde zunehment rauer wie der Wind steifer wurde.

Der Kapitän lies die Schiffsglocke läuten."STURM VON SÜDWEST!"

Hektik an Deck als die Segel geräfft wurden damit diese nicht von den zunehment starken Winden zerfetzt würden. Auch wurde alles was auf Deck umherrollen konnte festgebunden. Selbst das Takelwerk wurde wurde soweit nachgezogen wie es auf die Schnelle möglich war. Der Sturm traff das Schiff und ließ es hart rollen. Die Seeleute kamen damit weit besser zurecht als die Reisegruppe. August und auch Magnus blieben in ihrer Koje. Talas taumelte durch das Schiff da er vor Aufregung nicht ruhig sitzen bleiben konnte. Leiven war stets nicht weit weg von Talas um diesen zu beruhigen. "Ich hasse soetwas... ich hasse es einfach" Murmelte dieser. "Ich weiss aber es ist ein Sturm was hast du erwartet soweit im Norden?" Erwiederte Leiven und Talas murrte nur. Cornellius hatte sich um selbst nicht zu speien in Meditation versenkt. Auch wenn Ihm dies nicht leicht fiel da er fluchent zur Seite umkippte als das Schiff besonders tief rollte.

Es wurde immer schlimmer so als ob Neptulon selbst hinauf steigen wollte um das Schiff in ein nasses Grab zu ziehen.

Einer der Matrosen wurde über Bord gespült und man verlor Ihn zwischen den Wellen noch eh man Ihm eine Leine hatte zuwerfen können.

Andere verletzten sich leicht als sie auf dem Deck landeten oder wenn sie von einen Gegenstand getroffen wurden welcher sich als doch weniger gut gesichert erwies als man es dachte. Auch Talas Fluchte wie er sich zwei Finger brach als er ggen einen Balken geworfen wurde, so das Leiven Ihren Bruder sogleich mit Ihrer Magie helfen musst nachdem sie Ihm die Finger streckte und Ihm einen Schrei entlockte.

Bis zum Nachmittag dauerte der Sturm an, eh er so plötzlich abklang wie er begonnen hatte.

Sogleich wurde Gesichtet wieviele Verletzte man hatte und wie stark das Schiff beschädigt war. Der Schiffszimmermann und seine Helfer machten sich sogleich an kleinere Reparaturen ebenso wie der Schiffsmedicus sich an die Arbeit machte, zumindest nachdem Leiven sich um Ihn selbst gekümmert hatte. Den der Medicus hatte ein Seil welches gerissen war am Kopf getroffen und Ihm eine blutige Platzwunde geschlagen.

Auch die anderen Gilneer wurden nun sogut es ging eingesetzt. August besprach sich mit dem Kapitän und dem Stuermann um zu bestimmen wieviel sie der Sturm gekostet hatte. Es stellte sich heraus das der Sturm sie zwar weiter nach Osten aber zugleich auch weiter heran getragen hatte.

Die Segel wurden wieder gesetzt und das Schiff nahm wieder Fahrt auf. Um den Rest des Tageslichts zu nutzen.

Als die Sonne bereits hinter den Horizont versank erklang der Ruf aus dem Krähennest. "Land vorraus" Der Kapitän nahm sein Fernrohr hervor und mustrte die Küstenlinie. "Wir laufen auf Nordend zu Herr von Kaltersstein." August nickte. "Und wir werden morgen gegen Mittag dort anlanden können. Die Küste ist Steil es sieht so aus wie der Fjord. Aber wir landen morgen auf der vorgelagerten Insel." August dankte dem Kapitän leise und samelte dann seine Leute ein. Magnus und Cornellius waren bis dahin mit einigen Seeleuten zusammen damit beschäftigt Eimerweise Wasser aus dem Laderaum zu schöpfen das hinunter gelaufen war als Wellen bis über das Deck gerollt waren. Leiven ließ man wo sie war. Den sie kümmerte sich auch jetzt noch um kleinere Wunden. Talas folgte den anderen hinunter. Seid dem Vorfall vor zwei Tagen hatte niemand mehr seine Schwester versucht unsittlich zu berühren und er war sich sehr sicher das dies nun auch so bleiben würde.

August gab den anderen bekannt das sie Ihre Sachen bereitmachen sollten. Draussen wurde der Anker geworfen und die Gilneer stellten alles für den kommenden Tag bereit.

Dann befahl August auch schon Ruhe. Wollte er wohl am kommenden Tag so früh wie mlöglich bereit sein und auch die anderen sollten bei kräften sein. Als Leiven grade mit Ihrer Heilertätigkeit fertig war gab der Schiffskoch das Essen aus und alle Speisten sie noch um dann aber auch wahrlich Augusts befehl folge zu leisten und sich nieder zu legen. Das immernoch andauernde Rufen, Hämmern und Sägen des Schiffszimmermanns und seiner Helfer hielt auch niemanden wirklich lange vom schlafen ab.





Nur begann der kommende der sechste Tag anders als von allen gewünscht. Mit dem ersten Grau der Sonne erklang der Ruf vom Krähennest herab. "Nebelbank vorraus" Die Schiffsglocke wurde geläutet. Man merkte das der Kapitän sich Wissen um die Eigenheiten um Nordend herum angesammelt hatte. Die Nebelbank trieb auf das Schiff zu. Und in dem Nebel vernahm man Ruderschläge, dutzende Ruder. "Schiff klar zum Gefecht!" Dröhnte der Kapitän los. Man brachte das Schiff längs zur Küstenlinie.

Die Mannschaft ging an ihre Positionen. Säbel und Messer verblieben noch in ihren ledernen Hüllen. Stattdesen wurden die Kanonn und die Drehbassen vorbereitet. Andere der Mannschaft ergriffen Armbrüste oder auch Bögen. Der Ruderschlag nahm zu. Und aus dem Nebel schälten sich langsam fünf Langschiffe.

Die Schiffe waren ein grausiger Anblick, Das Holz wirkte morsch und faulig, war mit Muscheln und Tang verhangen. Die Segel die an ihren Masten hingen waren fleckig von Schimmel der das Tuch frass und hier und dort hingen sie gar in Fetzen.

