StartseiteFAQSuchenAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
AutorNachricht
Liebhardt



Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 06.02.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 6 Jan 2014 - 22:46

Das Leben ist eine Reise und diese endet stets mit dem tot. (Cornellius Reise Teil 3)



Schnee und Eis knirschten unter den Sohlen der kleinen Reisegemeinschaft. Als Leiven aufeinmal der Länge nach hinschlug. Um dann sogleich einen Markerschütternden Schrei auszustoßen. Sie warf sich nach hinten und kroch von der Stelle weg. Sogleich griffen die anderen nach ihren Klingen. Leivens Schneesohle hatte etwas eingefangen und durch ihren Sturz an die Oberfläche gezerrt. Ein halb verrotteter Leichnahm, und er bewegte sich schwach. Von dem Wetter begraben und von der Kälte steif geworden wie von der Totenstarre. Aber doch nicht vollkommen. Wie sie sich nun umblickten fiehlen an manchen Stellen leichte Erhebungen auf kleine Buckel. Dies mussten noch mehr Tote sein. Seid dem Fall des Lichkönigs waren sie hier und ruhiger geworden aber sie waren immernoch hier die Untoten der Geißel. Magnus holte mit der Hellebarde aus. Doch August griff Ihm in den Arm. "Nicht sie greiffen nicht an wir sollten es auch nicht provozieren." Talas zog indesen seine Schwester auf die Beine. Ein genauerer Blick auf den Toten wohl einstmals ein Mensch, zeigte das er wenn auch schon angrottet und verrostet Rüstung und Wappen des Agentumkreuzzuges am Leib trug.
"Es sind verdammte wandelnde Leichen. Wie die die unsere Heimat überliefen" Kam es nun von Cornellius. Dann blinzelte dieser. "Weg... wir müssen hier weg und zwar schnell." August sah ihn alarmiert an. "Wieso das?" Cornellius sah von Kaltersstein an. "Die meisten von uns haben wohl gerne die Geschichten gehört wie man die untote Brut hier niedermachte im Kampf gegen ihren Anführer. Aber habt ihr Herr von Kaltersstein. Oder jemand anderes von euch. Je davon gehört oder gelesen. Das der Winterfrost die Geißel währent des Kriegszuges aufhielt?" Magnus knurrte. "Nein den währe dem so hätte man den Lichkönig ohne seine Armee zu fürchten im Winter angegriffen. Verluste durch die Kälte hin oder her" August sah sich wieder um. Hatten sich einpaar der Schneeerhebungen bewegt? Nein oder doch? Er winkte die anderen vorwärts und begann selbst zu laufen so gut es die Schneesohlen erlaubten. "Los mir nach schnell."
Die Gruppe hetzte vorwärts. Doch bald schon merkten sie. Die Geißel verhielt sich ruhig. Aber nicht friedlich. Aus dem Schnee heraus erhoben sie sich nun. Insgesamt Acht der Untoten. Die Gilneer waren bei weiten schneller als diese. Immerhin waren die Glieder der Untoten eisverkrustet.
"Halt. Wir stellen uns" Befahl August dann aber doch den schnellen Rückzug zu beenden. "Was? Wieso wir laufen ihnen einfach davon." Protestierte Leiven der immernoch der Schrecken ins Gesicht geschrieben stand. "Ja wir sind schneller. Aber wir brauchen Rast und Schlaf.... Sie nicht" Kam Talas dem Herrn von Kaltersstein mit einer Antwort zuvor. Sie hielten ohnehin die Klingen noch in Händen und stellten sich auf. Magnus ging auf den ersten Untoten zu. Ein pfeifender Hieb der Hellbarde und das knirschen von Eis und Knochen als der Kopf des Untoten gespalten wurde. Und nicht nur der Kopf die schwere Klinge fuhr Ihm hinab bis tief in die Brust. Es war kein wirklicher Kampf der aufkam. Es war vielmehr ein gemetzel. Die Untoten die zuvor erst aus ihrer Starre erwacht waren. Sie waren noch zu langsam um den schnllen blitzenden Rapieren zu wiederstehen. Aber nur Magnus Klinge schickte sie direkt in die Jenseitige Welt herüber. Die Rapiere waren zu leicht um Schädel ein oder abzuschlagen zumindest mit einen Hieb. Einer der Untoten wurde auch zerrissen als Leiven einen Druidischenzauber gegen Ihn entfesselte.
Es dauerte nur wenige Augenblicke dann war alles vorbei und man säuberte die Klingen an den Kadavern. Feind war Feind. Und so machten sich die Gilneer daran die Taschen an der Kleidung der Leichen zu durchsuchen. Mancher trug noch Vorräte elche inzwischen eine einzige Grünbraune und tiefgefrorene Masse bildeten. Aber auch Schmuck und Geld wurde gefunden. Jeder steckte sich ein was er fand. Wobei die Münzen zwischen den Vier geworbenen Aufgeteilt wurde. Jeder stand am ende mit knapp Vier Silberlingen mehr in der Tasche da. Leiven hatte eine Silberkette mit einen Medaillon an sich gebracht. Das kleine Ölbild darin war verwaschen. Ihr Bruder Talas hatte eine Umhangschliesse eine Fibel gefunden auf Bronze jedoch mit einer herrlichen Perle versehen. Im Verkauf würde sie wohl einiges einbringen können. Magnus hatte mehrere Schmuckringe an sich gebracht sowohl aus Gold als auch aus Bilder. Dies war keine schöne aber lohnende Art der Beute beschaffung gewesen. Hatte er doch den gefrorenen Toten die Finger abgebrochen oder geschnitten um an die Ringe zu gelangen. Cornellius hatte eine Anstecknadel aus Silber und Gold an sich gebracht. Eine Abzeichennadel des Agentumkreuzzuges.
Immer wieder suchten sie im Schneegestöber die Umgebung ab. Doch zeigten sich keine weiteren Untoten. "Verdammt so habe ich mir das nicht vorgestellt" Ließ sich nun sogar August vernehmen. Er hatte zwar von einer Menschenjagd gesprochen. Damit hatte er aber wohl lebende Menschen gemeint.
Nachdem man nun die Beute verstaut hatte machte man sich wieder auf den Weg. Stunden der Unruhe vergingen wie sie vor sich hin stapften. Niemand wagte es wirklich laut zu sprechen. Zumindest nicht lauter als es der Wind erforderte.
Noch war es kaum Mittag als sie eine Anhöhe erreichten. Der Wind zerrte an jedr Falte von Stoff und Fellkleidung. Die Augen tränten. Und dabei lag alles in einen diffusen Licht. Den über Eiskrone schien der Himmel so dunkel als sei es beinahe schon Nacht. Die Wolken so dicht kam nur wenig des Lichts der Sonne hinunter doch wirkte alles wieder heller dank des Schnees. Aber Talas brachte es auf den Punkt was alle dachten. "Selbst heute noch ist dies Land und alle die dort weilen vom Licht verlassen" August zog ein Fernrohr hervor und betrachtete die Umgebung dann reichte er es weiter. Er wies weiter nach Nordosten hin zu einer massigen Eiswand die sich in die Höhe reckte. "Dorthin müssen wir dort sind wir Sicher vor dem Wind und können unser Lager für die Nacht aufschlagen"
Man schlitterte die Anhöhe mehr hinunter als sie zu gehen. Immer nur einer durfte hinunter. Bis dann warteten die anderen und behielten die Umgebung im Auge. Unten war es Windstiller das man dort kurz nochmals besprach wie man nun vorging. Dann ging es los im Gänsemarsch. August vorweg dann Talas gefolgt von Leiven die man als Heilerin in die Mitte nahm. Hinter Ihr auf folgte Cornellius und die Nachhut stellte Magnus.
Ein grimmiges Schweigen hatte alle erfasst. Man vergrub sich tiefer hinter den um die Gesichter gelegten Schals so das nur ein schmaler Augenspalt blieb. Durch das Schneetreiben waren sie alle inzwischen weiss wie die Umgebung. Und das wobei immer wieder Schnee von ihnen abfiehl mit jedem Schritt.
Es vergingen weitere Stunden. Die Sonne lies den Mitta hinter sich und zunehmende Dunkelheit küntete vom Abend. Die Gilneer holten Laternen hervor und entzündeten sie. Fackeln währen bei dem Wind nutzlos gewesen.
Im Schein der Laternen traffen sie an der Eiswand ein. Doch nun aus der Nähe sah man das es Fels war welcher nur von Eis bedeckt. Nach einer Inspektion der Wand ob verräterischer Risse oder herumliegender Trümmer begann man das Lager aufzuschlagen. Nun wurde auch Klar wieso sie mehrere Töpfe und Pfannen mit sich trugen. Eine Pfanne diente als Unterlage in die man etwas Öl hinein gab. Dies wurde entzündet. Und dann wurde ein Kessel darauf gestellt. Die kurzen Füße des Kessels hielten Ihn über dem Öl. So lies sich mit Wasser aus Schnee und Bohnen,Fleisch wie auch Hartkäse ein Eintopf köcheln. Magnus kümmerte sich um das Essen währent Talas, Leiven und Cornellius die Zelte aufschlugen. Man stampfte Schnee um einen festen Boden zu Schaffen. Dann wurde eine Decke darüber gelegt und gefalltet. Sie blieben etwas mehr als Mannsbreit. Sie entledigten sich auch alle der obersten Kleidungsschicht den in der Windstille der Felswand, wurde Ihnen unnatürlich warm.
Als das Essen fertig war stärkten sie sich alle. Die Musketen hatte man alle zusammen und aneinander gestellt. So konnte jeder wer Wache hielt sogleich schiessen ohne das man Angst haben müsste die Waffen kippten und das Pulver würde nass werden.
Der Rapsodianmalz machte auch die Runde. Und auch das Schweigen brach wieder. "Wenn ich das hier überstanden habe ha dann nehme ich mir das Gold und setze mich damit zur Ruhe" Lies sich Magnus vernehmen. August lachte nur. "Du und das Schwert an den Nagel hängen? Was willst du den tun?" Alle sahen sie nun Magnus gespannt an. "Also erst einmal werde ich einen Monat lang im Freudenhaus sein" Leiven verdrehte die Augen kicherte aber. Die anderen lachten. "Und dann werde ich entweder mich an einen Wirtshaus beteiligen oder aber selbst eines eröffnen." Stilles nicken von den anderen. Ein Wirtshaus das Ziel vieler Veteranen. "Nun ich werde von dem Geld mir ein Häusschen in Westfall zulegen um dort meine Kunst zu praktizieren. Immerhin ich hörte das man in Westfall Erntehexen gut gebrauchen könnte." Lies sich Leiven mit ihren Plänen vernehmen. Ihr Bruder wiegte den Kopf hin und her. "Was du weisst das ich das vorhabe schon eine ganze Weile" Protestierte seine Schwester sogleich. "Ja ich weiss ich weiss. Aber ob man dich dort alleine lassen kann?" Magnus war es nun der Grinste. "Junge was hast du den vor?" Talas wirkte nachdenklich. "Entweder ich gehe nach Strmwind uund werde mich als Viehhändler verdienen oder ich gehe auch nach Westfall um dort einen eigenen Hof aufzubauen" Wieder lachen in der Runde. "Ich sehe es kommen du lässt extra deine Saat eingehen damit ich hin zu dir muss. Damit du mich im Augen haben kannst. Pha." Das Lachen nahm wiederum zu. "Und Ihr Herr von Rabenacker?" Cornellius sah auf und strich sich durch den Bart. Hier im Windschatten hatten sie alle die Schals herabgezogen. "Ich werde mein Studium des Arkanen erst einmal beenden. Immerhin stehe ich dort erst am Anfang." Leiven beäugte Cornellius nun sehr genau und nachdenklich sie nichte. Ihr Bruder schnaufte nur. "Ich traue Magiern nicht. Seht nur wegen Arugal sind wir alle heute verflucht" August nickte. "Ja aber das könnt Ihr nicht allen Magiern anlasten. Aber sei es drum" Die Gespräche wurden wieder nichtsagender und plätscheren dahin.
Im Windschatten hatten sie auch Fackeln aufgestellt. Hier waren sie besser als die Laternen. Und Man teilte die Wachen ein. Cornellius übernahm die erste Wache dann war Magnus dann Leiven und als letztes Tadas an der Reihe.
Die Nacht wurde sogar noch kälter als der Tag es war. Und nachdem man am Lagerplatz nun zur Ruhe gekommen war kühlte man rasch aus. August und Talas krochen in ihre Zelte um dort wo es erstaunlich warm schien durch die Planen geschützt unter Decken schlaf zu finden. Magnus und Leiven blieben draussen sitzen. Magnus war dabei erst seine Hellebarde und dann den erworbenen Tuskarrspeer zu schleifen. Leiven setzte sich neben Cornellius der seine eigene keine der gestellten Msuekten auf den Knien liegen hatte und in die Landschaft blickte. "Ein Magier also seid Ihr wirklich noch kein sollcher? Ich meine wie alt seid Ihr? Fünfunzwanzig? Siebenunzwanzig?" Cornellius schmunzelte "Nein ich bin Dreiunzwanzig und ja ich bin noch kein Magus" Leiven zuckte die Schultern. "Seid Ihr ein so schlechter Schüler das Ihr in eurem Alter noch eben dies seid? Also ein Schüler" Kurz schnaufte Cornellius. "Nein ich habe erst vor kurzen begonnen. In der Heimat ging ich einen anderen Werk nach. In Sturmwind aber ist dafür kein Bedarf also tue ich etwas worin ich hoffe das nötige Talent zu beweisen und etwas wovon ich ebenso hoffe einstmals mit von Nutzen sein zu können" Die Erntehexe nickte und lächelte Ihn mit einen undeutbaren Blick an. "Ein Mann also der nicht nur danach strebt was Ihm gefällt sondern der auch bedenkt womit er nützlich sein kann gut... ja sehr gut."
Die Wachen sollten immer nur Zwei Stunden währen. Darum hatte August auch zu Wachbeginn eine Taschenuhr ausgegeben. Als die Wache von Cornellius endete ging dieser zu Magnus und reichte diesem die Taschenuhr. Dann begab auch er sich zur Ruhe. Immerhin würde die Nacht für jeden ausser August nur Sechs Stunden schlaf bedeuten.
Magnus übernahm die Uhr und blieb mit Leiven draussen zurück. Er erhob sich und ging den Rand des Lagers ab. Leiven verblieb bei einer Fackel sitzen und wärmte sich daran die Finger. Magnus schritt sowohl umher um wach zu bleiben als auch um seinen Blick durch das weite Weiss trüben zu lassen. Nach etwa einen vierten Teil einer Stunde erhob sich Leiven und verschwand dann auch im Zelt.
Nur war es halt nicht das eigene. Nach etwa ein oder zwei Zeitstrichen in denen Stoff rascheln aus dem Zelt zu hören war erklang dort die Stimme des Magiernovizens. "Verdammt was?...... Leiven nehmt eure Hand da weg und zieht euch wieder an. Und dann raus hier!" Er klang alles andere als amüsiert und auch nicht geschmeichelt oder angetan von den Besuch der hübschen Frau. Es folgte wieder Stoff rascheln diesesmal dauerte etwas länger da kam Leiven wieder heraus aus dem Zelt. Sie sah wie Magnus herüberblickte und wohl kurz davor stand zu lachen. Sie wurde rot und nun flüchtete sie in Ihr eigenes Zelt, wobei sie zu schmollen schien. Da sie wohl es nicht gewohnt war eine Abfuhr zu erhalten.
So verging diese Nacht dann aber ohne weitere Zwischenfälle nur das Leiven, Magnus die Taschenuhr fast aus der Hand riss als sie die Wache von Ihm übernahm. Wobei sie Ihn nur kurz ansah da dieser wieder nur Wortlos grinste. Die Erntehexe hatte wohl in jener Nacht den wenigsten Schlaf da sie nachdem sie ihren Bruder für die letzte Wacht geweckt hatte ihm noch eine gute Halbstund Gesellschaft leistete eh sie sich auch noch einwenig Schlaf gönnte.

Die Nacht war noch nicht ausgeklungen doch am Morgen des achten Tages der Reise als Talas seine Wache beendet hatte waren auch die Fackeln kurz davor zu verlöschen.

Recht schnell waren alle auf den Beinen. Der vorherige Tag hatte zwar durch die anstrengungen der wandern durch den Schnee und durch die ungewohnte Kälte ihren Tribut gefordert. Aber der Schlaf war doch nicht so tief gewesen wie er hätte sein sollten. Schlicht weil sie alle zu vorsichtig waren und die ungewohnte Umgebung es nicht gestattete in allzu tiefen Schlaf zu versinken.

Magnus ging ein gutes Stück abseits um dort eine Grube in den Schnee zu wühlen. Welche als Abort dienen sollte. Währent die Anderen sich daran machten die Zelte abzubrechen. Auch das von Magnus wurde zusammengerollt und wieder auf desen Rucksack geschnürrt. Auf der Schiffsreise war man sich einig geworden das sich alle um das Lager zu kümmern hatten und nicht nur jeder um seinen Teil.

Es im Windschatten der Felswand war es noch erträglich. Doch als alles gepackt war und jeder einmal die von Magnus gehobene Grube aufgesucht hatte um diese am Ende wieder zuzuschütten, ja da wurde Ihnen mit dem Aufbruch wieder bewusst wie tötlich der Winter sein konnte vor allen hier oben im Norden Nordends. Die Gesichter fetteten sie sich ein und umwickelten sie. Als sie dann auf den Schneesohlen wieder vorran gingen färbten sich die Gewänder bald schon weiss. Den der Schneefall hatte zugenommen. Und der Wind fegte hart vom Norden her wo sie dank Augusts Karten die Küste wussten.

Es folgten Stunden des Wanderung. Nach einer Überprüfung der Taschenuhren zumindest derjenigen welche eine hatten. was mit August, Cornellius und Talas drei von Ihnen waren stellte man fest das Sonnenaufgang bereits vor etwa zwei Stunden hätte sein sollen. Und doch war es noch dunkel wie in der Nacht. Dicke Wolken verhingen den Himmel vollkommen und der Wind peitschte Schnee und Eis fast waagerecht. So als wollte er den Reisenden die Haut abziehen.

Hin und wieder sah man die Überreste der Kämpfe die noch imer hier ruhten. Als der Nordendfeldzug stattgefunden hatte. Die zerschmetterten und verbogenen Überreste eines Gyrokopters, fanden sich als August auf einen kleine Erhöhung steigen wollte um mit seinen Fernrohr die Umgebung abzusuchen. Eh er dann ausrutschte und den Schnee forttratt bei seinen Fall. So stellte sich heraus das die kleine Erhöhung eben jener Gyrokopter war und das August auf dem Eisverkrusteten Metall weggerutscht war.

Auch den Piloten fanden sie. Oder eher das was der Aufprall die Zeit und scheinbar ein Feuer nach dem Absturz von Ihm übrig gelassen hatte. August entschied das sich sich die Zeit nehmen sollten um das Wenige was von Ihm geblieben war um bestatten.

So hoben sie ein Loch aus zumindest bis sie unter dem Schnee auf dickes Eis stießen. Die kleinen Überreste wurden in das Loch gebettet. Magnus durchsuchte die Reste noch rasch und fand was er gesucht hatte. Die Marke welche Allianztruppen mit sich führen. Kiji Dampfkrach. Die Gilneer kannten sich zuwenig aus um zu bestimmen ob der Namen zu einen männlichen oder einen weiblichen Gnom gehörte. Und die Überreste waren derart unkenntlich das man es daran auch würde nicht mehr bestimmen können.

Es hatte sie etwa eine Stunde gekostet. Aber dann zog die Gruppe im Schein der Laternen weiter. Langsamm wurde der Himmel auch zunehment grauer und heller. Bald brauchte man die Laternen nicht mehr, trotz des starken Schneetreibens.

"Also Herr von Kaltersstein was suchen wir hier nun genau?" Dröhnte Magnus Stimme der gegen den Wind anschrie und sich gegen diesen stämmen musste. August wirkte einwenig nachdenklich eh er antwortete. "Wir jagen Kultisten und wir jagen Wissen das tun wir hier" Es folgte ein Betrettenes Schweigen eh zwei Gleichzeitig fragten. "Was für Kultisten?" Kam es von Leiven, Cornellius hingegen war mit "Welche Art von Wissen" eingefallen.

August hob eine Hand um einen kurzen Halt zu gebieten. Den Rapsodianmalz zu trinken hatte sich inzwischen als unmöglich erwiesen er das in den Schläuchen gefroren. So das man sie gegen etwas hartes schlagen musste um Stücke des Bieres heraus zu brechen und dann im Mund zergehen zu lassen. Aber sie taten eben dies und nahmen auch wieder etwas von ihren Vorräten zu sich. Die Pause wurde also gut genutzt, währent August erklärte. "Wir jagen Anhänger des Kultes der Verdammten. Ich weiss nichtmals ob wir welche finden. Seid der Lichkönig besiegt wurde, hört man nichts mehr über den ult. Aber wer weiss. Und wissen nun wenn es den Kult noch gibt dann gibt es vielleicht auch aufzeichnungen zu der Seuche. Mein Vetter will sollche Aufzeichnungen um daraus ein Antodot zu fertigen um den Verlassenen diese Chance zu nehmen. Uns mit einer neuen Seuche zu überschütten."

Als sie dann wieder aufbrachen waren alle sehr still geworden. Jeder hing in Gedanken dem gehörten nach. Und doch am ende würde niemand davor zurückschrecken. Eine neue Seuche durch die Apotheker der Verlassenen ja diese Gefahr zu bannen das währe es wert im Norden sogar auf der Jagd nach einen Vorbeugenden Mittel zu erfrieren.

"Und wo sollen wir suchen? Ich meine dieses Land hier ist groß. Und eh wir fündig werden bei einer blinden Suche sind wir entweder Verhungert, Erfroren oder aber die Geißel hat uns" Fügte Magnus sehr sachlich in seinen brummenden Ton hinzu. "Ich meine nicht das ich es nicht tun würde. Für Gilneas und für die Rache. Damit andere diesen Bastarden ins Gesicht lachen können wenn ihre Pest nichts bewirkt" August lächelte leicht und zog seine Karte hervor er breitete sie auf dem Schnee aus und alle sammelten sich darum. "Hier" Er kreiste um ein kleines Gebiet mit einen Finger herum. "Mein Vetter sorgte dafür das uns nicht nur ein Zauber für die Reise hierher gegeben wurde. Er hat mir vor der Abreise diesen Bereich genannt. Er ist zwar Arkanist aber kein Wahrsager nur hat er Verbindungen spielen lassen und das ist das Ergebniss"

Alle sahen sie fasziniert auf die Karte eh August sie wieder fortsteckte. "Das sind wieviel drei vielleicht vier Kilometer im Quadrat?" Talas nickte auf Cornellius Frage hin und kam damit August zuvor.

"Wenn das Wetter uns nicht zu sehr ausbremst sollten wir heute gegen Abend dort sein. Und am morgigen Abend die Küste erreichen. Dann heisst es zum Licht beten das die Myrmidonenhäscher es sicher schafft uns aufzunehmen." Gab August dann bekannt. Etwas das tatsächlich für das ein oder andere aufseufzen sorgte. Immerhin war weder das Land noch das Klima freundlich zu ihnen. Und man merkte das sie sich wohl Alle zurück nach Azeroth sehnten.

Doch das Wetter hielt sie länger au als erwartet. Eine weisse Wand war es fast zumindest sah es so aus als der Schnee derart stark fiel. Die Kilometer wurden immer quälender. Vor den Mündern und Nasen bedeckte reif die umgelegten Schals wo der Atem diese feucht gemacht hatte. Hin und wieder passierte es auch das jemand trotz der Schneesohlen hinfiel. So das die anderen rasch aufhalfen. Die Laternen waren fast nutzlos in dem Schneetreiben. Sie vermochten nicht zu bestimmen wie weit sie gekommen waren. Auch die Zeit ließ sich nicht anhand des vorhandenen Lichts bestimmen sondern es mussten die Uhren genutzt werden.

