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 Bestiarium - Aufsatz: Drachen unter uns!

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Louiza



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BeitragThema: Bestiarium - Aufsatz: Drachen unter uns!   So 27 März 2016 - 22:15

Ein kleines unscheinbares Büchlein verliert sich förmlich zwischen den Folianten. Es ist ordentlich gebunden aber schmucklos. Die Schrift ist sauber und ordentlich, da hat sich jemand Mühe gegeben, es gibt aber keine Verschnörkelungen oder Verzierungen.

Drachen unter uns!


ein Aufsatz von Olivia Bates


Drachen, woran denkt man da?

An die geschuppten Bestien die von Zwergen gejagt werden?

An die mächtigen Aspekte die von den Titanen den Auftrag erhielten
über Azeroth zu wachen und das auch mal besser, mal schlechter taten?

Hier soll es um ganz andere Drachen gehen. Es geht um jene, die unser Leben und handeln direkt beeinflussen, ob im Guten oder im Bösen. Anhand dreier Beispiele wird aufgezeigt, wie Drachen in jüngster Zeit bewusst und gezielt unser Leben beeinflussten um ihre Aufgaben und Interessen durchzusetzen. Daran werden auch die Gegensätze zwischen den verschiedenen Drachenschwärmen deutlich.

Onyxia*
Als erstes und in Sturmwind wohl bekanntestes Beispiel soll Onyxia dienen. Onyxia war ein Schwarzdrache, die Tochter Neltharions und Schwester Nefarians.

Typisch für einen Drachen des schwarzen Schwarms war sie intrigant und bösartig und trachtete vor allem nach ihrem persönlichen Vorteil und dem ihres Schwarms. Ihre Heimstätte war ein Hort in den Marschen südlich von Theramore, dort legte sie viele Eier und die geschlüpften Drachlinge terrorisierten viele Reisende in der Region.

Onyxia selbst war jedoch in Sturmwind sehr aktiv. In ihrer menschlichen Illusion als Lady Prestor war sie eine hohe Adelige und königliche Beraterin. Woher Lady Prestor kam ist nicht bekannt, am wahrscheinlichsten erscheint es, dass Onyxia das Chaos der Kriege ausnutzte um eine Vergangenheit zu fingieren.

Man sagt ihr nach, dass sie die Steinmetze und die Adeligen gegeneinander aufbrachte um Unruhe zu stiften, so gaben die Steinmetze immer mehr Gold aus um die Stadt wiederaufzubauen und die Adeligen wollten jene nicht angemessen bezahlen. Die Unruhen gipfelten letztlich im Tod Königin Tiffins durch einen geworfenen Stein.

Nach dem Verschwinden des Königs wurde sie eine königliche Beraterin und neben Bolvar Fordragon die vielleicht mächtigste Person in der Stadt. Es wird auch ihr zugerechnet, dass Sturmwind keine Truppen nach Westfall, Seenhain oder Dunkelhain entsandte als die Not dort groß war. Dies vergrößerte das dortige Chaos noch und die Auswirkungen davon spüren wir bis heute noch.

Auch nach der Rückkehr des Königs blieb ihr Einfluss auf ihn groß, doch konnte sie schließlich enttarnt werden. Sie floh zu ihrem Hort in den Marschen, wo sie gestellt und von König Varian getötet werden konnte. Ihr Kopf wurde an den Toren Sturmwinds wochenlang ausgestellt.

Was bleibt ist das Chaos, dass sie im ganzen Königreich stiftete. Die Gründung der Defias ist indirekt ihr an zu lasten und damit auch die Verödung Westfalls. Zudem die fehlenden Truppen im Rotkammgebirge und im Düsterwald.

Allein der Sinn ihres Treibens bleibt ein Rätsel, dass wohl nur Drachen ergründen können. Doch ist ihr Handeln geradezu bezeichnend für die zerstörerischen und chaotischen Interessen des schwarzen Schwarms.

Chronormu**
Ein ganz anderes und sicher noch mysteriöseres Beispiel stellt Chronormu dar. Chronormu ist ein Drache des bronzenen Schwarms, jene Drachen die über die Zeit wachen. Wenn sie mit den sterblichen Völkern interagiert, erscheint sie in Gestalt einer charismatischen Gnomin namens Chromie.