Doch die Besatzung war noch schauriger. Riesenhafte Männer mit wilder Mähne und zottigen Bärten. Auch an Ihnen haftete Tang. Die Haut wirkte graugrünlich verfärbt. So als habe Neptulon die Schiffe lange Zeit am Grund gehalten um sie nun wieder ziehen zu lassen.

Auch die fünf Gilneer kamen an Deck. August ging zu dem Kapitän hin. "Wir helfen. Es ist auch unsere Haut die hier auf dem Spiel steht" Der Kapitän wirkte nicht begeistert nickte dann aber. "Aye mein Herr wie ihr wollt." Dann wies er den Gilneern einen Platz an der Schanze zu. August stoppte Magnus als dieser auch dorthin folgen wollte. "Hole er aus meiner Kammer die kleine Truhe, aus dunkler Eiche und beeil dich." Magnus wirkte nicht erbaut nickte aber. "Wie Ihr wünscht mein Lord" Wie er sprach sog er immer wieder den Speichel hoch. Doch als er sich abwandt griff August nach den beiden Musketen des Hünen. "Die lass hier" Die Gilneer nahmen aufstellung zwischen den Männern und Frauen aus Kul Tiras. Dann aber schob Talas seine Schwester hinter die anderen. "Du lädst." Kam es mit heisserer Stimme. Aber es klang besser als in Menethil die Seeluft bekam Ihm gut. Leiven wirkte nicht glücklich nickte aber. August stellte die Musketen an die Schanze vor seinen Leuten ab. Die Seeleute spannten die Armbrüste und legten Bolzen auf oder zogen Sehnen auf Bögen um Pfeile anzulegen. Die Gilneer spannten die Hähne der Musketen welche sie in Händen hielten und legten einen Finger über die Pulverpfannen. Wie sie diese öffneten. Damit das Pulver trocken blieb bis zum Schuss.
 
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Liebhardt



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BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 6 Jan 2014 - 22:43

Das Leben ist eine Reise und diese endet stets mit dem tot. (Cornellius Reise Teil.2)


Der Kapitän der Myrmidonenhäscher so hies das Schiff blickte angespannt hinaus. Er wartete doch ann brüllte er aus vollen Halse. "FEUER!" Dies galt wohl nicht für die einfachen Schützen. Aber für die Kanonen und die Drehbasse welche man auf jene Seite hatte richten können. Dreimal was ein gewaltiges Donnern zu vernehmen. Direkt erfüllte Pulverdampf die vom Nebel feuchte und schwere Luft. Die erste Kanonenkugel verschwand mit einen kurzen zischen in der Ferne wo sie platschent versank. Sie hatte nur ein weiteres Loch in eines der Segel gerissen. Die anderen Schüsse jedoch traffen. Die Pfundkugel der Drehbasse hatte einen der Schiffe den Mast gekappt. Doch die Kvaldir legten sich in die Riehmen und bedurften Ihrer Segel nicht mehr als sie auf Angriffsfahrt gingen. Aber ausgebremst wurde das Schiff doch den das herabstürzende Maststück schleuderte einen von Ihnen in die kalte See ein anderer wurde schlicht zerschmettert. Aber nur wenige Augenblicke später wurden sowohl der Tote als auch das Maststück über Bord geworfen.

Derweil kam Magnus wieder hinauf. So wurde er auch Zeuge des ersten Jubelrufes der Seemänner. Den die andere Fünf Pfünder hatte ideal getroffen. Sie war von vorne durch den Bug in das Langschiff geschlagen und am Heck wieder heraus. Auf ihrem Weg durch das Schiff und somit auch durch die Ruderer hatte sie ein Blutbad angerichtet. Alle Ruderer der linken Schiffsseite waren tot. Teils sassen sie noch aufrecht da mit einen großen Loch in Bauch, Hüfte oder Brust. Teils aber waren sie auch zerrissen worden so das feiner Blutnebel über dem Schiff lag das sich nun im Kreis drehte bis einige Ruderer von der linken zur Rechten wechselten. Aber auch dies half nicht mehr. Das Schiff sank. Den mit jedem Riehmenzug tieben sie die Wellen selbst durch das Loch im Bug und schnell nahm der Tiefgang zu. Bald lief es voll und sank. Die überlebenden Kvaldir versuchten schwimment ihre anderen Schiffe oder die Myrmidonenhäscher zu erreichen.

Nun waren es nur noch vier Schiffe besser aber nicht gut genug. Die Kanonen und die Drehbasse wurden gereinigt und neu bestückt. Derweil waren die Feinde nahe genug heran gekommen, so das der Kapitän wieder das Feuer Kommando gab. Pfeile und Bolzen schossen in die Höhe und regneten auf die Feinde hinab. Auch das Knallen der Musketen setzte nun ein. Es folgten Schreie und wieder fingen einige Gestalten auf den Schiffen über Bord oder sanken in sich zusammen. Die Angreiffer antworteten nun aber auch. Speere für jemanden wie sie zumindest. Für die Leute aus Kul Tiras und Gilneas eher halbe Spieße wurden geschleudert. Die meisten schlugen in das Schanzkleid einer sogar hindurch und bohrte sich tief in das Bein eines Seemanns. Die Kul Tiraser luden ihre Waffen nach. Die Gileer wechselten die Ihren nur und reichten die abgeschossenen zurück an Leiven die sich daran machte sie nachzuladen.

Magnus wirkte als wollte er die Leute auffordern den Beschuss einzustellen und den Feind an Bord zu lassen um sie Angesicht zu Angesicht nieder zu machen. Aber trotzdem ging er zu August hin und hielt diesem die Kiste hin. Der Adlige nickte und öffnete sie dann. Darin lagen säuberlich in Tuch eingeschlagen drei Granaten. Nicht die Schweren aus Eisen bestehenden und mit Pulver gefüllten Kugeln mit Lunte. Diese waren aus schwerer Keramik. Nicht so wirkungsvoll aber leichter und kostengünstiger. "Die überlass ich dir Magnus du bist ein lausiger Schütze aber du kannst weit werfen." Nun hellte sich das Gesicht des alten Söldners auf. "Natürlich Herr. Sehr gerne." Er klemmte sich die Kiste wieder unter den Arm und ging zum Hauptmast hin. Dort hing er eine Laterne ab um dann wieder zu den anderen zu gehen. Seine Hellebarde legte er auf das Deck.