Diese zeigten den Stundenverlauf und es kam allen so vor als würden die Zeiger hämisch langsam vorran schreiten. Als dann endlich der Wind und der Schnee nachließen so das am Ende nur noch einzelne Flocken dem Boden entgegen trudelten. Auch die Uhren zeigten das es bereits Abend war. Doch das Ziel wassie sich laut der Karte gesetzt hatten war noch nicht erreicht worde.

Magnus schlug vor einen Lagerplatz zu suchen. Doch grade dem Veteranen selbst war es klar das mitten auf dem Schneefeld keine Chance auf einen sicheren Platz bestand. Und August lehnte es auch sogleich ab und bestand darauf das sie das Ziel erreichen mussten.

Die Schritte wurden Träger je länger sie liefen. Und die Dunkelheit nahm zu. Nun wo sie noch kein Lager mit umstehenden Fackeln aufgeschlagen hatten hielten sie immer wieder an. Die Umgebung soweit wie möglich mit den Laternen ausleuchtent.

Doch von den Untoten der Geißel deren Gegenwart sie befürchtet hatten war nicht einer zu sehen. Als sie die Laternen dann aber etwas abblendeten um nicht zuviel des Öls zu verbrauchen und um bei einer weiteren kurzen Rast die Karte zu studieren währent jeder etwas zu Essen oder zu Trinken zu sich nahm. Zischte Leiven auf einmal und deutete allen sofort die Lampfen abzublenden. Sogleich wurden die Klappen vor den Laternenfenstern heruntergelassen.

"Was ist hast du etwas gesehen?" Meldete sich als erstes Ihr Bruder zu Wort. Leiven nickte und deutete halb rechts. Ein weiterer Blick auf die Karte zeigte das sie vom Weg abgekommen waren und dort wo Leivens deut hinging das Ziel für den Tag lag. Eine weitere Fels und Eiswand. Was in den Schroffen kalten Gebiet Eiskrones auch nicht aussergewöhnlich war.

Doch was Leivens und nun auch die Aufmerksamkeit aller anderen auf sich zog war ein Licht glackernt am Fuße der Felswand. "Wer ist das?" Kam es leise von Talas. Magnus grinste schief. "Das mein Junge ist unser Jagdwild" Dann sah der Söldner hin zu August. "Habe ich recht?" August wo den Kopf hin und her. "Das sollte es sein ja. Also gut los wir gehen näher heran. Vorsichtig das sie uns nicht sehen."

Langsam bewegten sie sich vorwärts aufnoch etwa Fünfhundert Schritt, dann duckten sie sich alle im Lauf ab und auf Dreihundert krochen sie dann nur noch weiter. Der Schnee als Untergrund war keine gute Tarnung. Ihre Kleidung war zwar auch Schneeverkrustet. Aber wer oder was auch immer dort am Klippenfuß war bemerkte sie nicht.

In dem Klippenhang lag eine Höhle. Von dort her schien das Licht. Den am Zugang waren Laternen aufgehangen worden. Doch anders als die Klippe unter der sie die letzte Nacht verbracht hatten bot diese hier keinen Windschatten. So das sich Wehen links und rechts der Höhleneingangs türmten.

August nahm sein Fernrohr und spähte hindurch. Nur um scharf die Luft einzuziehen. Aber dies lag weniger an dem Anblick als vielmehr dem über das Schneefeld hallenden Klagelautes einen Schrei voller Pein, durch die Höhle verstärkt scholl er heraus.

Die Fünf sahen einander an und August schob das Fernrohe zusammen eh er es fortsteckte. Sogleich krochen sie weiter vor bis auf grade einmal hundert Schritt heran. Da erklang wieder ein Schrei schien der erste von einer Frau gekommen zu sein so war dieser der eines Mannes.

Sogleich deutete August mit einer Hand das sie weiter vor sollten. Doch Cornellius legte Ihm Kopfschüttelnt eine Hand auf die Schulter da sich am Höhleneingang Gestalten gegen das Licht abzeichneten. Drei Gestalten führten zwei weitere zwischen ihnen taumelnde hinaus.

Die Gefangenen waren Nackt und furchtbar mitgenommen. Man musste auf sie eingeprügelt haben und nicht nur dies. Der linke Unterarm des Mannes sah aus als habe man ihn wie ein Stück Holz beschnitzt. Ebenso war das Gesicht Blutig. Doch so wie es sich zeigte musste Ihm ein Auge herausgerissen oder ausgestochen worden sein.

Die Frau war nicht weniger zerschlagen. Man hatte Ihr aber auch flache Schnitte über den Bauch und tiefere an der Brust zugefügt. Zugleich wirkten beide als habe man Ihnen auch die ein oder andere Brennung zugefgt.

Doch so schlimm der Anblick der beiden Gefangenen auch war. Das was die Gilneer viel mehr verstörte waren die anderen drei Gestalten. Einer in einer Schwarzen Robe deren Kapuze auch sein Anglitz verbarg in ihren Schatten. Und zwei weitere schmale hagere Gestalten die eine in schwarzen Leder die andere in schwarzen Stahl gehüllt. Aber sie Gestalten waren nicht nur Hager auch das gelblichkranke glimmen der Augen verriet womit sie es zutun hatten. "Verlassene.... hier?" Brach es aus Cornellius heraus. Magnus knurrte leise und wollte aufstehen als August Ihn festhielt. "Nicht wartet"

Es kamen noch zwei weitere Verlassene hinaus. Sie trugen je einen großen Eimer mit sich. Die Gefangenen wurden in den Schnee gestoßen. Man konnte nicht hören was die Verlassenen zu Ihnen sagten. Doch da sie wohl nicht erfuhren was sie wollten nickte die Schwarz berobte Gestalt und die beiden zuletzt hinzugetrettenen in ihren Lederrüstungen stellten die Eimer ab und entnahmen diesen jeder eine Schale um dann das darin enthaltene Wasser über die beiden Gefangenen zu gießen. Es war ein grausiges Schauspiel. Es schien als würden sie die Frau mit kalten Wasser übergießen den schon bald zeigte sich bei der älte Reif auf Ihrer Haut. Ein Zeichen dafür das Ihre Haut auch eisig wurde und sie gewiss bald erfrieren würde. Sie schien aber bereits wie btäubt. Die ersten zweimal wie kaltes Wasser über sie gegossen wurde schrie sie noch auf. Dann aber wurde sie ruhiger. Währen die Gilneer näher als Hundert Schritt gewesen hätten sie vielleicht das Zittern wahrnehmen können das dann auch nach und nach erstarb. Inzwischen bildete sich nicht mehr nur Reif sondern wahrlich Eis auf dem Leib. Ein sicheres Zeichen das die Frau Tot war und in der Kälte Eiskrones rasend schnell auskühlte.

Der Mann hingegen, er schrie vor grausigen Schmerzen. Den aus dem Eimer der für Ihn gedacht war stief Dampf auf. Das Wasser das sie über Ihn gossen musste heiss sein. Den selbst auf die Enfernung war zu sehen wie die Haut sich verfärbte zu einem kräftigen Rot. Er wandt sich und versuchte sie verbrühten Stellen mit Schnee zu kühlen. Das wiederlich heissernde und gurgelnde gelächter der Verlassenen begleitete die Folterung. Sie wiederholen es noch einpaar mal. Dann schütteten sie den Eimer im ganzen über Ihn. Die Schreie waren durchtbar und der Mann nässte sich ein in blinder Qual und Todesangst. Die Verlassenen tratten auf den Gefangenen ein, bis auch dieser still lag. Dann wurde das restliche kalte Wasser auf Ihn geschüttet und sie warteten ab bis auch sein Leib mit Eis bedeckt war. Erst dann gingen sie wieder hinein in die Höhle. Aus der schon bald wieder Schreie erklangen.

"Wie also gehen wir vor?" Brummte Magnus. August sah auf die gefrorenen Toten. "Wir müssen wissen wieviel es sind. das dort zuvor waren Fünf aber da drinnen sind weitere Gefangene. Und sie werden gewiss einen oder zwei der Ihren dort gelassen haben um sie zu bewache diese Bastarde" Magnus spuckte geräuschvoll aus. "Ja August aber wie gehen wir vor? Was haben wir zur Verfügung?" Sie legten alles zusammen. Die Klingen wurden nicht mit gerechnet. Aber der Rest. So waren es 9 Musketen eine letzte Granate eine Bündelpistole und zwei kleine Fässer Schwarzpulver. "Wir haben auch noch Lampenöl" Leiven sah Cornellius an. "Das Öl brauchen wir noch für unsere Laternen" Talas schüttelte den Kopf. "Schwester wenn wir diese Höhle einnehmen nehmen wir die Laternen dort. Lass Ihn reden" Cornellius nickte. Den so hatte er es auch gesehen. Den entweder sie würden hier ohnehin sterben und dann kein Öl mehr brauchen. Oder aber sie würden siegen und könnten sich dann an den Vorräten des Feindes bedienen.

August nickte. Alles war aufgezählt. Magnus ging dann auf seinen Zeig hin vorran und an den Toten vorbei. So schlich er zur linken des Höhleneinganges. August selbst zur rechten. Talas und Cornellius krochen weiter vor jeder mit je vier der Musketen behangen. Leiven blieb zurück und behielt die letzte der Waffen bei sich. Talas und Cornellius lagen flach hinter je einer der gefrorenen Leichen und legten die Waffen aus, um eine nach der anderen schnell abfeuern zu können. Aus der nähe waren beide froh über das Eis welches die Toten bedeckte den es wirkte Milchig und nicht allzu klar. So mussten sie den Anblick nicht mehr als notwendig ertragen. Doch der Gestank war schlimm. Hatte sich mit dem Tot doch auch Blase und Gedärm geleert.

Es verstrich mit diesen vorbereitungen fast eine volle Stunde. Dann schlugen sie los. Sie wussten das die Verlassenen Gefangene hatten. So lockte man sie. Magnus schlug mit seiner Hellebarde an die Höhlendecke eh er sich wieder neben den Zugang drehte. Den Tuskarrspeer neben sich in den Schnee gesteckt.

Sogleich war von drinnen ein Warnruf zu hören und eilige Schritte nährten sich dem Höhleneingang. Als der erste Verlassene in seiner Lederrüstung heraustratt erwichte Ihm die Hellebarde direkt unter dem Brustplanzer und schnitt Ihm entzwei. Wiederlich fauliges Blut oder etwas das einstmals Blut war spritzte über den Schnee. Dann rannte Magnus fort. Die anderen verlassenen kamen nun hervor. Ja sie hatten noch weitere in der Höhle gehabt. Den nun kam jener vor in seiner Plattenrüstung mit vollen fünfen als Gefolge. Sie wollten Magnus nachsetzen. Doch das Krachen der Musketen und der Bündelpistole gebot ihnen Einhalt.

Schwere Bleikugeln schlugen in tote Körper. Hier wurde ein Arm abgerissen dort ein Bein durchgeschossen. Ein Verlassener velor den halben Kopf. Der Plattenträger hatte das Pech grade diese Art Rüstung zu tragen. Den durch den Aufschlag und das Durchdringen des härteren Panzers ging das Geschoss weiter auf und riss Ihn darunter fast entzwei. Eh es hinten die Rüstung Einbeulte ohne aber wieder auszutretten.

Von diesen Sechs verlassenen gingen Vier zu Boden darunter der Plattenträger. So schnell wie er zuvor geflohen war kam Magnus nun auch zurück. Da die Musketen leer geschossen waren Kamen auch Talas und Cornellius und ja selbst Leiven auf die Beine. Sie zogen Ihre Klingen und gingen zum direkten Angriff über. Die durch den Beschuss überraschten Verlassenen hatten keine Chance. Doch dann nahm das Licht aus dem Eingang der Höhle zu. Im nächsten Augenblick schrie Talas gepeinigt auf. Er der grade noch einen der beiden verbliebenen Verlassenen niedergemacht hatte. Er stand in Flammen wie ein Weidenmann bei den Feierlichkeiten im Herbst. Der Feuerball hatte Ihn frontal erwicht und seine Fellkleidung sogleich angesteckt. Talas taumelte hin und her. Er schlug auf die Flammen ein und warf sich in den Schnee. Langsam schaffte er es so die Flammen zu ersticken eh er dann ruhig und leise wimmernt da lag.

Dem Feuerball folgte ein grau Berobter verlassener. Er blickte sich um und begann vor sich hin zu murmeln und dabei Gesten zu formen. Bei dem Anblick ihres brennenden Bruders entrang sich Leifen ein Schrei tiefster Angst und Schmerzes. Sogleich rannte sie auf Ihn zu. Der Magier der Verlassenen hatte sie zu seinen nächsten Ziel erkoren. Doch es war schieres Glück das Leiven mit den Schneesohlen ins stolpern geriet und der Feuerball anstatt ihr direkt in den Leib zu fahren so einen guten halben Meter über sie dahin fegte und ein Stück weiter den Schnee zischent zu Dampf werden ließ. Magnus ergriff den Tuskarrspeer und schleuderte Ihn als der Magier mit einen weiteren Zauber begann. Er riss den Verlassenen zu Seite und nagelte Ihn eine Schneewehe. Auf der der wandelnde Leichnahm landete. August war schnell heran und sein Rapier blitzte auf als er den Verlassenen den Kopf abschlug.

Cornellius kreuzte derweil mit den letzten Verlassenen die Klingen welcher den Beschuss zu beginn überstanden hatte, und nach Talas niederstreckung übrig geblieben war. Der Gilneer hatte einen Schnitt am linken Oberarm erhalten als er diesen für eine Dolchfinte genutzt hatte. Wohingegen der Verlassene seine Unterkiefer eingebüßt hatte. Dieser Kampf wurde beendet als Magnus sich einbrachte. Die Hellebarde kam von Oben herab und teilte den Verlassenen fast senkrecht in Zwei. Doch ob es ein letzter Reflex des Untoten war oder nicht erklang noch einmal Stahl auf Stahl als Magnus Fellkleidung aufgespalten wurde und die darunter liegende Rüstung von desen Klinge getroffen wurde. Dann war es vorbei. Leiven begann sogleich Zauber über Ihren Bruder zu weben um Ihn zu heilen. Magnus kümmerte sich um Cornellius Arm. August hingegen runzelte die Stirn und sah sich um. "Der Schwarzrock fehlt. Der muss noch da drinnen sein" Damit wendete er sich der Höhle zu. Er blickte hinein und doch ging er nicht weiter. Er wartete darauf das Magnus und Cornellius sich ihm anschlossen. Leivens aufschrei hinter Ihnen und das aufkommende Wehklagen kündeten davon das sie Ihren Bruder nicht hatte retten können. Der Zauberer der Verlassenen hatte Ihn umgebracht.

Mit grimmiger Entschlossenheit rückten nun die drei Männer vor in die Höhle. Es war ein Felsgang der in eine größere Kammer mündete. Die Kammer schien aus einen Alptraum entsprungen zu sein. Auf einen Tisch lag ein Mann halb gehäutet und noch immer am Leben. An einer Wand war eine Frau mit Haken befestigt die man Ihr durch Hand und Fußgelenke getrieben hatte. Ein weiterer Mann lag am Boden Ihm hatte man um eine Flucht zu verhindern die Füße gleich abgehackt und die Stümpfe zugebrannt. Der Raum stank nach sauren Angstschweiss, Pisse, Kot und dem schweren Eisensalzgeruch von Blut. Aber auch der Verwesungsgeruch der Verlassenen hielt sich hier. Der Schwarzberobte stand an dem Tisch. Scheinbar war er sich sicher gewesen seine Leute würden mit den Angreiffern fertig. Den er war dabei den Mann weiter zu Häuten. "Sag mir wo sie sind sag es mir" Kam es leise mit einer Stimme raschelnt wie vertrocknetes Herbstlaub. Der Mann auf dem Tisch brülle auf vor Qual.

"Das reicht du Bastard stell dich und wir schicken dich endgültig in dein Grab." Der Verlassene fuhr herum und griff in seine Robe. Sogleich warf er etwas nach den dreien. Mit einen scharfen klirren zerschellte die hauchzarte Phiole an Magnus Stirn und fügte Ihm dabei einige kleine Schnitte zu. Stirn und Gesicht als auch teile des Schopfes wurden von einer leicht gelblichen Flüssigkeit benetzt. Zumindest dort wo die Mütze den Kopf nicht bedeckte. Den der Schal war währent des Kampfes von seinen Gesicht gerutscht. "Verdammt was beim Licht" Fluchte Magnus und blinzelte dann um auf den Verlassenen zuzugehen die Hellebarde drohent erhoben. August und Cornellius folgten. Der Verlassene schien nicht erfreud ob des Ausbleibens einer Reaktion auf diesen Angriff mit der Phiole. Wobei keine Reaktion wohl nicht die rechten Worte waren eher verspätete Reaktion. Den Magnus ließ nun seine Klinge fallen. Er fasste sich ins Gesicht und begann zu schreien als Haut, Blut und Fleischfetzen an seinen Handschuh haften blieben. Das ohnehin arg mitgenommene Gesicht des Veteranen wurde weiter entstellt und bei der Stirn schimmerte gar auf einen münzgroßen Stück der Schädelknochen hervor.

Er wälzte sich am Boden die Hände vor das Gesicht geschlagen als die Säure Ihre Arbeit tat. August und Cornellius stürmten sogleich vor als der Verlassene wieder in seine Robe griff. Diesesmal kam er nicht zum Wurf. Cornellius Klinge blitzte und die Hand des Verlassenen fiel aus dem Ärmel heraus. August durchbohrte ihn und trieb Ihn mit dem Angriffsschwng zurück bis an die Höhlenwand.

Der Verlassene nutzte seine verbleibende Hand und riss Augusts Dolch aus desen Gürtelscheide und stach nach dem Adligen. Die Klinge brachte ihm einen leicht blutenden Schnitt am Hals zu. Etwas weiter zur Seite oder tiefer gedrückt währe es tötlich gewesen. Aber der Adlige hatte sich zur rechten Zeit etwas zurück gezogen. Um dann das Rapier wieder vor zu stoßen das hinter dem Verlassenen die Klinge an der Wand klirrent abbrach. Cornellius wollte nun auch nachsetzen doch in just diesen Augenblick erklang ein harter Knall in der enge der Höhle und der Kopf des Verlassenen fiel zuboden. Eine Musketenkugel hatte den Hals durchschlagen und Ihn den Kopf schlicht abgerissen. August und Cornellius blickten zurück. Am Zugang zu der Kammer stand Leiven, Spuren von Eis unter den Augen die Spuren von Tränen. In ihren Händen die noch rauchende Muskete. Sie zitterte und schluchzte wieder los als der Verlassene zusammenbrach und von Augusts Klinge rutschte.

"Herr Rabenacker kümmert euch um die Gefangenen und seht euch um." Sagte August eh er zu Leiven ging. Er redete leise auf sie ein und führte Sie zu Magnus hin wie die Tränen wieder für einen Moment versiegten. Hier konnte sie jemanden retten und es schien das dies wo sie ihren eigenen Bruder nicht mehr hatte im Leben verhaften können. Das sie um so emsiger ihre Magie nun auf Magnus wirkte. Magie und Schnee mit dem sie Ihm zuvor das Gesicht abrieb dies war es womit sie Ihm half. Schlimme Wunden die die Säure geschlagen hatte begannen sich durch die Magie alsbald zu bessern. Aber der Hüne war trotzdem für ein erstes ohne Bewusstsein, und ein Auge war milchig dies hatte er wohl eingebüßt.

Cornellius ging zu den drei Gefangenen hin doch befreien oder erlösen tat er keinen von Ihnen. Er inspizierte nur ob sie noch lebten. Eh er sich daran machte den hinteren Teil der Kammer zu durchsuchen. Auf den Tischen lagen allerlei Folianten, Messer,Sägen aber auch allerlei anderes Gerät welches ein Heiler oder Folterknecht nutzen konnte. Dann fand er auch die Kleidung der Gefangenen und schnaufte. "Das sind alles Kultisten, vielleicht sogar Nekromanten." Rief er zu August hinüber der nickte nur und verfolgte die Heilung. Cornellius sah sich weiter um und schnell warf er dann einen Blick zu den anderen Zurück. Es war ein Buch das er verschwinden ließ nachdem er kurz dieses aufgeschlagen hatte und einpaar Worte las. Aber es gab auch einiges anderes was er an Schriften untersuchte. Grade war er so tief in eine Notizbuch vertieft das er zutiefst erschrak als Leiven, August und sogar Magnus hinter ihm auftauchten. Das vorher schon nicht grade hübsche Gesicht des Hünen war nun wahrlich nur noch eine Ruine aber er lebte.

Nun ging die Durchsuchung zu viert weiter. August verstaute die Notizbücher in seinen Rucksack. "Ich hoffe das Hagen darin das findet was er sucht." Leiven nickte grimmig. Sie hoffte es wohl auch damit das Leben ihres Bruders nicht umsonst geendet hatte. Magnus jubilierte auf einmal auch wenn man Ihm anhörte das er immernoch Schmerzen litt. "Wir haben den Großen Gewinn gemacht seht euch das an." Er hob eine kleine Schatulle an und zeigte den anderen den Inhalt. Fünf Daumennagelgroße tief violette Kristalle.
 
Nach oben Nach unten
Liebhardt



Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 06.02.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 6 Jan 2014 - 22:47

Das Leben ist eine Reise und diese endet stets mit dem tot. (Cornellius Reise Teil 4.)


Leiven schauderte. "Stell sie weg sie sind verdorben" Sagte sie schlicht. Cornellius tratt näher. "Gib mir die Schatulle" Magnus riss sie zurück. "Würde dir wohl so passen. Ich verkaufe sie wenn wir zurück sind. Alleine damit kann ich mir einen Gasthof aufbauen." Cornellius Blick wurde nun auch düster. "Gib sie mir Leiven sagt sie sind verdorben. Ich kann dies nicht prüfen aber ich habe auch ein Gefühl als... Als seien sie irgendwie schmutzig. Aber nicht jene Art von Dreck der an den Fingern haften bleibt." Magnus knurrte. "Natürlich und Ihr beide macht sie dann zu Münzen und ich gehe leer aus wie? Das verdammte Weib wollte sich doch letzte Nacht schon von dir besteigen lassen. Aber nicht mit mir" Leiven zischte. Aber es war August der nun dazwischen Ging. "RUHE! Magnus gib sie Ihm. Wenn die Steine ungefährlich sind erhältst du sie zurück. Ist das für euch inordnung Herr von Rabenacker?" Cornellius sah nun zu August und nickte. "Natürlich Herr von Kaltersstein, wenn Magnus mir nicht traut dann können wir auch später einen Vertrag aufsetzen" Nun fühlte sich Magnus wohl in die Enge getrieben aber weniger in der Hinsicht als wollte man Ihn bestehlen sondern als sei nun er in der moralischen Falle. Daher verschloss er die Schatulle und reichte sie Cornellius, welcher sie sogleich in seinen Rucksack steckte. Hin zu dem Buch was er zuvor hatte verschwinden lassen.

Sie durchsuchten die Höhle weiter. Vorräte wurden gefunden aber nicht angerührt nur kleines Fass mit Lampenöl brachten sie zur Mitte der Höhle. Auch fanden sie zwei Roben nach der Machart der Magier von Dalaran. "Sind wirklich Magier von dort zu den Kultisten übergelaufen?" Kam Leivens frage nun war es an Magnus als altem Haudegen etwas zu erklären. "Tarnung. Was meinst du wo sie ihre Vorräte her haben? Sie mussten jemanden nach Dalaran schicken. Hier in dieser Eiswüste findet man doch nichts." Zwischen den Roben fanden sich auch Stoffballen um neue zu fertigen oder alte auszubessern ebenso wie eine Kiste voll mit Silbermünzen. Da August aussen vor stand was das Plündern anging so konnte sich jeder nach dem durchzählen freuen über 42 Silberlinge die die Taschen füllten. Magnus hatte dann auch noch Beute gemacht, er hatte einen Götzen gefunden in Form eines etwar Taurenschädel großen Nerubischen Gruftlords. Nur schien dieser aus einen einzigen riesigen Blutstein geschnitten worden zu sein. Ein Vermögen wert aber auch schwer an Gewicht. Leiven die sich die Stoffballen auf den Rucksack gebunden hatte feinster Brokat welcher sicher einen guten Preis erzielen würde. Cornellius nahm noch einen Beutel mit einen rötlichen gemahlenen Kraut an sich. Ebenso wie einpaar Schmuckstücke die er fand. Ein Ring aus Echtsilber mit eingelegten Opal und flankierenden Arkankristallsplittern aber auch eine Kette aus Saronit woran ein knöcherner Anhänger hing welche sich zwischen den abgelegten Kleidern der Kultisten lagen. Er schauderte wie er die Kette ergriff und legte beides in die Schatulle zu den verdächtigen Kristallen.