Chromie trat zum ersten Mal in Andorhal auf den Plan. Die Geißel hatte mit Zeitmagie herum experimentiert und die Zeitlinien in Andorhal beschädigt. Es war nun Chromies Aufgabe diese Anomalie zu bereinigen und sie suchte die Hilfe der Sterblichen um das Problem zu lösen.
So leitete sie Glücksritter an Reagenzien zu sammeln. Mit jenen formte sie ein Artefakt mit dem der Lich in Andorhal besiegt werden konnte.

Umso mehr Zeit Chromie mit den Menschen der Pestwälder verbrachte, umso mitfühlender wurde sie. So half sie der Familie Rotpfad in Darroheim dabei die Annalen von Darroheim zu vervollständigen und Klarheit über das Schicksal des Ortes zu erlangen. Hierbei leitete sie abermals Sterbliche an und unterstütze sie eher aus dem Hintergrund mit ihrer Magie.

Auch im Krieg in Nordend soll Chromie gesehen worden sein und griff auf die Hilfe von Glücksrittern zurück um Zeitlinien zu reparieren. Sehr bekannt wurde sie jedoch im Garrosh-Prozess, in dem sie zusätzliche Beweise in Form von Rückblenden lieferte.

Während der Befreiung Garroshs durch den bronzenen Drachen Kairozdormu unterlag sie ihm und konnte sein verräterisches Treiben nicht verhindern. Sie half den Anführern der Allianz im Anschluss dabei die Zeitlinien vor Ort durch Kämpfe wieder zu stabilisieren.
Zuletzt sah mal sie in Draenor, angeblich hilft sie Erzmagus Khadgar dabei Kairozdornu zu stellen.

Im Vergleich zu Onyxia sieht man in Chromies Handlungen gut den charakteristischen Unterschied zwischen den Drachenschwärmen. Während der schwarze Schwarm nur auf seinen Vorteil, das Stiften von Chaos und die Beherrschung anderer mittels Intrigen und Gewalt aus ist, agieren Bronzedrachen zwar auch im Hintergrund, aber nicht zu ihrem eigenen Vorteil, sondern um die Welt und speziell das vorgesehene Schicksal zu bewahren. Auch involvieren die Bronzedrachen Sterbliche und wirken eher unterstützend.

Kalecgos***
Als letztes Beispiel dient Kalecgos, er ist ein blauer Drache und nach Malygos’ Tod inzwischen der neue blaue Aspekt - oder auch nicht mehr, ob die Aspekte noch Aspekte sind,ist Gegenstand der Forschung. Dem blauen Drachenschwarm obliegt die Wacht über die arkane Magie. Wenn er mit den sterblichen Völkern spricht, verwandelt er sich in einen Halbelfen mit blauem Haar und kräftiger Statur, zudem als potenter Zauberwirker. Er nennt sich dann Kalec.

Angeblich wurde er nach dem dritten Krieg von Malygos, dem damaligen Aspekt des blauen Schwarms, nach Quel’thalas gesandt um Restenergien des von der Geißel zerstörten Sonnenbrunnens zu finden.

Jedoch fand er keine Energien und keinen Brunnen, sondern ein menschliches Mädchen namens Anveena Teague, die in der Nähe von Tarrens Mühle mit ihren Eltern lebte. Auf der Flucht vor zwergischen Drachenjägern half Anveena dem verletzten Blaudrachen, doch nachdem sie Kalecgos das Leben gerettet hatte, wurde sie von einem abtrünnigen Hochelfen entführt. Dar’khan Drathir, der die Energien des Sonnenbrunnens, die in dem Mädchen ruhten, selbst nutzen wollte und sie nach Quel’thalas verschleppte.

Um Anveena zu retten holte sich Kalecgos Hilfe von einem weiteren Blaudrachen, einem Paladin und mehreren Hochelfen. Mit gemeinsamer Kraft konnten sie Anveena retten und Dar’khan besiegen. Doch wurde dabei allen offenbar, dass das Mädchen eigentlich als Avatar den Sonnenbrunnen selbst verkörpert und kein Mensch war.
Korialstrasz, ein roter Drache, der auch als Krasus bekannt ist, hatte die Illusion des Mädchens erschaffen, um die in ihr verborgene Macht vor der Geißel zu schützen.

Kalecgos verschrieb sich der Aufgabe, Anveena zu beschützen und soll dabei sogar eine Romanze mit ihr eingegangen sein. Kalec beschützte Anveena, während sie den Blutelfen half, ihre Heimat wieder aufzubauen.