Inzwischen gab es keine Feuerbefehle mehr. Jeder schoss sobald es Ihm möglich war und er ein Ziel bekam. Der Beschuss wurde mit weiteren Speeren und auch mit Äxten beantwortet. Einer der Speere traff Magnus am Kopf woraufhin es hell klingelte. Der Helm der sogar schon einen Lanzenstoß wiederstanden hatte, er hatte auch nun gehalten. Aber es zeigte sich nun eine deutliche Beule darin. Ein Seemann neben Ihm hatte weniger Glück. Er legte grade mit seiner Armbrust an als eine Axt ihm in das Gesicht schlug, Er wurde nach hinten gerissen. Und sowohl Blut als auch Hirnmasse spritzten hervor als er aufschlug und der aufgespaltene Schädel dumpf aufkam.

Die Kanonen feuerten wieder und diesesmal traffen sie alle Beide. Doch unglücklicherweise das selbe Schiff. Welche jedoch unter dem Beschuss zerbrach.

Drei Schiffe und keines davon hatte noch eine volle Besatzung dies war schon viel besser. Doch kein Schuss von der Drehbasse. Cornellius sah herüber. Wenn die normalen Kanonen bereit waren wieso dann nicht auch der Einpfünder? Die Lösung war einfach wie grausam. Ein Speer hatte die Matrosin erwicht die sich um die Waffe gekümmert hatte. Er war Ihr durch die Brust, durch das Herz gefahren und hatte sie aufrecht an der Waffe stehent an das hinter ihr liegende Schanzkleid genagelt. August bemerkte es auch und nickte. "Los Rabenacker Ihr wisst um Kanonen das ist das eure." Er nahm Cornellius die Muskete aus der Hand um selbst damit auf die Kvaldir zu schiessen. Da die Angreiffer zu schnell näher kamen ergriff auch Leiven nun eine der von ihr Nachgeladenen Musketen und schoss. In Nebel und Pulverdampf war aber ohnehin kaum auszumachen wer wenn erschoss.

Magnus wartete und dann als die ersten Seile über die Schanze flogen zündete er die Lunte der ersten Granate an. Er warf sie in einen kurzen Bogen in eines der Schiffe. Der Knall war Markerschütternt ebenso die dann folgenden Schreie. Das Feuer des Pulvers hatte einige der Feinde böse verbrannt. Aber die meisten waren noch kampffähig. Nur zwei nicht dem einen war ein Arm abgerissen worden. Von Ihm kamen auch die Schreie die aber schnell endeten als er von seinen eigenen Leuten über Bord gestoßen wurde. Der andere war still und stumm. Eine schwere Keramikscherbe der Granate hatte Ihn getroffen. So das sein Kopf nur noch an wenigen Hautfetzen vor seiner Brust baumelte.

Cornellius war nach vorne gestürmt und versuchte die Frau samt Speer von der Drehbasse fort zu drücken. Aber es gelang Ihm nicht. Er verzog das Gesicht. "Licht vergib mir" Murmelte er als er die Frau über den Seerschaft bis an die Schanze heranschob um dann den ganzen Speer als Hebel zu nutzen um Ihn zwar nicht ab und auch nicht heraus zu brechen, aber doch wenigstens aus dem Weg zu bringen. Schnell war die Drehbasse ausgerichtet und er Schoss. Diesmal war es nur ein Toter den die Drehbasse forderte als sie einen der Kvaldir der sich erhoben hatte um ein Enterseil zu werfen durch das Becken fegte. Der Blick des Kvaldir war verständnislos als er zur Seite wegsakte und über die niedrige Schanze des Langschuffes fiel.

Cornellius schreckte zurück. Er hatte die Drehbasse grade gedreht und begann sie auszuschrubben für den nächsten Schuss als sich ein Seil an einen Haken direkt neben Ihm in die Bordwand bohrte.

"Zieht blank. Zieh blank Ihr Hunde oder wollt Ihr jetzt schon ins Licht eingehen?!" Brauste der erste Maat auf. Was nicht verwunderte. Er hatte rasch das Kommando übernommen den der Kapitän hatte soeben ein unschönes Ende gefunden. Einer der Enterhaken war hinter Ihn geflogen und bei dem Ruck um ihn einzubohren in Schulter und Hinterkopf des Mannes geschlagen. So wirkte auch der Kvaldir welcher das Seil zog um damit bald schon das Schiff zu entern wie ein grotesker Fischer als er den am Haken hängenden Kapitän von Bord zog.

Eine zweite Granate die Magnus geworfen hatte explodierte. Doch etwas zu früh. Einige Angreiffer trugen zwar Schnitte davon von den Keramiksplittern aber mehr auch nicht.

Überall an Deck zogen nun Seeleute aus Kul Tiras Säbel und bösartige geschwungene und schwere Entermesser hervor. Auch die Gilneer zogen Ihre Waffen. Magnus nahm die Hellebarde auf. Keine Waffe für den Seekrieg. Die anderen jeweils ihre Rapiere und Dolche. Wobei Talas mit zwei Rapieren und August mit Rapier und Bündelpistole aus dem Rahmen fiehlen fielen und es somit Leiven und Cornellius überließen die klassische Wehr zu tragen.

Dann begann der Enterkampf. Der erste Kvaldir der an Bord gelangen wollte fiel mit einen aufschrei ins Meer zurück. Einer der Seeleute hatte ihm mit der wuchtigen Klinge des drei Fuß messenden Entermessers die Hand knapp hinter den Fingern durchgeschlagen. Für genau diesen Zweck des Seekampfes war das Griffbrett auf dem Schanzkleid so dick und glatt. Es wirkte wie eder Hackblock eines Schlachters.

Ein anderer Seemann schrie auf als von einen der nah herangezogenen Kvaldirschiffe ein Speer in seine Schulter gebohrt wurde und man ihn daran hochhob. Man mag von Glück sprechen das sein Fleisch zerriss und er zurück auf das Deck stürzte anstatt in die Mitte seiner Feinde. Leiven stürzte sogleich zu dem Mann hin um Ihre Kunst zu nutzen um die Blutung zu stillen.

Sie mochte eine Erntehexe sein und somit nicht derart gewandt wie ein Druide der Nachtelfen aber man merkte das sie seid der Flucht aus Gilneas ihre Kunst in Darnassus verbessert hatte. Was die Kunst von Wachstum und Heilung betraff und dies nicht nur bei Pflanzen.