"Was machen wir mit den Gefangenen? Soll ich mich um sie kümmern?" Leiven sah sich um und am ehesten wohl würde Ihre Hilfe noch der Frau an den Haken helfen können. Doch August schüttelte den Kopf. "Nein verteilt das Fass mit dem Öl legt unsere beiden Pulverfässer aus. Wir verbrennen sie mit diesen Unheiligen Ort." Leivens Augen weiteten sich. "Aber das können wir nicht tun." Magnus schnaubte und zerschlug den Fassdeckel. Dann ging er zu den Gefangenen und goss etwas von dem Öl über die Beine eines jeden. Den Rest verteilte er am Boden. Cornellius tratt an Leiven heran und legte Ihr eine Hand auf die Schulter. "Diese Bastarde sind es gewesen die die Seuche in Lordaeron verbreiteten. Diese Bastarde sind schuld an der Geißel. Sie sind somit auch schuld das der Fluch über uns kam. Den ohne Geißel währe niemals soetwas passiert. Lass sie brennen und hoffe das sie lange spüren wie sie lebend braten." Leiven betrachtete die Gefangenen und nickte wobei Ihr Blick hart wurde. Magnus und Cornellius luden ihre beiden kleinen Pulverfässe in der Höhle ab. Dann gingen sie alle samt hinaus. August blieb am Eingang stehen. "Magnus die Granate." Der Hüne reichte sie ihm. Die Gesichtswunden nässten unansehnlich aber heilten wie die Magie immer noch darauf wirkte zusehens. August ging zu einer der aufgehangenen Laternen und nahm sie herunter. er öffnete sie und entzündete die Granatenlunte an der Flamme. Dann warf er sie in die Höhle. Es krachte und dann war auch schon das knistern von Flammen zu vernehmen.

Sie zogen sich etwas von der Höhle zurück aus der nun gemarterte Schreie erklangen als das Feuer an den Kultisten frass. Doch erstarben die Schreie schlagartig als das Donnern der explodierenden Pulverfässe erklang dem das Rumpeln von herabstürzenden Felsen folgte als die Höhle einbrach.

Magnus wollte schon für Talas ein Grab ausheben als Leiven protestierte. Man müsste Ihn mtinehmen. Alles erklären der drei Männer nutzte nichts. Und so gewähre August Leiven diesen Wunsch. Magnus musste den Toten welcher nun im tode die Menschlichtegestalt verloren hatte und in seiner Worgenform weitaus mehr Masse besass tragen als Dankesgeste wohl auch dafür das Leiven ihn gerettet hatte. Wie sie weiter zogen um an dem Hang einen sicheren Lagerplatz zu finden versorgte Leiven nun mit Ihrer Magie auch erst die Halswunde von August desen Kragen und Brust von feinen Rot gezeichnet waren als dann auch die Armwunde von Cornellius. Der Schnitt tat weh und blutete aber er war nicht bedrohlich tief. Das unangenehmste dabei war das kalte Blut in der Kleidung.

Doch niemanden war als sie die Höhle verliesen jene zwei Gestalten aufgefallen die etwar hundert Schritt weiter im Süden kauerten und alles beobachtet hatten. Die sich dann auch ebenso heimlich und mit schwankenden Schritten fortbewegten.

Mit dem durchsuchen der Höhle und der anschliessenden Auslöschung dieser wie auch der folgenden Lagerplatzsuche zog es sich lange hin. So das das Nachtlager der Gruppe erst zur dritten Stunde nach Mitternacht fertig war. Sie waren alle so erschöpft das sie wussten das eine Wache nicht anders können würde als einschlafen. Somit legten sie sich alle schlafen auf Ihr Glück und das Licht vertrauent. Wobei als ruhe einkehrte aus Leivens Zelt noch einige Zeit leises Klagen und Schluchtzen bis auch sie in Ihrer Trauer endlich schlaf fand die sie so gut vor den anderen Verbarg wie sie nur konnte.
Wie der neunte Tag anbrach war Magnus von allen als erster auf den Beinen. Trotz der Decke und des Schlafsackt klebte Reif an seinem Gesicht und schmerzte auf der Haut. Es war die Wundnässe die über Nacht trotz der Körperwärme hatte einfrieren können. Aber die Magie Leivens hatte sein Gesicht wieder fast soweit hergestellt wie vor dem Angriff. Nur sein Auge blieb milchig weiss.
Er kleidete sich an und blickte aus dem Zelt hinaus. Nein es fand sich keine Spur von einer Gefahr. Das Licht schien ihnen hold gewesen zu sein und wenn nicht dieses so doch mindestens Ihr Glück.
Er machte sich daran Latrinen zu graben ein Stück abseits im Schnee und Eis. Leiven war die zweite die Erwachte und sie brauchte einige Zeit un sich zu ordnen um sich klar zu werden das sie wenn sie hinaus ging aus dem Zelt eine wirklich unliebsame Aufgabe vor sich hatte.
Cornellius und auch August waren indesen aufgestanden und sprachen leise miteinander. Cornellius begann damit ein Frühstück zu bereiten. August ging dann herüber zu Leivens Zelt als diese herauskam.
"Guten Morgen" Sie blickte den Adligen Anführer der Expedition mit immernoch vom Weinen geröteten Augen an. "Was soll daran gut sein?" Damit ging sie herüber zu dem über Nacht hart gefrorenen Leichnahm ihres Bruders. Sie begann die Kleidungsreste von Ihm abzustreifen da die Kleidung nur noch Fetzten waren, verbrannt durch den Feuerball und weiter zerrissen durch die Verwandlung. Dann begann sie Ihn mit Schnee abzureiben und ihn so zu reinigen. Zu reinigen von verbrannten Fell, Haut und auch von den Exkrementen als er sich im Tot besudelt hatte.
"Lasst uns das tun erspart es euch." Ließ sich August vernehmen, wobei er versuchte möglichst viel Wärme in die Stimme zu legen. Cornellius blickte auf und schüttelte den Kopf ob Augusts Angebot an Leiven.
Leiven blickte auf. "Nein das mache ich alleine" August wollte schon wiedersprechen als Magnus wieder zum Lager hin tratt. "Lasst gut sein August das Mädchen muss das machen. Also lasst sie einfach in Ruhe." August schnaufte ob dieses Tons des Söldners und funkelte diesen an. Nickte dann aber. Dann begannen er und Magnus auch damit das Lager soweit es ihnen bereits möglich war abzubrechen.
Leises Schluchzen begleitete Leivens Aufgabe wie sie Ihren Bruder so würdig wie möglich in Erscheinung setzen wollte. Es dauerte etwas mehr als eine Stunde bis sie soweit fertig war mit dieser makaberen Arbeit.
Und anders als man erwarten mochte griff sie dann bei dem Essen was Cornellius bereitet hatte ordentlich zu. Leiven wusste sie brauchte Kraft und das Ihr Bruder es nicht gut gehießen hätte wenn sie sich selbst schwächte. Magnus und August hatten die Zelte zusammengepackt ebenso die Rucksäcke und Waffen bereit gelegt.
Nur einen der Stoffballen die Leiven erbeutet hatte diesen hatte mal offen liegen lassen um Talas toten Leib darin zu betten damit Magnus Ihn sich auf den Rücken binden könnte.
Als die Gruppe gegessen hatte, dann pakten sie Ihre Ausrüstung und auch den Toten. Um sich dann wieder auf den Weg zu machen.
Der Wind hatte nachgelassen und nun am Morgen nahm man in der eisigen Luft weit besser den Geruch von Salz war. "Das Meer kann nicht mehr so weit weg sein" Kam es von Cornellius und Magnus grinste da dieser grade das selbe sagen wollt. Leiven hingegen trotete neben den anderen Her wie eine Schlafwandlerin. August aber bestätigte es mit einen Nicken.
Der Weg führte sie über Schneewehen hoch wie Hügel und auch hier und da über blankes Eis. Immer wieder legten sie eine Rast ein um sich umzusehen. Aber es schien nicht so als ob Kreaturen der Geißel sich herumtrieben zumindest nicht hier. Oder aber sie lagen unter dem Schnee begraben und ruhten.
Anders als von August vorher gesagt erreichten sie das Meer oder eher die Küste Eiskrones weit früher als sie es sich vorgenommen hatte. Sie hatten da der Schneefall ausgesetzt hatte und der Wind ebenso einpaar Stunden wieder gut gemacht.
Die Sonne war zwar weit über den Zinit geschritten als sie ort standen. Hoch über dem Meer. "Verdamm August wie sollen wir da runter? Ich sehe keinen Abstieg und für die Häscher auch keinen Lande nichmals einen Ankerplatz." Knurrte Magnus der nun endlich Talas ablegen konnte.
"Wir werdn klettern was dachtest du den wofür wir die verdammten Seile dabei haben?" Der Adlige tratt an den Klippenrand und sah hinunter. "Ich schätze das sollten etwas mehr als dreissig Meter sein. Also immer zwei Seile zusammen und wir haben sogar noch einpaar Meter gut." Cornellius war es nun der sich räusperte. "Ja Herr von Rabenacker habt Ihr etwas vorzutragen?" Kam es von August und man merkte diesen an das er nicht unbedingt guter Stimmung war allein schon wegen der Frage von Magnus.
"Ja ich habe tatsächlich etwas vorzutragen" Cornellius war indesen auch an den Rand getretten und hatte hinunter geblickt. "Wir sollten die Seile bereitmachen und sichern aber auf keinen Fall hinunter klettern bis die Häscher hier ist." August runzelte die Stirn. "Und wieso das?" Nun meldete Leiven sich erstmals zuwort. Auch sie war am Klippenrand. "Weil es keine Ruhe oder Lagerstelle gibt nur tiefe Wand und das Meer" Cornellius nickte er hätte es ander gesagt aber es stimmte dies war sein Einwand gewesen.
August sah hinunter und wirkte nachdenklich. "Gut aber heute wird sie nicht nicht eintreffen. Also knüpft die Seile ordentlich zusammen und lasst sie hinunter Magnus und ich bauen das Lager auf."
Leiven und Cornellius sahen einander an und nickten. Dafür das August anfangs weder Wache hielt noch sich ausser es war notwendig von den einfachen Lagerarbeiten fern hielt, fügte er sich nun gut ein. Dies war wohl auch die Notwendigkeit da eine Kraft bereits ausgefallen war und da August selbsT wohl nicht vor seinen Vetter tretten wollte um Ihm ein Misslingen der Expedition zu melden.
Nachdem das Lager aufgeschlagen war folgte die Zeit des wartens. August setzte sich mit Cornellius zusammen und sie gingen die Novizen der Kultisten durch. August war sich ziehnlich sicher das einer von Ihnen ein Nekromant gewesen sein muss. Cornellius nickte. Dieser ahnte es nicht er wusste es im Grunde das mindestens einer der Gefangenen eben dies war.
"Was meint Ihr von Rabenacker ist es das was wir suchen" Cornellius nahm das Notizbuch an sich und blätterte etwas zurück. Das Buch welches er selbst eingesteckt hatte davon erzählte er nichts. Er tippte auf eine Seite. "Das sieht aus wie ein Alchemistischeraufbau mit all den Kolben und Brennern." August nickte. "Das stimmt." Dann blätterte Cornellius vor. "Und das hier scheint Thalassisch zu sein. Ich denke es ist das richtige. Diese Bastarde suchten nach einer neuen Seuche. Wollen wohl Rache für das Ende des Lichkönigs." August nickte wieder und nahm Cornellius das Buch aus der Hand. "Gut das wird Hagen sehr interessieren vielleicht kann man diese Seuche ja verquerren das sie die Lebenden schont und dafür das Verlassenenpack ausrottet" Cornellius wog den Kopf leicht hin und her als sei er sich da nicht schlüssig.
Leiven blickte meist hinauf auf das Meer und die dort treibenden Schollen oder sogar Berge von glänzenden Eis. Hin und wieder holte sie auch einen Umhang voll Schnee um damit Talas zu bedecken damit der Leichnahm möglichst unangetastet blieb bis man zurück nach Azeroth kam. Auch Magnus verbrachte die Zeit damit seine Waffen zu schleifen und ansonten mit müßiggang. Am ende waren es weitere zwei Tage so das es der elfte Tag der Expedition war als die Häscher auftauchte.
Der Ruf des wache stehenden Magnus scheuchte August schnell aus seinen Zelt und an die Klippe. Auch Leiven und Cornellius kamen aus den Ihren und begannen sogleich zu packen. Aber auch wenn es Leiven und Magnus nicht auffiehl so stieß es Cornellius sauer auf. Den August zückte eine Phiole und dann eine zweite als er den Inhalt der beiden zusammenschüttete begannen sie stark zu dampfen Roter Dampf und rotes Glühen gingen davon aus. Der Magiernovize fragte sich was sie alle nun hier oben getan hätten währe August gefallen? Niemand hatte etwas gewusst von diesem Signal für das Schiff. Es dauerte fast eine weitere Stunde bis die Myrmidonenhäscher am Fuß der Klippen vor Anker ging. Zwischen groben und scharfen Eisspitzen und Felstrümmern die vom Eis aus der Wand gesprengt worden waren.
Jedoch zu weit von der Felswand weg als das ein Felssturz sie treffen könnte. Somit aber auch zu weit weg als das se jemanden an Bord nehmen konnte.
Die Stunde hatte man oben auf der Klippe genutzt und alles gepackt und sich aufgeladen. Magnus übernahm es nochmals die Seile zu kontrollieren. "Ihr beide zuerst." Damit wies August auf Leiven und Magnus. Cornellius runzelte wiederum die Stirn aber er sagte erst etwas als die Beiden über die Kante geglitten waren um sich an den Seilen hinunter zu lassen. Wobei Magnus nicht nur sein eigenes sondern auch das Gewicht von Talas und seiner eigenen Ausrüstung tragen musste. "Leiven verstehe ich sie ist die leichteste. Aber Magnus? Er wiegt am meisten" August nickte. "Geht etwas schief liegt die Grenze des Möglichen zwischen den beiden aber" August wies auf die Befestigungen. "Keines der beiden franst aus wir sollten es also alle schaffen"
Magnus und Leiven brauchten lange um die Strecke hinunter zu klettern. Über dreissig Meter mi voller Ausrüstung waren eine Herausforderung. Aber als sie auf halber Strecke waren ließ die Häscher ein Beiboot zu Wasser und die Matrosen ruderten zur Klippwand hin um die Beiden aufzunehmen. Und dann zurück zum Schiff zu rudern. Erst als die beiden und der tote Talas an Bord waren ruderte man das Beiboot zurück.
Indesen hatten August und Cornellius den Abstieg begonnen. August fluchte leise vor sich hin aber der Adlige ließ sich geschickt immer wieder ein Stück das Seil hinunter rutschen eh er wieder vollends zupackte.
Auf halber Strecke dann als der Wind wieder auffrischte schlug Cornellius hart an die Felswand und verlor den Halt. Ein kurzer Aufschrei und ein zupacken mit der schieren Kraft der Todesangst aber erlaubt es Ihm das Seil wieder zu erhaschen und zu halten eh er in die Tiefe stürzte. August sah herüber. "Schafft Ihr es?" Cornellius zitterte vor Aufregung nachdem er drei vielleicht sogar vier Meter gestürzt war bevor er den Halt wieder bekommen hatte. "Es muss oh Licht es muss gehen" Keuschte er und beide Männer kletterten weiter hinab.
Dort wurden auch sie von dem Beiboot aufgenommen und an Bord der Häscher gebracht. Als dann auch das Beiboot eingeholt war stach man wieder in See.
Somit begann die Rückreise. Und erst am Abend kam die Warnung. "Wir werden verfolgt! Feindschiff zur Siebten Stunde." Man blickte zurück und nach einigen Blicken durch des Kapitänsfernrohr das nun im Besitz des ersten Maats war zeigte sich das es sich um einen Zerstörer der Herlassenen handelte. "Können wir Ihnen entkommen" Ließ sich sogleich August vernehmen. Der erste Maar schüttelte den Kopf. "Nein mein Herr Sie sind zwar schwerer als wir aber sie nehmen auch weit mehr Segel als wir. Sie kommen nur langsam näher aber sie kommen näher." An Deck wurden Verwünschungen und Flüche laut. Man verräumte alles was an Deck die Verteidigung erschweren könnte. Unnötige Kisten, Gepäck und auch Talas Leichnam. Alles wurde unter Deck gebracht wie man das Schiff klar zum Gefecht machte.
Die Schiffe kamen einander immer näher. Und als die Verlassenen in Reichweite kamen schoss man ihnen mit der Heckwärtigen Drehbasse entgegen. Es reichte um ein kleineres Loch in den Rumpf zu stanzen und dafür zwei an Deck befindliche Verlassene zu zerfetzen. Mehr erreichten die beiden Schüsse nicht. Der erste Maat der nun als Kapitän dienste, hatte deutlich gemacht das sie sobald es zum direkten Kampf kam keine Chance mehr hätten.
Die Kanonen wurden mit Kettenkugeln geladen und als sie Verlassenen Längsseits gingen schossen die beiden Kanonen der Seite. eines war ein Volltreffer. Die Kette der Kugel tat genau das was sie sollte. Zwischen den beiden Kugeln gespannt zerriss die Kette den hölzernen Mast der sich langsam neigte und dann krachtent auf Deck stürzte wo sich die Verlasenen dicht drängen. Musketen, Armbrust und Bogenbeschoss flackerten hin und her. Die Zweite Kanone hatte ein übermanns großes Loch in die Bordwand der Verlassenen gerissen.
"Ergebt euch und Ihr dürft schnell sterben gebt uns wieder was uns gehört." Kreischte eine Gestalt in dunklen Roben von dem Schiff der Verlassenen hinüber.
Die Schreie der Verletzten mehrten sich als die Verlassenen mit Armbrüsten zurück schossen. Und dann der Kanonendonner. Und auch von unter Deck klangen schreie hinauf. Sie wollten die Häscher nicht versenken so hatten sie ihr mit allen vier Kanonen eine Katätschenladung verpasst. Die Schreie von unten kündeten davon das es kein Erwiederungsfeuer der eigenen Kanoniere mehr geben würde.
Wurfhaken traffen die Häscher und verbanden sie mit dem zerstörer der Verlassenen. Enterplanken wurden ausgelegt. Und an eben diesen Planken entspannte sich ein mörderischer Kampf.
Die Seeleute ebenso wie die Gilneer kämpften an diesen Punkten besonders hart. Entermesser und Säbel schlugen nach Beinen als die Verlassenen durch die Planken erhöhr vorrückten. Gliedmaßen, Leiber und Köpfe wurden abgetrennt, gespalten und aufgespießt. Ein Blutbad. Ein Verlassener nach dem anderen wurde in die kalten Wasser des Nordmeeres geschickt. Aber auch die Besatzung der Myrmidonenhäscher nahm Verluste hin. Doch ein Durchkommen gab es nicht für die Verlassenen. So das bald schon die ersten mit Seilen herüber schwangen um den Kampf auf das ganze Deck zu ziehen. August zo seine drei Begleiter um sich und hiebte mit seinen Rapier einen Verlassenen den Schädel entzwei. Eh er dann mit seiner Bündelpistole das feuer eröffnete. zwei Schuss wischten je einen Angreiffer noch in der Luft von den Seilen und sie gingen ins Wasser. drei weitere Kugeln schickten zwei andere zuboden. Nur der letzte Schuss mochte nicht zünden.
Magnus stürmte vor. Er spießte einen Verlassenen auf als dieser sich an Bord schwingen wollte. Dann hob er den Verlassenen in die Höhe und schleuderte ihn über sich hinweg. Dort wo dieser zuboden ging schlug Leiven ihm mit ihrer Muskete den Schädel ein. Cornellius parierte mit der eigenen Muskete einen Säbelhieb eh er dem Verlassenen den Kolben ins Gesicht rammte und ihn zuboden schickte wo er dann dem Entermesser eines der Seeleute zum Opfer fiel.
"Das schaffen wir nicht" Lies Leiven sich vernehmen als sie die eben noch als Knüpel missbrauchte Muskete an die Schulter hob und die Ladung abgab. Der Schädel eines Untoten der grade seinen Säbel in den Bauch eines Seemanns begraben hatte zerplatzte wie ein überreifer Sturmwindkürbis als das große Bleigeschoss durch Ihn fuhr.
Magnus knurrte und das Leder der Riehmen seiner Rüstung ächtzte als er sich wandelte. Eh er mit großen Schritten vorstürmte die Hellebarde im weiten Bogen schwingent schlug er einen der Seeleute bei Seite um dann die schwere Klinge auf eine der Planken niedergehen zu lassen. Laut krachent brach die Planke entzwei und fiel ins Meer hinab wobei sie die enternden Verlassenen die über diese vordringen wollten mit sich nahm.
Magnus blieb an der Schanze und stach mit der Hellebarde auf Länge zu. So das er einen weiteren Verlassenen aus der Luft fischte eh dieser an seinen Seil herüberkam.
"Nehmt soviele Bastarde mit wie Ihr könnt. Lasst sie zahlen, Rache für Gilneas" Damit erklang mehrfach das reissen von Stoff als sich August und Leiven ebenfalls wandelten, selbst Cornellius wandelte sich dann nach kurzen Zögern. Die Gilneer fegten über das Deck der Häscher und stürzten sich mit schlitzenden Klauen und schnappenden Fängen auf die Untoten. einpaar Verlassene wurden in Stücke gerissen eh die Entermannschaften sich darauf einstellten.
Magnus der an der Schanze bei der verbliebenen Planke kämpfte jaulte auf vor Schmerz als sich ein Bolzen in seinen Bauch bohrte. Dann taumelte er zurück als zwei weitere in seine Brust schlugen.
Leiven fing sich einen Hieb mit einen Säbel wobei sie den Verlassenen noch zu iihren Glück traff das desen Klinge sie mit der flachen Seite am Kopf erwichte. Doch reichte es sie taumeln zu lassen und dann auch mit dem grade von Ihr zerfetzten Verlassenen zuboden sinken zu lassen.
August und Cornellius rückten enger zusammen und hiebten wild knurrent um sich.
Ein Verlassener legte mit seiner Armbrust auf die beiden an und Cornellius sprang ihn an. Der Bolzen löste sich und schlug ins Deck als der Untote niedergerissen wurde eh sich der Kiefer des Worgen um seinen Hals schloss und Ihn den Kopf abriss als die Zähne fauliges Fleisch und und Knochen durchtrennten.
Im selben Augenblick hob August mit einer Pranke nochmals die Bündelpistole spannte den Hand über den fehlgegangenen Lauf neu und drückte ab. Ein Knall und ein weiterer Verlassener sank zuboden. Einer der die vordere Drehbasse erobert hatte und auf August gerichtet hatte. Ob Glück oder Pech war wohl fraglich aber der Verlassene sank von der Drehbasse weg und diese sacke hinab als sie zündete. Anstelle das die Einpfünderkugel August durch die Brust fuhr riss sie dem Unglückseeligen das linke Bein am Knie ab. Eh die Kugel in einen Splitterhagel in das Deck einfuhr.
August schlug den Pistolenknauf auf den Schädel eines Verlassenen desen SchwertArm er durchbiss. Er brauchte wahrlich zwei weitere Sekunden bis er sich bewusst wurde das sein Bein zur Hälfte abgetrennt war. Mit einen Brüllen ging er zoboden als sein Blut bereits das Deck zu tränken begann und sich mit den Blut der anderen vermischte sowohl Menschen als auch Worgen und dem Sekret welches den Verlassenen entfloss.
Cornellius kam auf alle Viere hoch als er einen weiteren Verlassenen zerfleischt hatte um sogleich den nächsten anzuspringen. Nur um einen Dolchstoß in die Brust zu bekommen. Er zuckte zurück und knurrte vor Schmerzen laut auf als er nach hinten fiel, da die Klinge Ihm hart über eine Rippe gefahren war um dann zwischen zweien stecken zu bleiben eh sie wirklich tiefer dringen konnte..
Immer mehr der Seeleute wurden ebenfalls zu Opfern der Verlassenen. Magnus knurrte und blickte an sich hinab. Blut tropfte Ihn aus dem Maul hervor. Mindestens einer der Brustschüsse hatte seine Lunge getroffen. Seine Augen verengen sich als er mit der Kraft welche Rachsucht und Verzweiflung entsprang sich abstieß und auf das Schiff der Verlassenen zusprang. Einer der Untoten legte mit einer Armbrust an lachte dann aber als er sah das Magnus zutief kam und es nicht über das Schanzkleid des Zerstörers schaffte. So ging der Bolzen quer in den Hals eines der Seemänner aus Kul Tiras. Doch es erklang kein platschen das der gerüstete Worgen in das Meer gestürzt währe.
Dafür aber erklangen dann auch schon die Laute eines erbitterten Kampfes unter Deck.
Das Loch welches eine der Kettenkugeln gerissen hatte durch jenes war er in das Schiff eingedrungen. Er hatte nicht vorgehabt auf Deck zu gelangen.
Die nur leicht bewaffneten zum Teil sogar unbewaffneten Kanoniere der Verlassenen hatten der unter ihnen wütenden Bestie nichts entgegen zu setzen. Dolche mochten hier und da einen Schnitt setzen doch das meiste wurde Magnus durch seine Rüstung erspart.
Er griff sich einen glühenden Luntenstock und schlug sich den Weg zur Pulverkammer immer weiter frei, nur um dann grade als er die Türe zur Pulverkammer öffnen wollte um das Schiff zu sprengen zusammen zu zucken.
Er schrie gepeinigt auf und krümmte sein. Zwei der Verlassenen hatten den Kampf überstanden und der eine hatte ihm eine Klinge tief in den Leib gejagd. Direkt dort wo die Rüstung an der Seite durch seine Wandlung aufgesrückt worden war.
Der Untote drehte die Klinge und riss sie hoch undrunter. Magnus brülle nochmals eh seine Klauen den Führungsarm des Verlassenen der zurücktaumelte wie er Ihn tratt mitten am Oberarm durchschlug.
Er keuschte laut auf und griff wieder nach der Tür doch der zweite Verlassene hiebte nun seinerseits zu und drei Figer des Worgen fiehlen zu Boden. Die Pranke zurückreissend schnappte Magnus nach seinen Angreiffer nur um zusammen zufahren als desen Klinge vorgestoßen wurde und sich durch Magnus Auge in desen Schädel versenkte. Der große Worgen begann unkontrolliert zu zucken eh er in sich zusammenbrach.
Cornellius eine Pranke auf die Schnittwunde gepresst sah wie Magnus in dem Feindschiff verschwand. Seine Augen wurden groß da er wusste was der andere Mann vorhatte. Doch dann riss Ihn ein eine Bewegung im Augenwinkel zurück in das hier und jetzt und der Duckte einen Säbelhieb ab der ihn sonst wohl den Kopf gekostet hätte.
Ein Schlag der Klauen und der Verlassene ging grausig verstümmelt zu Boden nur um dort sogleich den Schädel eingetretten zu bekommen. Cornellius zuckte zusammen als er das aufjaulen vernahm selbst über das toben des Nahkampfes hinweg.
Seine Augen verengten sich noch weiter. Die Hoffnung das Magnus das Feindschiff sprengenwürde konnte er nun wohl begraben. Tief geduckt lief er zu der Bugdrehbasse jene die August seinen Unterschenkel gekostet hatte. Er schob den Kadaver desVerlassenen beiseite und begann sich an der Waffe zu schaffen zu machen. Sie zu reinigen und zu stopfen.
"Da der Köter tötet Ihn tötet Ihn" Kreischte es von der schwarzberobten Gestalt an Deck des Verlassenenschiffes herüber. Es dauerte keine drei Zeitstriche bis Cornellius sich hinter das Schanzkleid ducken musste als ein halbes Dutzent Armbrustbolzen über Ihn hinweg oder in das Holz hinter dem er Deckung nahm flogen.
Aus dieser ungünstigen Psition heraus machte er sich daran mit einen schnellen Griff die Drehbasse zu sich herunter zu richten um sie zuende laden zu können. Wobei immerhin die Arme gefährlich dem feindlichen Feuer ausgesetzt wurden.
weitere Bolzen folgten nicht da die Armbrustschützen sich wieder auf die Engstelle der Enterplanke konzentrierten. So konnte Cornellius dann die Drehbasse von ihrer Lafette heben. Er schnaufte als das schwere Einpfündergeschütz in seinen Arm lag.
Tief geduckt nahm er anlauf wobei er knurrte da das Drehbassenrohr an seiner Verwundung drückte, um dann abzuspringen und Magnus in das andere Schiff hinüber zu folgen. Sogleich legte er das Geschütz ab und sah sich um. Die beiden Verlassenen die über Magnus standen blickten herüber und gingen sogleich zum Angriff über.
Der Kampf war kurz und brutal da der eine Untote bereits eines Armes beraubt war stürzte sich Cornellius erst auf den anderen der seine Waffe noch sicher hielt.
Die Klauen fuhren durch den Leib und er riss ihn förmlich in Stücke um sogleich sich auf den anderen zu stürzen wobei ihm ein lautes knurren entrang.
Er sah sich um und ging dann gradewegs zu jener Türe die Magnus nicht mehr hatte öffnen können. Sie war mit dem Blut des anderen Gilneers bespritzt.
Kurz sah er auf den anderen hinunter. "Mag das Licht dir gewogen sein. Du hast diese Bastarde einen hohen Blutzoll zahen lassen" Noch wie er sprach zog er die Türe auf und sah sich um. Alles war mit Pulverstaub bedeckt ebenso standen dort aufgereiht Pulverfässer und Säcke mit weiteren waren aufgestapelt.
Schnell drehte er sich um und lief zu der Drehbasse zurück. Hier unten war zuviel Pulverstaub als das man eine Luntenspur würde legen können. Also lehnte er auf eines der Geschütze der Verlassenen die Drehbasse auf. Vorsichtig hob und senkte er sie einwenig bis er sich recht sicher war das, er einen guten Schuss in die Pulverkammer setzen konnte. Es war ein reines Glücksspiel. Die Wandung aus Holz die den direkten Weg versperrte würde die Kugel wohl kaum aufhalten.
Tief durchatment nahm er einen Luntenstock eines toten Kanoniers an sich und tratt soweit es ging Richtung des in der Bordwand klaffenden Lochs. "Licht sei meiner Seele gnädi, Vater vergebe mir" Dann zündete er das Geschütz. Es donnerte und die Drhbasse wurde durch den Rückschlag heruntergeschleudert von ihrer improvisierten Lafette. Die einpfund Kugel schlug hoch anstatt gradeaus und durchschlug das Deck über Ihm wo die Kugel zwei Verlassene zerfetzte. Cornellius blinzelte. Die Panik des Gefechts hatte ihn den Rückstoß nicht mit zählen lassen. Er knurrte und sah sich um als er Schritte hinter sich hörte die die Treppen hinabpolterten.
Drei Verlassene zeigten sich auf der stiege. Zwei mit Schwertern einer mit einer Armbrust. Cornellius der immernoch den Luntenstock in Händen hielt schüttelte nur leicht den Kopf als er sich dann umwandt. Schnell rannte er über das Deck Richtung der Pulverkammer. Die Verlassenen Brüllten als sie merkten was vor sich ging. Der Armbrustschütze legte an und Schoss.
Mit einer Mischung aus aufjaulen und schreien ging Cornellius zuboden als der Bolzen Ihm durch die Hüfte fuhr. Ächzent grub er die er die Klauen in das Holz um sich sogleich weiter zu ziehen. Es war schlicht jene Art von Mut und Kraft die sich zeigte wenn man den Tot sicher wusste. So holte er dann auch aus um den Luntenstock in die geöffnete Pulverkammer zu werfen.
Es dauerte nur wenige Herzschläge dann flog die Pulverkammer in die Luft. Der Zerstörer der Verlassenen brach auf. Und sogleich begann er sich auf die Seite zu legen. Aus sämtlichen Öffnungen des Schiffs leckte die Flammenwolke.
Die ausgelegte Planke rutschte weg und die darauf vordrängenden Verlassenen fielen ins Meer hinab. Die ersten der Seile die die Schiffe verbanden rissen weg und peitschten umher. Andere wurden schnell gekappt.
So sank der Zerstörer der Verlassenen und die restlichen der Entermannschaft vermochten es nun auch nicht mehr sich lange auf der Häscher zu halten. Der Preis war hoch gewesen viele der Mannschaft waren tot oder verstummelt. Zwei der Gilneer hatte das Schiff der Untoten mit sich auf den Meeresgrund genommen.