Es dauerte jedoch nicht lange, bis Kael'thas Sonnenwanderer, der sich von seiner Niederlage in der Festung der Stürme erholte, in Quel'thalas auftauchte.
Er wollte seinen Meister, Kil'jaeden, nach Azeroth bringen. Hierfür nahm er Anveena gefangen. Kalecgos und Madrigosa - ein weiterer blauer Drache - erhielten den Auftrag, Kael’thas zu stoppen.
Während der Kämpfe um das Sonnenbrunnenplateau wurde Kalecgos von einem Schreckenslord befallen, unter dessen Einfluss er sich gegen die Feinde der Legion wandte. Nur durch die Hilfe mutiger Sterblicher konnte er davon befreit werden.
Anveena realisierte, dass Kil'jaeden zu stark war, um von den sterblichen Helden besiegt zu werden. Sie entschied sich dazu, ihr Leben zu opfern und entfesselte die gesamte Kraft des Sonnenbrunnens gegen Kil'jaeden. Dadurch wurde er besiegt, doch Anveena verstarb und Kalecgos fiel in tiefe Trauer. Der Brunnen konnte aber so wiederhergestellt und durch den gefangenen Naaru der Blutelfen gereinigt werden.

Kalecgos verschwand eine Weile und trat erst im Nexuskrieg wieder in Aktion. er wandte sich gegen Malygos, seinen Herren, und lehnte den Kampf gegen die Sterblichen ab. Er setzte sich für die Zusammenarbeit mit den anderen Drachenschwärmen und den sterblichen Völkern ein. Nach Malygos Tod wurde er von seinem Schwarm, bei einem sehr seltenen Himmelsereignis, dass man Umarmung der Monde nennt, zum neuen Aspekt der Magie ernannt.

Als Aspekt war er auch an der Vernichtung Todesschwinges beteiligt und traf später in Theramore ein, wo er die Erzmagierin Jaina Prachtmeer kennenlernte und ein Drachenartefakt suchte, dass gestohlen wurde. Dieses Artefakt, die schimmernde Iris, wurde genutzt um Theramore zu vernichten und nur Kalecgos gelang es die Erzmagierin davon abzuhalten Ogrimmar als Vergeltung zu überfluten. Gemeinsam brachten sie das Artefakt nach Dalaran um es zu sichern, Kalecgos blieb bei der Erzmagierin und steht ihr nachweislich am Nächsten.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Beispielen greift Kalecgos offen und sehr massiv in das Leben anderer ein und involviert sich auch emotional zutiefst.

Fazit
Deutlich kann man die Unterschiede im Verhalten der drei vorgestellten Schwärme erkennen. Die Schwarzdrachen, die nur intrigant, bösartig und egoistisch agieren. Sie mischen sich unerkannt unter die Sterblichen und manipulieren sie.

Die Bronzenen die recht zurückhaltend, distanziert und auch oft unerkannt unter den Sterblichen sind, jedoch nur um die Welt und die Zeit im speziellen zu beschützen und nur ab und an die Hilfe der Sterblichen suchen.

Und zuletzt die blauen Drachen, die offen unter Menschen und Elfen agieren und auch nicht davor zurückschrecken sich emotional an diese zu binden.

Schwer von einander zu trennen bleibt ob dies charakterliche Gründe hat oder in den speziellen Aufgaben der jeweiligen Schwärme begründet liegt. Drachen werden vom Moment des Schlüpfens - oder sogar noch eher - mit ihrer sehr spezifischen Bestimmung verknüpft und führen diese Aufgabe ein Leben lang, oft Jahrtausende aus.

Dies resultiert nicht nur in einer psychologischen, sondern auch in einer physiologischen Prägung. Nicht alle Drachlinge werden Großdrachen. Es gibt auch spezielle Wächteraufgaben die kleinere und weniger mächtige Drakonide und Wyrmkin ausüben.


*) aus dem englischen von: http://wow.gamepedia.com/Onyxia
**) aus dem englischen von: http://wow.gamepedia.com/Chronormu
***) aus dem englischen von: http://wow.gamepedia.com/Kalecgos und http://sanktum-sturmwind.forumieren.com/t242-kalecgos-die-nicht-ganz-romantische-legende-eines-drachen
 
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