Ein weiterer Kvaldir wurde ins Meer geschickt als die Hellebarde von Magnus mit der Spirte vorran wie eine Pike direkt in sein Gesicht getrieben wurde. Blut sprudelte aus seinen Mund und aus der Wunde am Hinterkopf wie die Waffe frei gezerrt wurde. Es sah aus als wollte er sich tatsächlich noch weiter festhalten. Dann aber glitt er doch ab und verschwand in den dunklen Wassern. Andere aber schafften es an Bord und der Kampf entbrannte auf dem engen Raum.

Die Säbel, Rapiere, Äxte und Entermesser traffen aufeinander. Blut floss und spritzte. Dann erklang zweimal der harsche Knall einer Pistole als August von Kaltersstein die beiden ersten Fäufe der Bündelpistole abfeuerte. Ein angreiffer brach vor Ihm zusammen. Ein anderer stand da die Axt aus gefühllosen Fingern gleiten lassend da die Kugel Ihm den Arm zerschmettert hatte. Doch schreien dazu kam er nicht mehr. Eine Frau der Besatzung tieb Ihm von hinten den Säbel durch die Brust und drehte wütent die Klinge herum. Talas wirbelte umher wie ein Tänzer. Die schlanken Rapierklingen fügten seinen Feind immer wieder Schnitte zu. Wobei dieser mit der Axt schon zum zweiten mal ins leere hiebte. Dann durchlief ein zittern den Kvaldir als beide Rapierspitzen kurz vorstießen um sogleich wieder zurück zu schnellen. Sie waren Ihm durch die Augen in den Kopf gefahren.

Cornellius focht mit einen eigenen Gegner vorn bei der Drehbasse. Er tauchte hinter das Geschütz was laut wie eine Glocke Klang als die Axt die für seinen Kopf gedacht gewesen war auf die schwere Bronze traff. Sogleich die Chance nutzent hieb er dann zu und öffnete den Axtträger mit seiner Klinge den Bauch. Einen Augenblick dauerte es eh dann alles was grade noch in dem Leib sein sollte hervorstürzte und zu den Füßen des Kvaldirs landete. Desen Fuß sich in seinen eigenen Gedärm verfing als er zurückweichen wollte. Doch sein Leiden endete mit zwei schnellen weiteren Rapierstößen in Hals und Brust.

Magnus hatte seine Waffe querr gefasst und rannte gegen einen der Angreiffer an. Dieser Packte auch zu. Der Kvaldir war auch größer als der Hüne. Er drehte sich mit diesem und sie rangen um die Waffe. Aber erstaunen und unglaube zeigte sich auf dem Anglitz des Kvaldir als der Wandel mit Magnus tiefen grollen anfing welches nach einen Augenblick dann schon ein drohendes knurren war.

Der schnappende Kiefer des Worgen wirkte ebenso deformiert wie Magnus Gesicht als Mensch. Aber dies machte seine Fänge nicht weniger tötlich als er zuschnappte. Ein Biss in die Schulter um die Deckung zu öffnen. Und dann ein zweiter um dem Kvaldir die Kehle buchstäblich heraus zu reißen.

Auch Talas wandelte sich nun. Die Verwandlung der beiden kostete nicht nur Feinde das Leben auch ein weiterer Seemann war wie erstarrt. So vermochte er dem Hieb nicht zu begegnen der Ihn erst den Unterarm in der Hälfte abtrennte als dann auch sich tief in seine Brust grub. Nun begannen die Kämpfe sich wieder zu verlagern. Wo die Kvaldir zuvor noch auf das Schiff gedrängt waren zogen sie sich nun langsam und kämpfent zurück. Es war keine panische Flucht. Aber sie hatten erkannt das die hier zu machende Beute mit zuviel des eigenen Blutes erkauft werden müsste.

"Lasst sie ziehen" Brüllte der erste Maat. Nicht weil er fürchtete die Kvaldir könnten doch noch siegen. Sondern nur um Leib und Leben der eigenen Besatzung zu schonen. Auf zwei Schiffe verteilt stießen sich die Kvaldir von der Myrmidonenhäscher ab und legten sich in die Riehmen. Doch das Leben der eigenen zu schonen bedeutete nicht auch das der Feinde zu schonen. So wurde der Rückzug der Kvaldir nochmals von Kanonendonner verfolgt und ein Schiff zu Grunde geschickt. Das andere hingegen verlor man schon bald in dem Nebel aus den Augen.

Der erste Maat machte sich sofort daran die Verletzten und die Toten bei Seite bringen zu lassen. Die einen aufgereiht damit man sich um sie kümmern konnte. Die anderen hinab in den Laderaum um sie später zu bestatten. Nur die Leichen der grausigen Angreiffer ließ er über Bord werfen, oder eher das was von ihnen übrig war. Lösten sie sich doch mit ihrem Tot in grausig stinkenden fauligen Seetang, Waffen und Kleidung auf.

Kaum jemand war vollkommen unbeschadet geblieben. Doch wer wollte schon über kleine Schrammen oder blaue Flecken klagen wo anderen Finger, Hand oder Arm fehlten?

Auch das Schiff selbst hatte in den Kämpfen nun mehr gelitten als durch den Sturm des Vortages. Segel waren von Klinge zum Teil zerfetzt worden. Ebenso Takelwerk gerissen. Doch wenigstens hatte der Feind nichts besessen um das Schiff leckgehen zu lassen.

So ging die Myrmidonenhäscher vor Anker um das Auflösen der Nebelbank abzuwarten. Die Reisegesellschaft zog sich unter Deck zurück um die eigenen kleinen Wunden zu begutachten. Und auch um die Seeleute nicht gegen sich aufzubringen. Den nach der Verwandlung von Magnus und Talas war das auftretten der Schiffsbesatzung merklich distanzierter geworden. Nur Leiven duldeten sie ohne murren unter sich. Was wohl dem geschuldet war das sie sich um die Verwundeten des Kampfes kümmerte als auch einen netten Anblick bot. Da sah man sogar weg das sie sich für Ihre heilkundige Hilfe von den Seeleuten mit einpaar Kupfermünzen entlohnen ließ.

Anders als wie gedacht erreichte die Myrmidonen Häscher ihr Ziel auch nicht am frühen Mittag. Sondern erst am Abend wie die Sonne nur noch knapp über dem Horizont stand und die beiden Monde sich bereits zeigten.