((ooc: Da ich hier aus dem Plot raus bin weiss ich auch nicht wie es weiter geht))
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 318
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 7 Jan 2014 - 0:03

Er kniete vor der Kiste in seinem Zimmer, leise hörte man, wie eine Klinge Stoff durchschnitt. Die Worte waren an Rachnel gewandt, welche gerade zu ihm ging. Er war noch immer etwas bleicher als sonst und nun wirkte er müde und traurig, die Nachricht hatte ihn getroffen.

„Es dauert nur einen Augenblick…

Sie ließ sich daraufhin auf sein Bett sinken und betrachtete ihn.

„Es gibt noch etwas zu erledigen.“

Mit diesen Worten wickelte er den schwarzen Stoffstreifen um seine linke Hand, die Kiste verschloss er wieder und richtete sich auf. Sie erhob sich ebenfalls mit einem sachten Nicken und seine Rechte fand ihre Linke. Die beiden verließen das Zimmer. Wieder klackte ein Schloss beim Abschließen. Er wendet sie dem Gang zu, nur um bei dem nächsten Wandkerzenhalter inne zu halten und diesem eine Kerze zu nehmen. Wortlos gingen Rachnel und Arcaynas zu dem Zimmer des Verstorbenen.  Vor die Tür stellte er die Kerze und band den schwarzen Stoff um die Türklinke, noch immer ihre Hand haltend.

„Eine weitere Flamme ist erloschen…“

Sprach er erst nach einigen langen Augenblicken des Betrachtens der Tür. Rachnel legte ihre Freie Hand auf die gehaltene.

„Sein Wesen wird nicht erlöschen.“
„Nein, wird es nicht…“

Sie küsste tröstend seine Schulter, ehe er sich ihr zu wendete und den Kopf an ihren legte. Er murmelte etwas kaum verständliches.

„Wir können den Schmerz alle teilen, Arc.“

Arcaynas nickte sachte und nach einigen langen schweigsamen Momenten löste sie sich von ihm und zog einen Schlüssel hervor. Leise schloss sie die Tür des Zimmers ab. Er sprach daraufhin und klopfte einmal leise an die verschlossene Tür.

„Möge ein Teil von dir immer bei uns sein, Cornellius.“

Der Schlüssel verschwandt wieder und er nickte ob ihrer leisen Worte nur sachte.
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 750
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 27 Jan 2014 - 14:02

Die Magierin hielt den fokussierten Blick konzentriert aufrecht und betrachtete die herausgehobene Struktur des anvisierten Teilsegments genau.
Über die spitze Nase rutschte dabei langsam das Brillgestell herunter, doch sie ignorierte es und vertiefte die steile Falte zwischen ihren blassen Brauen noch.
Dann hob sich neben der Frau die schwebende Schreibfeder und zeichnete zwei neue Symbolketten auf die aufgeschlagene Seite am Schreibpult.

Viele Zeichen hatte Magus von Wittenberg selbst entwerfen müssen. Sie waren nichts weiter als Platzhalter und selbst wenn sie nach dieser letzten Sitzung die Struktur des Zaubers so übertragen hatte, stand ihr noch viel Arbeit bevor.
Jeder Platzhalter stand für einen Komplex im Gewebe, den sie noch nicht genau hatte entschlüsseln können. Einige beinhalteten wiederkehrende Symbole und Strukturen, andere waren einzigartig.

Aber allen blinden Flecken gemein war ihre Fremdartigkeit und eine überraschend vielverwobene Finesse, die Verabeth einem primitiven Naga nie zugetraut hätte.
Tatsächlich aber waren die urtümlichen, labyrinthartigen Verzweigungen der magischen Struktur auf dem Stab vor ihr unglaublich kompliziert und von einem Detailreichtum, den Verabeth bisher mit bei den hochelfischen Arkaneen gesehen hatte.
In all ihren Jahren als arkanmagische Forscherin und Analystin war ihr so eine Formelstruktur noch nicht begegnet.
Sie war schwer zu verschriften und hielt in Verbindungen, dein verästelnd und mit Noten, die der älteren Magierin völlig fremd waren.

Der Überfall auf das Schiff damals schien sich nun weniger als Tragödie, denn als wissenschaftlicher Glücksfall herauszustellen.

Zwei Verzauberungen hatte sie mittlerweile entdeckt, doch in dem Arkangewebe könnten sich noch mehr verbergen.
Und dann waren da noch andere Einspeisungen, die sich jenseits des Arkanen bewegten, die so dicht eingewoben und hier in Sturmwind so schwach geworden waren, dass ihnen kaum mehr nachzuspüren war.

Die Magierin bewegte punktgenau die Finger und drang tiefer in den innersten Kern ein.
Erneut schrieb die magische Feder.

Die Sprache war ein Problem.
Keine der Verzauberungen ließ sich ohne die richtige Formel aktivieren, doch wer sprach schon Nazjar?
Und auf gut Glück Worte zu rufen war im besten Fall nicht zielführend ja im schlimmsten gefährlich.
Verabeth arbeitete nicht auf gut Glück. Wozu auch?
Magie hatte ein System, jeder Zauber hatte eins. Man musste es nur dekodieren.

Während sie ihrem fokussierten Blick in das violett bläulich schimmernde Labyrinth aus Symbolen und Verzweigungen gerichtet hielt, kam ihr ein Gedanke.
Die Sprache war ein Problem...
Aber jede Phonetik war ein Teil der Zauberstruktur. Sie war notwendig und daher eingebunden. Sie war ein Komplex im Korpus und vielleicht könnte man sie so auch isolieren und ermitteln.
Ein Tonlagenkomplex, eine Silbenstruktur gar.

In Ruhe beendete Verabeth ihre Arbeit und den Zauber und schloss den Nagastab wieder zurück in die Bannvitrine.

Es war eine neue Theorie und ihre eigene Forschung hatte viel zu lange auf Eis gelegen.
An den Stabzaubern würde sie mit Lady Netherraunen und Magus McHannigan weiterarbeiten können. Bis dahin konnte sie womöglich schon einiges mehr vorbereiten.


Zuletzt von Rachnel am Sa 15 März 2014 - 16:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Nach oben Nach unten
Alethan

avatar

Anzahl der Beiträge : 300
Anmeldedatum : 05.08.11
Alter : 21
Ort : Stuttgart

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Sa 1 Feb 2014 - 10:43

Alethan seufzte leise. Er besah sich der hölzernen Tür, die einst zum Zimmer des verstorbenen Novizen Rabenacker führte. Den Kopf schief legend dachte er nochmals über die Worte der Erzmagierin nach. Hoffentlich würde dies hier schnell ein Ende finden. Er vollführte eine kurze Gestik und sprach die säuslende Zauberformel für seinen Spruch. Die Tür des Zimmers fiel ins Schloß und knarzte schwer. Mit einem weißen Aufglimmen zeigte sich der Zauber erfolgreich. Anschließend legte der junge Zauberer noch einen kleinen Alarmzauber auf die Tür. Hier sollte niemand unbemerkt mehr eindringen. Oder besser - gar nicht.
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 318
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 28 Feb 2014 - 5:00

Der Novize stand mit dunklen Augenringen an der Wand einer der Flure, in dem die Novizenzimmer lagen. Ihm gegenüber lag ebenfalls eine dieser Türen. Er stand hier bereits einige Zeit, hatte der junge Mann doch die verbleibenden wenigen Stunden einer kurzen Nacht hier gewartet. Die Novizen, die an ihm vorbei gingen um zu den Zuberräumen zu gelangen, musterten ihn neugierig und tuschelten hier und da leise, so sie sich aus seiner Hörweite glaubte.
Es war ihm in diesem Moment gleich, den Irrsinn, den er von Novize von Lahire erfahren hatte, musste enden. Die Lästermäuler waren zu weit gegangen.
Rachnel hatte recht gehabt, dadurch dass sie wieder im Novizenheim waren, würden sie ein Teil des Gerüchtes entkräften. Sein Blick ruhte hier und da mal auf den vorbei kommenden Novizen, doch die meiste Zeit auf jener Tür ihm gegenüber.
Es verstrichen noch einige lange Momente, ehe sich die Tür öffnete und eine noch etwas verschlafen aussehende Novizin hinaus trat. Sie zog die Tür hinter sich zu und wollte gerade abschließen und sich wohl zu den Waschräumen begeben, als sie den Mann bemerkte und erstarrte.
Dieser lächelte ihr zu. Nein, nicht bedrohlich, er lächelte einfach und sprach dann in gar freundlichem Tonfall.


„Guten Morgen, Novizin Goldapfel.“

Ihr Herzschlag setzte einen Moment aus. Das war nur ein Traum, er war fort gelaufen! Aber nun stand er dort. Er lächelte noch einen Moment und wandte sich dann von der erstarrten Novizin ab und ging davon in Richtung seines Zimmers.
Wieso war er wieder hier? Schoss es ihr durch den Kopf und mit dem Blick folgte sie ihm. Sie waren sich alle so sicher gewesen! Und wäre es nicht sogar eine Erleichterung für die Akademie geworden? Warum hatte er sie begrüßt? Warum so? Wusste er was man über ihn sagte?
Sie schluckte schwer und entkam langsam ihrer Starre. Da stimmte etwas nicht. Führt er etwas im Schilde? Und sie begann sich zu sorgen. Er war nicht davon gelaufen, doch wenn auch nur ein Bruchteil von dem wahr war, was man in den letzten Tagen erzählt hatte, war er dann nicht eine Gefahr? Wenn er gebissen hatte, warum dann nicht auch andere?
Sie schüttelte den Kopf um diesen Gedanken zu vertreiben. Er konnte es nicht wissen, niemand wäre so töricht gewesen um ihn das, was man über ihn sagte, direkt zu sagen. NIEMAND! Und warum hatte er gelächelt? Er und gelächelt? Sie schauderte erneut.

Der junge Mann hingegen schloss die Tür zu seinem Zimmer auf und verschloss sie sogleich wieder, nachdem er eingetreten war. Es war die dritte Nacht in Folge, die er wachte oder wenig geschlafen hatte. Er betrachtete noch einmal die Pflanzen, die nun im Schatten seines Schreibtisches standen, dann schlüpfte er völlig erschöpft aus seiner Kleidung und legte sich ins Bett. Der Schlaf hieß ihn willkommen und doch war der Schlummer zu unruhig, als dass der Schlaf für ihn wirklich erholsam gewesen wäre. Dafür sorgten die Gespenster ins einem Kopf.
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 750
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 4 März 2014 - 20:33

Rachnel wartete darauf, dass die Verwalterin ihre Arbeit zur Seite legte und war im Stillen dankbar darum, dass die Dame sich Zeit dafür nahm. Diese Angelegenheit war ihr gänzlich unangenehm und sie hatte schon wieder vergessen, welche Worte sie sich mühsam zurecht gelegt hatte.
Verdammt.
„Nun, Novizin Galdafei, was kann die Verwaltung für Euch tun?“ wandte man sich der jungen Frau dann zu. „Ist es wegen des Zimmers? Ich muss Euch mitteilen, dass Novizin Boucher…“
„Nein, äh, nein… eine andere Sache.“ Nur voran, aussitzen half hier auch nicht weiter. Rachnel seufzte. „Es geht um die Gebührnis. Ist es möglich, einen Aufschub zu bekommen?“ Sie legte alle hoffnungsvolle Überzeugung in das Lächeln, das die Dame hinter dem schweren Schreibtisch mit einem kritischen Stirnrunzeln quittierte.
„Wie darf ich das verstehen?“ fragte sie.
Wie war das schon zu verstehen, dachte sich Rachnel. Ihre Rücklagen waren aufgebraucht. Was die Eltern zusammengetragen hatten war vollends in das Studium geflossen und mit den letzten Geschenken – die nicht einmal alle übergeben worden waren - und Ausgaben hatte Rachnel auch ihren eigenen Geldbeutel überstrapaziert.
Von den wöchentlichen Zuwendungen ließ sich das nächste Jahr kaum finanzieren.
„Die Bank kann keinen Geldboten schicken. Ich arbeite daran, die Summe…“
„Einen Moment, bitte.“ ließ sie sich unterbrechen und beobachtete die Verwalterin dabei, wie sie aufstand und zu einem der Regale ging, in der jede Wabe mit etlichen Schriftrollen gefüllt war. Zielsicher nahm die Dame eine heraus und überflog sie, bis sie an einer Zeile innehielt und nickte. „Der Akademie liegt Eure Gebührnis vor, Novizin Galdafei.“
Die junge Frau stutzte. „Wirklich?“ entfuhr es ihr unüberlegt, doch die Verwalterin überging es und verräumte die Schriftrolle wieder.
„Zweifelsohne. Die Belege der Bank sind eindeutig. Kein Grund zur Sorge, also, Novizin. Kann ich sonst noch etwas für Euch tun?“
„Von meinem Schließfach?“
Die Frau runzelte erneut die Stirn. „Die Akademie späht Euren Geldern nicht nach. Das solltet Ihr mit einem Bankier besprechen. Ich kann Euch nur sagen, dass für das weitere Studium bezahlt wurde. War das Euer Anliegen?“
Die Novizin stand immer noch etwas überrumpelt mitten im Raum und sah die Verwalterin zum Schreibtisch und zu wichtigere Arbeit zurückkehren. „Ahm, ja… danke.“ murmelte sie. „Einen äh… angenehmen Tag noch.“
„Gewogene Ströme, Novizin.“
Längst hatte man sich wieder über Papiere gebeugt und Rachnel verließ das Zimmer und den Magierturm in konfusen Gedankenspielen.
Die Erleichterung war unendlich groß, aber die Verwunderung kaum kleiner.
Woher war das Geld gekommen?


Zuletzt von Rachnel am Mo 24 März 2014 - 11:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 750
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 17 März 2014 - 18:11

Sonntag früh…

Die magische Schreibfeder setzte ab und legte sich nieder. Rachnels Finger strichen sanft und wehmütig über die frisch getrocknete Tinte; die filigran verspielte Schrift, die sie der Feder entlockte und das geschriebene Wort.
“Freudig und nicht ohne Stolz geben wir bekannt...“

Sie hatten aus aushängen wollen, gleich heute morgen. Hatten gestern noch den Hammel bestellt.
Ein jeder sollte es lesen können und sich eingeladen fühlen.

Jetzt hielt sie das gute Pergament in Händen und konnte sich nicht dazu aufraffen, den Termin endgültig einzutragen und aufzustehen. Ihr war nicht nach feiern.

‘Ich würde mit den Sternen tanzen, wenn ich könnte und bei allen Geister, ich fühle mich, als könnte ich es. Tanzte sie noch?
Sie hätte verdammt nochmal die glücklichste Frau in ganz Sturmwind sein sollen!

Warum war sie also gestern Nacht so brüsk und unnachgiebig gewesen? ‘Kalterherzig‘.
Sie hatte ihre Worte noch im Zaum gehalten, die trotzdem scharf Ernte geschnitten hatten, aber ihre Gedanken waren nicht stumm geblieben.
Was war aus „lieber hoffnungsvoll“ geworden?
Sie  war ihm um den Hals gefallen vor purer Freude, vor den Augen ihres Vaters. Und auch jetzt sehnte sie sich danach, ihn zu halten. Fest zu halten und unter ihren Händen zu spüren.  Und trotzdem fand sie sich unfähig, die wenigen Schritte zu ihm zu überbrücken und genau das zu tun.

