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 Etikette

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Romy

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BeitragThema: Etikette    So 14 Jul 2013 - 15:52


Zwischen den Lehrwerken über Geschichte, Arkantheorie und magischen Bestien
findet sich ein kleines Büchlein mit dem schlichten Titel "Die moderne Etikette".

1. Anrede

Bei der korrekten Anrede gelten ein paar wenige Grundregeln, die es zu beachten gilt. Der Sprecher nimmt Bezug auf die Tageszeit oder die Begebenheit, nennt folgend den korrekten Titel der Person sowie den Nachnamen, soweit bekannt:

"Guten Tag, Erzmagier Sonnenglanz."
"Ein frohes Winterhauchfest, Verwalter Schreibfix."
"Guten Abend, Magus Morgentau."

Sind Name und/oder Titel nicht bekannt, erfolgt die Begrüßung je nach gesellschaftlichem Stand der Person. Es spricht als Novize oder Magier nichts dagegen, unbekannte Bürgerliche mit "Bürger" oder "Bürgerin" anzusprechen. Unverheiratete Frauen bürgerlichen Standes werden mit "Miss" (oder "Fräulein") angesprochen. Verheiratete Frauen bürgerlichen Standes sprecht mit "Misses" (oder "Frau") an. Spricht man mit Personen von adligem Stand, kann man die allgemeine Anrede "Lady" oder "Lord" wählen.

Sobald Titel und Name, beispielsweise durch Vorstellung bekannt sind, werden sie künftig auch gebraucht! Bei Personen aus dem Adelskreis sind weiter die korrekten Anreden des jeweiligen Titels zu beachten.

Barone, Freiherren, Ritter, Edle und Junker werden mit mit "Hochwohlgeboren" angesprochen. Grafen mit "Erlaucht" und Fürsten mit "Hoheit" oder "Durchlaucht". Die Anrede "königliche Majestät" ist dem Könige und dem Kronprinzen vorbehalten, sollte man allerdings jemals zu einer Audienz geladen werden in erwartet wird, dass man seine königlichen Majestäten direkt anspricht, wird dringend nahe gelegt vorher einige zusätzliche Stunden im Benimmunterricht zu absoliveren, um sich nicht bis auf die Knochen zu blamieren.

2. Verbeugung, Knicks, Kopfnicken, Handkuss

Durch eine Verbeugung, einen Knicks oder das Neigen des Kopfes zollen wir unserem Gegenüber den nötigen Grad an Respekt. Der Grad, mit dem wir uns beugen, wird durch die gesellschaftliche Stellung der Personen bedingt.

Ein Magier wird einem Novizen gegenüber den Kopf neigen, während ein Novize dem Magier gegenüber stets eine Verbeugung wählt. Eine Novizin wählt einen formellen Knicks. Tritt ein Novize einem Erzmagier gegenüber, fällt sowohl die Verbeugung, als auch der Knicks tiefer bzw. länger aus. Tritt ein Magier einem Erzmagier gegenüber, fällt das Neigen des Kopfes tiefer aus als einem Novizen gegenüber. Die Pflicht für Magierinnen, einen Knicks zu wählen, entfällt.

Außerhalb der Akademie gilt es vor dem Sturmwinder Hochadel als Magier und Novize generell die Verbeugung zu wählen, sowie für Maigerinnen und Novizinnen einen Knicks zu vollführen. Niemals sollte lediglich der Kopf geneigt werden, da dies als herablassend gewertet werden kann. Ob diese Form der Begrüßung auch vor Würdenträgern anderer Königreiche gewählt wird, ist dagegen jedem selbst überlassen. Man sollte sich aber im klaren sein, dass ein unangebrachter Gruß bisweilen schon zu diplomatischen Krisen oder gar Kriegen geführt haben soll.

3. Begrüßung/Verabschiedung von mehreren Personen

Die formelle Gesprächsführung ist ein wichtiger Bestandteil der Etikette. Sie reguliert, wer wen anspricht und wie man sich in ein Gespräch integriert. Folgende Grundregeln sind zu beachten:

* Respektpersonen werden zuerst angesprochen.
* Frauen werden von Herren zuerst angesprochen.
* Ältere Damen werden sowohl von Frauen als auch von Herren zuerst angesprochen.
* Die Begrüßung erfolgt hierarchisch. Ist die ranghöchste Person zugleich die jüngste Dame, wird sie dennoch zuerst angesprochen.
* Ein Herr reicht einer Frau niemals die Hand zum Händedruck. Einem Adligen obliegt jedoch die auffordernde Geste eines Handkusses, welche von der Dame von Adel angenommen wird. Bietet die Dame dem Herren ihre Hand zum Handkuss, wird er ihrer Aufforderung nachkommen. Dies entfällt unter Bürgerlichen. Zwischen Mitgliedern der Akademie siehe Lektion 2.