Ein Beiboot wurde zu Wasser gelassen. Über eine Leiter kletterte die kleine Reisegruppe hinunter in das Boot welches von zwei Matrosen gerudert wurde. Man lag etwa Hundert Meter vor dem eigentlichen Ziel auf See. Leiven lächelte vernügt aber wie sie dann zum Ufer hinsah gefrohr dies Lächeln. "Das ist nicht Varians Feste" August lachte leise. "Ich habe nie gesagt das wir dorthin reisen. Nur weil du das erwartest." Talas murrte, Cornellius blickte aufmerksam aber auch etwas verwundert drein. Nur Magnus lachte leise.

Mit harten Ruderschlägen kam das Boot dem Land schnell näher. Und auch dem anlegesteg dort. Man erwartete sie bereits. Walrossmenschen gutmütig aussehend aber mit Speeren in der Hand zumindest einige von Ihnen blickten hinaus zu dem Schiff und zu dem näher kommenden Beiboot.

Wie das Beiboot anlandete halfen die Matrosen dabei die Gilneer und auch deren Ausrüstung von dem Boot auf den Steg zu bekommen. Sie schienen erleichtert zu sein als sie dann wieder zurück ruderten.

Einer der Tuskarr tratt vor und hob eine Hand in einen langsamen Wink als Groß. Er wirkte schon alt wenn man dies bei jenen Volk als Fremder den beurteilen kann. "Was führt euch hier her Reisende?" August tratt daraufhin vor und hob ebenfalls eine Hand die Geste des Tuskarr imitierent. "Ich grüße Euch. Wir sind nur auf der Durchreise. Aber wir erbitten heute Nacht eure Gastfreundschaft." Die Tuskarr sahen untereinander recht fragend drein. Der Älteste der gesprochen hatte strich sich durch den Walrossbart welcher über den langen Zähne sass. August tratt dabei zurück und holte eine weitere kleine Kiste. Wie schon die Granaten war auch diese schon bevor er die anderen getroffen hatte an Bord gebracht worden.

Anstelle sie sich reichen zu lassen trug er sie selbst vor den ältesten der Tuskarr hin und öffnete sie. Darin was feinster duftender Bienenwachs und mehreren Finger dicken Stücken aufgehäuft. Aber auch einpaar Beutel mit feinsten Räucherwerk aus Azeroth. Der Tuskaar Älteste besah sich dies und nahm dann die Kiste. Anders als viele Anführer begann er dann den Truhen Inhalt an alle umstehenden zu verteilen. Gleiche Teile für alle. Nur die Beutel mit dem Räucherwerk wurden nicht aufgeteilt. "Ihr seid meine Gäste" Verkündete dann der Älteste. Sie konnten froh sein das dieser die Gemeinsprache beherrschte. Auch wenn sein Akzent zum fürchten war.

So begab man sich zu der Hütte des Ältesten. So kalt draussen der Wind auch wehte. Immerhin. Der Winter war noch nicht vorbei. Und erst recht nicht hier oben im Norden wo er niemals wirklich zu enden schien. So warm aber nun und behaglich war es innerhalb der Hütte. Es war nicht viel Platz aber man schaffte es die Ausrüstung sorgsam aufzutürmen um keinen Platz zu vergeuden und setzte sich um das Zentral brennende Feuer.

Der alte Tuskarr lies einen Brei aus gekochten Wurzeln und getrockneten Fisch und Schaufelhauer bringen und reichte eine Schüssel herum. Man aß mit den Fingern. Die Speise war sehr gewöhnungbedürftig für Fremde aber es machte Saat. Ebenso war die vergorene Schaufelhauermilch nicht jedermanns Geschmack. Doch niemand wollte den Gastgeber beleidigen. Auch nicht als er eine Pfeife stopfte und diese kreisen ließ. Er gab sich damit zufrieden das jeder einmal zog. Leiven hätte auch kein zweitesmal mehr geschafft. War sie doch ganz Grün um die Nase nach dem Essen und es verstärkte sich nur noch bei der Pfeife. Cornellius reichte Ihr diskret eine seiner Phiolen die seinen Mangen erlaubt hatten auf der See seinen Inhalt zu behalten. Leiven nickte dankent und nahm etwas des enthaltenen Mittels ein bevor sie die Phiole zurück reichte.

"Wieso seid Ihr hier Reisende?" Man hatte sich bei dem Essen einander vorgestellt. Aber so wie der Tuskarr bei der Anrede Reisende blieb so blieben die Gilneer bei der Anrede Ältester. August war es der nickte und dann antwortete. "Wir wollen weiter in den Norden. Wir wollen dort etwas erforschen" Der Tuskarr blickte die Gemeinschaft an. "Viele Waffen um zu erkunden" Diesesmal war es Cornellius der das Wort ergriff. Währent Tala seiner Schwester über den Rücken strich bis deren Gesichtsfarbe wieder normaler war. "Wir sind fremd in euren Land Ältester. Wir wissen nichts um die Gefahren. Also Haben wir Waffen zur Wehr und Waffen zur Jagd bei uns" Dies schien den Tuskarr zu genügen. Er reichte wieder die Pfeife herum. So verging die Zeit mit reden, trinken und rauchen. Bis das der Älteste dann verkündete das es Zeit währe zu ruhen. Durch die Seereise und den Kampf am Morgen war auch allen samt nicht danach lange offenen Auges da zu liegen. Bald schon schliefen sie auf den Fellen nahe des Feuers. Nicht umbedingt Standesgemäß für manchen aber gemütlich, sicher und warm.