Angespannt nahm sie einen tiefen Atemzug, legte das Pergament in die Schreibtischschublade und nahm ein frisches, einfach gesiebtes Blatt und den Kohlestift zur Hand und begann zu schreiben.

„Teuerste Julia…“

Die Zeit zum Grübeln war vorbei. Es wurde Zeit zum Anpacken!
 
Nach oben Nach unten
Liebhardt



Anzahl der Beiträge : 120
Anmeldedatum : 06.02.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 26 März 2014 - 12:40

Novize von Schneeberg schüttelte nur den Kopf wie er neben dem Bett von Novize Schust saß.
"Nun komm da raus. Wir müssen los, der Lehrstoff arbeitet sich nicht von allein ab."
Unter der hochgezogenen Decke kam nur ein unwilliges und gequältes Murmeln hervor.
"Was sagst du? Man versteht kein Wort."
Schust seufzte leise und steckte den Kopf unter der Decke hervor. Und Novize von Schneeberg zuckte beim Anblick des Freundes zusammen.
"Ley und Nether aber auch. Wie siehst du den aus."
Schust murmelte. Das linke Auge blau und zugeschwollen, die linke Wange dick geworden. Die Nase verquollen und auch das Kinn schön bunt.
"Weißt noch Sonntag Nacht, wie wir aus der Schenke kamen?"
Von Schneeberg schnaufte.
"Natürlich weiß ich das. Das ist erst zwei Tage her."
Schust blickte unsicher drein. "Sicher? Mir kommt‘s länger vor"
Wieder schnaufte Novize von Schneeberg.
"Ja sicher und nun raus damit, als wir Sonntag Nacht… naja ok gestern Morgen hier ankamen, da warst du noch an einem Stück."
"Ja." ächzt der zerschundene Novize. "Naja, dann weißt du ja auch das wir dem von Lahire begegnet sind."
Von Schneeberg fing an zu lachen.
"Ja ich erinnere mich. Wir kamen von der Schenke und der kam vom Nachtgebet wie er meinte. Mann, hat der dumm geguckt als du meintest, bei dem was man über ihn hört wüsstest du ja wie er wohl um die Zeit noch die eine oder andere junge Priesterin oder Novizin der Kathedrale ins Gebe... oh Mist."
Von Schneeberg schüttelte rasch den Kopf und sah Schust an, welcher dann weiter erzählte.
"Ja und ich glaube es war keine gute Idee ihn zu fragen ob die Lady von Schärf oder ‘ne Priesterin besser auf dem Laken ist."
Von Schneeberg schlug sich mit der flachen Hand klatschend vor die Stirn.
"Stimmt, erst mit der Frage verging dem Kerl sein doofes Lächeln. Oh Nether, du konntest die Klappe ja einfach nicht halten. Und wie blöd muss man dann auch noch sein und das Angebot, dass er eine Entschuldigung annehmen würde, dadurch abzulehnen indem du ihn den ganzen getrunkenen Wein über die Stiefel gespien hast."
Schust zuckte die Schultern. Woraufhin er das Gesicht verzog, was aber wohl noch mehr schmerzte. "Naja, der Kerl mit seiner Lichterei dem täglichen Gebet und so. Ich sehe kaum sonst jemanden von der Akademie wer das dergestalt tun würde. Und was kann ich dafür wenn der sich ein halbes Dutzend Geliebter anlacht? Und ich hab es halt nicht wirklich für voll genommen als er meinte er fordert mich heraus Ort und Zeit bla bla und ich die Waffen."
Von Schneeberg grinste nun leicht. "Nenn Adligen nicht ernst nehmen der dich fordert, das war also ein Fehler. Aber gut, ich habe es auch nicht für voll genommen. Also, was ist passiert?"
Schust schnaubte. "Der hat mich gestern Abend abgepasst. Naja, ich hab abgelehnt mich zu entschuldigen und er meinte Duelle seien in Sturmwind ja verboten. Also vor den Stadtgrenzen. Tja und er wirkte auch schon fast beleidigt als ich dann halt die Fäuste gewählt habe."
Von Schneeberg senkte den Kopf. "Bei Antonidas Bart, das darf doch nicht wahr sein. Du bist doch ein Hüne, ich meine du bist fast zwei Schritt groß und... nagut nagut weiter also?"
Schust murrte. "Weiter? Naja, wir haben es untereinander ausgemacht. Scheiß Kul Tirassische Schiffsratte, der meinte nur er zeigt mir mal wie man das in Beutebucht regelt und dann begann der Tanz."
Von Schneeberg schmunzelte nun. "Naja immerhin, wenn du so aussiehst was hat er denn von dir einstecken müssen?“
Novize Schust zog sich die Decke wieder über den Kopf und murmelte etwas.
"Was war das? Ich habe es nicht verstanden" protestierte Novize von Schneeberg.
Dann kam es etwas lauter und voller Wehleidigkeit unter der Decke hervor.
"Blutige Fingerknöchel"
Von Schneeberg guckte kurz entgeistert drein und fing dann an zu lachen und bekam sich kaum noch ein, bis er dann irgendwann Gnade zeigte und seinen Freund einpaar Salben und Tränke holen ging.

 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 750
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 30 Apr 2014 - 10:21

* Der Text geistert schon länger auf meinem PC herum. Nach dem RP gestern Abend kam er mir wieder in den Sinn und Rückblenden gab's ja schon ein paar.
Es wurde nie Korrektur gelesen, wenn ihr also Fehler findet, meldet sie mir bitte. Dann merze ich sie aus. *g*
Und nun: Textwall incoming. *


Death of a Dragon


„The dragon’s bleeding!“ Rachnel screamed hoarsely as she rose wide-eyed from her pillow.

It took her a few breaths to realize the cabin of the tent, her bed and the nightly silence. Northrend, the tournament. A dream. Just a dream.
She leaned forward and pressed her forehead on the cold sheets to suppress the upcoming headache. It never came, but the cut in her left hand started to itch.
’Think of something nice, anything nice.’ she ordered herself, but the itching made it difficult to gather her thoughts and in front of her inner eye she saw the knights hammer crush into the Lords’ head. Again. And again. And again!
The sound of it; of cracking metal und breaking skull, repeated itself again against the screams of the crowd.
Again. And again. And again!
Blood ran over the old man’s wide opened eye and spilled out of his shoulder, where Sir Barrisson had ran his blade through. The Lord just stared… and fell like a rock.
The blood and the sound. Even the repetition of the memory made Rachnel feeling sick.
She was tired, but afraid to fall asleep again. So eventually, Rachnel left her bed, unwound the linenstripes from her hand and waved the candle to flame by magic.
For a few heartbeats, she listened into the night, but no sound was made. She didn’t seem to have woken anybody.
“It
is a cursed land, Cornellius.” she whispered while taking Liljanes jar . “You were right.” Rachnel dipped two fingers into the ointment and coated the cut with it, still listening to the silence.
Silence.
The absence of the mourning songs next to their tent made her uncomfortable, although she wouldn’t be able to tell why.
Did someone hold solemn vigil? Did they sleep in their armours? Did they sleep at all?
“I hope you’re right, Alethan.” she wondered and fixed fresh linen around her hand once again.
’Spirits be good, I hope you’re right and they won't pick up swords right here. That they won't start a war about his death.’
But the Lion’s words? The Kirin Tor’s wrath? The cruel loss the suffered. Rachnel wasn’t as half as confident as Alethan. ’Shouldn’t we mediate? Aren’t mages the ones of whom they say, they act in cool judgment? Alliance or not, shouldn’t we avoid more bloodshed?’
She flexed her fingers and watched the cloth stretch.
Study to protect. But not interfere. How could that possibly work?


“Rachnel?” The voice of a man asked from behind. Calm and steadfast.
She smiled, but put on the gloves nonetheless.  There was only one man daring to enter her sleeping-cabin unannounced and only one who would have approached so silently.  “I’m fine, Arc. Just a bad dream.” Only one man she would always wake. Even with a sigh in the depth of night.
“What kind of dream?” he asked mildly and came closer, sitting down right beside her, laying a hand on her arm. Lovingly. Tender.
She turned towards him and shook her head. “Today’s dream. The tournament. I…” she had to wink as the images rose up again. Never before had she seen a man die like that with her own eyes. Would the picture follow her dreams like the flames had?
She suddenly leaned into Arc und cuddled up his shoulder, holding him as close to her beating heart as she could. In the first moment, he seemed surprised, but after that she could feel his thin arms entwining her back, which was cold in the bitter night, cloaked and protected only by her sleeping gown. His grip instead was warm and comforting.

“That duell between you and Cornellius… it was far more honourable than any fight between those so-called knights.” She growled into his black hair.
Arc nodded in silence, but she could feel his shoulders stiffening beneath her. Rachnel bit her lip. She shouldn’t have brought that up.
“They all knew about the risk and the all knew about the hatred they are throwing at one another. Calling it a tournament doesn’t make a game out of war.” Arc reminded in a grooming tone.
“You don’t think it was an accident?” she leaned back and watched him closely.
He met her gaze firmly. “Do you?” It was answer and question at the same.
Again she fell back into old manners, chewing her lips in concern. “I’m… not sure.”
“Well,
I am. They killed a traitor today.”
“He’s not…”
“It doesn’t matter, it’s what they think he is. Why invite him and let him walk away again, while you had the opportunity to bring him down… fairly legal Truth spoken, I’m suprised that the princess is still alive.”
“Arc!” Rachnel gasped, but he kept on being serious. “Think of it, Nell.”
“No! They are knights! He’s a Lord of Stormwind Kingdom. That plan would be shady murder and below their…”
“What, honour? Didn’t you just say something about that?”
Rachnel fell silent.
He kissed her forehead and took her hands. “Don’t worry. I’ll keep an eye out for you and the mages will do the same for all of us. We won’t get in between, even if things should boil up. Just keep out of it for so long.”
She frowned into the kiss to his spoken words and he tightened the grip on her hands. She suppressed the hiss of pain the cut in her left hand caused, but winked about it.
Arc gave her a serious look. “I mean it. For once, Rachnel, stay out of it. Even you don’t treasure all enough luck to stand a fight between those two. Don’t – get in between!”
She refused to give her word. Once given, she was bound to it.
“There is nothing to get in between. Even if Sir Lionheart knew what he was doing. It doesn’t make a difference, does it?”
He shrugged. “Maybe.”
“By law, I mean. They can’t hang a knight for a death on a tournament, can they? He’s safe with it, no matter what.” Thinking about the words, her throat felt as if Northrend itself would grab at it.
“The van Havens won’t care about Stormwind Law. If they want revenge, they’ll take it. You know what happened at Arathi. Don’t trouble yourself. This is not our business. We’re clear.”
Rachnel retreated and ran a hand over her eyes. “This ought to be a cheery feast for a wedding. And they are making a bloody powder keg out of it.”

He watched her soothingly and caught her hand at her cheek. “I can stay, if you want. To sleep better.”
She smiled in a sigh and shook her head. “You shouldn’t even be here right now. Novices, visiting each other at night? Sharing a bed? It would spoil it all if father knew. No.” She kissed his hand and let go. “Go to bed, Arc. I’m fine as can be.”
He nodded – disappointed? – and rose.
“But Arc?” she whispered lovingly. “Thank you.”
His mile spoke of warmth and care. “Always, my princess. Sleep well.”
“And you, my poet.”
Near the entrance the hold for a moment and frowned back. “What are the gloves for?”
She brought up a friendly smile. “It’s damn cold up here, Arc.”
He looked at her bare feet and frowned even more, but nodded, leaving her her peculiarity. “Tomorrow then.” He said and left, leaving the opened jar next to her without comment as well.


Tomorrow, Alethan would hopefully get an answer from the archmage and they would be wiser. Tomorrow, things would hopefully be thought-out and a least a bit calmed down.
But for now, Rachnel would find no sleep.
So she put on her clothes and fled into the open ceiling of a chilly and pitch-black night. She so much felt the need to contact the Ley and free her mind, but sitting down anywhere here outside… she would have been frozen to death before dawn.
So instead, she followed the sound of the waves, crushing against the cliff of the Fjord, letting them wash away the bloody picture of the day wave by wave.
She couldn’t see an inch, not even her own feet and so she stopped soon, to avoid making a step too far and falling from the plateau.
She listened to the sea.
If Rachnel herself felt unable to sleep, how horrible the Dragons must feel today.
She glanced back but saw nothing. Somewhere in the dead of night stood their tents. The Sanctum’s and the van Haven’s side by side. And still no sounds, only silence. They could have been gone all the same, Rachnel wouldn’t notice the difference right now.
She turned back towards the sea and the thought of Cornellius crossed her mind. Northrend had captured two more souls in just a month.

’Traitor or not, may his ancestors take him in.’ she said the word. ’Or if that’s what he wants, let him walk in the light. No one should suffer a restless soul in death. Not even a traitor.”
Well… nearly no one.
She reached out and clenched her left hand, until the cut gave a sharp hiss of pain. “Spirits, let his soul and their hearts rest. Let there be no ruin to come.”
But the elemental spirits remained silent as always.
 
Nach oben Nach unten
Zinobia

avatar

Anzahl der Beiträge : 61
Anmeldedatum : 13.10.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 27 Mai 2014 - 13:35

Plopp. Plopp. Plopp.

"Ein steter Tropfen höhlt den Stein, Zinny. Beharrlichkeit und Disziplin, am Ende wartet die Belohnung."

Seine warme, kräftige Hand, die sie an eine Bärenpranke erinnert, legt sich sanft auf ihre Schulter, die andere korrigiert ihren Griff am Rapier.

"Du bist eine Gilneerin, du hast  ES im Blut, mit der Muttermilch eingeflöst, mit der Luft eingeatmet, mit dem Wasser und der Nahrung aufgenommen - den starken Willen und ungebrochenen Stolz dieses Landes. Gib also niemals auf."

Plopp. Plopp. Plopp.

Der kurze Tagtraum - eine blaße Erinnerung an glückliche Zeit - schwindet, während sie die in einen Kübel herabfallenden Regentropfen beobachtet.
Nur der Wille und der Stolz sind ihnen geblieben, nichts hat die untote Königin hinterlassen. Die Quellen, in denen einst frisches, kaltes Wassser rauschte, versiegt oder verpestet. Sie können hier keinem Tümpel oder Gewächs trauen. Zum Trinken sammelt man lieber  Regenwasser, an dem es zum Glück nie mangelt. Dennoch sieht die Landschaft verdorrt und ausgelaugt aus, vergiftet, niedergebrannt, totgewalzt. Der Anblick schmerzt.

Eine schmalzige Haarsträhne wird hinters Ohr geklemmt. Wann hat sie sich das letzte Mal gewaschen? Katzenwäsche vor fünf Tagen, ungefähr? Sind es fünf? Der Himmel ist stets mit grauem Wolkenmantel zugedeckt, man kann nie mit Sicherheit sagen, ob es Morgendämmerung, Tag oder Abend ist.

Sie erhebt sich vom Bett, welches mit Strohmatratze unter grobem Leinenbezug ausgestattet ist, und faltet vorsichtig  den Brief zusammen. Wie durch ein Wunder hat es dieses Pergamentfetzen hierhin geschafft. Darin die vertratue Schrift ihres ehmaligen Novizen zu sehen. Bei dem Gedanken an die Zeit im Magiersanktum breitet sich eine gutmütige Wärme aus, zwar anders als bei den Kindheitserinnerungen, doch sind sie ebenso ein heller Streifen ihrer Gedanken. Wie ein Strohhalm, an den sie sich klammert, damit man in diesem Albtraum voller Widerwärtigkeiten des Krieges nicht untergeht.

So gesehen war der Aufenthalt im Sanktum wie tiefes Luftholen vor dem Sprung in die kalte, tosende See. Auricus Brief klang dringlich, sie laß Verzweiflung und einen Hilferuf zwischen den Zeilen, dabei hat dieser Mann, ihr Mentor und Vorgesetzter, damals auf ihre Freistellung vom Dienst nachdrücklich bestanden. Die Lage musste wirklich schlimm sein.
Sie zögerte keinen Tag. Der knappe Abschied und schnelle Abreise aus Sturmwind machten es ihr sogar einfacher, sich vom Kollegium und den Schülern zu trennen.

Eine braune Fellschnauze, die durch die Zeltöffnung hineinlugt, unterbricht ihre Gedanken.

"Ah, hier seid Ihr, Schätzchen. Sonnengrassalbe ist leider alle, zu viele Brandopfer, aber es gibt Beulengraskompresse."

Die betagte Erntehexe quätscht sich ungefragt durch den Eingang, Etikette und Privatsphäre rücken an der Front in den Hintergrund. Ebenso muss sie auf die Annehmlichkeiten jeglicher praktischer Zauber verzichten, Ressourcen schonen, Kräfte sparen, jederzeit eine Kampfzauberformel parat haben.

"Einfach mit dem Aufguss die Lappen benetzen und über Nacht auf den Wunden lassen," sie reicht der Magierin einen kleinen Beutel.

Die Bernsteinfarbenen Augen der Worgen huschen forschend an Zinobia rauf und runter, die Schnauze kräuselt sich leicht, während sie wittert.

"Gut gut, keine Fäulnis oder Eiter, das Gröbste ist überstanden, Herzchen. Ich muss weiter."

Der Beutel wandert unter die Liege, sie richtet ihre Kleidung und folgt der Erntehexe aus dem Zelt. Die Späher sind zurück und die nächste Einsatzbesprechung steht bevor.


ooc:
Ein kleiner Gruß aus dem RP-Exil <winkt>
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 750
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 28 Mai 2014 - 22:02

ooc: *fröhlich zurückwink* Na, das war mal eine schöne Überraschung. Smile
Alles Liebe zurück!
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 750
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 20 Jul 2014 - 22:24

Gedanken - SPOILER!:
 

In Sturmwind regnete es.
Lauwarme, dicke, schwere Tropfen, die das Salz in dem vom Meer herangewehten, unheilsvollen Wind überdeckten. Träge nur und zwielichtig schob er sich hin und wieder in die nass hängenden Kleiderfalten.
Die Luft wurde dick und roch nach Metall für Rachnel. Wetteifernd mit dem aufblühenden süßen Duft des Grüns im Garten, das nach den Tagen der Hitze nach dem verlockenden Nass aus den Wolken lechzte und ihm entgegen eiferte.
Der Novizin bot sich ein mächtiger Anblick von ihrem erhöhten Aussichtspunkt nahe des Säulenganges. Dunkelviolett getürmte Wolkenburgen weit und weiter am Horizont über dem offenen Meer. Und alles erhellende, blau zitternde Blitze brannten sich in die Augen und von einem Ende der Welt zum anderen.
Sie waren Rachnel wie das eigene Toben. Könnte sie sich nur gleichsam befreien.
Die Regentropfen rannen aus ihrem Haar und salzig über das Kinn.
Weit, so weit. So wild und frei das Meer.
Einmal vorüber, würden der Regen und das Gewitter die Welt gereinigt zurücklassen. Erfrischt und gesegnet.
Rachnel schloss die Augen und ließ den Regen auf die Lider fallen und von ihren Fingern tropfen.
 
Nach oben Nach unten
Alethan

avatar

Anzahl der Beiträge : 300
Anmeldedatum : 05.08.11
Alter : 21
Ort : Stuttgart

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 15 Aug 2014 - 15:05

Davarion hob die langen, dürren Arme, krümmte die knochigen Finger mit den langen, spitzen Nägeln und schloss die Augen, während er in einem markanten Bariton die uralte Formel auf Eredun rezitierte. Die Leichen der jungen Händlerfamilie, die das zweifelhafte Glück hatten, ihm als Opfer für seine großen Meister zu dienen, lagen regungslos auf dem Boden vor dem Schwarzmagier. Ihr frisches Blut füllte die leicht schimmernden Linien des auf den Boden gezeichneten Polygons, der sich in neun Spitzen verlief. Giftgrüne und cyanblaue Lichter entfalteten sich aus dem Nichts des nur durch einige Kerzen beleuchteten Raumes und erhellten die Dunkelheit der erdrückenden Schatten und entblößten die Leiber der außerirdischen Wesenheiten, die der Hexenmeister bereits nach Azeroth gerufen hatte. Ein Schwarm kleiner, unruhiger, grellartiger Wesen mit brennenden Leibern sprang euphorisch mit jeder Zeile der langen Zauberformel umher, stießen fast gegen die massiven, gepanzerten Beine des Dutzend an neun Fuß hohen, muskelbepackten und schwerbewaffneten Krieger, die mit starrem Blick auf die Lichter fixiert waren und entgingen nur knapp den hungrigen Mäulern der widerwärtigen, verunstalteten Hundewesen, deren lange Tentakel aus ihrem Rücken über ihrem nicht vorhandenen Gesicht hingen und deren dampfender Speichel auf den Fußboden tropfte.

Der Halbelf lächelte wahnsinnig und griff zu einem Lederbeutel, aus dem er einen violett glühenden Haufen Staub nahm und gleich einer Prise Salz über dem vollendeten Gericht eines Meisterkochs über dem Nonagramm verstreute. Dann hob er die rechte Hand und sprach ein Kommandowort. Aus dem Schatten einer Ecke schwebte ein schwarzer Ebenholzstab, auf dessen Spitze ein dunkelroter Kristall thronte, in die lange, abgemagerte Hand des dunklen Zauberers. Schweigend hob der Halbling beide Hände abermals in die Höhe und setzte die Formel des Rituals fort. Die blauen und grünen Lichter begannen, in einer wilden Anordnung herumzuwirbeln, durch den Raum zu schießen und sich langsam um den Kristall des Zauberstabes zu sammeln.

Davarion lachte innerlich gleich einem Wahn. Die unbeschreiblichen Energien des Dämonenblutes, das in seinen Venen pochte, durchflossen jede seiner Fasern und erweiterten seinen Horizont in Maßen, die er sich nie gewagt hatte, vorzustellen, als er vor einem halben Jahrhundert begann, Magie zu studieren. Er war überlegen. Bevollmächtigt von einer Kraft, die ihren Ursprung in den Gebeinen des Universums hatte. Seine Augen sahen mehr Farben, seine Nase roch mehr Gerüche, seine Ohren hörten mehr Geräusche als er sich je vorgestellt hatte. Sich dem süßen Rausch des brennenden Blutes ergebend sang er die letzten Strophen der Formel und rammte seinen Stab in die Mitte des Nonagramms, beide Arme weit vom Körper streckend.

"Kommet hervor, Ihr feurigen Bestien, Ihr Wesen der Dunkelheit, Ihr Verschlinger der Magie, Ihr Mörder der Schwachen, Ihr Feinde der Ordnung. Ich rufe Euch herbei und gebiete Euch, meinem Geheiß zu folgen. Tretet durch das Tor zu einer Welt, die nur darauf wartet, gepeinigt zu werden. Kommet hervor!"

Die Lichter sammelten sich in der Mitte des roten Kristalls, welcher einem überdimensionalen Herz gleich begann, zu pulsieren. Ein gewaltiger Strahl aus grünem, rotem und blauem Licht entfesselte sich, traf auf die dunkle Backsteinmauer der Katakomben und breitete sich zügig in alle Richtungen aus. Die gesamte Wand war nach kurzer Zeit aus dem Gemisch der drei Lichter erfüllt, eine enorme, magische Tür erschaffend.

Die Wichtel hielten inne, die Teufelshunde kauerten sich zusammen und die Teufelssoldaten standen mit angsterfülltem Blick stramm. Stille trat ein.

Davarion riss die Augen auf. Der Rausch der Macht verflog beim Anblick der Wesenheit, die aus dem Portal stieg. Eine Verkörperung des Hasses und der Zerstörung, fünfzehn Fuß in die Höhe streckend. Ein massiver Körper aus Muskeln und Fleisch, auf vier kräftige, klauenbewehrte Füße gestützt. Dunkle, ledrige Schwingen erstreckten sich aus seinem Rücken und ein kräftiger Schweif, bestückt mit Stacheln und ein mit Reißzähnen ausgestattetes Maul, das in einem kleinen Kopf saß, dessen Augen mit Feuer und Hass brannten. In einer der brachialen, kräftigen Hände trug der Annihilan eine Gleve aus rotem und schwarzem Metall, über dessen Oberfläche kleine, rote Blitze zuckten.