Da es immer wieder vorkommt, dass Novizen nicht wissen wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie sich unterhaltenden Magiern begegnen haben wir für diesen Fall die Regeln noch einmal explizit aufgeführt.

* Gespräche zwischen Respektpersonen sind unter keinen Umständen einfach von Novizen zu unterbrechen.
* Novizen haben zu wartet bis ihnen sich unterhaltende Vorgesetzte ihre Aufmerksamkeit schenken.
* Solltet ihr in Eile sein und an sich unterhaltenden Magiern vorbei kommen, so gilt es diese wortlos durch eine Verbeugung oder einen Knicks zu grüßen, bevor ihr weiter eilt.

4. Der Handkuss

Der gemeine Handkuss wird nur von männlichen Personen und nur gegenüber adeligen Damen gewählt. Reicht die Dame ihre Hand zum Gruß, kann der Herr statt dem gewöhnlichen Händedruck die gereichte Hand auf Brusthöhe führen und mit einer leichten Verbeugung den Handkuss andeuten. Dabei sollten seine Lippen den Handrücken der Dame niemals berühren. Es gilt, den Handkuss lautlos und vor allem ohne (Kuss-)Geräusche vorzunehmen, auch das Gespräch pausiert währenddessen. Frauen behalten etwaige Handschuhe immer an. Die Dame kann sich natürlich auch dem Kuss verweigern, indem sie das Anheben der Hand nicht zulässt. Dies ist zu respektieren und der Herr muss mit einem normalen Handschlag vorlieb nehmen.

Vorsicht: Ein tatsächlicher Kuss auf den Handrücken kann als Liebeserklärung gewertet werden oder im schlimmsten Fall sogar als Heiratsantrag.

Gegenüber Würdenträgern wird der an der rechten Hand getragene Siegelring geküsst. Je mehr der Stand oder das Amt des Gegenübers sich von den eigenen Würden unterscheiden um so tiefer wird dabei die Verbeugung ausgeführt. Wird der Ring seiner königlichen Majestät dargeboten, lässt man sich für den Kuss selbstverständlich auf die Knie fallen.

5. Vorstellung unbekannter Personen

Oft kommen Novizen oder Magier in die Verlegenheit, ihren Vorgesetzten unbekannte Personen vorzustellen. Um diesen Moment so angenehm wie möglich zu gestalten, gelten folgende Grundregeln:

* Respektpersonen werden zuerst angesprochen: "Magus Lichtglanz, darf ich Euch Novizin Silberschein vorstellen? Sie kam vor drei Wochen an die Akademie und gehört einer anderen Abteilung an."
* Männer sprechen Frauen zuerst an: "Verwalterin Papierberg, darf ich Euch Magus Feuerhitze vorstellen? Er beehrt uns für drei Wochen als Gastdozent."
* Ältere Damen werden von jüngeren Damen zuerst angesprochen.
* Bei Personen gleichen Alters, Geschlechts und gleichen Ranges ist die Reihenfolge der Ansprache variabel.


Zuletzt von Romy am So 14 Jul 2013 - 16:54 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
 
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Lanyia

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BeitragThema: Re: Etikette    Fr 31 März 2017 - 0:41

Zur Verfügung gestellt vom ehem. Wachregiment Sturmwind:



In der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass Adlige und andere hochrangige Personen innerhalb der Stadt Sturmwinds durch unsere Soldaten nicht als solche behandelt wurden. Ein Gleichstellungsprinzip wie in der heutigen Bundesrepublik Deutschland gibt es in einer absolutistischen Monarchie wie sie im schönen Reiche Sturmwinds herrscht nicht.
Wenn ein Adliger zu uns als Stadtwache kommt, muss einer unserer Soldaten ihn demnach nicht nur höflich, sondern beinahe unterwürfig behandeln. Das bedeutet aber nicht, dass er euch gegenüber weisungsbefugt ist.
Ihr müsst ihm lediglich den ihm gebührenden Respekt entgegenbringen – ganz gleich ob er diesen
verdient.