Tag Sieben
Die Sonne war grade erst aufgegangen als Cornellius durch die Geräusche vor dem Zelt geweckt wurde. Leise murrent erhob er sich. Er hatte in Hemd und Hose geschlagen aber die restliche warme Kleidung abgelegt um nicht zu arg zu frieren wenn er hinaus ging. So kleidete er sich wieder an. Ein Blick verriet das die anderen sich wohl nicht gerührt hatten seid dem sie alle dort lagen.
Nur der Tuskarrälteste fehlte. Als Cornellius aus der warmen Hütte kroch zuckte er zusammen wie unter einen Schlag. "Licht ist das kalt" Scheeflocken trieben in der Luft und ein eisiger W ind kam vom Meer herein. Ein Blick nach dort verriet Ihm das die Myrmidonenhäscher bereits wieder in See gestochen war. Wohl zur Varians Feste in der Boranischen Tundra. Er hätte diesen Ort gerne einmal gesehen. Doch sie waren an anderer Stelle angelandet.
Dann aber blickte er sich wieder um und machte sich auf um einen der Tuskarr nach dem nötigsten zu fragen. Er erhielt auch die Antworten die er wollte. Auch wenn die Gemeinsprach dieses Tuskarr weit schlechter war als die des Älteste.
Wie er dann den Ort den der Tuskarr ihm genannt hatte wo er sich hatte waschen können und die Notdurft verrichten kehrte er auch wieder zurück. Inzwischen war auch der Hüne Magnus aus der Hütte erschienen. Er beobachtete einpaar Tuskarr die mit Speeren übten. Es wirkte weniger wie Kampfübungen eher wie eine Ertüchtigung und vorbereitung zur Jagd.
"Die anderen Schlafen noch" Kam es mit dem für Magnus typischen anschliessenden Schlürfen. Cornellius nickte. "Ich hätte auch gerne noch etwas im Warmen geschlafen aber ich bin meistens unruhig was den Schlaf angeht wenn ich irgendwo bin wo es mir fremd ist." Magnus lachte leise. "Alte Soldatenseele wie?" Cornellius schüttelte den Kopf. "Nein schlechte Erfahrungen im Kampf auch ohne Soldat zu sein." Magnus musterte Cornellius eingehent. "Warst du... Ich meine wart ihr nie in der Armee Herr von Rabenacker?" Cornellius seufzte. "Sollten wir uns je in Sturmwind oder sonst wo sehen ausser hier auf dieser Reise bitte ich darum den Titel fern zu lassen. Und ich war Soldat jeder Kanonengießer ist automatisch mit diesem Beruf auch Kanonier des Königs" Magnus nickte. "Ah... nagut ich merke es mir Rabenacker. Und Kanonier hm... Ihr seid den Feinden also nicht nahe gekommen wie sie einfiehlen wie? Ich selbst kämpfte damals am Wall. Ich war auch einer der Unglücklichen als der Fluch sich verbreitete, der in den ersten Tagen bereits getroffen wurde."
Nun war es Cornellius der Magnus musterte währent dieser wieder den Speichel hochzog.
"Lassen wir sie noch schlafen?" Auf diese Frage des Jüngeren blickte Magnus zum Himmel auf und nickte. "Eine Stunde noch... vielleicht." Cornellius nickte und die beiden Männer gingen auseinander. Sie besahen sich das frühe Werk der Tuskarr einige passten auf Kunder auf. Andere knüpften Netze andere fertigten nützliche oder auch zierende Gegenstände aus Holz, Knochen, Horn oder Walgebeinen.
Magnus setzte sich zu einen Tuskarrfischer am Ufer welcher mit einen Netz das er immer wieder auswarf kleinere Fisch aus den Reichen gewässern zog. Cornellius ließ sich bei drei schnitzenden Tuskarr nieder. Er beäugte ihre Werke und die drei schienen sich nicht an Ihm zu stören. Der eine Arbeitete an einer Hölzernen Essensschale der andere schnitzte eine Pfeife und wiederum der letzte schnitzte ein Schaufelhauergeweih zurecht. Was daraus werden sollte verstand der Gilneer nicht so recht. Bis der Hornschnitzende dann ein kleines Stück an den Pfeifenschnitzr weiter reichte. Dieser setzte es dann in die Pfeife ein. Es stellte einen Zahn dar. Nun betrachtete Cornellius die Pfeife genauer. Der Stiel war etwa Zweölf Fingerbreiten lang und der Pfeifenkopf war der Kopf eines Tuskarr. Bald schon wurde auch ein zweiter Zahn eingesetzt und dann kleinere Stücke für die Augen.
Magnus indesen johlte vor vergnügen. Etwas das allerlei Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Der Tuskarr bei Ihm hatte ihm einen Fischspeer gereicht und Magnus wohl gezeigt wie man Ihn nutzte. Und nun hatte der große Söldner direkt auf anhieb Glück gehabt. Er hatte einen großen Fisch durchbohrt und herausgezogen. Den Fisch reichte er dem Fischer eh er dann begann um den Speer zu feilschen.
Auch Cornellius fing an mit den dreien vor sich zu verhandeln. Wobei er immer wieder auf die Pfeife deutete. An und für sich hatte er nie eine Schwäche dafür gezeigt. Hatte er es auch nie wirklich probiert. Aber die Pfeifenrunde unter dem Dorfältesten hatte Ihn auf den Geschmack gebracht.
Indesen waren auch die anderen drei erwacht. Was vor allen an Talas derben gefluche lag. Hatte er sich doch herumgewälzt und im Halbschlaf einen der noch heissen Steine der Feuerstelle ergriffen und diesem einen Kuss versetzt. Etwas das seine Schwester heiter lachen ließ. Dann aber untersuchte sie Ihm etwas Ruß aber keine Verbrennungen es war schlicht nur unangenehm heiss gewesen. Und der Schreck war das schlimmste geblieben.
August schmunzelte nur belustigt dann erhob auch er sich. Die drei machten sich daran sich zurecht zu kleiden und hinaus in die bittere Kälte zu tretten. "Verdammt und ihr sagt wo wir hingehen ist es noch kälter Herr von Kaltersstein?" Fragte Leiven leise und August nickte. "Noch viel kälter. Aber dafür haben wir ja zusätzliche Kleidung." Die Erntehexe schien nicht begeistert nickte aber. Die drei machten sich dann auch nacheinander auf für Notdurft und Waschung.