Eine tiefe, verzerrte Stimme verhöhnte den Arkanisten.

"Ihr habt gerufen, Hexenmeister. Ich, Orgallus, habe geantwortet. Und meine erste Tat, die das Ende ganzer Reiche und den Niedergang von Völkern einleiten wird, ist, Euch für Eure Bemühungen zu entlohnen."

Ein tiefes, dröhnendes Lachen erklang. Davarion schrie laut auf, als der Grubenlord die freie Hand hob und die dunkle Energie in den Körper des Elfen eindrang. Bevor die Schwärze ihn umfing, lächelte er einmal sanft. Nun hatte er wahre Macht gespürt.


Zuletzt von Alethan am Sa 20 Sep 2014 - 12:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Nach oben Nach unten
Alethan

avatar

Anzahl der Beiträge : 300
Anmeldedatum : 05.08.11
Alter : 21
Ort : Stuttgart

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 15 Sep 2014 - 19:18

Er lächelte leicht, als er sah, dass sich immer mehr Magier in der Halle einfanden. Selbst einige der wohl gelehrten Hochzauberer und Meistermagier hatten ihren Weg zu ihm gefunden. Natürlich hatte er sie einberufen. Von großer Wichtigkeit, hatte er gesagt, ja. Und das war es auch, wenn man es sich durch den Kopf gehen ließ. Die drei großen Portale mit den verzierten Türen aus Eichenholz waren aufgeschlagen und die erste Hundertschaft trat in die geräumige Halle, deren Spitze sicher die sechzig Fuß erreichte. Wie der größte Teil des verborgenen Sanktums befand auch dieser Raum sich nicht wirklich in dem großen Magierturm im Zentrum des Stadtviertels. Alleine die Ausmaße hätten das Gebäude gesprengt. Nicht zu vergessen, dass die großen, verschnörkelten Fensterbögen nirgends zu sehen waren - zumindest nicht für das Auge eines Laien.

Als auch der letzte Bruder im Geiste seinen Weg durch eines der Vestibüle in die Halle gefunden hatte, nickte Er erfreut. Die großen, massiven Holztore schlossen sich langsam. Mit erhobener Stimme begann er zu sprechen.

"Meine hochverehrten Freunde, Meister, Kollegen und Schüler. Es erfüllt mich mit großer Freude, dass Ihr so zahlreich erschienen seid. Ich versichere Euch, es soll Euer Schaden nicht sein, dass Ihr Studien, Lehrstunden und Arbeiten pausiert habt, um mir hier und heute lauschen zu können. Denn heute soll ein Tag sein, den Ihr nicht so schnell vergessen werdet, dessen könnt Ihr Euch sicher sein."

Ein dumpfes Raunen ging durch die Reihen der vermummten Kapuzenträger. Natürlich war man einerseits interessiert, was Er nun zu sagen hatte, doch blieb man in einer vorerst sehr passiven Haltung.

"Doch der Grund, aus dem Ihr hier seid war nicht der, dass ich große Reden schwingen wollte. Nein. Also werde ich diesen, den unspektakulären Teil, zu einem schnellen Ende bringen. Denn nicht unnötig lange möchte ich Euch, Ihr hohen Herren der Magie, von Euren zweifelsfrei bedeutenden Pflichten abhalten."

Er konnte spüren, wie sich erwartungsvolle, belustigte, fragende und stechende Blicke auf ihn konzentrierten. Und er genoss es. Jeden Moment davon. Die Kritiker würden bald schweigen. Mit einem süffisanten Lächeln blickte er einmal reihum und nickte innerlich. Sein Schauspiel begann.

Nachdem Stille in den Raum getreten war, zog er die Kapuze über den Kopf und tief ins Gesicht, hob  beide Hände in einer Geste mit den Innenflächen gen des Himmels, der doch so trügerisch durch die Fenster schien und begann mit der Rezitation. Die Beschaffenheit des Raumes verwandelte seine Worte in Expressionen der Macht. Der tiefe Bariton seiner Stimme erfüllte die Halle, während die komplizierten Gestiken, die seine Arme vollführten, einem Fluss gleich in einander übergingen. Perfekt und präzise wie es die alten Meister doch seinerzeit vor über zweitausend Jahren selbst taten, aus der dieser lang vergessene Zauber stammte. Mit jeder Silbe war zu spüren, wie die Magie sich um seinen Körper bündelte. Energetische Ströme aus Cyan und hellem Grün begannen, um seine Handflächen zu wabern und sich langsam immer schneller zu wirbeln, gleich einem unbändigem Sturm, dessen Ankunft nur mit Schrecken betrachtet, aber nicht verhindert werden konnte. Die unbeschreibliche Kraft des Zaubers ließ seine Robe wie in einem starken Nordwind flattern und wehte ihm die Kapuze aus dem Gesicht. Natürlich ließ er sich davon nicht beirren. Denn der Markstein der Vorstellung war erreicht. Er hielt die Luft an - der Herzschlag verlangsamte sich. Endlose Sekunden vergingen, in denen der geneigte Zuschauer mit großem Staunen betrachten konnte, wie die Magie um Ihn fast greifbar wurde.

Niemand sprach. Die absolute Stille des Auditorium wurde von den alten und langen Wörtern des Zauberers unterdrückt.

In einer finalen Geste, mit geschlossenen Augen und absolut kontrollierter Körperspannung, breitete er die Arme aus, gleich einem Phönix, der der Asche entstieg. Ein greller Blitz, ein lauter, markerschütternder Knall und eine wabernde, weiße Wolke aus reinem Arkan. Ruhe. Sekunden vergingen. Dann, langsam und mächtig, begann der Beifall. Erst vereinzelt und tief, dann immer weiter, bis ein tosender Sturm aus Applaus den Saal erfüllte. Mit einem müden, sanften Lächeln, atmete Er wieder aus. Sein Herzschlag normalisierte sich wieder. Natürlich spürte niemand das Kribbeln und die wohlige Wärme, die in seinem Körper ausklang. Und niemand spürte, wie kräfteraubend es gewesen war. Langsam zog er sich die Kapuze wieder über den Kopf und trat vom Podest hinab. Eine Lücke in der Schar der Zuschauer bildete sich, um ihm Platz zu machen. Mit langsamen, aber sicheren Schritten, ging er aufeine der drei großen Türen zu, die knarzend aufschwang. Genießend fing er die erstaunten Blicke der Magier auf, während er seinen Weg durch die Hallen des magischen Heiligtums schritt.
 
Nach oben Nach unten
Pherenos

avatar

Anzahl der Beiträge : 696
Anmeldedatum : 07.05.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 24 Sep 2014 - 15:52

Ein Eintrag in einem von Nevex vielen kleinen Notizbüchern:

24. des Erntemonats:
Inspiriert durch die jüngsten Braufesterfahrungen [1] haben mich ein wenig zum nachdenken gebracht. Es scheint mir Magier sind wirklich überraschend leicht völlig außer Gefecht zu setzen. Es braucht nicht mehr als gebräuchliche Genussmittel wie Alkohol. Andere Tränke oder passende Rauchkräuter und schon ist alle Koordination in Bewegung und Sprache dahin. Selbst wenn das Konzentrationstraining ausgefeilt genug war, um den langsamen Verstand auszugleichen, ist es doch sehr unwahrscheinlich dass man soweit bereit ist, dass man es ohne die richtige Geste und Formel schafft.

Ich frage mich, ob man das trainieren kann. Die pandarische Lebensweise scheint ja zumindest darauf hinzudeuten. hier werden bisweilen [2] offenbar sogar Krieger trainiert, die die veränderte Denkweise im trunkenen Zustand als Kampftechnik verwenden. Braumeister sollen sich durch unvorhersehbare Bewegungen auszeichnen und scheinen nicht sonderlich an Zielgenauigkeit zu verlieren. Beeindruckender noch sind die Erzählungen davon, dass sie auch in diesem Zustand das "Chi" verwenden könnten, dass sie durch eine über Konzentration aufrecht erhaltene Balance zwischen körperlichen und geistigen Antrieben erreichen.
Auch von Zwergen hört man immer wieder, dass der eine oder andere betrunken besser kämpfen würde. Während die subjektive Wahrnehmung dieses Zwerges natürlich beeinträchtigt und nicht zuverlässig ist, so ist es aber trotzdem vielleicht ein Hinweis, wenn andere Beobachter diese Einschätzungen offenbar bestätigen.

Beide Beispiele sind natürlich keine für die arkane Magie, die deutlich mehr intellektuelle Anstrengung braucht, aber vielleicht taugen sie als Hinweise, dass man die körperlichen Koordinationsprobleme tatsächlich überwinden kann. Natürlich wäre es mehr als unverantwortlich von einem Ausbilder jemanden in diesem Zustand wirklich Zauber wirken zu lassen, aber vielleicht könnte man Sprechübungen nach gezieltem Übergenuss von Alkohol oder jonglieren im betrunkenen Zustand in den Lehrplan aufnehmen [3].
Ich habe allerdings eine gewisse Skepsis, ob ich diesen Vorschlag jemals publik machen sollte. Das sogenannte "Standesbewusstsein" der Menschen kommt da vermutlich sehr schnell in die quere. Nicht nur dass es als der hohen sozialen Stellung unangemessen gesehen werden würde das tatsächlich durchzusetzen, ich vermute der bloße Vorschlag würde als Zeichen meiner "unreife" gewertet werden, was leider nicht ganz so irrelevant ist, wie ich es mir manchmal wünschen würde. Wäre interessant, wenn das jemand testen würde, aber ich denke nicht, dass es das wert ist. [4]

Ansonsten sollte ich wohl auch nochmal den zusammengefassten Stand meiner Nebenprojekte kommentieren, bevor es in den nächsten Einträgen ziemlich sicher um die Prüfungsvorbereitungen und die dort interessanten Projekte gehen wird.

Röts [5] entwickelt sich prächtig. Während er [6] am Anfang ausschließlich aus nordender Rohöl bestand,  ist davon fast nichts mehr übrig und ein Großteil seiner Substanz kommt von meiner bevorzugten Schreibtinte. Das scheint sein Verhalten und seine Funktion nicht eingeschränkt zu haben, was an sich eine kleine Überraschung ist. In der Tat hat der Schleimling kein einziges magisch aktives zentrum, sondern all sein scheinbar lebendiges Verhalten kommt von einem diffus über einen Körper verteiltes Feld aus arkanen und naturmagischen Energien. Dass die Funktionalität auch bei Austausch der Grundmasse erhalten bleibt macht es sehr schwer zu erkennen, wo die belebende Energie eigentlich ihren Ankerpunkt haben soll.  
Ich bin auch noch immer nicht weiter in der Frage ob das ein natürlich auftretendes nekromantisches Phänomen ist (in dem weiten Sinne der jede arkanmagische Schaffung von Leben aus toten Dingen mit einschließt), oder ob die Grundlage seiner Aktivität allein die Naturmagie ist. Die arkanen Komponenten seiner Matrix haben unter anderem deutliche Hinweise auf Transmutationsmagie, wenn auch nichts so konkretes wie einen darauf liegenden Zauber, aber ich denke nciht dass das reicht um das Phänomen zu erklären. Bei der Naturmagie kann ich dagegen keine Struktur irgendeiner Art erkennen. Das ist allerdings auch nicht wirklich verwunderlich, da meine Beschäftigung mit Naturmagie bisher immer eher oberflächlich war [7]

Wobei ich mir allerdings sicher bin ist, dass er in jedem Sinn der mich interessiert lebt [8]. Er lernt sogar neue Tricks. Hierbei ist interessant zu erwähnen, dass er viel mehr auf auraveränderungen und arkane Energieflüsse zu reagieren scheint als auf visuelle, verbale oder sogar auf kinästhetische Signale. Das sollte mich vermutlich nicht wundern, denn er hat ja keine Sinnesorgane. In geringem Maß reagiert er wohl auf Berührungen, aber ich denke der Großteil seines primitives Rezeptionsapparates nimmt eher Schwankungen in arkanen Energiefeldern wahr. Ich habe ihn auf jeden Fall trainiert auf kleine, wirkungslose Energieentladungen zu bisher drei verschiedenen Formen von arkanen Markierungen zu gehen.
Das funktioniert auch in etwa 82 von hundert Fällen bisher, solange ich ihn nachträglich mit ein paar Tintentropfen belohne.

Mein Grundlagenprojekt Wirkungsmächtige Lieder und Melodien zu finden ist etwas in einer Sackgasse und kam schon eine Weile nicht weiter.

Die Analyse von Ezzlin's lichtmagisch aufgeladenem Kraftkern dagegen war durchaus interessant. Wie zu erwarten war bemerkte ich die Lichtenergie beim Magie entdecken ganz ähnlich der in der Aura von Personen. Art und Stärke waren leicht auszumachen, eine Struktur zu analysieren gab es in diesem Fall natürlich nicht. Das identifizieren gab entsprechend auch garkeine Ergebnisse. Interessanter waren meine kleineren Tests um die Flussrichtung der Energie auszumachen, die gerade bei einem Kraftkern ja relativ eindeutig sein sollte, aber auch hierbei gab es keinerlei Ergebnisse. Entweder verhält sich hier Lichtmagie sehr anders als arkane Magie, oder Lichtmagie stört die einfacheren und sensibleren arkanen Analysehilfsmittel.

Insgesamt war das ganze also inkonklusiv. Es wäre interessant eine strukturierte lichtmagische Verzauberung zu untersuchen, aber die sind ja leider eher unzugänglich. Wenn ich mal die Zeit habe dem Projekt mehr Aufmerksamkeit zu widmen, Frage ich Ezzlin mal, ob ich mir eines ihrer aufgeladenen mechaklerikalen Projekte ausleihen kann. Das ist zwar mehr mit Technomagie als mit Verzauberungen vergleichbar, aber zumindest sollte ich da ja eine Struktur zum analysieren haben oder feststellen können, ob meine Zauber dafür nicht ausreichen.

Da mich Magus Schreiber gebeten hat den Stand der Geisterkiste nirgendwo festzuhalten bis er klare Ergebnisse hat, lasse ich das auch an dieser Stelle. Ich glaube er würde einfach lieber selber mit einem neuen Zweck für die Kiste aufwarten, als das anderen zu überlassen. [9]

Das war es dann wohl an dieser Stelle auch schon. Da die Prüfung jetzt wirklich näher rückt wird es wohl für alle diese Beschäftigungen jetzt einige Wochen Pause geben. [10]

[1] Das ist noch nicht soweit abgeklungen, dass ich sicher wäre hier gerade kohärent und eloquent schreiben zu können. Ich entschuldige mich schon im voraus bei zukünftigen Lesern, auch wenn das vermutlich nur ich selber bin. Aber wem wäre das auch sonst peinlich? Ich hoffe doch sehr, dass meine Mentorin das niemals zu Augen bekommt...
[2] Wenn man da keinen Scherz mit mir gemacht hat..
[3] Das schreibe ich wirklich nicht nur, weil das eine sehr lustige Vorstellung ist. Auch wenn das vielleicht eine zusätzliche Motivation sein könnte das aufzunehmen..
[4] Zumal es ja auch ungenannte Tradition zu sein scheint den Novizen diese Art des Trainings selber zu überlassen. Nur werden hier unangenehmer Weise Fehlschläge bestraft und nicht beaufsichtigt.
[5] Wie bei jeder ersten Nennung von Namen der kurze Verweis: RÖTS =Reaktiver öliger Tintenschleimling.
[6] Offensichtlich hat er kein Geschlecht von dem ich wüsste und es ist irrational dem Schleimling eines zu unterstellen. Trotzdem ging es bei dem Projekt ja von Anfang an darum, die Annahme, dass es sich lediglich um ein lebloses Objekt handelt in Frage zu stellen und ich finde es hilfreich keine Sprache dazu zu verwenden, die genau das suggeriert, wie hier die Objektsprache.
[7] Naturmagie ist notorisch schwer konstant an einem Ort zu halten, an dem sie sich nicht von selber sammelt. Für langfristige Schutz- und Fallenzauber ist sie extrem unpraktisch. Zumindest erklärte Niggle das einmal so.
[8] Auch wenn es ein wenig enttäuschend war keine Art von Antwort auf telepathische Kontaktversuche zu bekommen. Nicht mal einen Sinn davon, dass etwas dort wäre.
[9] Zumindest passt das in mein Bild von menschlichem Stolz.
[10 Zumindest ist das wirklich meine Absicht. Ich fürchte gerade wenn ich viel lerne neige ich dazu mich mit sowas ablenken zu wollen, aber hier steht jetzt schriftlich, dass das dann ein Zeichen meines schwachen Willens wäre. Mal sehen ob das meine Motivation beeinflusst.
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 750
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 29 Okt 2014 - 17:18

Ihr Tag hatte eine eigene Routine entwickelt und Rachnel nun ganz für den Turm vereinnahmt.
Zu dieser Jahreszeit begann so ein Tag im Dunkeln und sie verpasste den Sonnenaufgang über den Dächern Sturmwinds, tief vergraben in den Kellern des Scriptorium bei der schweigenden Kopierarbeit, die sie einfach nicht wertschätzen mochte und der sie nach abgesessener Zeit nur zu erleichtert entfloh, die Etagen hinauf in die Privaträume der Magier und Mentoren – immer mit einem offenen Auge, ob sie nicht Magus Lexifix erspähen konnte - , wo Rachnel mit wesentlich mehr Elan nach neuen Aufgabennotizen  in der Verzaubererwerkstatt sah, deren vorbereitende Bearbeitung sie noch vor dem Mittagessen in Angriff nahm. Die Novizin bewegte und verräumte Reagenzien, Bestell- und Auftragslisten, Handwerkszeug, Handelsgelder und  Forschungsutensilien achtbar und doch mit der gleichen Selbstverständlichkeit, wie es die Unordnung in ihrem eigenen Zimmer eher verdient hätte.
Seit Thylenas Fortgang sahen Nexus und die Pflanzen der Erzmagierin sie wieder regelmäßig, wenn auch nicht mehr für so lange Zeiten wie einst.
Die nächsten Stunden schnürte sie das Wappenmieder enger und wanderte für assistierende und persönliche Verhandlungen und Botengänge von Tür zu Tür durch die Stadt, entzündete eine feste Zahl Kerzen in der Kathedrale neu, bis sie mit einer Mahlzeit Arcaynas aus der Bibliothek entführte und die zwei kostbarsten Stunden ihres Tages am Meer, beim Bogenschießen und vor allem in trauter, bestärkender Zweisamkeit verbrachte, bevor es sie zurück in die Werkstatt, an die Bücher und in lehrreiche Gesellschaft führte.

Man sollte meinen können, bei diesem Pensum hätte Rachnel keine Zeit mehr für Unfug und dennoch gelang es ihr mit zuverlässiger Charaktertreue irgendwie,  in jedem Hexenkessel einmal mitzurühren.
Und so wurden die Nächte zusehends kürzer.

Vor dem Fenster war es dunkel. Und auf dem Schreibtisch brannte eine Kerze, neben der Ley sich an getrockneten Brombeeren gütlich tat.
Rachnel legte die dick verbundene linke Hand beschwerend auf die Briefecke – das leere, blütenweise Papier ein Geschenk von Conradt - und tunkte mit der anderen die Federspitze in die schillernde Dalaran-Tinte, die Nevex ihr damals mitgebracht hatte…


Lieber Pa, liebe Ma,

Arcaynas und mir geht es gut. Selbst in Sturmwind wird es langsam kalt, dabei hatten wir zum Holunderfest noch …

… Julia ist mit ihnen gegangen. Ich habe sie verabschiedet, wie du es kennst, Papa und ich hoffe, es wird ihr genauso gut tun.  Alethan Magus Meldren hat die Gelegenheit gierig ergriffen und nun sind sie alle fort und Sturmwind wird leerer.  Ich werde nicht lügen, ich habe Sorge um sie. Aber ich hoffe dagegen, wie immer und ich weiß, sie werden alles daran setzen, wiederkommen. Das hat Julia mir versprochen.
Es ist dennoch seltsam. Für uns geht der Alltag noch weiter und trotzdem fühlt es sich verwaschen an. Als würden hier im Grunde alle nur warten. Sie tun nichts, sie führen nur einfach alles fort, was sie sonst so tun. Aber es ist anders, als zu hause. Irgendwie gewaltiger und bedrückender, ohne, dass jemand es beim Wort nennen würde. Krieg. Nein, das sagen sie nicht. Sie sind nur grimmig, aber ohne Standhaftigkeit dahinter.
Nur der Erzmagier beruhigt uns alle. ‚Die Geschichte wiederholt sich nicht.‘ sagt er und wenn er es nicht wüsste, wer dann. Ich kenne keinen älteren Mann, als ihn.
Was auch immer ihr also an Gerüchten gehört habt; in Sturmwind ist man zuversichtlich.
Ich horche dennoch. Ich weiß doch, für jeden der geht, fehlt ein paar helfende Hände in einer Stadt, die sonst voll davon ist. Sobald man uns braucht, werde ich mit anpacken. Ich versuche es jetzt schon.  Mein Leinen ist aufgebraucht, dem Ärztehaus kann ich nichts mehr spenden. Aber aus dem Pachtkeller der Taverne haben wir fässeweise Bier an die Zeughäuser abgegeben. Pais sagt, die Handelswege aus dem Süden werden teurer. Aber teurer heißt, sie fahren noch. Sie lassen es sich nur gut bezahlen.
Also Mut auf.
Ich mache es wie zu hause und zünde Kerzen an. Die ganze Kathedrale leuchtet dieser Tage wie die Sonne und ich habe noch nie so viele Menschen darin gesehen, wie jetzt. Vielleicht auch nur, weil ich erst jetzt öfter selbst hingehe.
Sorgt euch nicht und betet und sagt mir, wie es um den Norden…


Zuletzt von Rachnel am So 7 Dez 2014 - 18:55 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 750
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 17 Nov 2014 - 19:08




Frontpost
13. November

„Danke, Nevex. Du auch.“ rief sie noch und sprang schon freudestrahlend auf die Wendeltreppe zu. Schon nach den ersten, in einem Schritt genommenen Stufen, steckte sie die Nase in den Brief. So eilig hatte sie das Siegel gebrochen, sobald sie die Handschrift erkannt hatte. Julias filigrane Kaligraphie.
Mit eigener Feder und damit am Leben. Allein das zu wissen hatte Rachnel in beruhigter Aufregung alle Lebensgeister geweckt und nun fieberte sie den Zeilen entgegen.
Vielleicht würde sie sogar etwas über die anderen erfahren; zu Alethan, mit dem sie nicht im Besten auseinandergegangen war, von dem nur ein Wort sie dennoch erleichtern würde.
Sie dachte, mit jeder Faser hoffnungsvoll, wenn sie nur wohlauf und am Leben war, konnte doch nichts ihre Erleichterung trügen. Nicht einmal ein wahrer Krieg.
'Geliebte Rachnel,‘ Mit einem leisen, gelösten Lachen überwand die Novizin mühelos die nächsten Stufen und rauschte die Treppe weiter hinauf, Arc Zimmer entgegen.
Ihre Schritte verlangsamten sich in geringerem Maß, als ihr Lesen ernster und konzentrierter wurde. ‘… Viele gute Soldaten sind an meiner Seite gefallen.‘ Rachnel fuhr sich mit der Zunge über die Lippen und schob die Füße vorsichtiger von Stufe zu Stufe, bedacht, nicht zu stolpern und dabei viel mehr konzentriert darauf, ja die Zeile nicht zu verlieren… ‘höre die Klagelaute der Verletzten, das Weinen der Rekruten, die Todesschreie der Helden.‘ Es schauderte sie.
Und dann stand sie ganz still.
‘…Wir stehen vor einer Entscheidung...‘ Der Fuß war verharrt, wo er war und das Auge fuhr mehrere Herzschläge, in denen nur dieses Dröhnen zu hören schien, über den Absatz und diesen einen letzten Satz darin.

‘Ich werde mit ihnen ziehen.‘

„Nein…“ entfuhr es Rachnel tonlos.