Beispiel:
Ein Graf kommt in die Wachstube und möchte den Hauptmann sprechen, der aber befindet sich
bereits in einem Gespräch. Statt den Grafen nun einfach warten zu lassen, muss man den Hauptmann in jedem Fall Bescheid geben. Reagiert er nicht auf das klopfen an der Bürotür, funkt ihn angesichts der wichtigen Persönlichkeit an. Erst der Hauptmann entscheidet ob der Graf warten muss oder nicht.

Korrekte Anreden und Titel


Die richtige Anrede
Jeder Adlige kann darauf bestehen, mit seinem Titel angeredet zu werden.

Königreich Sturmwind:
Kaiser(veraltet) = Eure Majestät
König = Eure Majestät
Herzog = Eure königliche Hoheit
Fürst = Euer Durchlaucht
Markgraf = Erlaucht
Kirchliche Würden
Jeder Posten / Titel mit ebenjenem Titel.
Paladin = Paladin
Großkomtur = Großkomtur
etc.

Gildenmagische Würden
Erzmagier/in = Erzmagus
Magier/in = Magus (männlich und weiblich)Akademische Würden
Professor = Herr/Frau Professor
Doktor/Dozent = Herr/Frau Doktor

Allgemein
Handwerksmeister = Meister
Studierter Medicus = Meister/Magister
Hoher Amts-/Würdenträger,Ordensgroßmeister,Auswärtiger Botschafter, Marschall, Admiral =
Exzellenz


Zuletzt von Lanyia am Fr 31 März 2017 - 0:52 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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Lanyia

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BeitragThema: Re: Etikette    Fr 31 März 2017 - 0:48

Zur Verfügung gestellt vom ehem. Wachregiment Sturmwind:



Adel verpflichtet
Ob adlig oder nicht: Generell gilt, dass Jemand der in dieser Situation Rangniederer ist, zuerst grüßt. Sollte der Titel bekannt sein, wird er bei der Begrüßung genannt. Den Soldaten des zweiten Wachregiments muss bewusst sein, dass sie sich nicht an der Spitze der Machtkette befinden. Einfache Gefreite, Obergefreite oder andere Mannschaftsränge sind zwar normalen Bürgern gegenüber weisungsbefugt, dem Adel gegenüber dürfen sie jedoch nur auf Befehl eines Offiziers oder Richters Anweisungen aussprechen.

Beispiel:
Eine Magd winkt dem Adligen zu, während dieser in Gesellschaft des gleichen Standes ist, da sie in der letzten Nacht mit dem Adligen das Bett teilte.
Daraufhin lässt der Adlige die Magd ohrfeigen.
Das ist tatsächlich erlaubt.

Vergehen und eventuell sogar Straftaten werden bei einem Adligen nur in seltenen Fällen geahndet. Dies wiederum erfolgt nur auf ausdrückliche Anweisung eines Offiziers oder Richters.

Adelsschau
Der Adlige zeigt immer und überall welchen Stand er angehört und umgibt sich in der Öffentlichkeit nach Möglichkeit nur mit Gesellschaft aus dem gleichen Stand. Auf überhebliches, arrogantes oder gar beleidigendes Verhalten eines Adligen darf ein Soldat nicht
ungehalten reagieren, sondern muss freundlich und besonnen bleiben, ob es ihm passt oder nicht. Bei groben Beleidigungen kann ein Offizier konsultiert werden, welcher dann den Dialog mit dem Adligen sucht.

Adelsvereinigung
Adlige vermehren sich in der Regel nur mit Mitgliedern des gleichen Standes.
Bastarde (Kinder eines Adligen, welche außerehelich gezeugt wurden) werden geringfügig
entschädigt und verfügen über keine Adelsprivilegien!
Ausnahme: Sie wurden von dem adligen Vorfahr offiziell anerkannt.

Der hohe Adel
Der hohe Adel unterscheidet sich vom niederen Adel vor allem durch seine größere Machtfülle, die zu einer höheren Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen führt, die gleichzeitig hohe Einflussmöglichkeiten bedeutet. Die Privilegien des hohen Adels übersteigen die des Niederen bei Weitem!

Der niedere Adel
Der niedere Adel besteht überwiegend aus Rittern.
Die Privilegien eines solchen Adligen im Vergleich zum Hochadel sind erheblich geringfügiger.
Bedenkt aber, dass auch der Niederadel euch als Wache gegenüber (abgesehen von den Offizieren) standesgemäß ranghöher ist.
 
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Lanyia

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BeitragThema: Re: Etikette    Fr 31 März 2017 - 0:51



 
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