In jener Zeit hatten es Magnus und auch Cornellius geschaft die gewünschten Waren zu erstehen. Jeweils gegen etwas das man hier oben gewiss immer brauchte. Einpaar Ihrer Vorräte. Den so exotisch die Speisen von hier den Bewohnern Azeroths anmuten mussten. So waren die Speisen von jenseits des Meeres auch eine kostbarkeit und wahrer Luxus für die Tuskarr dort in Nordend.
Der Dorfälteste ließ etwar eine halbe Stunde später die Gilneer zu sich bringen. Er teilte wieder mit Ihnen eine Schüssel an Speisen. Diesesmal waren es Samen heimischer Bäume und Möweneier verrührt und dann über dem Feuer gebraten. Auch hier war wieder Trockenfisch mit eingelassen. Diesesmal machte die Pfeife auch wieder die Runde. Auch Leiven zog einmal daran aber nur zaghaft. "Es ist jemand an dem großen Aufzug für euch derschienen Reisende." August wurde direkt hellhörig. "Und wer Ältester? Wer sucht uns hier bei euch?" Alle wurden still und nur Magnus der die Ruhe des Veteranen vieler Kämpfe besass speiste weiter. "Ein Mann in den Farben der fliegenden Stadt." Die Magier Dalarans waren nach den Jahren des Kampfes um Nordend nicht unbekannt dort. Aber eine fliegende Stadt das weckte bis heute bei den Bodenständigen Tuskarr Argwohn wie aber auch ehrfurcht. Auch wenn Dalaran weit sehr weit im Landesinneren lag wo kaum je ein Tuskarr hinreiste.
"Wunderbar ich danke euch Ältester. Und wir danken euch auch für eure Gastfreundschaft. Doch werden wir euch nun verlaassen müssen. Den Wir erwarten diesen Mann ebenso wie er uns"
Damit war das Mahl vorrüber. Der Älteste wies zwei seiner Leute an die Reisegruppe hin zu dem Aufzug zu bringen, wohl eher eine Seilbahn. Cornellius runzelte die Stien als sie in den Schiffsähnlichen Bau stiegen. Von dem Dorf war von hier nichts zu sehen. Aber wenn wunderte es? Bäume lagen zwischen Dorf und Seilbahn ebenso wie einiges an Fußweg.
Als die Seile sich knarzenint Bewegung setzten, begann der Schiffsähnliche Bau hinauf zu fahren. Die beiden Tuskarrkrieger sahen den Fünfen in der Gondel nach. Die Fahrt dauerte einpaar Minuten un so vermochten die Gilneer alle samt sich umzusehen. Magnus atmete schnell und flach. "Ist mit euch alles inordnung?" Kam es von Leiven und der Hüne blickte stur auf den Holzboden der Gondel. "Nein.... Ich fürchte die Höhe wenn ich nicht mit den eigenen Füßen dabei am Boden bin." Sie tätschelte Ihm beruhigend die Schulter.
Als die Fahrt vorbei war wurden sie schon von einen Mann auf einen Pferd erwartet. Sie verließen die Gondel und tratten auf diesen zu. Der Mann seiner Robe nach ein Magier Dalarans wirkte um die Fünfzig Jahre als schwang sich aus dem Sattel. August verneigte sich leicht. "Magus Löwenhall" Der Magier verneigte sich ebenfalls. "Edler von Kaltersstein" Dann verneigten sich auch die anderen mal mehr mal weniger kurz und wurden von August vorgestellt.
Der Magus ein großer Mann fast so groß wie Magnus aber schanker noch als Leiven wirkte gehetzt. Er war ruhig aber die Augen sie rasten umher und beobachteten alles und jeden als erwarte er einen Hinterhalt. Es waren die Augen von Jemanden der niemals ganz aus einem Krieg zurück gekehrt war.
"Magus ich hoffe ihr vergebt mir. Aber dürfte ich das Siegel meines Vetters sehen? Nur um zu wissen das Ihr der Richtige seid und nicht einer eurer Kollegen schlicht zu neugierig wurde" August Lächelte und der Magus wirkte kurz wie erstarrt. Dann aber zog er aus den Tiefen eines Robenärmels ein Schreiben hervor. Jenes war Gesiegelt und dies reichte August wohl. Er nickte. "Danke Magus. Gut dann wisst Ihr wieso Ihr uns hier trefft?" Löwenhall nickte langsam. "Natürlich, natürlich. Um des lieben Goldes wegen das mir euer Vetter zahlt dafür und mit dem ich meine Studien weiter vorrantreiben werde. Ich..." August hob eine Hand. "Schon gut Magus dies reicht. Wir wollen keine Details eurer Forschungen." Cornellius Blick sagte da etwas ganz anderes aus. Doch dieser verzog dann das Gesicht als August Ellbogen ihm in die Rippen traff als er grade fragen wollte.
"Ich weiss ich weiss ich werde dafür gut entlohnt. Alleine für mein Stillschweigen und das ich hier bin wurde ich schon gut entlohnt. Aber ich sage euch Ihr solltet es euch nochmals überlegen. Dort oben auch nach dem Sturz des Lichkönigs ist es dunkel, kalt und die Geißel zieht immernoch umher. Auch wenn sie nun ruhig geworden ist."
Talas Augen weiteten sich und er blickte August voller Entsetzen an. Er hatte die Worte des Magus richtig gedeutet. "Ihr führt uns nach Eiskrone? Licht bewahre unsere Seelen. Seid Ihr noch bei trost? Dort gibt es für uns nichts. zu finden." Löwenhall der Magus konterte dies aus. Mit Worten die wohl nur einen zerrütteten oder einem sehr ironischen Geist entspringen mochten. "Oh natürlich junger Mann gibt es dort etwas zu finden. Grauen, Kälte, Tod und Schlimmeres." Magnus schlürfte nach einen Schnaufen. Alle wirkten sie nun angespannt. Nur August seufzte. "Ruhe alle zusammen. Magus Löwenhall Ihr werdet bezahlt uns eine schnelle Reise zu ermöglichen nicht für Ratschläge. Aber Ihr solltet uns noch etwas mitbringen." Der Magus nickte und deutete auf sein Pferd. "Talas lade bitte die Taschen vom Pferd des Magus" Der Kämpfer wirkte nicht angetan von den Gedanken an Eiskrone. Seine Schwester ebenso nicht auch Cornellius wirkte unbehaglich. Als Talas die Taschen ablud und öffnete fanden sich darin breite Rahmen mit Lederriehmen durchspannt. Schneesohlen. Und einpaar Tiegel mit etwas übelriechenden darin. "Diese Sachen hier?" August sah hinüber und nickte. "Ja diese" Dann sah der Adlige wieder zu dem Magus. "Ich werde nach unserer Rückkehr meinen Vetter berichten das man mit euch sehr zufrieden war." Talas legte indesen die Taschen wieder über den Rücken des Pferdes.