Aufbegehren.
Zu gefährlich, zu endgültig, zu überstürzt, zu groß die Furcht auf ein Nimmerwiederzusehen. Zu egoistisch das Gefühl von Verlust. An Rat, an Zuwendung, an Halt.
Sie ging. Julia ging! Durch das Portal! Ganz und gar.
Hatte sie nicht immer gesagt, sie wäre kein Soldat? Für die Schlacht nicht gemacht und ihre Gräuel?
Aufbegehren. Das war der erste, instinktive Gedanke, der nur einen Sekundenbruchteil später in gleicher Unbewusstheit von etwas bedrängt wurde, das Rachnel nicht in Worte fassen konnte und unter der erdrückenden Bestürzung nicht einmal klar erkannte.
Etwas, das ihr den Mund ruhig schloss und die Stirn glättete; dem eben noch heftigen Griff der Finger um das Papier etwas Sanftes gab. So leicht, dass sie bald darauf anfingen, zu zittern.

Danach trieb Rachnels pochendes Herzen sie im Sturm über die nächsten Worte, rasend, während sie selbst doch nur reglos auf dem Treppenabsatz gebannt war.
‘… Wir haben bei unserem Leben, unserer Ehre und unserem König geschworen, das letzte Reich der Menschen und Azeroth vor der Bedrohung zu beschützen…‘
Nein, sie war kein Soldat.
Aber jetzt. Hier. Und in diesem Moment. Erschien Julia ihr der mutigste und ehrbarste Mensch, den sie kannte.
Wie von selbst gezogen fuhr Rachnels Finger über die drei kleinen Worte in der filigranen, schönen Handschrift der Magierin. Selbst hierbei. „Oh Julia…“ flüsterte sie beklommen. Und hätte doch zu gern durch den Nether und alle Ebenen hindurch den Trost damit weitergeben wollen.
Angst…
Das war ein Abschied.
Auf unbestimmt. Ins Ungewisse.
In eine völlig fremde Welt, in der der Krieg regierte.
Es war Julia so fremd wie Rachnel. Es erschütterte sie, noch in den tonlosen Zeilen war es doch zu hören.
Und trotzdem trat sie dem entgegen. Trotz allem.
Rachnel hinterfragte den Stolz nicht, der sie unwillkürlich aufrichtete; den sie über eine Frau empfand, die ihr doch an Jahren und Wissen weit voraus war und an deren Schritt Rachnel gar keinen Anteil gehabt hatte.
Pflichtbewusstsein gegen jede Furcht.
Julia wurde nie müde, Rachnel zu lehren.
Und nun gehörte sie zu denen, die das größte Opfer riskierten und es reckte Rachnel ebenso das Kinn, wie es ihr die Brust eng machte.


Das kein Wort über die anderen fiel, kam der Novizin nun nicht einmal mehr in den Sinn. Dass sich in wenigen Tagen die triumphale Nachricht über die erfolgreiche Schließung des Portals verbreiten wurde und Julia wie Alethan ganz dahinter verschollen, konnte sie nicht ahnen.
Julia warf alles was sie hatte in die Waagschale und nahm hier Abschied von ihr. In aller Ehrlichkeit, mit letzten Wünschen und von ganzem Herzen. Sie ging. Aus dieser Welt und aus Rachnels.
Das beherrschte ihren Geist.
Gegen die Hoffnung, dass um alle Mächte dieser Welt der Erzmagier recht behalten würde: Die Geschichte wiederholt sich nicht.
Abschied von ihr… Rachnel sah den Flur entlang.Das beherrschte ihren Geist.
Von ihr… Rachnel sah den Flur entlang.
Hatte Arc seinen Brief schon geöffnet? Hatte er ihn gelesen?
Seltsam taub und verspannt schlug Rachnel den Weg zu seinem Zimmer ein. Der offene Brief hing ihr zwischen den Fingern und knisterte leise.
 
Nach oben Nach unten
Julia Morgentau

avatar

Anzahl der Beiträge : 195
Anmeldedatum : 24.07.12
Alter : 26
Ort : Wuppertal

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Do 8 Jan 2015 - 2:31



Der Boden unter meinen Füßen erzitterte. Ich spürte wie meine Knie nachgaben. Der Himmel aus rotem Feuer drehte sich.
Ein Grollen aus Tausend Kehlen zerrte an meinem Trommelfell. Panische Schreie, Stoßgebete, gellende Befehle, Todesschwüre. Sie alle vereinten sich zu einem einzigen Laut – Den Gesängen des Krieges. Die tapferen Soldaten und Helden stürmten an mir vorbei, während ich starr vor Angst auf dem berstendem Grund stand.
Es war nicht das blanke Angesicht des Feindes, welches meine Glieder lähmte – Es waren die unzähligen Köpfe. Die Masse an Orks, die mir mit steinerner Miene entgegen sah.
Es sind zu viele... Wir werden alle fallen. Azeroth wird..

Ein ohrenbetäubender Laut riss mich aus meinen panischen Gedanken. Die Kriegsmaschinerie der Feinde wurde entfacht und ein Koloss aus glühendem Eisen schmetterte ein riesiges Loch in unsere Reihen.
Kampflos geben wir nicht auf.
Der Mahlstrom aus verkeilten Leibern der Schlacht hatte mich weit in die Reihen des Feindes getrieben. Ich hätte nicht zählen können, wie viele Orks durch meine Hand starben. Ich hätte nicht zählen können wie viele andere Soldaten zu meiner Seite fielen.
Meine Ohren waren taub. Meine Augen waren blind. Meine Gedanken verstummt.
Ich roch den Schweiß der wütenden Bestien. Ich schmeckte ihr Blut auf meinen Lippen.

Wir flohen. Der kümmerliche Rest, der übrig geblieben war. Hinein in eine unbekannte Welt. Wir spürten den schweren Atem unseres Feindes im Nacken. Dies war nicht die Scherbenwelt die wir kannten. Es war ein neuer, völlig unbekannter Ort. Es gab kein Entkommen – Dies war ihre Welt.

Wieder tobte die Melodie des Krieges in meinen Ohren. Ich wusste nicht einmal mehr woher ich die Kraft nahm meinen Stab erneut zu heben und den eiskalten Tod über unsere Feinde herein brechen zu lassen. Das Krachen der eisernen Kanonen nahm kein Ende – Der Strom an unzähligen Orks genau so wenig. Und dennoch ergaben wir uns nicht. Jeder Soldat ließ seinen Stahl klingen, bis ihn der letzte Atemzug verließ. Angesichts unserer Unterlegenheit war jeder einzelnen Seele an diesem Licht verlassenem Ort bewusst, dass wir niemals siegreich durch das Portal zurück kehren würden. Doch es war einerlei – Wir würden der Bedrohung die Stirn bieten, bis zum letzten Herzschlag.




Und er kam. Mein letzter Schlag. Der Moment in dem mein Körper und mein Geist nicht mehr stand hielten. In der alle Hoffnung zersplitterte; zersprang wie ein Stück Glas, von strahlendem Schein in matte, scharfe Scherben.
Erst war es ein tiefes Grollen. Fern. Kündigte sich unheilvoll an, wie es in einer drückenden Welle herandonnerte, in den Ohren dröhnte, mein Innerstes erfasste. Das Bersten und Reißen von Stein. Dann hatte die Welle uns erreicht. Es war der haltlos bebende Grund, der meine Aufmerksamkeit auf das Geschehen zog, obgleich ich mich hätte auf die Schlacht konzentrieren müssen.

Das Portal. Das unverrückbare Monstrum aus Stein. Es wurde zerrissen von einem Stück Eisen. Der Rahmen stürzte zu Boden, die Statuen folgten gleich darauf. Unwirklich langsam. Der wirbelnde Nether zwischen den schwer stürzenden Pfeilern erlosch dafür in Sekundenbruchteilen. Kein Entkommen. Kein Zurück.
Mein Schreien, mehr ein Aufkeimen des Wahnsinns, geht im Lärm der Schlacht unter und plötzlich spüre ich nur explodierenden Schmerz in meiner Brust. Eine Wucht, die mir für einen Moment Luft und Besinnung raubt. Schmerz allein dringt durch. Und das widerwärtige Geräusch vom Splittern und Brechen meiner Rippen. Mein Mund füllt sich mit Blut. Ich falle zu Boden. Der Stab entgleitet meinen Händen. Ich sehe der wutverzerrten Fratze des Orks der seine Waffe über den Kopf hebt entgegen. Ich hebe nicht einmal mehr die Arme. Alles wird schwarz.

Ich hatte Respekt.
Ich hatte Geduld.
Ich hatte Mitgefühl. Nicht wahr, Mutter?
Ich war ehrlich.
Ich war besonnen.
Ich war stark. Nicht wahr, Vater?


Ich höre den Schlag meines eigenen Herzens. Poch.. Poch...
 
Nach oben Nach unten
Pherenos

avatar

Anzahl der Beiträge : 696
Anmeldedatum : 07.05.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Di 13 Jan 2015 - 0:04

Ein weiterer Eintag in einem von Nevex' Notizbüchern:

12. Tag des neuen Jahres

Gestern hatte ich meine erste Prüfung und auch wenn ich an der Stelle vermutlich nicht annähernd neutral sein kann, ist ein emotionaler gefärbterer Beitrag für das spätere Erinnern ja auch nicht ohne Wert[1].

Die gesamte Erfahrung war enttäuschend und auf gewisse Weise erniedrigend, was ich ungern sage, da ich nicht dachte, dass ich besonders stolz wäre. Die Grundsituation schien schonmal darauf ausgelegt den Prüfling einzuschüchtern, was in meinem Fall zumindest recht gut gelang. Die drei Prüfer standen ein kleines Stück vor mir und schauten auf mich herab. In der Tat gab es wenig Anderes, dass das Interesse einnehmen könnte als den Prüfling. Das Ganze wurde in einer Umgebung ausgeführt, die ich zumindest bisher garnicht kannte und vermutlich in Zukunft immer mit den negativen Eindrücken der Prüfung verbinden werde. Ich kann nur vermuten, dass dies wieder ein Teil des unausgesprochenen Kurrikulums ist, eine möglichst extreme Situation für die Anfrage zu entwickeln und Entspannung so schwer wie möglich zu machen.

Dann kamen die Fragen. Teilweise waren sie so allgemein, dass man nicht wusste, worauf der Prüfer überhaupt hinaus wollte und man hätte stundenlang reden können, ohne das Thema völlig auszuschöpfen[2]. Andere waren schlicht vieldeutig und konnten auf unterschiedliche Weisen verstanden werden. In beiden Fällen wurde bei Versuchen nachzufragen auf was denn abgezielt würde einfach weiter gemacht und offenbar bewusst eine Antwort verweigert. Die Prüfer schienen bemüht keine zu deutlichen Gefühlsregungen zu zeigen oder irgendwie die Qualität der Antwort zu signalisieren. Auch das kann ich mir nur als Verunsicherungstaktik vorstellen. Ganz offensichtlich[3] hilft es nicht den Wissensstand des Prüflings zu ermitteln, wenn man ihm zu offene Fragen stellt, aber es läuft quasi zwangsläufig darauf hinaus, dass man sich keiner gegebenen Antwort sicher sein kann.

Das scheint mir ein wenig kontraintuitiv. Während die allgemeine Situation der Prüfung in der tat nur die Nerven testen mag, so ist das Interesse an guten Antworten doch auch von anderen Faktoren abhängig. So scheint es doch plausibel, dass die Möglichkeit bisher versagt zu haben jemanden, der ein größeres Interesse an einem guten Abschneiden hat mehr aus der Ruhe bringt als jemanden, dem das weniger wichtig ist. Es würde mich sehr wundern, wenn das eine bewusste Maßnahme wäre um ehrgeizigere Prüflinge zu benachteiligen. Wurde das also vielleicht einfach nicht bedacht? Oder geht man davon aus dass die Unterschiede zwischen den Prüflingen oder der Effekt dieses Faktors klein genug sind, um ignoriert zu werden?

Natürlich gab es allerdings auch direktere Fragen, Ich für meinen Teil war bei den meisten von denen immernoch abgelenkt von den offeneren Fragen davor und wurde entsprechend erfolgreich unkonzentriert gehalten. Unachtsamkeiten und Verwechslungen waren die Folge. Ich bezweifle, dass eine bessere Vorbereitung meinerseits unter diesen Umständen, die mir vorher von keiner Seite klar gemacht wurden, in irgendeiner Weise geholfen hätte, was wieder dafür spricht, dass in der Tat nicht das Wissen geprüft wurde.

Die praktische Prüfung zumindest war ohne weiteren Ablenkungen und Überraschungen. Vermutlich wären sie hier auch gefährlich für Leib und Leben gewesen. Meine Leistung war auch nach der kurzen Pause dazwischen und einem Meditationsversuch nicht beeindruckend. Ein kleiner Fehler beim Fliegen und ein größerer, wenn auch nicht katastrophaler, beim Frostblitz. Ich war am Ende etwas über die Erwartungen überrascht, offenbar war ich damit nicht weit von der Untauglichkeit entfernt, aber das hätte ich so vermutlich erwarten sollen. Und ich bezweifle, dass er ähnlich schlecht gelaufen wäre, wäre ich von der Theorie nicht schon recht resigniert gewesen. Ich weiß nicht, ob dieser Teil sehr hilfreich zur Einschätzung eines Magiers ist, aber der war zumindest das, was versprochen wurde. Ich glaube ich war am Ende dieses Teiles ein wenig hysterisch aber offenbar nicht so schlimm, dass es aufgefallen wäre.

Die Verkündung der Ergebnisse enthielt wieder sehr wenig Informationen zu meinen sachlichen Fehlern, kommentierte aber deutlich mein Selbstbewusstsein und meine Fähigkeiten im freien Sprechen. Das ist wohl wieder ein Hinweis darum, dass es mehr ein Belastungstest als ein Wissenstest ist.

Woran ja auch im Prinzip nichts schlechtes sein muss... die Erfahrung war natürlich grausig, aber ich könnte verstehen, wenn man meint, dass das zum Magier in einer Zeit der großen Kriege gehört. Aber ich finde es so vollkommen unverständlich, dass es davor als Wissenstest erklärt wurde. Und man kann wirklich nciht sagen, dass ich nicht versucht hätte mehr über diese Art von Prüfungen herauszubekommen, aber Mentoren, Magier und Novizen schienen entweder einen anderen Eindruck zu haben als ich, nicht gut zu erklären, oder ich habe sehr große Defizite im Zuhören, wovon ich im Folgenden erstmal nicht ausgehen werde. In der Tat schien das verbreitetste, dass ich zu hören bekam, dass ich doch mehr als genug wüsste und mir keine Sorgen machen müsste. Ich finde es schwer, das nicht als in irgendeiner Weise irreführend zu sehen nach dieser Prüfung.

Im Fazit muss ich sagen, dass die Art der Fragen und die vermutlich bewusste Täuschung hinsichtlich der Absichten eine gewisse Ablehnung gegen das Vorgehen der Akademie aufkommen lässt. Es ist enttäuschend für mich, dass die Prüfungen, die den Magiertitel ausmachen, offenbar genauso auf das Feld wie auf das Labor vorbereiten sollen. Wieder ist das etwas, was mich vermutlich nicht überraschen sollte, aber es trifft mich dennoch und wirft für mich die Frage auf, ob ich nach dem potentiellen Abschluss tatsächlich anstreben sollte hier zu forschen. Ich sollte wohl den denkbaren Alternativen weitere Aufmerksamkeit widmen.

Abgesehen davon wird meine Vorbereitung für die Abschlussprüfung anders aussehen. Vermutlich begnüge ich mich damit Texte auswendig zu lernen, wie ich es eigentlich mit den Zauberregeln vorgehabt hatte. Zumindest der Erzmagierin schien es am ehesten darum zu gehen und die Gefahr etwas auszulassen oder mich ablenken zu lassen ist geringer, wenn ich das erfolgreich so geschafft habe. Und es sollte leicht genug vor der Prüfung zu testen sein. Das ist nichts, was ich in irgendeiner Weise als Erkenntnisfortschritt sehen würde, aber das ist dann eben eine weitere Anpassung an das menschliche System. Immerhin verschwende ich damit nicht zu viel Zeit.

Ich werde den Beitrag möglicherweise nochmal ergänzen, nachdem ich mit den Prüfern geredet habe, aber ich bin nicht wirklich optimistisch, dass sich mein Bild da verändert. Am ehesten denkbar wäre es noch, dass ich deutlich mehr falsch gemacht habe als ich dachte, aber meine Frustration bezieht sich auch weniger auf die Benotung als auf das vorgehen und ich sehe nicht, wie sich das dadurch ändern würde. Vielleicht übersehe ich den tieferen Sinn der Handlungen und Fragestellungen, aber bevor ich wenigstens eine grobe Idee habe, wo ich falsch liegen könnte scheint das keine produktive Denkweise zu sein.

[1] In der Tat scheint das ja auch potentiell eine der Funktionen von Emotionen zu sein. Wir erinnern uns oft an Sachverhalte gerade dadurch, dass wir uns daran erinnern, wie wir uns gefühlt haben. Haben Emotionen einen Einfluss auf die Steuerung des rationalen Aufmerksamkeitsfokus?
[2] Ich redete nicht stundenlang sondern versuchte eben mehrfach nachzufragen und nachdem das schief ging stattdessen zu raten, was gemeint war. Nachher wurde mir vorgeworfen ich wäre teilweise zu oberflächlich gewesen. Offenbar soll man die Frage nicht ernst nehmen, sondern nur als Einstiegsthema.
[3] Keine Phrase, die ich gerne herumwerfe, denn die Intuitionen könnten ja immer auseinander gehen, aber in diesem Fall scheint es mir in seiner Stärke angemessen.
 
Nach oben Nach unten
Julia Morgentau

avatar

Anzahl der Beiträge : 195
Anmeldedatum : 24.07.12
Alter : 26
Ort : Wuppertal

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mi 15 Apr 2015 - 23:37


(Das Video spielt keine Rolle & es ist auch nur das erste Lied, was ich persönlich empfehle beim lesen.)


1. Tagebuch-Eintrag

Ich habe aufgehört die Tage zu zählen. Erst noch war es leicht sich daran zu orientieren, dass der Körper irgendwann vor Müdigkeit zusammen sackte und sich der Leib wieder erhob, wenn es im Soldatenlager wieder lauter wurde. Doch mittlerweile war es niemals mehr still. Und auch der Himmel ward ewig dunkel. In klaren Nächten kann man Sterne und Monde am Himmel sehen. Heute fragte mich einer der Rekruten beim Essen ob die große Kugel die wir am Firmament sahen unsere Heimat sei. Ich wusste es nicht.

2. Tagebuch-Eintrag

Es war ein befremdliches Gefühl. Surreal. Zuerst hatte ich geglaubt es würde schneien. Dies war eine andere Welt und nach allem was ich bisher gesehen hatte, hätte es mich nicht einmal verwundert dass es tatsächlich in dieser warmen Gegend schneien könnte. Doch als die ersten Flocken auf meine Haut rieselten und sie nicht schmolzen, sondern zu dünnen Partikeln ewigen Staubs zerfielen war mir klar, dass es Asche war die auf uns nieder ging. Die Soldaten waren verstummt. Jeder hatte zum Himmel aufgesehen und dann andächtig das Antlitz gesenkt. Sie gedachten unserer Männer und Frauen die vor wenigen Tagen in unserer letzten Schlacht fielen und an die unschuldigen Zivilisten, deren Heimatreste nun auf unsere Häupter regneten.

3. Tagebuch-Eintrag

Die Kreaturen dieser Welt sind angsteinflößend. Die Gelehrten, welche sich in diesen Kampf begeben hatten, waren nutzlos. Dieses Draenor überstieigt ihr Wissen und eines manchen Verstand.
Verstand... Jeden Tag verliert ein weiterer Soldat den Seinen. Es sind die Schmerzen ihrer Verletzungen oder das Unwissen ob sie jemals wieder heimkehren würden.


4. Tagebuch-Eintrag

Die Moral unserer Männer sinkt. Die Siege die wir verzeichnen wiegen sich langsam mit den Niederlagen und den Gefallenen auf und immer wieder erreichen uns Berichte darüber dass es den anderen Einheiten ähnlich ergeht. Verzweiflung und Angst erfasst die Herzen. Die Sehnsucht nach Frieden und Heimat ergreift auch mich ein manches Mal... Doch ich darf mich nicht von ihr übermannen lassen. Ich habe eine Aufgabe zu erledigen.

5. Tagebuch-Eintrag

Manchmal stelle ich mir die Frage ob wir Azeroth bereits gerettet haben. Mittlerweile ist es unter den Soldaten bekannt geworden, dass es nicht die eiserne Horde war die das Portal zerstört hatte, sondern unsere Truppen. Ich frage mich wie es meiner Familie und meinen Freunden ergeht. Ich denke an die Erzmagierin und an Rachnel und daran ob sich Merwyn meinen Worten widmete, zu denen ich kein Recht hatte und die doch ausgesprochen werden mussten. Auch Arcaynas macht mir immer noch Sorgen – Zuerst wollte ich mich er Illusion hingeben, dass die letzten Worte die ich an sie alle richtete etwas bewegt hatten. Doch war es eben nicht mehr als das: Ein Trugbild meines Verstandes. Ich schließe sie in meine Gebete ein.. Sie alle.

6. Tagebuch-Eintrag

Es gibt keinen Alltag mehr. Jeder Tag bringt etwas Neues. Wir sind weiter gekommen, doch der Krieg ist noch lange nicht gewonnen. Sollten wir es nicht irgendwie schaffen eine Verbindung zu unserer Welt wiederherzustellen würde es auch nicht dazu kommen. Nach den wenigen Informationen die mich erreichten arbeiten verschiedene Arkanisten unter Erzmagier Khadgars Studien daran eine Verbindung zurück zu schaffen. Ein Schimmer dünner Hoffnung am schwarzen Horizont.

7. Tagebuch-Eintrag

Er ist immer noch bei uns. Der Soldat der mein Leben rettete. Ich erwische mich selbst dabei, wie ich ihn ansehe. Zu lang, zu … intensiv. Man sollte glauben ich hätte besseres zu tun im Krieg. Er lächelt immer freundlich und immer wenn wir uns begegnen fragt er danach wie es meinen Verletzungen ergeht. 'Gut' sage ich, wie immer. Manchmal glaube ich, dass er mich ebenso ansieht.. Wenn ich nicht hinsehe. Als wäre ich wieder Zwölf und ich …

8. Tagebuch-Eintrag

Wir sind weit vorgedrungen. Wie weit weiß Niemand – Ich muss mich an den Gedanken gewöhnen, dass ich mit meinen eigenen Augen Orte entdecke die nie ein Mensch zuvor sah. Auch dieses Gefühl ist befremdlich. Eine andere Einheit hat sich der unseren angeschlossen – Die Männer und Frauen unserer Truppe waren zum ersten Mal seid Tagen zumindest für den Moment weniger Herzschläge voller Hoffnung. Die Offiziere führen Unterredungen mit den Einheimischen. Mein Kontingent soll ihnen helfen eine Stellung zu befestigen, welche sie gegen die eiserne Horde besser verteidigen können. Wir werden Frieden über dieses Land bringen... Eines Tages.

9. Tagebuch-Eintrag

Heute verlor mein Kontingent zwei Magier. Das ist ein schwerer Rückschlag für unsere Einheit.  Wir hatten die Lage unterschätzt. Ich gebe mir die Schuld, obgleich sie mir einreden dass es nicht die meine wäre. Wir konnten uns eine bessere Stellung sichern... Doch zu welchem Preis.

10. Tagebuch-Eintrag

Das Gefühl war berauschend. Wir hatten es trotz unserer Unterlegenheit geschafft die Stellung unserer Feinde gänzlich zu zerschlagen. Kein Ork wurde des Lebens verschont. Doch es ist nicht nur das... Das stetige Zaubern und die unbekannten Ströme des Leys dieser Welt fühlen sich … anders an. Manchmal glaube ich, dass sie uns zu größerer Macht verleiten. Vielleicht ist es aber auch nur ein Hirngespinst des Sieges. Immer noch kribbelt es unaufhörlich. Ich weiß, dass ich diese Nacht nicht schlafen werden kann.. Doch das ist nicht weiter schlimm. Die Soldaten wollten zumindest mit dem was ihnen möglich ist unseren Sieg feiern und nach Wochen des Zusammenkämpfens scheue ich ihre Nähe gar nicht mehr so sehr.