Talas verteilte dann die Schneesohlen und die Tiegel. Alle steckten diese ein. Erst dann wendete August sich an die Gruppe. "Zieht euch die wärmere Kleidung an." Die Reisegefährten taten dies auch. Als sie dann fertig waren blickte sich Cornellius aufeinmal um. Leiven sah Ihn sogleich alarmiert an. "Was ist habt Ihr etwas bemerkt?" Cornellius schüttelte nur den Kopf. "Nichts. Aber ich war schon einmal hier.... Also nicht hier an diesem Ort aber in dieser Landschaft." August blickte nun forschend zu Cornellius. "Herr von Rabenacker. Habt Ihr uns verschwiegen das Ihr den eisigen Kontinent kennt?" Sogleich schüttelte der Angesprochene das Haupt. "Nein aber ich war schon einmal in diesen Landstrich als Gast für eine große Feierlichkeit. Ich war hier als Teil der Gesandtschaft der Akademie zu Sturmwind" August musterte ihn mit einen gewissen Misstrauen nickte dann aber.
Wie sie nun alle dort standen begann Magus Löwenhall damit seinen Zauber zu weben. Talas zeigte ob der Arkanenmagie ein gewisses unbehagen. Leiven und Cornellius hingegen verfolgten den Vorgang höchst aufmerksam. Und Magnus wie auch August. Nun diesen schien es gradezu Egal zu sein. Sie besprachen sich leise, damit der Magus nicht abgelenkt werden sollte. "Was ist das für ein Zeug in den Tiegeln?" Fragte der Hüne. August schmunzelte. "Es ist Bärenfett. Wenn wir droben im Norden sind werden wir damit die Stellen unserer Gesichter einreiben die wir nicht durch Schal und Mütze verbergen können. Sonst würde unsere Haut bald aufplatzen als sei sie schlimm verbrannt und dies durch die Kälte." Magnus nickte und auch die anderen hatten gelauscht. Zumindest Talas der sich so von dem Zaubereien ablenkte. Cornellius schien garnicht zugehört zu haben. Versuchte er doch leise murmelnt die Worte der Formel die er vernahm nachzusprechen.
Talas schien davon nicht begeistert und versetzte Rabenacker einen Stoß. "Licht noch mal lasst das" Cornellius fuhr herum und maß den anderen Mann mit einen Blick den dieser erwiederte. Doch nach einpaar Augenblicken sah Talas zur Seite weg. Doch nun vermochte Cornellius dem Zauber eh nicht mehr zu folgen.
Schimmernd tat sich dann durch die Arkaneenergie erschaffen ein Portal auf. Kurz erklärte Löwenhall wie die Regeln waren wenn man ein Portal durchquerte. Dann folgte bereits die Verabschiedung. Den August scheuchte seine Leute hindurch. Cornellius jedoch zögerte kurz und zog aus seinen Rucksack einpaar Briefe hervor die er dem Magus reichte. "Schickt diese bitte für mich ab. Wohin dies steht auf den Umschlägen." Er nutzte diesen Moment auch um sich den Magus genau einzuprägen eh er dann auch durch das Portal ging. Wie sie das Portal durchschritten hatten fegte ein harter Wind über die Gruppe hinweg. zu harten Eiskristallen erstarrter Schnee peitschte Ihre Gesichter bis sie alle die Schals und was August sie noch alles hatte anlegen lassen zurechtgerückt war. Die Finger wirkten Steifgefroren als sie das Bärenfett aufgetragen hatten und diese endlich wieder in Ihre Handschuhe stecken konnten. "Wenn unsere Reise erfolgreich ist.... Wie kommen wir dann wieder von hier fort?" Schrie Leiven über das jaulen des Windes. Sie alle banden sich nun auch die Schneesohlen unter die gefütterten Stiefel.
"Die Myrmidonenhäscher wird uns aufnehmen. Sie umrundet zur Stunde Nordendsküsten." Kam Augusts Antwort sogleich. Er deutete den Abhang hinunter waren sie doch auf einen kleinen Hügel angelangt. Sie mussten sich erst an die Schneesohlen gewöhnen und so wirkten die ersten Schritte unbeholfen. "Moment das Schiff kommt her an die Küste? Und wieso dann der Magier wieso das Portal?" Fuhr Talas auf. August seufzte nur. "Stellt mich nicht in frage. Es geht darum Zeit zu sparen. Die Häscher wird erst in einpaar Tagen hier sein. Bis dahin sollten wir alles erledigt haben" Magnus schüttelte den Kopf. "Und wenn sie nicht kommt? Sturm. Seemonster oder Piratenpack könnten sie aufhalten" Die Stimmung nahm ob des Wetters als auch ob dieser Gedanken einen düsteren Ton an.
August zog eine Karte hervor und kniete sich in den Schnee. Stehent vermochte er nicht zu sagen ob der Wind sie nicht zerriss. Er deutete auf einen Punkt der Karte. "Wir sollten hier sein. Das bedeutet wir haben etwar Vierzig Kilometer bis zur Küste vor uns. Bei dem Wetter hier und da wir noch etwas auf unseren Weg suchen müssen rechnet nicht damit das wir mehr als Fünfzehn Kilometer am Tag schaffen. Vielleicht sogar weniger." Magnus starrte die Karte an. "Hast ein gutes Augenmaß August ich würde die Strecke kürzer einschätzen." Er fuhr mit dem Finger den Weg zur Küste. "Vielleicht etwas mehr als Zwanzig Kilometer" August nickte. "Du hast schon recht aber sieh dir die Karte genauer an. Dort ist Steilküste. Dort würden wir nicht hinunter zum Meer kommen. Keine Möglichkeit ein Beiboot anzulanden." Talas michte sich nun auch ein. "Aber dort ist auch Steilküste angezeigt" Da Leiven schon den Vertrag für Ihn hatte vorlesen müssen erstaunte es nicht das er die Zahlen nicht richtig deutete. "Ja das ist es aber mit Unterbrechungen dort kommen wir mit unseren Seilen hinunter Stück um Stück." Die Karte wurde wieder gefalltet und eingesteckt.
Man kämpfte sich durch den Schnee vorran und trotz der Schneesohlen sank man meist bis über die Knöchel ein. Ohne diese würde man wohl oft Hüfttief vielleicht sogar noch tiefer versinken. Winter in Nordends Norden ja eine wirklich mörderische Angelegenheit.
 
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