11. Tagebuch-Eintrag

Es ist etwas her, dass ich ein paar Zeilen in dieses Buch niederschrieb. Ich glaube ich möchte einfach nicht jedes Mal daran erinnert werden, dass es die letzten Silben sein könnten die ich auf Papier bringe. Dann kommt in mir die Frage auf warum ich überhaupt etwas schreibe. Ich halte nicht einmal fest was wir erlebten, schließlich könnten wir jederzeit übermannt werden und meine Worte sollen es nicht sein, welche dem Feind einen Vorteil verschafften.
Die Zeit im Krieg vergeht nicht. Jeder Tag fühlt sich wie eine eigene Endlosigkeit an. Mittlerweile schrecke ich bei jedem kleinen Laut auf und erwarte einen Hinterhalt. Es kommt nicht selten vor dass ich bereits meinen Kampfstab in den Händen halte, ehe ich mich überhaupt gänzlich aufgerichtet habe und es nur die Nachtwache ist die einen Schritt zu nah an meinem Zelt entlang wandert. Wir sind soweit vorgedrungen, dass uns Berichte der Anderen Einheiten nicht mehr erreichen. Es wäre töricht uns für ein paar Informationen zu verraten. Ganz gleich wie sehr ich mir wünsche endlich die Nachricht zu erhalten, dass der Erzmagier und seine Adlaten es geschafft hätten.
 
Nach oben Nach unten
Pherenos

avatar

Anzahl der Beiträge : 696
Anmeldedatum : 07.05.13

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Mo 20 Apr 2015 - 13:55

Ein weiterer Eintag in einem von Nevex' Notizbüchern:

Kommentare zur Sumpflandexpedition im 4. Monat

Die Expedition war eine durchaus interessante Erfahrung und in vielen Punkten anders als ich sie mir vorgestellt hatte. Zuerst war da die Überraschung priesterlicher Begleitung. Gleich zwei Priester mit einem Novizen waren da und etwas peinlicher Weise deutlich pünktlicher als wir am Schiff. Leider blieben sie nicht mehr lange. Schon in Menethil wurden sie zurück gerufen. Ein wenig Schade, ich hätte die Möglichkeit ein wenig mehr über den menschlichen Stil der Lichtmagie heraus zu finden besser nutzen sollen. Die Gelegenheit wäre ja mehr oder weniger Optimal gewesen, die Priester verkehrten offensichtlich freiwillig mit uns als Magiern und da wir in einer Schülerrolle da waren hätte man mir dumme Fragen wohl eher verziehen als wenn ich in Sturmwind Kontakt zu Kirchenmitgliedern suche.

Lichtmagie ist allerdings nicht das einzige Thema in dem ich ein wenig versämt habe mich zu informieren. Wissen über die Natur von Geistern hätte vielleicht deutlich geholfen. Wir hatten eine ziemlich seltsame Begegnung mit einer offenbar ziemlich mächtigen magischen Kreatur, die sich in Form einer geisterhaften gestalt in Robe zeigte. Piix meinte, dass es kaum ein hinreichenderb Test für die Macht eines Wesens wäre von der Aura geblendet zu werden und das mag stimmen, aber es scheint mir in jedem Fall die Idee genug nahezulegen, dass die Beweislast bei denen liegt, die es leugnen wollen - zumal die Phänomene danach ja durchaus nicht unbeeindruckend waren.

Zuerst war da eine solide magische Wand, gespeist direkt aus einer in der Nähe verlaufenden Leylinie. Während der Magier hierfür wohl keine ständige Aufmerksamkeit brauchen mag, war die magische Handwerkskunst recht beeindruckend. Die Mauer stand vermutlich schon Jahre, vielleicht Jahrzehnte und war strukturell immernoch weitgehend stabil. Offenbar gab es Löcher, die groß genug waren Menschen hinein zu lassen aber das ist nach so langer Zeit kaum verwunderlich und in diesem Fall vielleicht sogar beabsichtigt. Das geisterwesen redete davon uns Prüfungen zu stellen und wir sind alle davon ausgegangen, dass die Mauer die erste war. Da sie offenbar als bestanden galt als die ersten Personen durch waren und die Mauer verschwand, klingt das soweit plausibel. Das plötzliche Verschwinden der Mauer ist hier ein weiteres Beispiel für die wirkende Macht. Während es kein außergewöhnliches Kunststück sein mag die eigenen Zauber aufzulösen, so erfordert es doch aktive magische Fähigkeiten, die ich von Geistern nicht in dieser Art erwartet hätte.[1]

Deutlicher noch war die zweite Barriere. Nach der ersten Wand liefen wir ohne Vorsichtsmaßnahmen weiter und wohl nicht ganz überraschend in eine Falle, wo wir von einer neuen magischen Mauer umgeben wurden. Das kann entweder ein viele Jahre alter Auslöser gewesen sein oder ein direkt gewirkter Zauber des Wesens nachdem es uns da hatte wo es uns wollte. Beides wäre durchaus nicht unbeeindruckende Bannmagie. Und auch hier waren die Auflösebedingungen an sich interessant. Jede Person musste einen Gegenstand in eine Kiste legen, dann verschwanden die Gegenstände mitsamt der Kiste. Wollte das Wesen Auraproben von uns sammeln und hat deshalb persönliche Gegenstände von uns eingefordert? Und hat es den Zauber direkt gelöst oder war der Zauber so komplex, dass er die Zahl der eingesperrten Personen erfühlen konnte, ihre Auren las und erkennen konnte ob Auraproben in der Kiste gelandet waren?

Die Suche nach dem Artefakt danach war vergleichsweise uninteressant. Keine weiteren magischen Phänomene, nur das bergen einer Kiste. Ich hatte mich ein wenig zurückgehalten, weil drei Prüfungen angekündigt waren und wir ja nur zwei bisher hatten, aber offenbar war das nicht nötig gewesen. Vielleicht hatte das Wesen schon was es wollte? Oder es hat die dritte Prüfung selber vergessen? Gebundene Geister sollen ja oft mehr feste Abläufe machen als bewusste Handlungen vollführen, vielleicht war der in der Welt verbliebene Persönlichkeitsabschnitt einfach nicht weit genug aktiv um sich an die dritte Prüfung zu erinnern? Das würde zumindest die Kategorisierung als Geist erklären.

Die ganze Expedition über war ich ein wenig verwundert davon, wie wir zu einer gewissen Leichtfertigkeit angetrieben wurden. ich dachte eher man würde uns prinzipien der sicheren Artefaktsuche nahelegen und uns erklären, wie wir welche Arten von Problemen vermeiden, aber stattdessen wurde eher erwartet, dass wir den Anweisungen eines unbekannten magischen Wesens folgten und uns Novizen wurde die Führung durch den Sumpf überlassen. Auch war die Informationssammlung vor der Expedition anscheinend eher unvollständig. In dem Lader nahe des Schiffswracks das wir suchten erfuhren wir im einfachen gespräch schon einiges über den Geist und die Barriere, Dinge, die man im vorfeld durchaus hätte ermitteln können. Ich bin mir nicht sicher ob das nicht eine Prüfung war, die wir nicht bestanden haben. Vielleicht hätten wir mehr auf Vorsticht bestehen sollen statt in Fallen zu laufen und vielleicht hätten wir die Informationssammlung im Vorfeld übernehmen sollen?

Oder wir galten schon als übervorsichtig und sollten lernen uns ein wenig sicherer zu fühlen, ob angemessen oder nicht. Zumindest der Erzmagierin traue ich sofort zu, dass sie sich wünschte das mein vermeindlich mangelhaftes Selbstbewusstsein gefördert würde. Wenn den Magiern die Situation und vielleicht sogar das Geisterwesen im Vorfeld bekannt war und nie eine Gefahr bestand, könnte das durchaus Sinn machen. In dem Fall bin ich aber nciht sicher, ob es in meinem Fall effektiv war. Ich bin ja nicht wirklich zum ersten Mal in einer ähnlichen Situation gewesen und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sie nicht notwendig so glimpflich ausgehen. [2]

Wie auch immer, sozial war das eine ganz angenehme Erfahrung. Ich war mit Rachnel bei ihrer Familie zu Besuch, hatte eben recht kurzen aber nciht uninteressanten Kontakt zu den Lichtwirkern, habe einen Druiden kennengelernt und mehrfach seine Verwandlung in eine Krähe bewundern dürfen[3]. Dazu konnte cih feststellen, dass man die Bewegung im Sumpf wirklich öfter üben sollte, wenn man die Fähigkeit nicht verliren will. Vermutlich werde ich nächstes Mal magisch auf dem Sumpf wandern und es technisch nicht mehr anders können müssen, aber es war ein wenig ernüchternd zu bemerken, wieviel man in ein paar Jahren da verlernen kann. Ich sollte weiterhin gelegenheiten zu Reisen wahrnehmen, wenn sie sich anbieten, damit ich nicht irgendwann völlig hilflos außerhalb von Stadtmauern bin.

Dieser Eintrag ist ein wenig chaotisch, vielleicht sollte ich ihn nohmal neu schreiben oder zumindest etwas neu ordnen, aber für heute soll das gut genug sein.

[1] Mächtige, körperlose, untote Magiewirker. Ich bin mir nicht sicher, ob die Bezeichnung als "Geist" da noch angemessen ist. Kommt das Lichs nicht schon näher?
[2] Aber vielleicht hat das die anderen mehr beeindruckt? Vielleicht sollte ich einmal herumfragen.
[3] Das lässt sich doch arkanistisch sicher auch immitieren... Immerhin scheint das plausibel genug zu sein, dass unsere Lehrer nicht in Lachanfälle ausbrechen wenn suggeriert wird, dass Medivh in Form einer Krähe gekommen sei. Zugegeben, die ganze Geschichte mit dem "Propheten" klingt mir ein wenig weit hergeholt, aber wenn die Details offensichtlich falsch wären, hätte man es an der Akademie sicher kritisiert, denke ich.


 
Nach oben Nach unten
Verabeth

avatar

Anzahl der Beiträge : 750
Anmeldedatum : 06.08.12

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Fr 10 Jul 2015 - 15:14

Pechschwarze Nacht. So tief hinter erhitzten Mauern fiel kein Sternenlicht und kein Mondstrahl. Kein Fenster, kein Spalt. "Die Welt" hätte hier ebensogut eine Erinnerung oder eine Legende sein können und seit die Kerzen gelöscht waren, konnte Rachnel die Hand vor Augen nicht mehr sehen.
Sie lauschte nach oben, doch aus den Kinderzimmern kam kein Laut.
Sie spürte Arcaynas' warmen Körper neben sich, erahnte seinen leisen, ruhigen Atem.
Wie unerträglich es ihr gewesen wäre, so dicht neben seiner blanken Haut zu liegen. An jedem anderen Ort.
Hier war es ihr zu unheimlich. So sehr, dass sie nicht einmal wagte, den jungen Mann neben sich zu berühren. Auf diesem fremden Laken, hinter diesen fremden Samtvorhängen. In eines anderen Ehebett. Das Bett eines Mannes, dessen glühendstechenden Blick einen stets zu beobachten schien und den Rachnel noch durch die Vorhänge zu spüren glaubte, obgleich es doch nur Öl in einem Rahmen war, dem nichts Lebendes innewohnte.

Eine Nacht.
Nur eine Nacht.
Eine letzte Etappe.
Morgen schon würden sie wieder in Sturmwind sein. Der Gedanke schrieb mit einer Seltenheit Erleichterung in Rachnels Miene. Das Ende einer langen Reise. Die Wiederaufnahme des Alltags.



-----------------------
OOC: Es ist Freitag früh und die Novizen Galdafei und Düsterherz sind zurückgekehrt ins akademische Novizenheim. Selbst wenn ihr mich (Edit: ebenso Arc) durch RL-Termine am Wochenende noch nicht zu Gesicht bekommt.











-----------------------------------------------------------------


Ende August, im Jahr des Draenor-Feldzugs...

In das warme, kräftige Brennen eines Sommersonnenuntergangs stach stoisch das kühle blaue Spitzdach des Magiersturms, während um sein breites Fundament die Nachtschatten zusammenflossen. Doch Abkühlung brachten sie nicht, noch immer glühte die Luft nach von der Sinnenkraft vorangegangener Stunden.
Dennoch war dies die Zeit, in der sich manche Magier aus den kühlen Hallen der Akademie in die frische Luft wagten und sich bei lauschigem Lampenlicht an vollmundigem Auslesewein in teuren Kristallgläsern beim Eremiten gütlich taten. Trotzdem blieben die meisten der wenigen Fenster des Magierturms erleuchtet und blickten unerreichbar auf das Leben unter ihnen hinab.

Rachnels Zimmer in diesen Mauern hatte keine Fenster.
Und die Novizin kratzte bald an den Wänden des gastlich eingerichteten Raums wie eine Ratte in ihrem Karton, scharrte an der Türschwelle wie ein winselnder Hund. Kaum fand sie Ruhe für die Strafarbeiten am Schreibpult, von denen es reichlich gab.
Von einen Moment auf den anderen war ihre sonst so große weite Welt zusammengeschrumpft auf diese vier Wände. Diese magieabgeschotteten, fremdbestimmten Wände, in denen sie seit Tagen die gleichen Gesichter sah. Wenn überhaupt eine Menschenseele.
Piix wurde ihr Fenster zur Außenwelt und so gutherzig die Gnomenmagierin war, es blieb ein kleines Fenster. Winzig.
Und sie hasste es. Nur die Drangsal wohnte mit ihr hier. Ley hatte das antimagische Feld nicht gut vertragen, also hatte Rachnel den Netherdrachling befreit.
Aber ich sie fühlte sich bald wie in Watte und durstend. Unkonzentriert und reizbar wie nie. Eigentlich wunderte sie die Rückkehr der Albträume nicht. Tags durchpflügte sieunstet den Raum von einer Ecke in die andere und nachts wälzte sie sich getrieben zwischen den feinen Laken. Meditieren fiel ihr unglaublich schwer und trotzdem versuchte sie es vor jedem Griff zu Büchern und Schreibfeder. Arcaynas‘ Brief hatte ihr eine Atempause verschafft, aber nun… Rachnel hatte von Serania Geschichten von Priestereleven gehört, die sich über Wochen in eine Klosterzelle zurückzogen. Um Einsamkeit und Verzicht zu lernen. Um daraus Demut zu finden. Um sich daraus auf die Tugenden vorzubereiten. Schon Einsamkeit und Verzicht trieben Rachnel in den Wahnsinn.
Nur ein Zauber. Nur ein winzig kleiner Zauber. Nur ein kurzes Anschmiegen an den Nexus… schmerzlich wurde ihr dann jedesmal bewusst, wie mächtig das antimagische Feld um sie war.
Wenn sie Ley nur so einfach hätte folgen können.
Aber aus dem Schritt in dieses Zimmer, den sie selbst gewählt hatte und gegangen war; um Ruhe zu schaffen und guten Willen zu zeigen; war eine risikohafte Bürde geworden.
Und Rachnel verfluchte sie nur zu laut.



Zuletzt von Verabeth am Mi 4 Nov 2015 - 14:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Nach oben Nach unten
Arcaynas

avatar

Anzahl der Beiträge : 318
Anmeldedatum : 23.01.13
Alter : 23

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   Sa 15 Aug 2015 - 22:08

Am frühen Nachmittag standen die drei Rekruten des Dorfes bereits auf dem Übungsplatz und hatten ihre erste Übungseinheit an den hölzernen Feindesbildern absolviert. Am Rande beobachteten leise schwärmend drei junge Frauen aus dem Dorf die drei.
Markus warf Heinrich den Trinkschlauch zu und begann zu den beiden anderen zu sprechen. „Habt ihr die vier Fremden schon gesehen? Der eine sieht aus wie ein Fingerfuchtler. Das gefällt mir nicht, dass die hier sind.“
Darrick, der Jüngere lachte kurz.
„Du siehst in fast jedem einen Fingerfuchtler.“ Dann wurde seine Mimik wieder ernster. „Aber ja, ihre Anwesenheit gefällt mir auch nicht.“
Heinrich reichte den Schlauch weiter an Darrick. „Die beiden Älteren sollen nicht übel sein. Der greise Soldat kümmert sich um Kinder, während sein Weib auf den Feldern mit anpackt. Sie soll Fauchen können wie ein Drache. Wenn nicht sogar Feuer speien.“
Mit dem Handrücken einmal seine Stirn abstreifend deutet Markus auf die Übungspuppen. „Wir sollten weitermachen. Aber was ist mit dem Vierten im Bunde?“
Mit einem Schnauben verschloß Darrick den Trinkschlauch. „Soll immer wieder in der Burg verschwinden. Wer weiß, was der mit dem Baron zu schaffen…“
Weiter kam er nicht, da ihn Heinrich mit einer Geste unterbrach. „Wenn man vom Dämon spricht…“
Auf den Platz traten zwei Menschen zu. Der vordere wirkte dünn – Man hätte ihn glatt einen Lauch schimpfen können – und war dunkel gekleidet. Das schwarze Haar zu einem Zopf zurück gebunden und wohl etwas älter als die drei Rekruten. An seiner Seite baumelte eine dünne Waffe in ihrer Scheide. Der hintere war eindeutig der Fingerfuchtler, doch sahen die jungen Männer auch seine militärische Haltung. Dieser blieb im Hintergrund und ließ seinen Blick auf den Anwesenden ruhen. Jedoch trat der Lauch auf die drei zu und neigte sein Haupt. Der Tonfall des Mannes war höflich und distanziert. „Verzeiht, seid ihr Darrick, der Jüngere, Heinrich und Markus?“ Der Blick aus einem Paar blaugrauer Augen ruhte musternd auf den Dreien aus einem vernarbten Gesicht. Gespanntes Getuschel war vom Rand zu vernehmen.
Während Markus Blick sich argwöhnisch auf den Magier fixierte, verzog Darrick etwas das Gesicht. „Was wollt ihr hier, Fremder?“
Der Fremde antwortete ohne über die grobe ‚Begrüßung‘ eine Miene zu verziehen. „Der Leutnant hat mir erlaubt, mich euren Übungen anzuschließen.“
Die Blicke der Drei wandten sich bei diesen Worten dem Narbengesicht zu und begutachteten den Fremdling von oben bis unten. Darricks Arme verschränkten sich vor seiner Brust und er schnaubte noch einmal. „Wenn du mithalten kannst.“ Herablassend schüttelt der breitschultrige Mann den Kopf und tritt auf eine der Holzfeinde zu.
Erneut senkte der Fremde sein Haupt. „Wie ihr wünscht. Habt Dank.“ Die rechte Hand des Mannes legt sich auf den Waffengriff an seiner Seite.
Ein weiteres Schnauben von Darrick folgte. „Du bekommst eine Übungsklinge von uns. Heinrich.“
Der Angesprochene nickte und eilte kurz davon. Es dauerte nicht lange, ehe der Mann mit einem weiteren Übungsschwert wieder kam. Dieses wurde dem Fremden überreicht und Henrich gesellte sich neben Markus und Darrick an die Holzfeinde. Der Schwarzhaarige nickte einmal dankend, ehe er die Rapierscheide von seinem Gürtel löste und sich seinem hölzernen Feind zu wand. Seine Grundhaltung unterschied sich trotz gleicher Waffe von den drei jungen Soldaten.
Von da an erfüllte wieder das Treffen von Metall auf Holz den Platz. Die drei Soldaten wechselten kein Wort während sie die Puppen bearbeiteten und auch der Fremde hielt sich schweigend. Doch am Ende konnte selbst der grimmige Darrick nicht von der Hand weisen, dass der seltsame Fremdling geschickt mit seiner Waffe gegen den Holzgegner vor ging, auch wenn dieser grazile – als ob er dieses Wort beherrschen würde – Kampfstil ihm nicht gefiel.

Nach einer kurzen Pause winkte Darrick die drei anderen Übenden heran. „Heinrich, du kämpfst zuerst mit ihm.“
Der Angesprochene nickte und begab sich etwas weiter auf den Platz und der Fremde folgte ihm. Schließlich standen sich die beiden gegenüber. Grimmig zufrieden stellte Darrick fest, dass man dem Mann seine Erschöpfung ansehen konnte, auch wenn er keine Miene verzog. Ein gewisses Erstaunen darüber, dass der Fremde bei diesem Teil der Waffenübung mithalten konnte, blieb nicht nur bei den Rekruten zurück, sondern auch bei den Beobachtern.
 
Nach oben Nach unten
Liyaniel

avatar

Anzahl der Beiträge : 327
Anmeldedatum : 26.02.12
Ort : Wuppertal

BeitragThema: Re: Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag   So 30 Aug 2015 - 16:44

Augenblicke aus der Kindheit

Eine sanfte, warme Brise wehte durch das Fenster und bewegte sachte die Blätter auf dem Tische. Mit winzigen Lettern beschriebene Pergamente, Ausführung von Kunst in Wort und Schrift. Höhere Stapel waren mit hübschen Steinen beschwert. Ratsam, da sich der hölzerne Schreibtisch am offenen Fenster befand, so dass man die Aussicht auf den Garten genießen konnte. Doch war es nun Nacht, der kleine Raum durch den Schein einer magischen Laterne erhellt, während die Welt draußen schlief. Nicht so Alantrus, der mit gerunzelter Stirn und tintenfleckigen Fingern eine Schreibfeder hielt. Er kräuselte die Lippen und vollendete mit gestochener, kleiner Handschrift den Vers eines Liedes.
Wieder regten sich die Blätter auf dem Schreibtisch, erhoben sich kurz und sanken nieder, als hätte der Wind abermals von ihnen Besitz ergriffen. Wenn dort denn ein Windstoß gewesen wäre.
Alantrus hob die Mundwinkel zu einem sachten Lächeln, während das leuchtende Augenpaar auf den sich regenden Pergamenten ruhte. Sie flatterten fröhlich auf und ab und schienen einen kleinen Tanz aufzuführen.
„Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du diesen Unfug lassen sollst? Und solltest du nicht im Bette sein?“ fragte der Quel’dorei mit sanfter Stimme, sah dabei jedoch nicht von seiner Arbeit auf.
„Ich kann nicht schlafen, Vater“, sprach das Elfenkind und trat mit bloßen Füßen tappsend näher. Der kleine, schmächtige Leib in ein hellblaues Nachthemd gehüllt, das lange blonde Haar wirr über die Schultern fallend.
Alantrus legte die Schreibfeder bei Seite und wandte sich seiner jungen Tochter zu. Er öffnete die Arme und Liyaniel kletterte auf den Schoß des hochgewachsenen Hochelfs, der sie sachte an sich drückte. Ein Kuss auf die Schläfe ging seinen Worten voran.
„Du kannst nicht schlafen“, raunte er mit sinnierendem Ton und lächelte auf seine Tochter herab. Das makellose Gesicht zeigte winzige Lachfältchen an den Augen. „Da hilft nur eins“, sprach er feststellend.
Liyaniel neigte den Kopf zurück und blickte ihren Vater an. Die Brauen fragend gehoben, der rosige Mund zu einem kleinen ‚o‘ geformt, bis sie sprach.
„Tee und Gebäck?“
„Und ein Lied, wenn du dann auch brav in dein Bett zurückkehrst“, ergänzte Alantrus und blickte Liyaniel lächelnd an.
„Sehr wohl, Vater“, sprach das Mädchen und rutschte von seinem Schoß herab. Die Arme in die Höhe streckend, gähnte sie ungeniert.
„Tee und Gebäck“, wiederholte Alantrus schmunzelnd und verließ den Raum.
 
Nach oben Nach unten
 
Tinte und Papier: Der große IC-Beitrag
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 4 von 5Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» Papier-Modelle
» egú - Mode für große
» E-Cards für alle Anlässe
» Aldi-Treckingsandalen Grösse 40 und Esprit-Sneaker braun-Gold, Gr. 39 abzugeben
» die große Andreja

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Magiersanktum Sturmwind :: Das Magiersanktum :: Vorhalle-
Gehe zu: